Corona-Überblick

Österreich lockert stufenweise +++ Russland verzeichnet massiven Bevölkerungsrückgang

red./SDA/dpa

29.1.2022

Von der Pandemie zur Endemie: Ist Corona bald vorbei?

Von der Pandemie zur Endemie: Ist Corona bald vorbei?

Seit zwei Jahren leben wir mit Corona. Auch wenn der Virus wohl nicht mehr verschwinden wird, mit der Pandemie könnte es schon bald vorbei sein.

25.01.2022

red./SDA/dpa

29.1.2022

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 2’131’077 Personen. 12’680 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 371’651’638, die Zahl der Toten auf 5’654’663.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kantone stützen Bersets Marschrichtung und sind auch für Lockerungen bei Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht.
  • Unser Nachbar Österreich lockert die Massnahmen bald stufenweise.
  • Erstmals seit Beginn der Pandemie vermeldet Russland über 100'000 Neuinfektionen an einem Tag. Das Land verzeichnet den stärksten Bevölkerungsrückgang seit fast 20 Jahren.
  • Dutzende Gegner der Corona-Maßnahmen sind in Leipzig bei einem ihrer als «Spaziergänge» deklarierten Protestmärsche auf das Gelände der Uniklinik gestürmt.
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  • 18.56 Uhr
    Dutzende Corona-Gegner stürmen bei Protestmarsch in Leipzig Klinikgelände

    Dutzende Gegner der Corona-Maßnahmen sind in Leipzig bei einem ihrer als «Spaziergänge» deklarierten Protestmärsche auf das Gelände der Uniklinik gestürmt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte der Protestzug von «mehreren hundert» Menschen am Samstagnachmittag nahe des Völkerschlachtdenkmals begonnen und war dann in der Nähe der Klinik für Psychiatrie von der Polizei gestoppt worden. Dort seien dann Dutzende auf das Gelände der zur UKL gehörenden Psychiatrie-Klinik gestürmt – vermutlich in der Hoffnung, dem Polizeikessel zu entkommen.

    Auf Videos, die auf Twitter veröffentlicht wurden, war zu sehen, wie einige Polizisten am Tor zu dem Gelände noch vergeblich versuchen, die Menge zurückzuhalten. Doch waren sie dem Ansturm offensichtlich nicht gewachsen. Der Polizeisprecherin zufolge stellte die Polizei die Identität der Eingedrungenen für mögliche strafrechtliche Ermittlungen fest. Die restlichen «Spaziergänger» seien nach einer Identitätskontrolle wieder gehen gelassen worden.

  • 14.05 Uhr
    Omikron-Welle liess sich in den Schulen kaum aufhalten
    Schulkinder sind auf dem Weg in die Schule, am Freitag, 17. Dezember 2021, in Uetendorf. Aufgrund der hohen Corona Ansteckungen werden die Schulkinder im Kanton Bern eine Woche frueher in die Weihnachtsferien geschickt. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Schulkinder wurden durch die Pandemie mit am meisten belastet. Der Eindruck, dass die Politik den Kindern keine Beachtung geschenkt habe, sei aber falsch, so Berset.
    Bild: KEYSTONE/Peter Schneider

    Die Kinder sind laut Bundesrat Alain Berset in der Corona-Pandemie nicht vergessen worden. Dass die Fallzahlen an den Schulen stark angestiegen sind, begründet er mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante: Diese habe sich trotz aller Massnahmen kaum aufhalten lassen.

    Der Eindruck, dass die Politik den Kindern keine Beachtung geschenkt habe, sei falsch, hielt der Gesundheitsminister in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF fest. «Wir haben aber generell immer versucht, einen Weg zu gehen, der das Leben der Leute so wenig wie nötig beeinträchtigt.»

    Bei Kindern, die nicht zu den Hauptbetroffenen mit einem hohen Risiko gehören, hatten auch andere Überlegungen eine wichtige Rolle gespielt, wie Berset ausführte. «Es ging nicht nur ums Risiko, sich anzustecken, sondern auch um die psychische Belastung der Kinder.»

    Die maximalen Leiden schaffe man, wenn man die Schulen zu mache, meinte der 49-Jährige. In der Schweiz seien sie weniger lang geschlossen gewesen als in anderen Ländern.

  • 13.13 Uhr
    Österreich lockert stufenweise die Massnahmen

    Österreich lockert trotz aktuell hoher Zahlen bei den Neuinfektionen demnächst stufenweise seine Corona-Massnahmen. So werde die Sperrstunde ab 5. Februar von 22.00 Uhr auf 24.00 Uhr geschoben, sagte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Samstag in Wien.

    ABD0011_20220129 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA0086 VOM 29.1.2022 - Bundeskanzler Karl Nehammer während einer Pressekonferenz der Bundesregierung und GECKO zum Thema
    Bundeskanzler Karl Nehammer während einer Corona-Pressekonferenz am heutigen Samstag in Wien. 
    Bild: KEYSTONE

    Vom 12. Februar an falle die 2G-Regel im Handel. Es bleibe aber die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske. Ab 19. Februar gelte in der Gastronomie und im Tourismus statt der 2G-Regel wieder die 3G-Regel, hiess es. Damit ist es auch mit einem negativen Corona-Test möglich, Lokale zu besuchen.

    Der Stufenplan für die Lockerungen sei mit Blick auf den Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle erstellt worden, hiess es. Die höchste Zahl an Neuinfektionen werde für das Ende der ersten Februar-Woche erwartet. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich bei etwa 2400 pro 100'000 Einwohnern.

    Grundlage der Entscheidungen ist demnach die absehbar weiter niedrige Belastung der Kliniken. «Diese Zahlen sind stabil und auf einem wirklich berechenbaren guten Niveau», sagte Nehammer zur Lage auf den Normal- und Intensivstationen. Speziell bei den Intensivstationen drohe keine Überlastung mehr, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

  • 12.02 Uhr
    Russland hat mehr als 100'000 Neuinfektionen pro Tag

    Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie haben Russlands Behörden mehr als 100'000 Neuinfektionen an einem Tag gezählt. Am Samstag verzeichnete die offizielle Corona-Statistik mehr als 113'000 neue Fälle binnen 24 Stunden und im selben Zeitraum 668 Tote im Zusammenhang mit Corona.

    Vollständig geimpft sind demnach bislang knapp 55 Prozent der Bevölkerung. Angesichts der Omikron-Welle, die mittlerweile nahezu alle russischen Regionen erfasst hat, registriert das flächenmässig grösste Land der Erde seit Tagen einen Höchstwert nach dem anderen.

    Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen Infektions- und Todeszahlen in Wirklichkeit noch deutlich höher liegen. Am Freitag veröffentlichte das Statistikamt Rosstat, wonach Russlands Bevölkerung im vergangenen Jahr um mehr als eine halbe Million Menschen schrumpfte.

    Es handelte sich um den stärksten Bevölkerungsrückgang seit fast 20 Jahren. Die russische Regierung begründet die hohe Übersterblichkeit massgeblich mit Covid-19.

  • 9.23 Uhr
    36 weitere Infizierte in Peking

    Wie das Organisationskomitee in Peking mitteilte, sind insgesamt 29 Einreisende kurz nach ihrer Ankunft am Flughafen positiv auf das Virus getestet worden, bei 19 von ihnen soll es sich um Athleten oder Teammitglieder handeln. Sieben weitere Infektionen wurden zudem unter Personen festgestellt, die sich bereits innerhalb der «Olympia-Blase» befunden haben.

  • 8.20 Uhr
    Auch Kantone sind optimistisch

    Die Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht dürfte laut Gesundheitsminister Alain Berset kommende Woche fallen. Berset machte die Ankündigung für Lockerungen der Covid-19-Massnahmen am Freitag an einem Point de Presse in Aarau (hier unser Ticker dazu zum Nachlesen). Die gegenwärtige Situation lasse entsprechende Anpassungen bereits in der nächsten Woche zu, sagte er.

    Tanz der Moewen am Zuerichsee bei Zuerich am Sonntag, 26. Januar 2020. (KEYSTONE/Walter Bieri)
    Bald neue Freiheit? Nach Berset sprechen sich auch die Kantone für Lockerungen der Corona-Regeln aus. Auf dem Bild der Tanz der Möwen am Zürichsee.
    Bild: KEYSTONE

    Nun stützen die Kantone Bersets Marschrichtung. Für Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) lässt die Entwicklung der Lage in der Pandemie einen gewissen Optimismus zu. Der Druck auf die Spitäler sei aber nach wie vor sehr stark. Aus seiner Sicht sei Lockern in Etappen das richtige Vorgehen. Das sagt Engelberger gegenüber der Onlineplattform Nau.ch.