«Die Apotheken sind bereit für den Start der Abgabe»

Lukas Meyer

6.4.2021

Das Personal hinter dem Tresen wird in der Lindenapotheke durch eine Plexiglaswand geschuetzt, fotografiert am 30. Maerz 2020 in Suhr, Kanton Aargau. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Die Apotheken hoffen, dass sich die Nachfrage nach Tests von Anfang an gut verteilt.
KEYSTONE

Ab morgen kann man Corona-Selbsttests für zu Hause beziehen. Die Apotheken rechnen für die ersten Tage mit einer hohen Nachfrage und bitten um etwas Geduld.

Lukas Meyer

6.4.2021

Ab morgen können in den Schweizer Apotheken Corona-Selbsttests bezogen werden. Pro Person und Monat werden gegen Vorweisen der Krankenkassenkarte fünf kostenlose Selbsttests abgegeben. Die Apotheken hätten sich «innert kürzester Frist mit Hochdruck auf die Einführung vorbereitet», heisst es beim Schweizerischen Apothekerverband Pharmasuisse.

Ähnlich tönt es in Zürich: «Die letzten Vorbereitungen laufen, wir gehen davon aus, dass die Abgabe der Selbsttests morgen mit sehr hoher Beteiligung der 250 Apotheken des Kantons Zürich startet», sagt Reto Steinmann, Geschäftsführer des kantonalen Apothekerverbands.

Daniel Wechsler, Mitglied des Vorstands beim Apothekerverband des Kantons Bern, erklärt: «Die Apotheken sind grundsätzlich bereit für den Start der Abgabe morgen. Allerdings kann es zu Wartezeiten kommen, wenn der Andrang zu gross ist.»



Ob man in allen Apotheken Selbsttests bekommt, können die Verbände nicht mit Sicherheit sagen. Da die Aktion kurzfristig lanciert wurde, könne es sein, dass eine Lieferung nicht ankomme oder ein Personalengpass entstehe, sagt Reto Steinmann aus Zürich. Er ergänzt: «Falls dem so wäre, ist die nächste Apotheke zum Glück meist nicht weit.»

Auch in Bern geht man davon aus, dass die allermeisten Apotheken die Tests beschafft haben, so Daniel Wechsler.

150 zusätzliche Kundenanfragen pro Tag

«Wir gehen beim Start durchschnittlich von täglich 150 zusätzlichen Kundenanfragen pro Apotheke aus», sagt Reto Steinmann. Das sei nicht für alle Apotheken ohne Wartezeiten zu bewältigen. «Wir bitten darum schon heute um etwas Geduld und hoffen, dass sich die Nachfrage bereits beim Start über mehrere Tage gut verteilt und dann irgendwann normalisiert.»

Auch in Bern geht man davon aus, dass die Nachfrage und das Interesse vor allem in den ersten Tagen sehr gross sei: «Deshalb bitten wir die Bevölkerung, etwas Geduld zu haben und die Apotheken nicht schon am ersten Tag aufzusuchen», sagt Daniel Wechsler.

Pharmasuisse verspricht: «Das Angebot wird die Nachfrage bedienen können, vielleicht kommt es am Anfang hier und dort zu einem Engpass, der sich aber in Kürze ausgleichen wird.» Präsidentin Martine Ruggli sagte in der «Tagesschau» von SRF, dass bis Ende Woche 8 Millionen Tests reichen dürften. Hersteller Roche habe zugesichert, nachher eine Million Tests pro Tag zu produzieren, es werde für die Zukunft also genug geben.

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