Fast eine Million vollständig Geimpfte +++ 1633 Neuinfektionen

Agenturen/dor/toko

4.5.2021

Alle Schaffhauserinnen und Schaffhauser, die sich gegen Covid-19 impfen lassen wollen, sollten sich bereits jetzt online registrieren. (Symbolbild)
In der Schweiz sind fast eine Million Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI (Symbolbild)

In der Schweiz haben nun fast eine Million Menschen beide Impfungen erhalten. Derweil meldet das BAG 1633 Neuinfektionen innert 24 Stunden. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/dor/toko

4.5.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1633 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Das ist ein Rückgang von über 23 Prozent im Vergleich mit dem Wert von vor einer Woche.

Am vergangenen Dienstag waren dem BAG innerhalb von 24 Stunden noch 2135 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig hatte die Behörde damals 11 neue Todesfälle und 65 Spitaleinweisungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Diesmal verzeichnete das BAG 13 neue Todesfälle und erneut 65 Spitaleinweisungen.

Leichte Entspannung in Spitälern

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern liegt aktuell bei 70,2 Prozent. 26,2 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Auslastung der Intensivstationen noch bei 74,6 Prozent gelegen. 27,3 Prozent der verfügbaren Betten waren damals von Covid-19-Patienten belegt gewesen. Somit gab es nicht nur bei den Coronavirus-Neuinfektionen, sondern auch bei der Kapazitätsnutzung der Intensivbetten durch Covid-Erkrankte eine leichte Entspannung.

Am 20. April, also am Tag nach dem zweiten grossen Öffnungsschritt des Bundesrates, hatte das BAG innerhalb von 24 Stunden 2141 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig waren 13 neue Todesfälle und 77 Spitaleinweisungen verzeichnet worden. Und die Auslastung der Intensivstationen hatte 73,4 Prozent betragen, 26,8 Prozent der verfügbaren Betten-Kapazität beanspruchten Covid-19-Patienten.

Die aktuellen Werte sind somit konstant beziehungsweise besser und signalisieren, dass der Öffnungsschritt der Coronavirus-Massnahmen mit der Nutzung der Aussenterrassen von Restaurants sowie der Wiedereröffnung von Fitnesszentren und Theatern zumindest keine Negativspirale in Gang gesetzt haben dürfte.

Fast eine Million vollständig Geimpfte

Vom 26. April bis 2. Mai sind in der Schweiz 361'810 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Pro Tag wurden damit laut dem BAG durchschnittlich 51'687 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um sechs Prozent.

Insgesamt wurden bis Sonntag 2'804'976 Impfungen durchgeführt. Bisher sind 954'177 Personen vollständig geimpft, das heisst, 11,1 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Coronavirus-Impfdosen erhalten. Bei 896'622 Personen wurde bisher die Erstimpfung durchgeführt.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • In der Europäischen Union sind inzwischen 150 Millionen Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden.
  • In der Rehaklinik Braunwald im Kanton Glarus sind insgesamt 19 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.
  • Das BAG meldet 1633 neue Coronavirus-Fälle, die Positivitätsrate beträgt 7,2 Prozent. 13 Personen sind der Seuche erlegen.
  • Die Impfkadenz ist um sechs Prozent gestiegen: 11,1 Prozent der Bevölkerung sind nun geschützt.
  • Der Impfstoff spült Pfizer zusätzlich 3,5 Milliarden Dollar in die Kasse. Nun soll das Serum in den USA auch für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen werden.
  • Indien hat die Marke von 20 Millionen Infizierten überschritten. Die Dunkelziffer dürfte nich höher liegen.
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  • 21.24 Uhr
    Polens Parlament gibt grünes Licht für Corona-Aufbaufonds

    Polens Parlament hat den sogenannten Eigenmittelbeschluss ratifiziert und damit grünes Licht für den milliardenschweren europäischen Corona-Aufbaufonds gegeben. Eine Mehrheit von 290 Abgeordneten stimmte für die Vorlage, 33 waren dagegen, 133 enthielten sich der Stimme.

    Der Eigenmittelbeschluss ist die Grundlage zur Finanzierung des EU-Haushaltsrahmens von 2021 bis 2027 und die Rechtsgrundlage für die EU-Kommission, Schulden für das 750-Milliarden-Programm gegen die Corona-Wirtschaftskrise aufzunehmen. Die im Sommer 2020 verabredeten Aufbauhilfen sollen den EU-Mitgliedstaaten helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Damit die EU-Kommission die Schulden machen kann, ist die Erlaubnis aller 27 Staaten nötig.

    In Polen war lange fraglich, ob die nationalkonservative Regierungspartei PiS in den eigenen Reihen die nötige Parlamentsmehrheit zusammenbekommt. Eine Gruppierung um den euroskeptischen Justizminister Zbigniew Ziobro hatte sich gegen die Ratifizierung gestemmt, weil sie eine Einschränkung von Polens Souveränität befürchtete. Dies war in Brüssel mit grosser Sorge beobachtet worden, da es den Start des Milliardenpakets gefährdet hätte.

    Wenige Tage vor der Parlamentsabstimmung gelang es der PiS jedoch, sich die Unterstützung der oppositionellen Linken zu sichern. Als Gegenleistung wurden mehrere Forderungen der Linken in den nationalen Aufbauplan zur Verwendung der EU-Mittel aufgenommen. Nach der Zustimmung im Sejm, der ersten Kammer des polnischen Parlaments, muss noch die zweite Kammer, der Senat, dem Eigenmittelbeschluss zustimmen.

  • 20.37 Uhr
    EU-Sozialgipfel will vorrangige Hilfe für junge Menschen in Coronakrise

    Die EU-Staats-und Regierungschefs wollen bei ihrem Sozialgipfel in Portugal die Unterstützung junger Menschen wegen der Verwerfungen durch die Corona-Krise zur Priorität erklären. Diese Gruppe sei in ihren Berufs- und Ausbildungsplänen durch die Pandemie «sehr negativ getroffen» worden, heisst es nach AFP-Informationen im Entwurf der Gipfel-Erklärung. Die EU müsse deshalb «vorrangig Massnahmen zur Unterstützung junger Menschen ergreifen».

    Im portugiesischen Porto findet am Freitag und Samstag erstmals seit 2017 wieder ein EU-Sozialgipfel statt. Er soll sich mit der Umsetzung der Beschlüsse des vorangegangenen Treffens im schwedischen Göteborg befassen. Dort hatten die Staats- und Regierungschefs eine «europäische Säule sozialer Rechte» vereinbart, die vom Anrecht auf lebenslange Weiterbildung über «angemessene Mindestlöhne» bis zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern reichen.

    Die Gipfelteilnehmer wollen nun erklären, dass die Säule sozialer Rechte «ein grundlegendes Element» der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise sein müsse. Ihre Umsetzung könne helfen, Herausforderungen für Arbeitsmarkt und Sozialsysteme durch die Anpassung an den Klimawandel und die Digitalisierung zu bewältigen und dafür zu sorgen, «dass niemand zurückgelassen wird».

  • 19.56 Uhr
    Bidens neues Ziel: 70 Prozent aller Erwachsenen bis 4. Juli impfen

    Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens neues Ziel, erklärte das Weisse Haus. Zudem sollen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 160 Millionen Menschen bereits vollständig geimpft sein. Bislang haben Daten der Gesundheitsbehörde CDC zufolge 56 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. 105 Millionen Menschen sind voll geimpft.

    Um das neue Ziel zu erreichen, müssten in den nächsten 60 Tagen fast 100 Millionen zusätzliche Impfungen erfolgen, erklärte ein Vertreter des Weissen Hauses. Die Regierung werde dafür unter anderem die Apotheken anweisen, künftig auch Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung zu ermöglichen. Rund 40'000 Apotheken in den USA bekommen ihren Impfstoff direkt von der Regierung.

    US-Präsident Joe Biden ist am Donnerstag genau 100 Tage im Amt.
    US-Präsident Joe Biden will, dass in den USA 70 Prozent aller Erwachsenen bis 4 Juli geimpft sind.
    Jonathan Ernst/Pool Reuters/AP/dpa

    Biden hatte den Amerikanern zu Beginn seiner Amtszeit versprochen, dass die massive Impfkampagne bis zum 4. Juli eine gewisse Rückkehr zur Normalität ermöglichen werde. Zudem hat er in Aussicht gestellt, dass die USA schon Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen haben werden. In den USA werden vor allem die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer eingesetzt, bei denen jeweils zwei Spritzen nötig sind. Zudem wird das Präparat von Johnson & Johnson eingesetzt, das bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

  • 19.22 Uhr
    150 Millionen Covid-Impfungen in der EU

    In der Europäischen Union sind inzwischen 150 Millionen Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter.

    Das Impftempo ziehe überall in der EU an. «Ein Viertel der Europäerinnen und Europäer hat schon die erste Dosis erhalten», schrieb von der Leyen. «Im Juli werden genug Dosen da sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen.»

    In den 27 EU-Staaten leben etwa 450 Millionen Menschen. 70 Prozent der Erwachsenen entspricht nach Angaben der EU-Kommission etwa 266 Millionen Menschen.

  • 18.49 Uhr
    Dänemark beschliesst weitere Lockerungen

    Dank sinkender Infektionszahlen und gestützt auf seinen Corona-Pass hat Dänemark weitere Schritte zur Lockerung der Corona-Restriktionen angekündigt. Ausser den Kinos und Theatern dürften ab Donnerstag auch die Fitnesszentren für Menschen mit dem sogenannten «Coronapas» wieder öffnen, teilte die Regierung mit. Das Dokument weist eine Corona-Impfung nach oder eine kürzlich erfolgte Genesung von Covid-19 oder einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist.

    Das dänische Parlament hatte sich in der Nacht auf die neuen Lockerungen geeinigt. Nachdem Restaurants und andere Lokale in Dänemark bereits wieder öffnen durften, müssen ihre Gäste künftig auch nicht mehr vorab reservieren. Oberschüler dürfen wieder zum Unterricht in ihre Schulen.

    Ab dem 21. Mai soll die Obergrenze für Veranstaltungen im Freien auf 2000 Teilnehmer angehoben werden. Privat dürfen sich dann bis zu 50 Menschen in Innenräumen und bis zu 100 Menschen draussen treffen. Studenten sollen ihr Studium zu 50 Prozent wieder an den Hochschulen absolvieren können. Bei den vier Spielen, die im Rahmen der auf dem ganzen Kontinent ausgerichteten Fussball-Europameisterschaft in Kopenhagen stattfinden, sollen jeweils 16'000 Zuschauer zugelassen werden.

  • 18.16 Uhr
    Deutsche Luftwaffe fliegt Anlage zur Herstellung von Sauerstoff nach Indien

    Die deutsche Luftwaffe fliegt am Mittwoch eine Anlage zur Herstellung von Sauerstoff in das schwer von der Corona-Pandemie getroffene Indien. Das Gerät soll als Hilfe der Bundesregierung in zwei Transportmaschinen vom Typ A400M vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen aus nach Neu Delhi gebracht werden. Die zweite Maschine sollte am Donnerstag starten.

    Den Spitälern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus. Die Anlage macht Aussenluft zu medizinischem, hochprozentigem Sauerstoff, der anschliessend abgefüllt werden kann. Am Samstag hatte die Luftwaffe bereits 120 Beatmungsgeräte sowie Fachleute für die Bedienung der Sauerstoffanlage nach Neu Delhi geflogen. Sie wollen dort Mitarbeiter des Roten Kreuzes einweisen und 14 Tage im Land bleiben.

  • 18.01 Uhr
    G20: Grüner EU-Corona-Pass soll im Juni starten

    Italiens Regierungschef Mario Draghi hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der angekündigte EU-Corona-Pass ab Mitte Juni das Reisen erleichtern kann. Der sogenannte Grüne Pass werde in der «zweiten Juni-Hälfte voll einsetzbar sein», sagte Draghi nach einer Video-Konferenz der Tourismusminister der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) in Rom.

    In Italien werde ein ähnliches Dokument, das die Reisefreiheit in dem Mittelmeerland etwa für Geimpfte erhöht, ab Mitte Mai verfügbar sein. Draghi warb für sein Land: «Es ist an der Zeit für Sie, um einen Urlaub in Italien zu buchen», sagte er vor der Presse.

    Italien hat 2021 den Vorsitz der G20-Runde. Deshalb hatte Rom die Konferenz der Fachminister organisiert. Es ging darum, ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Tourismusbranche zu geben. In der Europäischen Union (EU) ruhen grosse Hoffnungen auf dem digitalen Grünen Pass. Brüssel arbeitet an einem solchen Zertifikat. In dem Dokument sollen Impfungen, Tests und überstandene Infektionen gespeichert werden.

  • 17.05 Uhr
    London hält an Öffnungsplan fest

    Weil die Corona-Neuinfektionen auf tiefem Niveau verharren, hält die britische Regierung an ihrem Zeitplan für Lockerungen fest. Die Zahlen entsprächen den Erwartungen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. «Das ist äusserst ermutigend und der Einführung des Impfstoffs sowie der britischen Bevölkerung zu verdanken.»

    Damit werden voraussichtlich wie geplant am 17. Mai weitere Restriktionen aufgehoben: Dann dürfen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume öffnen, ausserdem sind Auslandsreisen wieder erlaubt. Das Kabinett muss dem Öffnungsschritt aber noch formal zustimmen.

    Im Vereinigten Königreich lag die Zahl der Neuinfektionen zuletzt bei etwa 23. Das Impfprogramm schreitet rasch voran, bisher wurden etwa 35 Millionen Menschen geimpft, mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Rund 15,5 Millionen Menschen haben die für den vollen Schutz nötige zweite Dosis erhalten.

  • 15.50 Uhr
    Corona-Ausbruch in der Glarner Rehaklinik

    In der Rehaklinik Braunwald im Kanton Glarus sind insgesamt 19 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Elf Patientinnen und Patienten sowie acht Mitarbeitende befanden sich am heutigen Dienstagnachmittag nach positiven Testresultaten in Isolation.

    Das kantonale Contact Tracing des Kantons hatte Ende April eine Häufung von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen in der Rehaklinik Braunwald festgestellt, wie das Gesundheitsdepartement mitteilte.

    Daraufhin wurden bei allen Mitarbeitenden und Patientinnen und Patienten Corona-Tests angeordnet. Diese haben die Häufung der Corona-Infektionen in der Rehaklinik nun bestätigt.

    Um den Betrieb der Klinik aufrechterhalten zu können, wurde den Mitarbeitenden eine Erleichterung der Quarantäne mit speziellem Schutzkonzept gewährt. Am Mittwoch findet eine weitere durch den Kanton angeordnete Ausbruchsuntersuchung mittels Corona-Tests statt.

  • 15.35 Uhr
    Warum Araber Kamele mit Covid infizieren

    In den Vereinigten Arabischen Emiraten infizieren Forscher derzeit Kamele mit dem neuen Coronavirus. Der Grund: Die Tiere sind offenbar immun gegen die Seuche, und die Wissenschaftler wollen herausfinden, warum das so ist.

    epa08659909 A rider and camels wearing face masks pace along Al Marmoom Conservation Reserve outside the emirate of Dubai, United Arab Emirates, 10 September 2020. EPA/ALI HAIDER
    Retter der Menschheit? Kamele im September 2020 in Dubai.
    KEYSTONE

    Geleitet wird die Studie von Ulrich Wernery, dem Leiter den Zentralen Veterinär-Labors. Während Kamele das Mers-Coronavirus verbreiten, kann ihnen Covid-19 nichts anhaben, bestätigte Wernery gegenüber «Al Arabiya». Die Immunität hängt offenbar damit zusammen, dass bei den Schleimhäuten der Atemwege der Huftiere gewisse Rezeptoren fehlen oder inaktiv sind.

  • 15.15 Uhr
    Selbst Löwen in Indien positiv getestet

    In Indien grassiert die Pandemie ungehemmt (siehe unten) – und auch Tiere kommen nicht davon: Im Nehru-Zoo in Hyderabad sind auch acht asiatische Löwen mit dem Coronavirus infiziert, meldet «Times of India». Das Centre for Cellular & Molecular Biology hat dem Zoo demnach die positive Testdiagnose am 29. April mitgeteilt – es gehe den Tieren aber so weit gut.

  • 14.30
    Endlich wieder Uffizien

    Der Direktor der Uffizien, Eike Schmidt, konnte es kaum erwarten, wieder Besucher in sein Haus zu lassen: Die weltberühmten Gemäldesammlungen und Skulpturen in den Sälen der Uffizien in Florenz sind seit heute wieder zu besichtigen.

    Schmidt kam persönlich um 08:15 Uhr zur Öffnung der Türen nach monatelanger Corona-Pause, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos berichtete. «Die Menschen dürsten nach Kultur», sagte der deutsche Museumschef. Schon in der ersten Stunde habe man rund 100 Besucher gezählt. Die Uffizien, wo es Meisterwerke etwa von Botticelli, Raffael, Michelangelo und Caravaggio zuhauf gibt, mussten in der Pandemie schon mehrmals dichtmachen – zuletzt im Februar 2021.

    Uffizi director Eike Schmidt welcomes visitors on the occasion of the Uffizi Gallery museum reopening to the public, in Florence, Italy, Tuesday, May 4, 2021. The Uffizi Gallery reopened to visitors after a shutdown following COVID-19 containment measures. (Giuseppe Cabras/LaPresse via AP)
    Nein, das ist kein Sicherheitsmann, der einen in den Uffizien bittet, Abstand zu halten, sondern Direktor Eike Schmidt, der sich am 4. Mai über die Wiedereröffnung freut.
    KEYSTONE

    Nun hat die Regierung in Rom in einem Fahrplan für schrittweise Corona-Lockerungen auch den Kultureinrichtungen wieder mehr Freiheit gegeben. So dürfen in Italien in den Gelben Zonen mit moderatem Infektionsgeschehen die Häuser seit kurzem wieder Kunstfans hereinlassen. Allerdings gelten meist Obergrenzen für die Zahl der Gäste und strenge Anmelderegeln.

    Der Kunsthistoriker Schmidt sagte, er hoffe, dass der Neustart diesmal «solide und dauerhaft» sei. «Wir sind optimistisch», sagte er. Der Uffizien-Direktor hatte angekündigt, dass der übliche Museumsrundgang um mehr als ein Dutzend Säle erweitert worden sei. Das Haus in der Toskana-Stadt zeige viele kürzlich erworbene Meisterwerke und Kunst, die über Jahrzehnte eingelagert war, so zum ersten Mal, hiess es.

  • 14.10 Uhr
    Impfstoff beschert Pfizer Milliarden

    Der US-Pharmakonzern Pfizer hebt nach einem überraschend starken Jahresstart seine Ziele für das Jahr 2021 deutlich an. Im ersten Quartal hatten die Amerikaner in hohem Masse von ihrer gemeinsam mit der deutschen Biontech vermarkteten Corona-Impfung profitiert, wuchsen aber auch mit anderen Produkten, etwa gegen Krebs.

    Der Corona-Impfstoff Comirnaty spülte Pfizer allein 3,5 Milliarden US-Dollar in die Kassen, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Konzernweit stieg der Umsatz im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf knapp 14,6 Milliarden Dollar, der Gewinn unter dem Strich kletterte im selben Masse auf knapp 4,9 Milliarden Dollar.

    Das Management um Konzernchef Albert Bourla erwartet nun auch aufgrund der überarbeiteten Erwartungen für Comirnaty für das Gesamtjahr einen Umsatzanstieg auf 70,5 bis 72,5 Milliarden Dollar. Zuvor standen noch maximal 61,4 Milliarden Dollar im Plan. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 3,55 bis 3,65 Dollar herauskommen, nachdem bislang bestenfalls 3,20 Dollar in Aussicht gestellt worden waren.

  • 13.45 Uhr
    Über elf Prozent der Schweizer geimpft

    Vom 26. April bis 2. Mai sind in der Schweiz 361'810 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlichte.

    Pro Tag wurden damit durchschnittlich 51'687 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 6 Prozent.

    Insgesamt wurden bis Sonntag 2'804'976 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 954'177 Personen vollständig geimpft, das heisst 11,1 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 896'622 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

    Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 355'899 Impfdosen. Zudem sind noch 557'250 Impfdosen beim Bund gelagert.

  • 13.34 Uhr
    BAG meldet 1633 neue Coronavirus-Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1633 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 13 neue Todesfälle und 65 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate beträgt 7,2 Prozent.

    Am Dienstag vor einer Woche waren dem BAG innerhalb von 24 Stunden noch 2135 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig hatte die Behörde damals 11 neue Todesfälle und 65 Spitaleinweisungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

    Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,93. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 70,2 Prozent. Rund 26,2 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 22'716 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 7'001'299 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 665'585 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 42'879 Fälle entdeckt worden. 17'247 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 246 die südafrikanische (B.1.351) sowie 14 die brasilianische (P.1). 25372 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.

    27'592 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 10'056. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 25'611 Menschen in Isolation und 27'446 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 4964 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

  • 13.20 Uhr
    Zur Absage des Oktoberfests
    Oktoberfest erneut abgesagt

    Oktoberfest erneut abgesagt

    Das gaben Stadt- und Landesregierung am Montag in München bekannt.

    03.05.2021

  • 12.30 Uhr
    Neues Ausreise-Regime in Tirol

    Die Ausreisebeschränkungen für das österreichische Bundesland Tirol werden wegen der nun stabilen Corona-Lage beendet. Ab Donnerstag ist beim Verlassen der Region kein negativer Testnachweis mehr nötig.

    Das gab die Landesregierung in Innsbruck am Dienstag bekannt. Ein wichtiger Grund für diesen Schritt sei auch der Rückgang einer Virusvariante, die sich aus der britischen Variante entwickelt habe, sagte Tirols Pandemie-Einsatzleiter Elmar Rizzoli.

    ABD0082_20210331 - KUFSTEIN - ÖSTERREICH: ZU APA0176 VOM 31.3.2021 - Für das Bundesland Tirol - exklusive Osttirol - gilt ab Mittwoch, 31. März 2021, erneut eine Ausreisetestpflicht. Im Bild: Ausreisekontrolle an der Grenze Kufstein/Kiefersfelden. - FOTO: APA/EXPA/JOHANN GRODER
    Ausreise-Testpflicht fällt: Die Grenzkontrollen werden ab Donnerstag lockerer. Ein Bild von der Ausreisekontrolle an der Grenze Kufstein/Kiefersfelden vom 31. März. 
    KEYSTONE

    Die Testpflicht war Ende März eingeführt worden. Sie wurde danach immer wieder verlängert, um diese ansteckendere Corona-Variante einzudämmen. Die Zahl der damit infizierten aktiven Covid-19-Fälle sank in den vergangenen zwei Wochen von rund 950 auf 240. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Tirol zuletzt stabil bei 175, über dem bundesweiten Wert von 147.

    Tirol will jedoch auch in Zukunft auf Ausreisetests in einzelnen Gemeinden setzen. Dadurch würden auch diejenigen Menschen Tests in Anspruch nehmen, die man sonst nicht erreiche, sagte Rizzoli.

  • 12 Uhr
    Schnell-Prüfverfahren für chinesischen Impfstoff

    Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. Die Daten würden im beschleunigten Verfahren bewertet, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.

    Die Experten der EMA begründeten ihre Entscheidung mit vorläufigen Ergebnissen aus klinischen und Labor-Studien. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen Covid-19 wirksam sein könne.

    Die EMA prüft nach dem sogenannten Rolling Review-Verfahren. Danach werden alle Daten bewertet, noch vor dem Abschluss der Studien und bevor der formelle Antrag auf Marktzulassung gestellt wurde. Wie lange das Prüfverfahren dauern wird, ist unklar.

    Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen. Drei weitere Präparate werden bereits länger nach dem Rolling Review-Verfahren geprüft.

  • 11.30 Uhr
    G20 berät heute über Tourismus

    Kaum Flugreisen, leere Hotels und Reisewarnungen – der Tourismus kommt langsamer als viele andere Wirtschaftszweige aus dem Corona-Tief. Jetzt will die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Dienstag ein Signal zum Neustart der von der Pandemie angeschlagenen Branche geben.

    Fachminister und andere politisch Verantwortliche kommen am Mittag (12:30 Uhr) zu einer Video-Konferenz unter der Leitung Italiens zusammen. Rom hat in diesem Jahr den Vorsitz in der G20-Runde der Top-Wirtschaftsnationen. Auf der Tagesordnung steht die Frage, wie das internationale Reisegeschäft wieder zur Normalität zurückkehren kann. In zahlreichen Staaten liegt der Tourismus wegen der Corona-Krise seit Monaten am Boden. 

    Im Gastgeberland Italien etwa steuerte die Reisebranche vor der Pandemie rund 13 Prozent zur Wirtschaftskraft bei. In Deutschland arbeiten nach Branchenangaben fast drei Millionen Beschäftigte im Tourismus (6,8 Prozent aller Erwerbstätigen). Dabei war das Reisegeschäft in den Jahren vor der Krise ein starker Motor zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Weltweit hat der Tourismus seit sechs Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen, wie die OECD in ihrem Trendbericht 2020 festhielt.

    Die Gruppe der G20 ist ein zentrales Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mitglieder sind 19 Industrie- und Schwellenländer sowie die Europäische Union (EU). 

  • 11 Uhr
    Indien toppt 20-Millionen-Fälle-Marke

    Die Corona-Pandemie in Indien greift weiter mit hohem Tempo um sich: Die Zahl der Infektionen seit Beginn überschritt am Dienstag die Schwelle von 20 Millionen, womit sie sich in drei Monaten fast verdoppelt hat.

    Die Zahl der Toten liegt über 220'000. Das sind die amtlichen Angaben; Gesundheitsexperten halten diese für ungenau und gehen von einem weit grösseren Ausmass aus. Einer warnte, die kommenden Wochen würden furchtbar. Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 357'229 Coronavirus-Fälle und 3449 Todesfälle mit dem Virus in 24 Stunden. 

    epa09176699 Relatives perform the last rites for COVID-19 victims during their funeral at a mass cremation ground in Giddenahalli on the outskirts of Bangalore, India, 03 May 2021 (issued 04 May 29021). India recorded a massive surge of 357,229 fresh COVID-19 cases and 3,449 deaths in the last 24 hours. EPA/JAGADEESH NV
    Bestattungen in Bangalore am 3. Mai 2021.
    KEYSTONE

    Das Land mit 1,4 Milliarden Menschen hat in den Tagen der rasanten Zunahme von Infektionen und Todesfällen schlimme Szenen gesehen: Vor überfüllten Krankenhäusern sterbende Covid-19-Kranke und Nächte, in denen die Feuer von Scheiterhaufen lodern, weil die Kapazität in Krematorien für Feuerbestattungen nicht mehr reicht.

    Die Zunahme der Coronavirus-Fälle wird auf ansteckendere Varianten des Erregers zurückgeführt und die Entscheidung der Regierung, Massenveranstaltungen zuzulassen, insbesondere Wahlkampfkundgebungen und religiöse Feste. In keinem Land der Welt steigt die Zahl der täglichen Infektionen schneller als in Indien.

  • 10 Uhr
    Deutscher Experte rät genesenen Sportlern zur Vorsicht

    Der deutsche Reha-Experte und Sportwissenschaftler Ingo Froböse rat Hobby-Kickern und Freizeit-Läufern nach überstandener Corona-Erkrankung zur Vorsicht.

    «Sie sollten auf jeden Fall Selbstdiagnostik betreiben, Atem- und Herzfrequenz und Regenerationsfähigkeit beobachten. Wenn jemand unsicher ist, sollte er sich in ein leistungsdiagnostisches Zentrum begeben: Zum Sportmediziner gehen und sagen: Check mich mal durch!», sagte der Universitätsprofessor an der Deutschen Sporthochschule Köln. «Gerade in den ersten vier bis sechs Wochen nach Corona sollte man unbedingt im sauerstoffreichen Bereich laufen, also erstmal wieder Grundlage aufbauen.»

    Für Leistungssportler sieht der 64-Jährige die Verbände in der Pflicht, betroffenen Athleten zu helfen. «Wir brauchen dringend ‹Return to competition›-Programme. Wir brauchen unbedingt Massnahmen, die ein ganz behutsames Vorgehen bei der Rückkehr in den Wettkampfsport betreffen», sagte Froböse. Auf alte Trainingspläne könne man in so einem Fall nicht zurückgreifen.

    Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat bereits ein «Return to sport»-Programm aufgelegt. «Dem Sportler sollte so schnell wie möglich eine medizinische Diagnostik und Beratung angeboten werden – bereits auf Landesverbandsebene und unter Einbezug der Olympiastützpunkte», erklärte Froböse.

    Man bräuchte auch zeitnah Symposien, die sich mit dem Thema Long Covid, den langfristigen Folgen einer Erkrankung, beschäftigen. «Wir brauchen einen wissenschaftlichen Austausch, am besten über die jeweiligen Sportarten. So wie die Taskforce bei den Fussballern unter meinem Kollegen Tim Meyer Daten sammelt.»

  • 8.54 Uhr
    AKW-Mitarbeiter geimpft

    Dass Gesundheitsmitarbeiter und Polizisten bereits geimpft werden, versteht sich von selbst. Doch auch andere Menschen sind im Alltag unverzichtbar – etwa die Angestellten der Schweizer Atomkraftwerke. «Wir haben dafür 200 bis 300 Impfungen erhalten», sagte Axpo-Mediensprecher Tobias Kistner zu «Blick». Geimpft würden nur systemrelevante Personen und keine Verwaltungsangestellten. «Nur diejenigen, die dafür sorgen, dass es keinen Ausfall gibt.»

  • 8.30 Uhr
    Pendler vor Rückkehr – Stau droht

    Die Schweiz wird wieder mobiler: Die täglich zurückgelegte Distanz steigt wieder an und liegt bereits wieder auf dem Niveau von März 2020. Das zeigen Daten einer Mobilitätsstudie Mobis-Covid-19 der ETH Zürich und der Uni Basel. Die Pendler halten sich aber noch zurück: Der Regionalverkehr liegt erst bei 70 Prozent des Niveaus von 2019.

    Der Grund dafür: Die seit dem 18. Januar geltende Homeoffice-Pflicht. Wenn die aufgehoben wird, wie von Alain Berset für Mai in Aussicht gestellt, dürfte es eng auf den Strassen werden. Die sind nämlich inzwischen wieder «gut ausgelastet», weiss «20 Minuten»: Wenn die Pendler hinzukommen, die den öffentlichen Verkehr wohl meiden werden und vermehrt ins Auto steigen, drohe Stau.

    Besetztes Parkaus in Zuerich beim Weihnachtseinkauf am Samstag, 22. Dezember 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)
    Von wegen gute alte Zeit: Stau in Zürich 2018.
    KEYSTONE

    Das Bundesamt für Strassen Astra bestätigt die Befürchtung. «Inzwischen haben wir an einigen Messstellen bereits wieder den Verkehr von 2019 erreicht oder an einigen Tagen sogar mehr Verkehr festgestellt», sagte Sprecher Benno Schmid zu «20 Minuten». Die SBB rechnen damit, erst 2024 wieder so ausgelastet zu sein wie vor der Pandemie.

  • 6 Uhr
    Impfstoffzulassung für 12- bis 15-Jährige steht bevor

    Biontech steht nach Informationen der Nachrichtenagentur AP kurz vor einer Notfallzulassung für Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Bis Anfang nächster Woche, aber möglicherweise schon früher werde die US-Medikamentenbehörde FDA voraussichtlich grünes Licht geben, erfuhr die AP am Montag aus informierten Kreisen. Sobald dann die Impfkommission eine entsprechende Empfehlung ausspricht und die Gesundheitsbehörde CDC diese annimmt, können die Impfungen beginnen. Das könnte innerhalb weniger Tage passieren. Bis zum Herbst könnte der Impfstoff dann auch für noch jüngere Kinder zum Einsatz kommen, sagte die Gewährsperson.

    Fläschchen des Comirnaty-Impfstoffs von Biontech/Pfizer.
    Fläschchen des Comirnaty-Impfstoffs von Biontech/Pfizer.
    Bild: Christian Charisius/dpa

    Das deutsche Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer hatten erst Ende März bekannt gegeben, dass ihrer Studie zufolge der Impfstoff auch bei Jüngeren wirkt. Bisher ist er erst ab 16 Jahren zugelassen. In den EU prüft die Arzneimittelbehörde EMA ebenfalls eine Ausweitung der Notfallzulassung auf 12- bis 16-Jährige, allerdings wird die Entscheidung hier erst im Juni erwartet. Über die anstehende Entscheidung in den USA hatte zuerst die «New York Times» berichtet.

  • 5.30 Uhr
    Deutschland: 7534 Neuinfektionen, 315 neue Todesfälle

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 7534 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10'976 gelegen. Die Zahl der innert sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner lag laut RKI am Morgen deutschlandweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innert 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

  • 3.48 Uhr
    Kolumbiens Wirtschaftsminister tritt zurück

    Nach tagelangen Protesten gegen eine umstrittene Steuerreform und der Rücknahme der Initiative hat der kolumbianische Wirtschaftsminister Alberto Carrasquilla seinen Posten geräumt. «Ich habe den Rücktritt von Dr. Alberto Carrasquilla als Wirtschaftsminister angenommen», schrieb Präsident Iván Duque nach einem Treffen im Präsidentenpalast auf Twitter am Montagabend (Ortszeit). Er habe als neuen Wirtschaftsminister den derzeitigen Handels- und Tourismusminister José Manuel Restrepo ernannt.

    Seit Mittwoch war es in zahlreichen Städten des südamerikanischen Landes wie Bogotá, Cali und Medellín auch zu gewalttätigen Protesten gegen die geplante Steuerreform gekommen. Die Demonstranten steckten Busse in Brand und plünderten Geschäfte. Es gab zahlreiche Verletzte und offenbar auch Tote. Die Ombudsstelle forderte am Montag eine Untersuchung von 19 Todesfällen während der Protesttage.

    Die Regierung wollte unter anderem die steuerlichen Freibeträge senken, die Einkommenssteuer für bestimmte Gruppen erhöhen und die Befreiung von der Mehrwertsteuer für eine Reihe von Waren und Dienstleistungen abschaffen. Damit sollten die von der Corona-Krise verursachten Defizite im Staatshaushalt ausgeglichen werden. Angesichts der heftigen Krawalle hatte Duque in der Nacht auf Sonntag auch den Einsatz des Militärs zur Unterstützung der Polizei genehmigt.

    Das Nationale Streikkomitee kündigte am Montag eine Fortführung der Demonstrationen an.

  • 1.05 Uhr
    Höchste Zahl an Passagieren seit Pandemiebeginn in USA

    Die USA haben so viele Flugreisende verzeichnet wie noch nie seit Pandemiebeginn: Mehr als 1,62 Millionen Passagierinnen und Passagiere wurden am Sonntag an den Flughäfen überprüft, wie die Transportsicherheitsbehörde TSA mitteilte. Dies war die höchste Zahl seit dem 12. März vergangenen Jahres, als die Luftfahrt in den Sinkflug überging. Gleichwohl war die Zahl um 35 Prozent niedriger als an einem vergleichbaren Sonntag im Jahr 2019, wie aus den Daten der Behörde hervorgeht.

    Die Flugbuchungen sind in den USA seit etwa Mitte Februar angestiegen und die TSA hat seit dem 11. März an jedem Tag mehr als eine Million Fluggäste gescreent. Reisende müssen mit volleren Flugzeugen rechnen. Delta Air Lines beendete am Wochenende die Praxis, Mittelplätze freizuhalten. Delta war die letzte grosse US-Fluggesellschaft, die die Passagierzahl begrenzte, um Abstandhalten zu ermöglichen.

  • 0.30 Uhr
    US-Wirtschaft noch nicht über den Berg Washington

    Die US-Wirtschaft erholt sich laut Fed-Chef Jerome Powell zwar, ist jedoch noch nicht über den Berg. Die Wirtschaft belebe sich zwar mit der zunehmenden Eindämmung der Pandemie. Und es entstünden neue Stellen, sagte Powell am Montag bei einer Konferenz der National Community Reinvestment Coalition.

    Powell verwies jedoch darauf, dass die Krise Teile der Gesellschaft unterschiedlich schwer getroffen habe. So hätten im vergangenen Jahr etwa 14 Prozent der Weissen im Alter von 25 bis 54 Jahren ihren Job verloren verglichen mit mindestens 20 Prozent bei Schwarzen und Hispanics.

  • 0 Uhr
    Lufthansa kauft zehn neue Jets von Airbus und Boeing

    Trotz der schwierigen Lage in der Corona-Krise kauft Lufthansa zehn neue Langstreckenflugzeuge von Airbus und Boeing. Die Konzernleitung habe den Erwerb von fünf Airbus A350-900 und fünf Boeing 787-9 beschlossen, teilte die Fluggesellschaft, zu der auch die Swiss gehört, am Montagabend mit. Der Verwaltungsrat habe dem Vorhaben zugestimmt. Die Jets sollen ältere Flugzeugtypen mit höherem Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoss ersetzen.

    Bei den Boeing-Flugzeugen handelt es sich demnach um bereits produzierte Maschinen, die von anderen Airlines wegen der Corona-Krise erst später abgenommen worden wären. Die ersten Jets sollen bereits im kommenden Winter für Lufthansa fliegen, die weiteren im ersten Halbjahr 2022. Die neuen Airbus-Langstreckenflugzeuge werden 2027 und 2028 ausgeliefert. Dafür hat die Airline nach eigenen Angaben die Auslieferungen zuvor bestellter Flugzeuge mit beiden Herstellern neu verhandelt.

    Die Investition in die neuen Jets steht laut Lufthansa im Einklang mit dem Rettungspaket, mit dem die deutsche Regierung das Unternehmen in der Corona-Krise unterstützt hatte. Die neuen Modelle verbrauchen den Angaben zufolge rund 30 Prozent weniger Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke.