Hospitalisierungen

Jede fünfte Pflegestunde war für Covid-Patient*innen nötig

SDA/gbi

5.12.2022

Eine Patientin mit Long-Covid-Symptomen wird in Lugano behandelt.
Eine Patientin mit Long-Covid-Symptomen wird in Lugano behandelt.
Archivbild. Keystone

Wie aufwändig Corona-Intensivfälle sind, zeigen neue Zahlen des Bundes: Demnach machten Covid-Patient*innen 2021 nur 3 Prozent aller Spitaleinweisungen aus, zugleich aber 22 Prozent der Intensivpflege.

SDA/gbi

5.12.2022

Im vergangenen Jahr wurde bei rund 43'300 Hospitalisierungen eine Covid-19-Diagnose gestellt, wie das Bundesamt für Statistik BFS am Montag mitteilte. Im Jahr davor waren es 40'893 gewesen. In beiden Jahren machten die Hospitalisierungen drei Prozent aller Spitalaufenthalte aus, nahmen aber 22 Prozent der in der Intensivpflege verbrachten Stunden in Anspruch.

Über die Hälfte der Hospitalisierungen mit einer Covid-19-Diagnose ereigneten sich laut BFS auf dem Höhepunkt der zweiten Pandemiewelle zwischen Oktober 2020 und Februar 2021. 35 Prozent erfolgten in den drei darauffolgenden Wellen zwischen März und Dezember 2021.

Die Hospitalisierungen von Covid-19-Patientinnen und -Patienten während der ersten Welle der Pandemie und dem partiellen Lockdown im Frühjahr 2020 machten laut BFS lediglich zwölf Prozent aller Hospitalisierungen mit einer Covid-19-Diagnose in den Jahren 2020 und 2021 aus.

Die mit einer Covid-19-Diagnose hospitalisierten Personen seien mehrheitlich männlich (55,6 Prozent) und die Hälfte der hospitalisierten Covid-19-Patientinnen und Patienten mindestens 70 Jahre alt gewesen. In sechs von zehn Fällen war die Hauptdiagnose bei der Hospitalisierung gemäss BFS eine Krankheit des Atmungssystems, meistens eine Lungenentzündung.

Elf Prozent der mit einer Covid-19-Diagnose hospitalisierten Menschen sind im Spital gestorben, wie das BFS weiter schreibt. Bei den Hospitalisierungen mit Intensivpflege sei die Sterberate doppelt so hoch gewesen.

1400 Menschen mit Impf-Nebenwirkungen im Spital 

Zudem sind in der Schweiz zwischen März und Dezember 2021 rund 1400 Menschen wegen Impf-Nebenwirkungen hospitalisiert worden. Über die Hälfte dieser Spitaleinweisungen ereigneten sich zwischen April und Juli 2021 auf dem Höhepunkt der Impfkampagne, wie das BFS weiter mitteilte. 

Als Hauptdiagnose wurden in jedem vierten Fall Fieber, eine Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens oder Unwohlsein gestellt. Bei einem weiteren Viertel der Fälle waren die Hauptdiagnosen Krankheiten des Kreislaufsystems wie Myokarditis und Perikarditis sowie Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt.

Bei Menschen unter 50 Jahren waren Krankheiten des Kreislaufsystems die häufigste Ursache für eine Hospitalisierung, die auf unerwünschte Nebenwirkungen einer Covid-19-Impfung zurückzuführen war. Dabei handelte es sich um 37 Prozent der Fälle.