Auns will mit anderen EU-Gegnern zusammenspannen

SDA, gbi

3.12.2021 - 15:14

Lukas Reimann, SVP-Nationalrat und AUNS-Praesident, spricht waehrend einer AUNS Polit-Tagung unter dem Titel
Lukas Reimann, SVP-Nationalrat und Auns-Präsident, sprich an einer Tagung der Versammlung im August 2021 in Bern. 
Bild: Keystone/Anthony Anex

Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) und weitere EU-kritische Organisationen wollen fusionieren. Im Frühling sollen die Mitglieder der einzelnen Vereine darüber entscheiden.

SDA, gbi

3.12.2021 - 15:14

Die Vorstände der Auns, des Komitees gegen den schleichenden EU-Beitritt «EU-No» und der Unternehmervereinigung gegen den EU-Beitritt haben letzte Woche beschlossen, die Zusammenlegung ihrer Organisationen einzuleiten, wie sie am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung bekanntgaben.

Ziel der Fusion sei es, eine «schlagkräftige Bewegung zur Verteidigung von Unabhängigkeit, Neutralität und Sicherheit der Schweiz» zu bilden. Die Details der Ausgestaltung der Zusammenführung würden in den kommenden Wochen erarbeitet. Im Frühling werde das Resultat dann den Mitgliederversammlungen der einzelnen Vereine vorgelegt.

Kampf gegen «EU-Turbos»

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei der Geschäftsstelle der Auns hiess es, der Zusammenschluss bedeute nicht, dass die Auns verschwinden werde. Sie bleibe ein bedeutender Player, damit man die erwähnten Ziele erreichen könne.

Hauptziel sei es, die Kräfte zu bündeln. Die Machtpolitik der EU werde immer schriller, die «EU-Turbos» im Inland wollten mit allen Mitteln in die EU. Deshalb gelte es jetzt, den «nächsten Kampf» vorzubereiten. Wie das zusammengeführte neue Gebilde der EU-Gegner heissen soll, sei jetzt noch «kein Thema».

Die rechtskonservative Auns wurde 1986 von den damaligen Nationalräten Christoph Blocher (SVP/ZH) und Otto Fischer (FDP/BE) gegründet. Sind ging hervor aus dem damaligen Aktionskomitee gegen den Uno-Beitritt. Ihr grösster politischer Triumph war 1992 das Nein des Stimmvolkes zum EWR-Beitritt. Für die Auns ist die EU laut ihrem Mentor Blocher eine «intellektuelle Fehlkonstruktion».

SDA, gbi