«Die Situation ist unter Kontrolle – auch dank der guten Arbeit der Kantone»

lmy

24.6.2021

Bundesrat Alain Berset, links, und Lukas Engelberger, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), diskutieren kurz vor Beginn einer Sitzung mit der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Donnerstag 24. Juni 2021, im Bernerhof in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Alain Berset und GDK-Präsident Lukas Engelberger vor dem Treffen.
KEYSTONE

Bundesrat Alain Berset hat sich mit den Gesundheitsdirektor*innen der Kantone ausgetauscht. Diese halten die vorgesehenen Lockerungen für vertretbar und bemühen sich weiter, möglichst viele Leute zu impfen.

lmy

24.6.2021

Angesichts der tiefen Fallzahlen teilt die Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren der Kantone (GDK) den Optimismus des Bundesrats. Die Lockerungen ab Samstag seien angesichts der epidemiologischen Lage vertretbar. «Die Impfung erwies sich als wichtigstes Instrument zu Eindämmung des Coronavirus», sagte GDK-Präsident Lukas Engelberger am Donnerstag vor den Medien in Bern weiter.

Gesundheitsminister Alain Berset betonte, die Impfungen müssten im Sommer fortgesetzt werden. «Früher oder später werden wir mit dem Coronavirus in Kontakt kommen, entweder mit der Impfung oder mit einer Ansteckung», sagte Berset.

Einhaltung von Schutzmassnahmen nötig

Wegen der Gefahr, dass sich die Delta-Variante ausbreite, sei es wichtig, Schutzmassnahmen wie das Maskentragen im Innern und die Kontrolle von Zertifikaten einzuhalten, sagte Berset. Nur mit Zertifikaten von Geimpften, Genesenen oder Getesteten könnten Veranstaltungen wieder stattfinden und Bars wieder öffnen. Berset warnte davor, dass es im Herbst zu einer Ansteckungswelle von Ungeimpften und darüber hinaus zu Grippe-Ausbrüchen kommen könnte.

Engelberger betonte, die Kantone müssten ihre Impf- und Contact-Tracing-Strukturen auch im Hinblick auf künftige Auffrischungsimpfungen aufrechterhalten. Nötig seien weiterhin auch niederschwellige Testmöglichkeiten. So seien Schnelltest in Apotheken weiterhin gratis.

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  • 17.06 Uhr
    Medienkonferenz beendet

    Es gibt keine weiteren Fragen, Alain Berset beendet die Medienkonferenz. Wir schliessen den Ticker hier ab und bedanken uns für die Aufmerksamkeit.

  • 17.04 Uhr
    Öffnung zu mutig?

    «Wir haben hier ja auch eine Entwicklung», sagt Engelberger über die letzten zwei Wochen. Deshalb könne er den jüngsten grossen Öffnungsschritten zustimmen. «Wir wissen, dass ein gewisses Risiko damit einhergeht, aber es ist wichtig, den Leuten jetzt Vertrauen zu geben.» Die hohe Akzeptanz der Massnahmen in der Bevölkerung müsse erhalten werden, deshalb müsse man auch möglich machen, was verantwortbar sei.

  • 17.02 Uhr
    Möglichst viele Leute impfen

    Gibt es in den Kantonen klare Kriterien, wann die Massnahmen verschärft werden? Für die Kantone sei es entscheidend, möglichst viele Leute von der Impfung zu überzeugen, um die Gruppe der nicht Geschützten zu reduzieren, sagt Engelberger. Die Geimpften seien bereits geschützt, ergänzt Berset. Diese Anstrengungen müsse man weiterführen.

  • 17 Uhr
    Stichwort Impf-Auffrischung

    Zwölf Monate sei der Impfschutz wirksam, beschreibt Mathys den jetzigen Wissenstand. Es könne sein, dass er noch länger wirksam sei, aber dazu gebe es noch keine Studien. «Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersagen.»

  • 16.59 Uhr
    Testen in Betrieben

    Werden Betriebe nun mit dem Testen aufhören? Engelberger kann sich vorstellen, dass das serielle Testen in Betrieben an Bedeutung verlieren wird, vor allem wegen der höheren Impfquote und der guten Lage. Momentan kämen gerade in seinem Kanton Basel-Stadt eher neue Firmen dazu.

  • 16.57 Uhr
    BAG zur Delta-Variante

    «Es ist schwierig, Prognosen zu machen», sagt Patrick Mathys vom BAG. Man sehe in Grossbritannien, wie schnell es gehe, bis Delta die vorherrschende Variante sei. Er sehe die Entwicklung aber mit einer Sorge, sagt Mathys.

  • 16.56 Uhr
    Balance zwischen Kantonen und Bund suchen

    Wenn die Zahlen im Juli wegen der Delta-Variante steigen, wer reagiert – Kantone oder Bundesrat? «Es war immer eine sehr enge Zusammenarbeit», sagt Berset. Man müsse dafür eine gute Balance finden. Man sei bis heute in der besonderen Lage und beobachte die Delta-Variante sehr genau, die sich in anderen Ländern schnell etablieren konnte. Engelberger ergänzt, man sei in einer hybriden Zuständigkeit, in der Bund und Kantone jeweils auf ihrer Ebene zuständig seien.

  • 16.53 Uhr
    Beginn der Fragerunde: Gibt es Kontrollen?

    Anlässe nur mit: Wird das kontrolliert? «Unbedingt», sagt Engelberger. «Es ist essenziell, dass wir sehr penibel darauf achten, dass diese Regeln eingehalten werden.» Er rechnet damit, dass auch weil andere Kontrollen wegfallen, die Kantone hier einen Schwerpunkt bilden.

    «Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen», gibt Berset zu Bedenken. «Die Bedingungen sind streng und müssen unbedingt eingehalten werden.» Nur durch das Zertifikat seien die Veranstaltungen überhaupt möglich: Würde das nicht eingehalten, wäre es «katastrophal», wird er deutlich.

  • 16.49 Uhr
    Infrastrukturen aufrechterhalten

    Die Infrastrukturen sowohl für das Impfen wie auch für das Contact Tracing müssten leistungsfähig bleiben und aufrechterhalten werden, so Engelberger. Die Pandemie sei noch nicht vorbei. Vieles sei wieder möglich, aber noch nicht ganz alles. Die Chancen stünden aber sehr gut, dass man den Weg in die Normalität weitergehen könne.

    Zum Schluss bedankt er sich bei der Bevölkerung im Namen der Kantone, die Mithilfe aller sei sehr wichtig. 

  • 16.47 Uhr
    Noch mehr Impfen

    Derzeit beschäftige vor allem die Delta-Variante, sagt Engelberger, man beobachte das sehr genau. Die Impfung schütze aber gut davor, und die Impfanstrengungen gehen weiter. «Wir brauchen noch mehr Menschen, die sich für die Impfung entscheiden in unserem Land.» Auch die unter 12-Jährigen sollten dazu kommen, und perspektivisch stünden die Auffrischungen an.

  • 16.44 Uhr
    Impfkampagne auf Kurs

    Die Impfkampagne sei auf Kurs, so Engelberger, in vielen Kantonen gebe es Wartelisten. Man sei auf gutem Weg zu einem guten Impfschutz für die Schweizer Bevölkerung. Nicht alle, die möchten, seien geimpft oder erhielten schnell einen Termin, man befinde sich noch in der Stabilisierungsphase.

  • 16.43 Uhr
    Kantone tragen Öffnungen mit

    Nun ergreift GDK-Präsident Lukas Engelberger das Wort. Er hofft, dass man auch die weiteren Etappen in der Bekämpfung der Pandemie gemeinsam mit dem Bund in Angriff nehmen könne.

    Die Kantone teilen die positiven Einschätzung des Bundes und tragen die Öffnungsschritte, die am Samstag in Kraft treten, mit, so Engelberger weiter. Man habe dieses Jahr die Chance, es besser zu machen als vor einem Jahr, als man im Herbst in eine zweite Welle geriet. Vor allem die Impfung habe sich als wichtigstes Instrument zur Eindämmung der Pandemie erwiesen.

  • 16.41 Uhr
    Grippe kommt wieder

    Man habe im letzten Jahr wegen der Corona-Massnahmen wohl zum ersten Mal überhaupt keine Grippewelle gehabt, sagt Berset. Dieses Jahr müsse man jedoch damit rechnen. Er bittet alle, die mit Symptomen aus den Ferien zurückkommen, sich sofort testen zu lassen.

    Die Koordinationssitzungen mit den Kantonen gingen weiter, man treffe sich im August zum nächsten Mal.

  • 16.39 Uhr
    Fälle bei Nichtgeimpften werden steigen

    Die Kantone seien in den letzten Monaten sehr kreativ gewesen, um die Impfkampagne voranzutreiben, sie seien dabei stets gefordert gewesen. Man müsse sich bewusst sein, dass alle mit dem Virus in Kontakt kommen, dieses werde nicht mehr weggehen. 

    Es sei mit einer erneuten Zunahme der Fälle bei den Nichtgeimpften zu rechnen, wenn die Massnahmen gelockert werden. Umso wichtiger sei das Contact-Tracing, damit man die Kontrolle nicht verliere.

  • 16.36 Uhr
    Verbleibende Massnahmen streng einhalten

    «Wir müssen vorsichtig bleiben», betont Berset. Die Pandemie sei noch nicht beendet. Es sei sehr wichtig, dass die verbleibenden Massnahmen streng eingehalten werden.

  • 16.34 Uhr
    Berset bedankt sich für gute Zusammenarbeit

    Berset bedankt sich bei den 26 Kantonen sowie bei Liechtenstein für die stets konstruktiven Gespräche und die gute Zusammenarbeit.

  • 16.30 Uhr
    Eröffnung der Pressekonferenz

    Das sei das letzte Treffen vor den Sommerferien gewesen, sagt Berset, und davor habe man sich lange nicht gesehen. Die Situation sei unter Kontrolle, betont er, auch dank der sehr guten Arbeit der Kantone. 

Gestern hat der Bundesrat weitreichende Lockerungen bekannt gegeben. Auch die Kantone hatten solche gefordert. Heute hat Gesundheitsminister Alain Berset Vertreter der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) getroffen.

Berset und die Kantonsvertreter haben dabei eine erste Bilanz zu den Öffnungsschritten gezogen, den Stand der Impfung diskutiert und das weitere Vorgehen in der Bekämpfung des Corona-Virus besprochen. Ab 16.30 Uhr informiert Berset über die Resultate – wir begleiten die Medienkonferenz hier live im Ticker.