Ein Päckli Zigaretten könnte bald 14 Franken kosten

SDA/lmy

5.12.2021

A female smoker on a plattform at Zurich main train station, in Zurich, Switzerland, on January 9, 2019. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Raucherin am Hauptbahnhof Zürich: Eine Zigarette könnte bald deutlich mehr kosten.
KEYSTONE

Die Anti-Tabak-Lobby fordert eine Verdoppelung des Verkaufspreises von Zigaretten. Ein Pack könnte im Schnitt künftig 14 Franken kosten statt 8 Franken wie heute.

SDA/lmy

5.12.2021

Bei den Zigaretten könnte eine massive Preiserhöhung kommen, berichtet die «NZZ am Sonntag». Rund 14 Franken soll eine Packung Zigaretten künftig im Schnitt kosten verglichen mit 8 Franken heute. Zuletzt waren die Preise vor 8 Jahren erhöht worden.

Weil die Jugendprävention nicht rasch genug vorwärtskommt und die Raucherquote in der Schweiz seit Jahren stagniert, fordert die Anti-Tabak-Lobby eine Verdoppelung des Verkaufspreises. Das sei gemessen am Lohn- und Kostenniveau der Schweiz immer noch günstig.



Der Vorschlag der Lobby ist breit abgestützt, Dahinter stehen mit der Lungenliga, der Krebsliga, Sucht Schweiz und dem Dachverband der Ärztinnen und Ärzte sämtliche national bedeutenden Gesundheitsorganisationen.

Steuer auf E-Zigaretten

Im März hatte das Parlament entschieden, auch E-Zigaretten mit einer Tabaksteuer zu belegen. Damit immer noch ein Anreiz besteht, auf die weniger schädlichen E-Zigaretten umzusteigen, müssten nun herkömmliche Zigaretten verteuert werden. Dass höhere Preise den Konsum gerade bei Jungen sinken lassen, sei unbestritten.

Bei Politiker*innen ist die Idee umstritten. Die Nationalrätinnen Flavia Wasserfallen (SP/BE) und Verena Herzog (SVP/TG) äussern sich im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag» zustimmend, während Ruth Humbel (CVP/AG) skeptisch ist. Eine Verdoppelung liege über der Schmerzgrenze und fördere nur den Einkaufstourismus.