Aufrüstung des MilitärsArmeechef Süssli prüft Kauf bewaffneter Drohnen
sda
20.2.2023 - 09:32
Bundesrat will für die Armee 600 Millionen Franken mehr ausgeben
Der Bundesrat will für die Armee bis ins Jahr 2024 rund 600 Millionen Franken mehr ausgeben als geplant. Er hat am Mittwoch in seiner ans Parlament verabschiedeten Botschaft den vierjährigen Zahlungsrahmen entsprechend auf 21,7 Milliarden Franken erhöht.
15.02.2023
Die Schweizer Armee soll laut Armeechef Thomas Süssli rasch und massiv erneuert werden. Geprüft wird dabei auch die Beschaffung von Raketenartillerie und sogenannter «Loitering Munition».
Keystone-SDA, sda
20.02.2023, 09:32
SDA
«Wir wollen bis Ende des Jahrzehnts einen Drittel der Armee komplett erneuern – zwei Panzerbataillone und sechs Infanteriebataillone», sagte Armeechef Thomas Süssli in einem am Montag veröffentlichten Interview mit den Zeitungen von CH Media. Dazu werde die Beschaffung sogenannter «Loitering Munition» geprüft. Letztere kann lange Zeit über dem Zielgebiet kreisen, bevor sie zuschlägt.
Die Drohnen- und «Loitering»-Systeme sollen möglicherweise die Artillerie teilweise ersetzen, sagte Süssli weiter.
Der Chef der Armee, Thomas Süssli. (Archivbild)
Bild:Keystone/Urs Flüeler
Die Beschaffung von Raketenartillerie werden ebenfalls geprüft, sagte der Armeechef. Genauso werde angeschaut, ob ein Teil der Festungsminenwerfer doch nicht abgebaut, sondern behalten werden soll.
Die Schweizer Armee soll sich zudem in der digital unterstützten Kriegsführung weiterentwickeln. So sollen etwa Eindrücke aus dem Schlachtfeld digital weitergegeben und so ein wirkungsvollerer Waffeneinsatz ermöglicht werden. «Der kommende Trend in der Armeeentwicklung ist der Sensoren-Nachrichtendienst-Führungs-Wirkungs-Verbund», so Süssli. «Wer diesen Verbund digitalisieren kann, hat einen Wissens- und Entscheidungsvorsprung.»
Die Armee habe in den letzten Monaten das Projekt «Innovationssystem Verteidigung» aufgebaut. «Dafür haben wir ausserhalb der Gruppe Verteidigung das Start-up Swiss Innovation Force gegründet», sagte Süssli. «Es gehört der Armee. Damit sollen künftig Ideen, auch neue Apps, möglichst schnell in Produkte umgewandelt werden, die in der Armee zum Einsatz kommen.»
Betroffenheit angesichts russischer Übergriffe
Hinsichtlich des Kriegs in der Ukraine zeigte sich Süssli von den vielen Todesopfern und der Opferbereitschaft der ukrainischen Armee und der Bevölkerung berührt. «Auch die Übergriffe der russischen Truppen haben mich betroffen gemacht», sagte der Armeechef.
Beeindruckt zeigte sich Süssli von der ukrainischen Armee, vor allem ob der Breite von Systemen, die sie im Einsatz habe. Dabei erfordere jedes System Ausbildung und eine Einsatzdoktrin und eine entsprechende Logistik für Munitionsnachschub und Ersatzteile. Ebenfalls sei die Geschwindigkeit des Lernens der Ukrainer beachtlich. In der Schweiz bilde man Panzerbesatzungen in 18 Wochen Rekrutenschule aus – in der Ukraine gehe das deutlich schneller.
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