Glarner bekommt auch in der SVP Gegenwind

toko

9.6.2019

Steht derzeit wegen eines Facebook-Posts massiv in der Kritik: SVP-Nationalrat Andreas Glarner.
Bild: Keystone/Alessandro Della Valle

SVP-Nationalrat Andreas Glarner wurde wegen eines Facebooks-Beitrags massiv kritisiert – nun kommt der Fall offenbar auch innerhalb seiner Partei auf die Agenda.

SVP-Nationalrat Andreas Glarner hat mit seinem Facebook-Post für grosses Aufsehen in der Schweiz gesorgt. Er prangerte eine Lehrerin im sozialen Netzwerk an – und veröffentlichte deren Telefonnummer gleich noch mit.

Dabei hatte die Lehrerin lediglich die Schulordnung umgesetzt, indem sie in einem Elternbrief darauf hinwies, dass muslimische Kinder während des aktuellen «Fests des Fastenbrechens» zu Hause bleiben können, ohne dafür einen sogenannten Jokertag einsetzen zu müssen.

Wegen des Postings wurde der Nationalrat bereits von allen Seiten massiv kritisiert. Dass die Sache auch seinen Kollegen in der Partei auf den Magen schlägt, dürfte klar sein.

Wie der «Blick» berichtet, wollen seine Parteifreunde die Sache nun offenbar bei der nächsten Fraktionssitzung besprechen. 

Wie es weiter heisst, wies SVP-Nationalrat Alfred Heer Glarner in aller deutlichkeit zurecht: «Kein Politiker sollte öffentlich eine Lehrerin an den Pranger stellen, die einfach ihren Job macht.» Die SVP-Spitze hingegen wolle sich bislang nicht äussern.


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