Bund schliesst drei weitere Verträge über 17 Millionen Dosen ab

SDA/uri

3.2.2021

epa08922733 A health worker holds a vial containing the Pfizer-BioNTech COVID-19 vaccine in Aulnay-sous-Bois, France, 06 January 2021, as several French medical representatives and personalities receive the vaccine. France began its coronavirus disease (COVID-19) vaccination campaign on 27 December 2020. The French government has faced criticism over the slow progress of its drive to vaccinate people, a problem compounded by the high levels of public skepticism about the campaign. EPA/CHRISTOPHE ARCHAMBAULT / POOL MAXPPP OUT
Medizinisches Personal mit einer Impfstoff-Ampulle von Biontech: Der Bund hat nun mit drei weiteren Pharmaunternehmen Verträge abgeschlossen. (Symbolbild)
Bild: Keystone

Der Bund hat mit drei Pharmafirmen weitere Verträge für Corona-Impfstoffe abgeschlossen. Die Zulassung des Vakzins von Astrazeneca verzögert sich aber, weil die Datenlage nicht ausreicht.

Weitere Verträge für Corona-Impfstoffe hat der Bund mit verschiedenen Pharmafirmen unterzeichnet: Mit Curevac für fünf Millionen Dosen, mit Novavax für sechs Millionen Dosen und mit Moderna für weitere sechs Millionen Dosen, wie das das Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch mitteilte.

Die Zulassung eines weiteren Impfstoffes von Astrazeneca verzögert sich hingegen: Die aktuellen Daten erlaubten noch keinen positiven Nutzen-Risiko-Entscheid zum schwedisch-britischen Präparat, hiess es. Swissmedic benötige zuerst noch weitere Angaben zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität aus einer in Nord- und Südamerika laufenden Phase-III-Studie.

Diese Zwischenbeurteilung werde auch vom beratenden externen Swissmedic Expertengremium gestützt. Sobald die Ergebnisse aus der Studie vorlägen, «könnte eine befristete Zulassung im rollenden Verfahren sehr rasch erfolgen», hiess es.


Impfkommission setzt auf mRNA

Am Dienstagabend hatte bereits die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) empfohlen, dass weitere Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffes von Astrazeneca in verschiedenen Altersgruppen, zum Impfschema und zur Akzeptanz des Impfstoffs mit einem gentechnisch veränderten Virus abgewartet werden sollten.

Die Kommission empfehle, dass die Impfung von besonders gefährdeten Personen, also Personen über 65 Jahre und Patienten mit Krankheiten, die das Risiko für schwere Covid-19 erhöhen, sowie Mitarbeitende im Gesundheitswesen vorläufig ausschliesslich mit den zugelassenen und empfohlenen mRNA-Impfstoffen erfolgen soll.

Zweifel an Wirksamkeit

In Grossbritannien wird das Präparat, das Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat, bereits seit Anfang Januar grossflächig eingesetzt. Ende Januar gab die EU-Arzneimittelbehörde EMA die europaweite Zulassung für den Impfstoffs - und zwar für Erwachsene ab 18 Jahren ohne eine Altersbegrenzung.



Italien, Deutschland Frankreich und auch Malta schränkten die Anwendung jedoch ein. In Deutschland und Frankreich empfehlen die zuständigen Impfkommissionen das Mittel nur für Erwachsene unter 65 Jahren, Italien und Malta gar nur für Patienten unter 55 Jahren. Zur Begründung hiess es, es gebe nicht ausreichend Daten, die die Wirksamkeit bei älteren Menschen garantieren würden.

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