Die Reiselust der Schweizer hält an

lmy

18.9.2021

Reisende auf dem Flughafen Zuerich in Kloten am Samstag, 10. Juli 2021. Am Wochenende beginnen in weiten Teilen der Schweiz die Sommerferien. (KEYSTONE/Walter Bi
Die Reiselust der Schweizer hält über die Sommerferien hinaus an.
KEYSTONE

Der Flughafen Zürich verzeichnet auch nach dem Ende der Sommerferien einen Anstieg der Flüge. Die Reiselust dürfte auch mit den neuen Regeln weiter anhalten – die Veranstalter halten diese für zumutbar.

lmy

18.9.2021

Vergangene Woche verzeichnete der Flughafen Zürich so viele Bewegungen wie noch nie in diesem Jahr. Seit Anfang September steigt die Zahl kontinuierlich. Anders sieht es am Euroairport Basel aus, wo die Zahl der Bewegungen seit den Sommerferien zurückgeht, wie CH Media berichtet.

«Wir spüren die starke Reiselust und den Nachholbedarf», sagt Raffaela Ackermann vom Flughafen Zürich. Auch der Impffortschritt sowie die erleichterten und stabilen Einreisevorschriften hätten einen Einfluss. Zudem kehren die Geschäftsreisenden zurück, wenn auch der Anstieg noch verhalten sei, so die Swiss.

Buchungen für Ferien ziehen an

Doch die Ferienreisenden in beide Richtungen sind weiterhin entscheidend für das Geschäft der Fluglinien. Die Buchungen ziehen an, bestätigt etwa Hotelplan. Sie lägen unter dem Niveau von 2019, seien aber deutlich besser als 2020. Auch seien die Erwartungen für den Sommer übertroffen worden.

Flugzeuge der Swiss bewegen sich auf dem Flugfeld, aufgenommen am Samstag, 15. Juli 2017 am Flughafen Kloten in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Die Swiss rechnet für den Rest des Jahres mit der Hälfte der normalen Kapazität.
KEYSTONE

Für das Jahr 2021 verzeichnet Eurocontrol gemäss CH Media 57 Prozent weniger Flüge aus und in die Schweiz als 2019, in der letzten August-Woche sind es allerdings nur 28 Prozent. Die Swiss plant für den Rest des Jahres mit einer Kapazität von 50 Prozent im Vergleich zu 2019, ist aber «den Umständen entsprechend zufrieden».

Reisebranche ist zufrieden

Wichtig für Touristen aus dem Ausland sind die Einreiseregeln. Der Bundesrat hat diese auf Montag verschärft: Ungeimpfte und Nichtgenesene müssen bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorweisen und nach vier bis sieben Tagen einen weiteren Test machen.



Die Reisebranche hält die doppelte Testpflicht für zumutbar, wie SRF berichtet. «Wir können diesen Entscheid absolut nachvollziehen. Gegenüber früher ist dies absolut eine Verbesserung», sagt Walter Kunz vom Schweizer Reiseverband. Viele Reisewillige seien sowieso geimpft und darum von der Regel nicht tangiert. Der Verband ist vor allem froh, dass die Quaräntepflicht nicht gekommen ist.

Der Tourismusverband freut sich vor allem darüber, dass die Schweiz ab Montag alle Impfungen mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff anerkennt, etwa Astrazeneca. Das habe seit der Ausdehnung der Zertifikatspflicht für Ärger bei Touristen aus dem Ausland geführt.

Umfrage
Gehst du bald in die Ferien?