Grünen-Präsident schliesst Angriff auf SP-Sitz im Bundesrat nicht aus

sda

30.11.2021 - 06:32

Balthasar Glaettli, Praesident Gruene Schweiz, spricht waehrend einer Medienkonferenz der ueberparteilichen Allianz fuer ein Ja zum Covid-19-Geset, am Donnerstag, 4. November 2021 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Balthasar Glättli, Präsident Grüne Schweiz. (Archivbild)
Bild: Keystone/Anthony Anex

Balthasar Glättli möchte mit den Grünen endlich in den Bundesrat einziehen. Der Grünen-Präsident schliesst auch einen Angriff auf einen der zwei SP-Sitze in der Landesregierung nicht aus, um dieses Ziel 2023 zu erreichen.

sda

30.11.2021 - 06:32

Laut Grünen-Parteipräsident Balthasar Glättli wollen die Grünen ab 2023 im Bundesrat vertreten sein. Einen Angriff auf einen der zwei SP-Sitze in der Landesregierung schloss Glättli in einem Interview nicht ganz aus, um dieses Ziel zu erreichen. «Wenn die SP nach den Wahlen 2023 schlechter dasteht als die FDP», würden die Grünen einen SP-Sitz angreifen, sagte Glättli in einem von den Zeitungen von CH Media am Dienstag veröffentlichten Streitgespräch mit FDP-Parteipräsident Thierry Burkart. Er beantwortete eine entsprechende Frage von Burkart.

Allerdings steht für Glättli nach wie vor ein Angriff auf einen FDP-Sitz im Vordergrund. Er sei überzeugt, dass die SP bei den nationalen Wahlen 2023 nicht schlechter dastehe als die FDP, sagte er. Die Grünen würden mit der SP dafür kämpfen, dass die «absolute Mehrheit» der Rechtsparteien im Bundesrat falle.

Bei der Zusammensetzung des Bundesrates zählten die realen Kräfteverhältnisse, sagte Burkart in dem Gespräch. Bei den Wahlen im Kanton Freiburg habe die FDP zwei Sitze gewonnen. Die SP hingegen habe sieben Sitze verloren, alle an die Grünen. «Es findet also eine Machtverschiebung innerhalb des linken Lagers statt.»



Grüne steigern Wähleranteil

Bei den Wahlen 2019 steigerten die Grünen ihren Wähleranteil um 61, Prozentpunkte auf 13,6 Prozent. Die FDP holte 15,1 Prozent und die SP 16,8 Prozent der Stimmen- beide Parteien haben zwei Sitze im Bundesrat. Die FDP verlor nach Angaben des Bundesamtes für Statistik gegenüber 2015 1,3 Prozentpunkte und die SP 2,0 Prozentpunkte.

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