Wildtiere

Bündner Wildhut erlegt verletzten Wolf und verletzten Biber

uj, sda

11.5.2021 - 18:12

HANDOUT - Das undatierte Bild aus einer Fotofalle zeigt Jungwoelfe des Calandarudels, Jahrgang 2014. Das erste Wolfsrudel der Schweiz am Calanda im buenderisch-st. gallischen Grenzgebiet waechst und waechst. Die Wildhut lieferte mit einer Fotofalle den Beweis dafuer, dass sich das Rudel schon zum dritten Mal fortgepflanzt hat. Die vom Buendner Amt fuer Jagd und Fischerei am Dienstag, 19. August 2014, veroeffentlichten Bilder zeigen ein Mal zwei und ein Mal drei Wolfswelpen. Ob es sich nur um einen Teil des Nachwuchses oder den ganzen handele, sei nicht bekannt, hiess es. (HANDOUT Amt fuer Jagd und Fischerei Graubuenden) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN, BEST QUALITY AVAILABLE ***
Ein Bild aus einer Fotofalle (2014) zeigt Wolfswelpen des Calanda-Rudels im Bündner Hochland. 
Bild: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Die Bündner Wildhut hat in der Nacht auf Sonntag im Valsertal einen verletzten Wolf erlegt. Das männliche Tier wies eine starke Verletzung am Vorderbein auf.

uj, sda

11.5.2021 - 18:12

Beim Wolf handelte es sich um einen älteren Rüden, wie das Amt für Jagd und Fischerei am Dienstag mitteilte. Das Tier wurde in den letzten Wochen mehrfach beobachtet. Wegen der Verletzung lahmte der Wolf und war geschwächt. Woher die Verletzungen stammen ist nicht bekannt.

Noch unklar ist, zu welchem Rudel das Tier gehörte. Eine genetische Untersuchung an der Universität Lausanne soll Aufschluss bringen. Für andere Untersuchungen wird der Kadaver an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin in Bern überführt.

Ein weiteres Wildtier schoss die Wildhut in der Bündner Herrschaft. Dort erlöste sie einen Biber von Verletzungen, die möglicherweise aus einem Revierkampf stammten. Das Nagetier sei so schwer verletzt gewesen, dass es keine Chance auf eine Heilung mehr gehabt habe, hiess es in der Mitteilung.

Wildhut erfüllte ihre Auftrag

«Die Wildhut hat den Auftrag, schwer verletzte Tiere von ihrem Leid zu erlösen», sagte Marc Hosig, Kommunikationsverantwortlicher beim Amt für Jagd und Fischerei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch verletzte oder kranke Hirsche, Rehe und Gämsen würden geschossen. Das sei aber weniger bekannt, weil diese Abschüsse nicht speziell gemeldet werden müssten.

Bei geschützten Tieren seien die Vorgaben strenger und das Amt mache solche Abschüsse immer publik. Bei Grossraubtieren wie dem Wolf würde die Wildhut zudem sicher lange zuwarten mit einem Abschuss und nichts überstürzen.

Im aktuellen Fall sei das Tier der Wildhut seit Wochen bekannt gewesen. Es sei schliesslich geschossen worden, weil dessen Verletzung äusserst gravierend gewesen sei.

uj, sda