Diese Massnahmen gelten in den Kantonen

Redaktion/Agenturen

30.11.2021

Die Einstellung zur Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr ist laut Erhebungen der ETH Zürich sehr unterschiedlich.
KEYSTONE/Ti-Press/Elia Bianchi

Nur wenige Kantone warten wie der Bundesrat noch ab mit einer Verschärfung der Corona-Massnahmen. Die meisten reagieren – an vielen Schulen gilt wieder Maskenpflicht. Eine Übersicht.

Redaktion/Agenturen

30.11.2021

Hinweis: Diese Übersicht wird laufend aufdatiert. Aktueller Stand: 30. November.

Der Bundesrat verzichtet auf eine Verschärfung der Corona-Massnahmen auf der nationalen Ebene. Gesundheitsminister Alain Berset forderte die Kantone dazu auf, zuerst ihren Spielraum auszunutzen. Das machen die meisten auch – viele Kantone haben angesichts der steigenden Zahlen in den Tagen vor und nach dem Entscheid des Bundesrats die Massnahmen ausgeweitet.

Aargau

Im Aargau können über 16-Jährige ab sofort Termine buchen, sofern ihre zweite Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt. Der Aargau setze mit der Öffnung der Terminbuchung die neuen Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) um, teilte das kantonale Departement für Gesundheit und Soziales am Freitagabend mit.

Gleichzeitig baten die Aargauer Behörden Jüngere um Geduld - und gesunde Personen unter 65 darum, mit der Terminbuchung noch eine oder zwei Wochen zu warten: Es könnten nicht alle Interessierten gleichzeitig bedient werden. Priorität müsse der Booster für über 65-Jährige, Menschen mit Vorerkrankungen und Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt haben.

Appenzell Ausserrhoden

In Appenzell Ausserrhoden müssen künftig alle Volksschulen repetitive Covid-19-Speicheltests anbieten. Die Tests werden wöchentlich durchgeführt, sobald die benötigten Kapazitäten bereitstehen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Zudem wird eine Teststation für Silvesterchläuse angeboten, damit der Brauch am neuen und am alten Silvester stattfinden kann. Im Freien müsse das Publikum die notwendigen Abstände einhalten und, falls dies nicht möglich ist, eine Maske tragen. In den Innenbereichen wie Restaurants und öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten hingegen gelte strikte Zertifikatspflicht – sowohl für Gäste als auch für die Silvesterchläuse.

Der Halbkanton teilte am Freitagnachmittag zudem mit, dass die Impfzentren in Heiden und Herisau sowie Hausarztpraxen ab dem 1. Dezember Booster für alle anbieten werden. 

Appenzell Innerrhoden

Auch Appenzell Innerrhoden weitet die Tests an den Schulen aus. Neben dem Gymnasium Appenzell werden auch die Real- und Sekundarklassen im Halbkanton wieder repetitive Tests vornehmen.

Weitere Massnahmen oder Massnahmenverschärfungen sind derzeit nicht geplant.

Basel-Landschaft

Im Baselland gilt ab Montag wieder eine Maskentragpflicht an den Schulen. Sie gilt für alle Schüler*innen ab der 5. Primarklasse sowie für sämtliche Lehrpersonen. Schüler*innen der 1. bis 4. Primarklassen wird das Maskentragen empfohlen. Für Schüler*innen, die eine Mehrjahrgangsklasse mit Kamerad*innen ab dem 5. Schuljahr besuchen, ist das Maskentragen Pflicht.

Ab dem 1. Dezember gilt Maskentragpflicht für alle öffentlichen Veranstaltungen in Innenräumen, auch wenn dort bereits eine Zertifikatspflicht besteht. Neu müssen auch Gäste in Restaurants, Bars und Clubs Maske tragen. Lediglich um zu essen und zu trinken dürfen sie sie ablegen. 

Spitäler und Pflegeheime empfangen Besucher nur noch mit gültigem Covid-Zertifikat.

Basel-Stadt

Ab Mittwoch, 1. Dezember gilt an Veranstaltungen weiterhin die 3G-Regel und in Innenräumen zusätzlich Maskenpflicht. Dieser unterliegen auch Innenräume von Kultur-, Unterhaltungs-, Freizeit- und Sporteinrichtungen.

An Events, ebenso wie in permanent betriebenen Restaurants dürfen Gäste nur noch an Tischen sitzend essen und trinken.

Ab dem Mittwoch Maske tragen müssen zudem Schüler- und Lehrerschaft an allen basel-städtischen Schulen ab der 5. Primarschulklasse. Davon ausgenommen sind Lehrpersonen sowie Schüler*innen, die sich per Covid-Zertifikat als geimpft oder genesen ausweisen können. 

In den Spitälern, Alters- und Pflegeheimen und Institutionen der Behindertenhilfe führt der Halbkanton eine Zertifikatspflicht sowie eine Maskenpflicht für Besuchende ein.

Auch Mitarbeiter*innen von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Institutionen der Behindertenhilfe sowie der Spitex mit direktem Kontakt zu Patient*innen oder Bewohner*innen müssen den Nachweis erbringen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Zudem müssen sie eine Gesichtsmaske tragen.

Bern

Im Kanton Bern gilt seit Montag wieder eine Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen und an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Für alle Personen ab zwölf Jahren werden Schutzmasken auch an Veranstaltungen, Märkten, Fach- und Publikumsmessen sowie in Kitas zur Pflicht.

In allen Fällen gilt die Maskenpflicht unabhängig davon, ob der Zugang zu den Innenräumen oder Veranstaltungen an ein Zertifikat geknüpft ist.

Ausserdem führt die Kantonsregierung eine Zertifikatspflicht für Besucher*innen von Spitälern, Pflege-, Behinderten-, Kinder- und Jugendheimen ein. 

In der Schule müssen Kinder ab dem 5. Schuljahr und die Lehrpersonen eine Maske tragen. Auf das repetitive Testen in Schulen verzichtet die Berner Regierung, weil ein Teil der Volksschulen auf eine Teilnahme verzichtet habe. Zudem habe sich während der früheren Phase von repetitiven Testen ein Teil der Schüler*innen nicht testen lassen wollen.

Die Massnahmen für den öffentlichen Raum sind bis zum 23. Dezember befristet. Die erweiterte Maskentragpflicht an Schulen gilt vorerst bis Mitte Januar 2021.

Freiburg

Der Kanton Freiburg hat für Besuche in Gesundheitseinrichtungen eine Zertifikatspflicht erlassen. Der Bevölkerung empfiehlt er, wo nötig, Masken zu tragen und die Hygieneregeln einzuhalten.

An den Schulen gilt ab der Klasse 5H obligatorisch eine Maskenpflicht, sobald in einer Klasse ein Corona-Fall auftritt. Sind mehrere Klassen betroffen oder steigt die Zahl der Ansteckungen, wird das Maskentragen für die gesamte Schule obligatorisch. Ab drei positiven Fällen in einer Klasse wird diese in Quarantäne geschickt.

Die Kantonsangestellten erinnert der Staatsrat an die bereits geltenden Regelungen, namentlich zum Homeoffice. Ausserdem beauftragte er das Amt für Personal und Organisation, angesichts der derzeitigen Verschlechterung der Situation, neue Massnahmen zu prüfen.

Genf

Auch der Kanton Genf verschärft die Schutzmassnahmen. Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstagabend heisst, steige die Zahl der Coronavirus-Fälle im Kanton zurzeit nicht progressiv, sondern exponentiell. 

Zu den neuen Massnahmen gehört in erster Linie die Ausweitung der Maskenpflicht auf Innenräume von öffentlichen Einrichtungen, öffentlich zugänglichen Orten und bei Veranstaltungen, aber auch am Arbeitsplatz und in Ausbildungseinrichtungen. Die Massnahme ist seit Montag in Kraft. Ausgenommen sind die unter Zwölfjährigen.

Glarus

Der Kanton Glarus hat noch keine zusätzlichen Massnahmen beschlossen. Für Besucher im Kantonsspital gilt aber seit zwei Wochen eine Zertifikatspflicht.

Graubünden

Graubünden hat eine generelle Maskenempfehlung auf Sekundarstufe II eingeführt. In Gebieten «mit starker oder partiell starker Betroffenheit durch die Covid-19-Pandemie» gilt ab der dritten Primarstufe eine Maskenpflicht. Die Massnahme gilt seit letzter Woche und ist bis am 24. Dezember befristet.

Seit Montag forciert die Bündner Regierung zudem die Booster-Impfung: Wir boostern «auf Teufel komm raus», sagte der Bündner Regierungsrat Peter Peyer vor den Medien in Chur. Die Booster-Impfung sei besonders für Menschen ab 65 Jahren empfohlen, da bei ihnen die Schutzwirkung vor einem schweren Verlauf deutlich abgenommen habe. 

«Das Pflegepersonal kann nicht mehr, wir müssen etwas tun», sagte Peyer weiter. Deshalb wolle man zusätzlich zwei neue Betten auf der Intensivstation im Kantonsspital Graubünden einrichten und entsprechendes Personal rekrutieren. Dafür will die Regierung zwei Millionen Franken ausgeben.

Insgesamt rechnet der Kanton mit Kosten von 10 bis 35 Millionen Franken für das sogenannte Winterschutzkonzept. Darin sind auch die weiterhin kostenlosen Betriebs- und Schultestungen bis im Frühling vorgesehen. Knapp 67'000 Menschen im Kanton nehmen regelmässig an den flächendeckenden Tests teil.

Jura

Im Jura müssen Schüler*innen sowie Lehrkräfte der Sekundarstufen 1 und 2 einen Mundschutz tragen, sobald jemand in der Klasse positiv getestet wird.

Zudem ruft die Regierung dazu auf, sich an die Abstandsregeln zu halten, und will verstärkt kontrollieren, ob die geltenden Massnahmen umgesetzt werden.

Luzern

Auch der Kanton Luzern will die Maskenpflicht auf Bereiche ausserhalb von Schulen und Pflegeeinrichtungen ausweiten. Künftig soll in Kinos, im Theater oder in Konzertsälen eine Schutzmaske getragen werden – trotz Covid-Zertifikat. Auch in Spitälern soll künftig zusätzlich zur Zertifikats- eine Maskenpflicht gelten. Diese Massnahmen hat Gesundheitsdirektor Guido Graf vergangene Woche in der «Rundschau» angekündigt, bisher wurden sie aber noch nicht definitiv beschlossen.

In der Stadt Luzern gilt für alle Kinder ab der 1. Klasse in den Betreuungsangeboten Maskenpflicht. Gleiches gilt auch in zwei besonders betroffenen Schulhäusern.

Neuenburg

Der Kanton Neuenburg erhöht die kantonale Corona-Alarmstufe auf Orange und führt neue Massnahmen gegen das Virus ein. Ab 29. November ist demnach das Tragen von Schutzmasken in geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, sowie in Pflegeeinrichtungen für alle Mitarbeitenden und Besuchenden obligatorisch.

Dies Massnahme gelte aber nicht für öffentliche Einrichtungen sowie für die Ausübung sportlicher und kultureller Aktivitäten, teile der Neuenburger Staatsrat mit. Neben der Maskenpflicht empfahl er dringend, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten sowie das Reisen und soziale Kontakte zu reduzieren. 

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Nidwalden

Nidwalden hat eine hohe Inzidenz – und darum Massnahmen ergriffen. Seit Montag, 29. November, gilt in Spitälern und Heimen eine umfassende Covid-Zertifikatspflicht. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) für Alters- und Pflegeheime, Spitäler, das Geburtshaus, die Spitex sowie weitere soziale Einrichtungen – und zwar für das Personal, Bewohner*innen sowie Besucher*innen. 

Zudem müssen Schüler und Schülerinnen und Lehrende ab der Sekundarstufe I Maske tragen.

Obwalden

Seit Montag gilt die 3G-Regel für alle, die ein Spital oder Pflegeheim besuchen. Nicht geimpfte Angestellte mit Kontakt zu Patient*innen müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen. Damit sollen die «besonders vulnerablen Personen noch besser» geschützt werden, so Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser.

In der Sekundarschule gilt Maskenpflicht, sofern weniger als 80 Prozent der Schüler*innen an den Reihentests teilnehmen. Ausgenommen ist der Sport- und Musikunterricht, wobei im Turnen Kontaktsportarten untersagt sind und beim Musizieren auf Abstände zu achten sei.

Schaffhausen

Im Kanton Schaffhausen sind derzeit keine Verschärfungen geplant, wie Gesundheitsdirektor Walter Vogelsanger der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Schwyz

Ab dem 1. Dezember muss auf der Sekundarstufe II Maske getragen werden. Schüler*innen dürfen diese während des Unterrichts abnehmen, wenn der Abstand von 1.5 Metern eingehalten werden kann. Auf den unteren Stufen wird eine Maskenpflicht bei einem Ausbruch angeordnet, wie das Bildungsdepartement mitteilt. 

Personen ab 12 Jahren müssen ab dem 2. Dezember in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen eine Maske tragen. Gemeint sind Museen, Theater, Konzertlokale, Kinos oder Bibliotheken, Fitnesscenter, Restaurants, Bars und Clubs. Die Maskenpflicht gilt damit auch für Bereiche, in denen Dank des Zertifikats bisher auf eine Maske verzichtet werden konnte.

Der Regierungsrat empfiehlt allen im Homeoffice zu arbeiten, die dies können.

Solothurn

Wie der Kanton Solothurn bekannt gegeben hat, gilt ab dem 1. Dezember eine erweiterte Maskenpflicht in bestimmten Innenräumen und bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besucher*innen in Aussenbereichen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder bis 12 Jahre und private Veranstaltungen. Bei öffentlichen Veranstaltungen, in Restaurants, Bars, Clubs und Tanzlokalen darf nur noch im Sitzen konsumiert werden.

Mitarbeitende von Heimen und Spitex müssen sich ab dem 1. Dezember zweimal pro Woche testen lassen, auch wenn sie geimpft sind. Davon ausgenommen sind Genesene und Angestellte mit Booster-Impfung. Zudem gilt in Innenräumen von Heimen eine Maskenpflicht, und Besucher*innen müssen ein Zertifikat vorweisen, so SRF. Die Regierung rät zudem dazu, die Angestellten wieder im Homeoffice arbeiten zu lassen. Bildungsinstitutionen sollen überdies flächendeckende Testangebote bereitstellen.

St. Gallen

In St. Gallen gilt erneut die Maskenpflicht an Schulen. Diese gilt für Lehrpersonen und Erwachsene in Volksschule und Sekundarstufe II sowie für alle Kinder und Jugendlichen der Volksschuloberstufe und der Sekundarstufe II. Keine generelle Maskenpflicht besteht weiterhin für Schüler*innen im Kindergarten und in der Primarschule.

Ausserdem gilt seit Montag für Besucher*innen von Spitälern sowie Betagten- und Pflegeheimen eine Zertifikatspflicht. Mitarbeitende, über 12-jährige Besucher*innen von Heimen sowie Mitarbeitende von Organisationen wie der Spitex müssen zudem Mund- und Nasenschutzmaske tragen, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Ausserdem fordert die Regierung verstärkte Kontrollen in der Gastronomie. Neben der Einhaltung der 3G-Pflicht sollen demnach auch die Regeln für Aussenzelte besondere Beachtung finden. So dürfen bei überdachten Aussenbereichen auf mindestens der Hälfte der Seiten keine Wände wie Plastikfolien, Blachen oder Ähnliches vorhanden sein.

Tessin

Der Kanton Tessin hat mit Abstand die tiefste Inzidenz. Kantonsarzt Giorgio Merlani sagte am Donnerstag vor den Medien, dass er keinen Bedarf für neue Massnahmen sehe: «Die bestehenden Massnahmen sind wirksam, wenn wir sie einhalten.» Auch sei es wichtig, sich bei Symptomen sofort testen zu lassen.

Thurgau

Der Kanton Thurgau will die Booster-Impfung bald für alle öffnen, wartet ansonsten aber ab. Die Spitalauslastung sei weniger hoch als gemeint. «Das ist für uns der Massstab, Massnahmen zu beschliessen», erklärt der Thurgauer Gesundheitsvorsteher Urs Marti SRF. Strengere Massnahmen seien daher noch nicht nötig.

Uri

Uri führt die 3G-Regelung für Besuchende in Alters- und Pflegeheimen ein. Per Montag, 29. November, müssen Besucher*innen ab 16 Jahren mittels Covid-Zertifikat eine Impfung, Genesung oder einen Negativtest belegen können, wie die Standeskanzlei mitteilte.

Die Einrichtungen können in Einzelfällen von der 3G-Pflicht abweichen; zum Beispiel, wenn jemand eine Person besuchen will, die im Sterben liegt und dies mit 3G-Nachweis nicht möglich wäre.

Zusätzlich gilt für Besuchende sowie Mitarbeitende in Innenräumen eine Maskenpflicht. Auch hier sind in begründeten Fällen (zum Beispiel bei der Betreuung von Demenzkranken) Ausnahmen möglich.

Die nicht geimpften und nicht genesenen Mitarbeitenden der Institutionen müssen zweimal pro Woche einen gepoolten Speichel-PCR-Test machen.

Uri hat eine hohe Inzidenz – die Regierung weist aber darauf hin, dass man so viel testet wie kein anderer Kanton, etwa mit flächendeckenden Tests an Schulen. 

Waadt

Im Kanton Waadt müssen Schüler*innen sowie Lehrpersonen auf der Sekundarschulstufe wieder Masken tragen. In der Primarschule werden Masken empfohlen.

Ausserdem verstärkt der Kanton die Kontrollen in den Läden, Restaurants, Diskotheken und bei Grossveranstaltungen.

Wallis

Im Wallis müssen seit Montag die Besucher*innen von Spitälern, Kliniken, Alters- und Pflegeheimen, Tagesheimen und sozialen Einrichtungen im Erwachsenenbereich ein Covid-19-Zertifikat vorweisen, das bestätigt, dass sie geimpft, geheilt oder negativ getestet sind. Diese Massnahme ist bis dahin von den Gesundheitsbehörden empfohlen, aber nicht von allen Einrichtungen umgesetzt worden.

In den Schulen werden die wöchentlichen Speicheltests auf Poolbasis in den Klassen der Sekundarstufe I ab Anfang Dezember bis mindestens zum 21. Januar wieder systematisch durchgeführt, um positive Fälle zu erkennen und zu isolieren. Auf sämtlichen Schulstufen wird zudem das Ausbruchsmanagement durch zusätzliche Massnahmen verstärkt.

In geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen sowie bei Veranstaltungen im Innern muss seit Montag eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt auf Märkten und am Arbeitsplatz, ausgenommen sind Einzelbüros. Ausnahmen gibt es für Schulen, Kitas sowie Diskotheken, Bars und Nachtclubs. Auch in Bergbahnen bleibt es bei den derzeit geltenden Regeln.Für private Treffen mit mehr als zehn Personen braucht es neu ein Covid-Zertifikat.

Zug

Der Kanton Zug verschärft die Massnahmen: Er beschliesst eine Maskenpflicht in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen. «Mit diesem bekannten und bewährten Mittel hoffen wir, die Lage stabilisieren zu können, ohne das tägliche Leben zu stark einschränken zu müssen», führt Landammann Martin Pfister aus. Dies umfasst neben Kulturinstitutionen auch Freizeit- und Sportbetriebe sowie Restaurants und Clubs. Die Maskenpflicht gilt für alle ab 12 Jahren und ist bis zum 20. Februar 2022 befristet.

Gäste von Bars, Clubs und Restaurants dürfen die Maske ablegen, wenn sie sich an einen Tisch setzen.

Ebenfalls wird die Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen ab der Primarstufe eingeführt. «Unser oberstes Ziel ist nach wie vor, dass der Präsenzunterricht aufrecht erhalten werden kann und möglichst wenig Schülerinnen und Schüler in Quarantäne müssen», führt Bildungsdirektor Stephan Schleiss aus.

Im Kanton Zug können sich ab dieser Woche alle ab 16 Jahren eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus spritzen lassen. Der Kanton weitet das Angebot entsprechend aus, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Zürich

Ab dem 1. Dezember müssen Schüler*innen im Kanton Zürich ab der 4. Primarschulklasse wieder Masken tragen. Die Maskenpflicht an der Volksschule gelte auch für Lehrpersonen und alle weiteren dort beschäftigten Personen.

Zudem fährt der Kanton die Kapazitäten wieder hoch und eröffnet zwei neue Impfzentren, um die Nachfrage nach Booster-Impfungen bedienen zu können.

In einer Mitteilung hebt der Kanton Zürich hervor hervor, zentral sei die Booster-Impfung vor allem für vulnerable Personen. Bereits jetzt könnten besonders gefährdete Personen und das Gesundheitspersonal Termine buchen, hiess es in der Mitteilung der Staatskanzlei. Seit dem Montag werden alle Personen über 16 kontaktiert, deren letzte Impfung mindestens ein halbes Jahr zurückliegt. Voraussetzung für eine Terminbuchung ist, dass die betreffende Person im kantonalen Impftool registriert ist.