Berset: «In Restaurants wird es kein Covid-Zertifikat brauchen»

red

17.5.2021

Bundesrat Alain Berset spricht an einem Mediengespraech nach seinem Besuch am Montag, 17. Mai 2021, in Schaffhausen. Bundesrat Berset besuchte den Kanton Schaffhausen im Zusammenhang mit der Situation um die Coronavirus Pandemie, Covid-19. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Bundesrat Alain Berset spricht vor den Medien in Schaffhausen. 
Bild: Keystone/Ennio Leanza

Bundesrat Alain Berset ist heute zu Besuch in Schaffhausen, um sich über die Corona-Situation vor Ort zu informieren. Um 16.30 Uhr tritt der Gesundheitsminister vor die Medien – «blue News» tickert live.

red

17.5.2021

Bundesrat Alain Berset hat am Montag in Schaffhausen für Geduld bei der Aufhebung der Maskenpflicht plädiert. Die Schweiz befände sich momentan in einer guten Situation, aber diese sei nicht «vom Himmel gefallen». Sie sei das Resultat des vorsichtigen Vorgehens. Deshalb geniesse die Schweiz auch Freiheiten, wie sie momentan nur wenige andere Länder auf dem Kontinent lebten.

Einem Ende der Maskenpflicht für Geimpfte, wie das in den USA der Fall ist, steht er deshalb kritisch gegenüber. «Wir brauchen noch ein bisschen Geduld», sagte Berset.

Mit Blick auf die nächsten Lockerungsschritte Ende Mai sagte Berset aber, dass es in Restaurants sicherlich kein Covid-Zertifikat brauchen werde. Die epidemiologische Lage entspanne sich weiterhin, was erfreulich zu sehen sei. Mehrfach betonte er, dass auch regelmässige Flächentests in Unternehmen in der kommenden Phase von grosser Bedeutung seien. 

Der Gesundheitsminister besuchte am Montag das kantonale Corona-Impfzentrum in Schaffhausen sowie den Uhrenhersteller IWC. Anlässlich des Besuchs gab der Schaffhauser Gesundheitsdirektor Walter Vogelsanger bekannt, dass der Kanton ab Dienstag eine fünfte Impfstrasse im Corona-Impfzentrum eröffnet.

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  • 17.12 Uhr
    Die Impfstoff-Importe werden weiter steigen

    Die Lieferung von 870'000 Dosen in den letzten Tagen sei eine Steigerung, aber das gehe noch weiter, sagt Berset. Denn es sei erst Mai, und für Juni würden noch grössere Mengen an Impfstoff in der Schweiz erwartet.

    Der Schaffhauser Gesundheitsdirektor Vogelsanger ergänzt, dass man in Schaffhausen die Kapazitäten wegen der Lieferungen weiter ausbaue. Bisher habe man vier Impfstrassen in Betrieb gehabt, doch nun käme eine fünfte hinzu.

    Damit endet die Medienkonferenz zum Besuch von Bundesrat Alain Berset im Kanton Schaffhausen. Wir danken für die Aufmerksamkeit.

  • 17.08 Uhr
    Wackelt auch in der Schweiz der Öffnungsplan?

    In Grossbritannien besteht derzeit eine Ungewissheit bei den Öffnungen, da sich dort die indische Mutante von Covid-19 verbreitet. In der Schweiz sei das derzeit noch kein grosses Thema, sagt Berset. Die Zahlen dieser Variante seien sehr tief. Und bis zum Beweis des Gegenteils gehe man davon aus, dass die in der Schweiz eingesetzten Impfungen auch dagegen wirksam seien.

    Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit ergänzt. Derzeit gehe es nicht nur um eine, sondern um drei Varianten aus Indien, die derzeit kursierten. Man behalte die Situation hier im Blick, auch hinsichtlich möglicher Einreise-Beschränkungen für Reisende aus Grossbritannien.

  • 17.03 Uhr
    Fällt auch in der Schweiz die Maskenpflicht für Geimpfte?

    Den Schritt, den die USA nun unternehmen, sieht Berset kritisch. Es sei schwierig, die Maskenpflicht für Geimpfte abzuschaffen. Dazu müsste man ja wissen, wer geimpft ist. Und dann stelle sich auch die Frage, wie man mit Genesenen umgehe, die ja auch nicht mehr ansteckend seien.

  • 16.58 Uhr
    «Covid-Zertifikat wird eine Übergangslösung»

    Nun können die anwesenden Journalisten Fragen stellen. Die erste betrifft das Covid-Zertifikat: Ob sich hier der Aufwand überhaupt lohne? Schliesslich denke man in Israel schon wieder über dessen Abschaffung nach.

    Berset sagt, dass das geplante Zertifikat sowieso nur eine vorübergehende Lösung sei. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass sich das Reisen ins Ausland schon bald wieder völlig normalisieren werde. Und für Reisen sei ein Covid-Zertifikat sicherlich nützlich. Das geplante Zertifikat soll nicht den internationalen Impfpass ersetzen, denn dieser habe eine andere Funktion.

  • 16.55 Uhr
    Enorme logistische Herausforderung

    Berset lobt das steigende Impftempo in der Schweiz. Alleine in den letzten beiden Tagen seien 870'000 Impfdosen in der Schweiz eingetroffen, die nun zur Verimpfung an die Kantone verteilt würden. Die gesamte Impfkampagne stelle mit ihrer Grösse aber auch eine enorme logistische Herausforderung dar, so Berset. 

    Berset sagt auch noch etwas zum geplanten Covid-Zertifikat: «Wir arbeiten mit Hochtouren daran», sagt er. Wichtig sei, dass es sich dabei nicht um ein Impfzertifikat handle, sondern um die Bestätigung, dass eine Person nicht ansteckend sei – sei es, weil sie die Krankheit durchlitten hat, kürzlich getestet wurde oder bereits beide Impfungen erhalten hat.

    Bereits jetzt sei klar, dass es für den Besuch von Innenbereich von Restaurants, wie er ab dem 31. Mai wieder möglich sein dürfte, kein Covid-Zertifikat nötig sein werde.

  • 16.50 Uhr
    Dank für die gute Zusammenarbeit

    Nun ergreift Berset das Wort. Er bedankt sich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit mit den einzelnen Kantonen und den Austausch-Gremien. Man habe sich in Bern immer wieder gefragt, wie es die Schaffhauser im letzten Jahr vollbracht hätten, die Ansteckungszahlen so tief zu halten.

    Nun berichtet der Gesundheitsminister über seinen Besuch bei der Uhren-Herstellerin IWC. Das Unternehmen testet seine Angestellten regelmässig – die Erfahrungen hier seien wichtig, wenn man nun über ein Ende der Homeoffice-Pflicht nachdenke. 

  • 16.45 Uhr
    Besuch bei IWC

    Der Schaffhauser Regierungspräsident sagt vorab einige Worte zum Sitzungssaal, in dem das Gespräch stattfindet – schon seit über 600 Jahren wird dort getagt. Laut Vogelsanger hat Berset in Schaffhausen unter anderem die Uhren-Herstellerin IWC besucht, die in ihrem Unternehmen repetitive Tests einsetzt.

    Jetzt, da sich Lockerungen abzeichneten, sei es auch an der Zeit, die Krisenbewältigung kritisch zu hinterfragen. Vogelsanger sagt zudem, er sei froh, wenn die Vernehmlassungen des Bundes dann wieder mit normalen Fristen ablaufen. Und es sei erfreulich, dass sich die Lage nun weiter entspanne.

  • 16.40 Uhr
    Es geht los

    Nun sind die Politiker eingetroffen, Vize-Staatsschreiber Christian Ritzmann begrüsst die Anwesenden. Gastgeber ist der Schaffhauser Regierungspräsident und Gesundheitsdirektor Walter Vogelsanger. Als Erstes ergreift er das Wort.

    Walter Vogelsanger spricht vor den Medienvertretern.
    Screenshot Youtube
  • 16.30 Uhr
    Warten auf Berset

    Jeden Moment sollte Bundesrat Alain Berset vor die Medien treten. Zuvor hat er sich in der Stadt einen Überblick über die dortige Covid-Situation verschafft. Was genau dabei auf dem Programm stand, durfte der Kanton nicht vorab bekannt geben, wie Vize-Staatsschreiber Christian Ritzmann auf der Website des Kantons zitiert wird.

Ob in Basel-Land, Zürich, Graubünden oder im Thurgau: Während der Corona-Pandemie reist Alain Berset immer mal wieder in die Kantone, um sich vor Ort auszutauschen. Am heutigen Montag macht der Innenminister in Schaffhausen halt. Unter anderem stand dabei ein Augenschein im Impfzentrum Schloss Charlottenfels und der Uhren-Manufaktur auf dem Programm.

Ab 16.30 Uhr wird Berset an der Seite von Walter Vogelsanger, dem Präsidenten der Schaffhauser Regierung, vor die Medien treten. «blue News» wird die Pressekonferenz im Ticker begleiten.

Bundesrat Alain Berset besichtigt das Impfzentrum Schloss Charlottenfels, am Montag, 17. Mai 2021, in Schaffhausen. Bundesrat Berset besuchte den Kanton Schaffhausen im Zusammenhang mit der Situation um die Coronavirus Pandemie, Covid-19. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Bundesrat Alain Berset besichtigt das Impfzentrum Schloss Charlottenfels in Schaffhausen. 
Bild: Keystone/Ennio Leanza