Trotz gescheiterter InitiativeArbeitgeberverband will Rentenalter schrittweise erhöhen
sda
8.4.2024 - 06:35
Für Severin Moser, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, ist die Erhöhung des Rentenalters nicht vom Tisch.
Archivbild:Keystone
Der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) will das Rentenalter schrittweise erhöhen – trotz der im März abgelehnten Renteninitiative. Andernfalls würde die Wirtschaft leiden.
Keystone-SDA, sda
08.04.2024, 06:35
08.04.2024, 08:10
SDA
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Der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) will das Rentenalter schrittweise erhöhen, weil ein direkter Sprung auf 67 Jahre «unrealistisch» sei.
Das höhere Rentenalter sichere die AHV und sei ein Mittel gegen den Fachkräftemangel sowie die Zuwanderung.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) hat trotz der im März abgelehnten Renteninitiative die Erhöhung des Rentenalters auf 66 Jahre vorgeschlagen. Die Erhöhung müsste in kleinen Schritten erfolgen, wie SAV-Präsident Severin Moser in einem Interview sagte.
Zunächst würde das Rentenalter um ein halbes Jahr erhöht werden, später nochmals um ein halbes Jahr, sagte Moser in einem am Montag publizierten Interview mit CH Media. Er glaube, dass die Schweizer Bevölkerung einer verlangsamten Erhöhung des Rentenalters zustimmen würde. Der direkte Sprung auf 67 Jahre sei «unrealistisch».
Erst Anfang März lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung eine Volksinitiative der Jungfreisinnigen überdeutlich ab. Alle Kantone stimmten wie das Parlament und der Bundesrat ein höheres Rentenalter dagegen.
Abnehmende Zuwanderung
Die Vorlage wollte das Rentenalter zunächst auf 66 Jahre erhöhen und danach an die Lebenserwartung koppeln. Der Automatismus zur Erhöhung habe abgeschreckt, sagte Moser.
Das höhere Rentenalter sei ein Mittel gegen den Fachkräftemangel und die Zuwanderung. Damit werde die AHV langfristig gesichert. Moser geht davon aus, dass die Zuwanderung künftig weniger stark zunehmen wird als bisher. Denn auch Nachbarländer würden unter einem Mangel an Fachkräften leiden.
«Weil uns die Fachkräfte aufgrund der Demografie fehlen werden, wird das Wirtschaftswachstum zurückgehen, mit allen negativen Konsequenzen, die das mit sich bringt», zeigte er sich überzeugt. Unternehmen seien also auf Mitarbeitende im heutigen Rentenalter angewiesen.
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Weder die Volksinitiative noch der Gegenvorschlag haben praktische Auswirkungen. Es entstehen keine neuen Aufgaben und keine zusätzlichen Kosten. Weder aus der Initiative noch aus dem Gegenentwurf ergebe sich ein Recht, mit Bargeld zu bezahlen.
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