In der Schweiz gehen Dutzende Armeewaffen verloren

tafi/SDA

12.1.2021 - 18:00

Des Fass 90 et des pistolets 75 sont entreposes dans la chambre d'armes de l'arsenal Cantonal ce lundi 7 janvier 2008 a Geneve. Depuis le 2 janvier, les soldats genevois qui le souhaitent peuvent deposer leur arme de service gratuitement a l'arsenal. A ce jour, treize armes ont ete remises aux bons soins des autorites cantonales. Mais d'autres devraient suivre. L'arsenal a ete amenage pour recevoir 1250 armes de service. Les soldats n'ont aucune obligation. On compte environ 7500 armes appartenant a des militaires actifs dans le canton de Geneve. La Confederation a accueilli assez froidement l'initiative genevoise. Elle n'y a pas non plus mis son veto. Berne a toutefois saisi ses juristes de la question. Ceux-ci doivent determiner s'il est de la competence des cantons de proposer un tel service. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
Der Schweizer Armee gehen jedes Jahr Dutzende Waffen verloren, nur die wenigsten tauchen wieder auf.
KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi

Für die Armee ist es jedes Jahr aufs Neue ärgerlich: Dutzende Sturmgewehre und Pistolen sind nicht mehr auffindbar. 2020 verschwinden 70 Waffen, die meisten werden gestohlen.

Im vergangenen Jahr sind bei der Schweizer Armee 70 Schusswaffen verloren gegangen. Darunter waren 57 Sturmgewehre. Die weiteren vermissten Waffen waren Pistolen, hauptsächlich Pistolen 75.

Armeesprecher Stefan Hofer bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht von «Blick». 54 Waffen wurden demnach gestohlen und eine bei einem Brand zerstört. Die restlichen 15 Waffen waren nicht mehr aufzufinden, beispielsweise nach einem Umzug.

In Kellern gefunden

Wieder aufgetaucht sind im vergangenen Jahr 22 verlorene Waffen, nämlich 18 Sturmgewehre und vier Pistolen. Die meisten davon wurden von kantonalen Polizeien an die Armee zurückgegeben, etwa wenn sie bei Polizeieinsätzen gefunden werden, sagte Hofer dem «Blick».

Etwa zehn Prozent der Waffen werden laut Hofer durch Zivilpersonen bei der Logistikbasis der Armee (LBA) abgegeben. Diese Waffen tauchen häufig «im Keller oder Estrich bei einem Bezug einer leeren Wohnung» auf, sagt Hofer.

Weniger Verlust im Jahr 2020

Im Vergleich zum Vorjahr gingen 2020 weniger Waffen verlustig. Im Jahr 2019 waren noch 102 Waffen verschwunden. «Ob dieser Rückgang durch Covid-19 begünstigt wurde (...) oder ob der Rückgang massgeblich auf die Sensibilisierung der Armeeangehörigen bezüglich Waffenverlust zurückzuführen ist, lässt sich nicht eindeutig belegen», erklärt Hofer.

Bei Rekrutenschulen und Wiederholungskurse werden Armeeangehörige nach wie vor zum Thema Waffenverlust sensibilisiert. Diese Massnahmen sollen fortgeführt werden, auch wenn mittlerweile deutlich weniger Waffen verloren gehen als in früheren Jahren. Seit 1969 verschwanden immerhin 5519 militärische Schusswaffen – und nur 418 davon tauchten wieder auf.

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