Bundesrat will einheitlichen Jugendschutz bei Filmen und Games

Tobias Bühlmann

11.9.2020 - 14:30

Für Filme und Videogames – wie hier «Grand Theft Auto V» – sollen künftig schweizweit einheitliche Jugendschutz-Regeln gelten.
Bild: Getty

In der Schweiz sollen Jugendliche künftig besser vor schädlichen Filmen und Games geschützt werden. Schweizweit einheitliche Regeln sollen das alte System mit kantonalen Altersgrenzen ablösen.

Der Bundesrat will Kinder und Jugendliche davon bewahren, dass sie in Filmen und Videospielen Gewalt und sexuelle Darstellungen sehen, die sie in ihrer Entwicklung gefährden könnten. Dazu will die Landesregierung ein neues Gesetz schaffen, das dem ganzen Land einheitliche Regeln bringen soll.

Bisher sind die Altersfreigaben von Medieninhalten Sache der Kantone. So konnte es geschehen, dass für den selben Film in verschiedenen Städten andere Mindestalter für die Zuschauer galten. Doch damit soll nun Schluss sein. Schweizweit sollen alle Kinos, Detailhändler, Online-Versandhändler und -Portale zu entsprechenden Alterskennzeichnungen und -kontrollen verpflichtet. Das heisst, dass auch Anbieter wie die Videostreaming-Dienste Youtube, Twitch und ähnlich in die Pflicht genommen werden sollen.

Nach welchen Kriterien Filme und Games künftig klassifiziert werden und wie genau die Regeln gekennzeichnet werden sollen, müssen Akteurinnen und Akteure aus den betroffenen Bereichen selbst erarbeiten. Dafür sollen sie mit Jugendschutzorganisationen zusammenarbeiten. Die Regeln müssen sie danach dem Bund zur Bewilligung vorlegen. Sollten sie sich nicht einig werden, so erlässt der Bundesrat selbst eine entsprechende Vorgabe

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