Kanton Zug

Heimbewohner infizieren sich trotz Impfung mit Corona

lmy

30.3.2021

Des membres d'une equipe mobile de vaccination de la protection civile vaudoise, PC, vaccine une homme a l'aide du vaccin Pfizer-BioNTech dans les logements proteges Les Saules, lors du dernier jour de vaccination dans les EMS du Canton de Vaud pendant la pandemie de Coronavirus Covid-19, ce jeudi, 18 mars 2021 a Nyon. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
Trotz Impfung erkrankten einige Bewohner eines Altersheims an Corona. (Symbolbild)
KEYSTONE

In einem Zuger Pflegeheim erkrankten mehrere Bewohner an Corona, obwohl sie schon vollständig geimpft waren. Dafür könnte es verschiedene Gründe geben.

lmy

30.3.2021

In einem Pflegeheim im Kanton Zug erkrankte im Februar ein Bewohner an Corona und wurde ins Spital eingeliefert. Acht weitere Bewohner*innen wurden daraufhin positiv getestet – fünf von ihnen sind vollständig geimpft, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Sie hatten zwei Wochen zuvor die zweite Dosis des Impfstoffs von Pfizer/Biontech erhalten.

Der Vorgang sei «bemerkenswert», zitiert die Zeitung aus einem Untersuchungsbericht der Zuger Gesundheitsdirektion. Die Hälfte der Geimpften auf dem Stockwerk des zuerst Erkrankten sei infiziert worden, allerdings habe die Impfung wahrscheinlich schwere Verläufe verhindert. Nur zwei Erkrankte spürten leichte Symptome.

Drei Mitarbeitende wurden ebenfalls positiv getestet, bei der Untersuchung aber nicht berücksichtigt. Es bleibe unklar, wie das Virus in die Abteilung gekommen war. 

Schwere Verläufe und Todesfälle verhindert

Der Ausbruch kam gemäss dem Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri unerwartet. Bislang seien erst Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen bekannt, während die Impfungen noch liefen oder kurz nach der zweiten Dosis. Es handle sich aber um zu kleine Fallzahlen, um weitere Schlüsse daraus zu ziehen.

In einem Pflegeheim in Deutschland kam es nach der zweiten Impfung zu einem Ausbruch, der auf die britische Variante zurückgeführt wurde. Das wird in Zug eher ausgeschlossen. Wahrscheinlich sei, dass «ein Grossteil der Bewohnerinnen und Bewohner schon zu einem früheren Zeitpunkt angesteckt wurde», zitiert der «Tages-Anzeiger» aus dem Untersuchungsbericht.

Ein Problem ist allerdings, dass zur Wirkung der Impfung bei Hochbetagten zu wenig Daten vorhanden sind. Die Immunantwort könnte bei Personen ab 80 weniger gut sein als bei Jüngeren. Die Impfung habe aber auf jeden Fall schwere Verläufe und Todesfälle verhindert, so Hauri.