BAG will Impfbereitschaft mit Kuchen und Impftruck erhöhen 

Agenturen/toko

18.7.2021

Um die Impfkampagne voranzutreiben, will das BAG am Montag auf dem Berner Bundesplatz Kuchen servieren. In einem Impftruck kann man sich zudem spontan impfen lassen. Unterdessen zeigt sich Direktorin Anne Lévy besorgt über den Anstieg der Neuinfektionen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/toko

18.7.2021

Um die Impfkampagne in der Schweiz populärer zu machen, will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf dem Berner Bundesplatz Kuchen servieren. In einem Impftruck kann man sich zudem spontan impfen lassen.

Die Impfkampagne komme gut voran, twitterte das BAG am Sonntag. Zwei von drei Erwachsenen ab 16 Jahren hätten mindestens eine Impfung erhalten: «Das feiern wir und servieren morgen (Montag) um 13.30 Uhr Kuchen auf dem Bundesplatz», hiess es. Zur Kuchenmenge schreibt das BAG: «s'hätt solangs's hät». Wer sich auch noch das erste Mal impfen lassen wolle, könnte dies dann spontan im Impftruck tun.

Die Corona-Ansteckungen würden wieder zunehmen, aber «unsere Impfungen schützen gut», twitterte Gesundheitsminister Alain Berset. Auch gegen die leichter übertragbare Delta-Variante schützten die Impfungen gut. Zwischen dem erstem Piks und dem vollen Impfschutz würden sechs Wochen liegen. Darum gelte für alle, die noch nicht geimpft seien, nicht zu zögern. Es gebe freie Termine.

Anne Lévy besorgt über Anstieg der Fallzahlen

Die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Anne Lévy, hat sich in einem Interview besorgt geäussert über den Wiederanstieg der Corona-Zahlen. «Wir wussten, dass sie steigen, wenn wir öffnen. Aber wir haben nicht erwartet, dass sie so früh so stark steigen.» Die Pandemie sei noch nicht vorbei, die Situation sei schwierig einzuschätzen, sagte Lévy der «NZZ am Sonntag».

Zum Grund für den relativ starken Wiederanstieg meinte die 50-jährige Berner Chefbeamtin, die Leute seien generell weniger vorsichtig, seit geimpft werde und es kaum mehr Massnahmen gebe. Derzeit würden sich vor allem jüngere Leute anstecken, erklärte Lévy. Bedrohlich werde es, wenn die Ansteckungen von den Jungen auf Ungeimpfte der älteren Generationen überspringen und somit die Hospitalisationen wieder stark steigen würden. Sollte sich die Lage zuspitzen, wäre laut Lévy eine Ausweitung des Einsatzes der Covid-Zertifikate möglich, etwa auf Besuche in Restaurants. «Das wäre auf jeden Fall besser als erneute Schliessungen», sagte sie.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • In der Europäischen Union sind jetzt prozentual mehr Menschen mindestens einfach gegen das Coronavirus geimpft, als in den USA.
  • Italiens Regierung denkt laut Medienberichten darüber nach, einen Impf- oder Testnachweis für Restaurantbesuche in Innenräumen zu verlangen.
  • Das BAG will am Montag auf dem Berner Bundesplatz Kuchen servieren — um die Impfbereitschaft zu erhöhen.
  • Die Direktorin des BAG, Anne Lévy, hat sich in einem Interview besorgt geäussert über den Wiederanstieg der Corona-Zahlen.
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  • 16.58 Uhr
    Malta erwägt nach Corona-Ausbruch Flüge in Heimat für Sprachschüler

    Die Regierung Maltas erwägt einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge, Rückflüge für ausländische Sprachschüler zu organisieren, die sich derzeit in Quarantäne befinden. Betroffen seien Menschen aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich, hiess es in dem Bericht. Die Schüler sind demnach entweder mit dem Coronavirus infiziert oder hatten Kontakt zu einer infizierten Person. Sie waren auf Malta, um Englisch zu lernen.

    «Die deutsche Botschaft in Valletta steht in Kontakt zu betroffenen Sprachschülerinnen und Sprachschülern, zum Veranstalter und zu den zuständigen Behörden im Land», hiess es aus dem Auswärtigen Amt am Sonntag. Der Veranstalter stehe in Verbindung zu den zuständigen maltesischen Behörden mit Blick auf die Organisation etwaiger Rückholflüge. Das Auswärtige Amt verfolge die weitere Entwicklung eng.

    Die Regierung in Valletta hatte wegen zahlreicher Corona-Fälle unter Sprachstudenten die Sprachschulen am vergangenen Mittwoch geschlossen. Im kleinsten EU-Land waren die Infektionszahlen lange sehr niedrig. Dann schossen sie plötzlich in die Höhe. Die Behörden führten die meisten Fälle nach eigenen Angaben auf Reisende aus dem Ausland zurück. Die Regierung verschärfte deshalb auch die Einreiseregeln. Wer nach Malta will, muss seit Mittwoch etwa mit dem EU-Impfzertifikat nachweisen können, gegen Covid-19 durchgeimpft zu sein. Wann mögliche Rückholflüge das Land verlassen könnten und wie viele Deutsche betroffen sind, bliebt zunächst unklar.

  • 15.57 Uhr
    EU übertrifft USA bei Erstimpfungen gegen Corona

    In der Europäischen Union sind jetzt prozentual mehr Menschen mindestens einfach gegen das Coronavirus geimpft, als in den USA. EU-Industriekommissar Thierry Breton und Frankreichs Europastaatssekretär Clément Beaune teilten am Samstag entsprechende Statistiken des Daten-Portals «Our World in Data» im Online-Dienst Twitter. Demnach haben 55,5 Prozent der EU-Bürger mittlerweile mindestens eine erste Dosis Corona-Impfstoff erhalten, in den USA sind es 55,4 Prozent.

    «Wir machen weiter, wir werden noch schneller», schrieb Beaune dazu. «Die EU hat die USA nicht nur bei Erstimpfungen überholt», betonte Breton. «Wir sind zur gleichen Zeit offen geblieben und haben die Hälfte unserer Produktion an mehr als 100 Länder exportiert.»

    Die europäische Impfstoffstrategie und insbesondere die EU-Kommission, welche die Impfstoffbestellungen für die 27 Mitgliedstaaten koordinierte, war zu Anfang des Jahres heftig kritisiert worden. Aufgrund von Lieferengpässen und später erteilten Zulassungen für Impfstoffe war die Impfkampagne deutlich schleppender angelaufen als in Grossbritannien und den USA. Im Februar hatte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen «Fehler» bei der Impfstoffbeschaffung eingestanden.

    Zugleich hatte Brüssel insbesondere Grossbritannien und den USA aber auch vorgeworfen, die eigene erfolgreiche Impfkampagne zu Lasten anderer Staaten zu fahren. Washington hatte die Ausfuhr von Impfstoff aus US-Produktion gesetzlich unterbunden. London tat dies zumindest indirekt, indem es mit Unternehmen Vorzugsklauseln für den britischen Markt vereinbarte.

    In den USA hatte die Geschwindigkeit der Impfkampagne zuletzt trotz breiter Verfügbarkeit von Impfstoffen nachgelassen. Dies ist auch auf weit verbreitete Impfskepsis zurückzuführen. US-Präsident Joe Biden erhob in diesem Zusammenhang harte Vorwürfe gegen die Online-Netzwerke wegen der Verbreitung von Falschinformationen. «Sie töten Menschen», sagte Biden am Freitag über Facebook und andere.

  • 14.53 Uhr
    Delta-Variante auf Mallorca laut Bericht schon bei 85 Prozent

    Auf Mallorca wird laut einem Bericht der Zeitung «Mallorca Zeitung» die als ansteckender geltende Delta-Variante des Coronavirus inzwischen bei 85 Prozent aller Proben festgestellt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei bis Freitag auf gut 270 gestiegen. Für die Balearen insgesamt, also neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera, werde dieser Wert mit 290 angegeben, schrieb die Zeitung. Der sogenannte R-Wert lag nach Angaben der Gesundheitsbehörde bei 1,63. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 163 weitere Menschen anstecken.

    Fast zwei Drittel der Bevölkerung über 16 Jahren (65,7 Prozent) haben zumindest eine Corona-Impfung erhalten, 51,8 Prozent sind vollständig geimpft. Die Positivrate der Corona-Tests lag bei 11,88 Prozent. Auch wenn sich vor allem junge Leute infizieren, die meist nur milde Krankheitssymptome aufweisen, kommt das Gesundheitssystem langsam wieder unter Druck. Inzwischen seien wieder zehn Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, schrieb die Zeitung.

    Trotz der steigenden Zahlen schliesse die Regionalregierung die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgehsperre, wie sie etwa in den Regionen Valencia, Katalonien oder Kantabrien beschlossen wurde, weiterhin aus, berichtete die Zeitung «Última Hora» unter Berufung auf die Behörden. Man erwäge aber neue Einschränkungen, darunter eine Begrenzung der Zahl von Personen, die privat oder öffentlich zusammenkommen dürfen.

  • 14.02 Uhr
    Italien erwägt laut Berichten Corona-Nachweis für Restaurantbesuch

    Italiens Regierung denkt laut Medienberichten darüber nach, einen Impf- oder Testnachweis für Restaurantbesuche in Innenräumen zu verlangen. Angesichts merklich wieder angestiegener Corona-Infektionszahlen sprach sich am Sonntag auch ein Experte des Gesundheitsministeriums in der Zeitung «La Repubblica» dafür aus, den sogenannten Grünen Pass zur Voraussetzung zu machen. Dieser bescheinigt, dass Menschen gegen Covid-19 durchgeimpft, genesen oder negativ getestet worden sind.

    Am Samstag verzeichneten die Behörden etwas mehr als 3100 Neuinfektionen. Höher lag die Zahl zuletzt nur am 29. Mai (3351 Fälle). Im Schnitt infizierten sich immer mehr jüngere Menschen.

    Zuletzt wurde wieder von Corona-Ausbrüchen berichtet. In Rom führte die Gesundheitsbehörde Medien zufolge Dutzende Corona-Fälle auf einen Pub zurück, in dem die Infizierten das Viertelfinalspiel der Fussball-Europameisterschaft zwischen Belgien und Italien gesehen haben sollen. Auf der italienischen Insel Pantelleria zwischen Sizilien und Tunesien steckten sich laut der Nachrichtenagentur Adnkronos wohl mehrere Menschen bei einer privaten Feier an.

    Die beliebte Urlaubsinsel Sardinien will wegen der Infektionslage Einreisende aus Ländern mit hohen, der Delta-Variante geschuldeten Inzidenzwerten intensiver kontrollieren, wie die Region am Samstagabend mitteilte. Man arbeite an einer Anordnung dafür. Der Tourismus-Sektor sei wichtig, erklärte Regionalpräsident Christian Solinas. Man wolle die Sicherheit aller garantieren.

  • 13.19 Uhr
    BAG will mit Kuchen und Impftruck Impfbereitschaft erhöhen

    Um die Impfkampagne in der Schweiz populärer zu machen, will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf dem Berner Bundesplatz Kuchen servieren. In einem Impftruck kann man sich zudem spontan impfen lassen.

    Die Impfkampagne komme gut voran, twitterte das BAG am Sonntag. Zwei von drei Erwachsenen ab 16 Jahren hätten mindestens eine Impfung erhalten: «Das feiern wir und servieren morgen (Montag) um 13.30 Uhr Kuchen auf dem Bundesplatz», hiess es. Zur Kuchenmenge schreibt das BAG: «s'hätt solangs's hät». Wer sich auch noch das erste Mal impfen lassen wolle, könnte dies dann spontan im Impftruck tun.

    Die Corona-Ansteckungen würden wieder zunehmen, aber «unsere Impfungen schützen gut», twitterte Gesundheitsminister Alain Berset. Auch gegen die leichter übertragbare Delta-Variante schützten die Impfungen gut. Zwischen dem erstem Piks und dem vollen Impfschutz würden sechs Wochen liegen. Darum gelte für alle, die noch nicht geimpft seien, nicht zu zögern. Es gebe freie Termine.

  • 12.17 Uhr
    Kehrtwende in London: Johnson will nun doch in Selbstisolation gehen

    Der britische Premierminister Boris Johnson will nach Kontakt mit seinem an Covid-19 erkrankten Gesundheitsminister Sajid Javid doch in Selbstisolation gehen. Das teilte der Regierungssitz Downing Street am Sonntag mit - nur Stunden nachdem ein Sprecher das Gegenteil verkündet hatte.

    Zuerst hatte es geheissen, Johnson und sein Finanzminister Rishi Sunak würden an einem Pilotprojekt teilnehmen und daher statt der Selbstisolation tägliche Tests absolvieren. Die Entscheidung hatte zu einem Aufschrei der Empörung geführt, weil derzeit Hunderttausende Briten Zuhause sitzen, nachdem sie vom Nationalen Gesundheitsdienst NHS wegen Kontakts mit einer infizierten Person zu einer zehntägigen Quarantäne aufgefordert wurden.

    Für Johnson, der sich nach Angaben der Regierung derzeit auf seinem Landsitz Chequers aufhält, kommt der Vorfall zur Unzeit. Am Montag sollen fast alle Corona-Massnahmen in England aufgehoben werden. Das obwohl die Infektionszahlen derzeit drastisch ansteigen. Die Regierung rechtfertigt das mit der hohen Impfquote. Inzwischen haben 88 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich eine erste Impfung erhalten. Knapp 68 Prozent sind bereits zwei Mal geimpft. Die Verbindung zwischen Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen sowie Todesfällen sei erheblich geschwächt, so die Argumentation. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche je 100'000 Einwohner wurde zuletzt mit 360 angegeben (Stand: 12. Juli).

  • 11.20 Uhr
    Südkorea holt Anti-Piraterie-Einheit wegen Corona heim

    Südkorea holt alle Mitglieder seiner Anti-Piraterie-Marineeinheit vor der Küste Afrikas wegen des Coronavirus-Ausbruchs auf einem Kriegsschiff heim. Zwei Transportflugzeuge der Luftwaffe seien am Sonntag abgeflogen, um die Besatzung des Zerstörers «Munmu der Grosse» abzuholen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap wurden bisher 68 Mitglieder der 300 Mann starken Cheonghae-Einheit positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

    Die Zahl der Infektionen könne noch steigen, da die Testergebnisse von etwa 200 Crewmitgliedern des Zerstörers noch ausstünden, berichtete Yonhap unter Berufung auf Militärvertreter. Die Besatzung soll demnach von 148 Soldaten abgelöst werden, die mit den Transportflugzeugen unterwegs waren. Der Zerstörer soll dann ebenfalls nach Südkorea gebracht werden.

    Ursprünglich sollte «Munmu der Grosse» erst Mitte August von einem anderen Zerstörer abgelöst werden. Die Cheonghae-Einheit hat seit der ersten Entsendung im März 2009 in den Golf von Aden zwischen dem Jemen und dem Norden Somalias vor allem die Aufgabe, dort für die sichere Durchfahrt südkoreanischer Schiffe zu sorgen.

  • 10.27 Uhr
    Neuenburger Privatklinik stellt nur noch geimpftes Personal ein

    Während Bund und Kantone auf ein Impfobligatorium für das Pflegepersonal verzichten, ist eine Neuenburger Privatklinik vorgeprescht. Sie will nur Leute einstellen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, wie der «SonntagsBlick» berichtete.

    Das Centre Médical des Cadolles, das im Februar 2022 seine Tore öffnen will, hielt die Impfpflicht in einer schriftlichen Erklärung fest: «Künftige Mitarbeiter müssen ihr Impfzertifikat vorweisen. Andernfalls werden sie nicht angestellt.» Die Regel gilt auch für das administrative Personal.

    Das medizinische Zentrum rekrutiert dem Bericht zufolge derzeit rund fünfzig Mitarbeitende. Geplant ist demnach eine Walk-in-Klinik mit zehn Arztpraxen, einem Radiologieraum, einem Labor, Physiotherapeuten und Zahnärzten. Frankreich, Italien, Grossbritannien und Griechenland etwa haben ein Impfobligatorium für das Pflegepersonal beschlossen.

  • 9.52 Uhr
    Anne Lévy besorgt über Anstieg der Fallzahlen

    Die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Anne Lévy, hat sich in einem Interview besorgt geäussert über den Wiederanstieg der Corona-Zahlen. «Wir wussten, dass sie steigen, wenn wir öffnen. Aber wir haben nicht erwartet, dass sie so früh so stark steigen.» Die Pandemie sei noch nicht vorbei, die Situation sei schwierig einzuschätzen, sagte Lévy der «NZZ am Sonntag».

    Zum Grund für den relativ starken Wiederanstieg meinte die 50-jährige Berner Chefbeamtin, die Leute seien generell weniger vorsichtig, seit geimpft werde und es kaum mehr Massnahmen gebe. Derzeit würden sich vor allem jüngere Leute anstecken, erklärte Lévy. Bedrohlich werde es, wenn die Ansteckungen von den Jungen auf Ungeimpfte der älteren Generationen überspringen und somit die Hospitalisationen wieder stark steigen würden. Sollte sich die Lage zuspitzen, wäre laut Lévy eine Ausweitung des Einsatzes der Covid-Zertifikate möglich, etwa auf Besuche in Restaurants. «Das wäre auf jeden Fall besser als erneute Schliessungen», sagte sie.

    Anne Lévy, Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), an einer Pressekonferenz im März in Bern. (Archivbild)
    Anne Lévy, Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), an einer Pressekonferenz im März in Bern. (Archivbild)
    KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
  • 9.31 Uhr
    Niederlande und Griechenland jetzt auf deutscher Risikoliste

    Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gelten die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks seit Mitternacht in der Nacht zum Sonntag für die deutschen Behörden als Risikogebiete. Nach der bereits am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Robert Koch-Instituts rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen ab.

    Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen. Auch die zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln sind jetzt Risikogebiet. Die Niederlande sind das erste der neun Nachbarländer Deutschlands, das wieder ganz als Risikogebiet eingestuft wird. Ausgenommen sind zum Königreich gehörende Überseegebiete.

    In Griechenland sind zuletzt die Infektionszahlen gestiegen, seit die Regierung die Massnahmen für das Nachtleben gelockert hat und viele junge, noch ungeimpfte Leute feiern gehen. Wer aus dem Urlaub in Griechenland zurückkehrt, muss entweder getestet, genesen oder geimpft sein.