Überblick

In Zukunft doppelter Mund-Nasen-Schutz?

Agenturen/red

11.2.2021 - 22:00

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das BAG meldet 1356 Neuinfektionen bei 34'964 Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von 3,9 Prozent. 22 Personen sind an Covid-19 gestorben, 66 wurden hospitalisiert. 
  • Die brasilianische Coronavirus-Variantewurde ist nun auch in Genf nachgewiesen.
  • Task Force des Bundes: Zurzeit gibt es keine Medikamente gegen Covid-19, die die Hospitalisierungsrate senken oder den Krankheitsverlauf nach dem Spitaleintritt radikal beeinflussen.
  • In den USA können Geimpfte die Quarantäne überspringen. Bisher erhielten zehn Prozent der Einwohner zumindest die erste Dosis.
  • Deutschland verschärft die Reisewarnung für China wegen der drastischen Zwangsmassnahmen der Volksrepublik.

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 539’474; davon gelten 317’600 Personen als genesen. 9716 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 107’604’083, die Zahl der Toten auf 2’361’485.

Ergebnisse aktueller Studien und Untersuchungen

Laut Task Force des Bundes gibt es mehrere Medikamente zur Behandlung von Covid-19, aber nur bei wenigen lässt sich eine deutliche Auswirkung auf die Sterblichkeit nachweisen. In internationalen Grossstudien habe Remdesivir zu einer Verbesserung des klinischen Zustandes geführt, jedoch keinen Einfluss auf die Mortalität gehabt.

Die vorsorglich aufgrund eines möglichen Schimmelpilzbefalls zurückgerufenen Schutzmasken des Bundes sind «absolut unbedenklich» sagt der Chef der Armeeapotheke. Analysen zeigten mikrobiologische Befunde «unterhalb des Grenzwerts».

Alle derzeit kursierenden neuen Coronaviren passen Berechnungen eines britischen Mathematikers zufolge locker in eine Cola-Dose.

Die US-Seuchenbehörde CDC hat in einer Studie belegt, dass eine dreilagige Stoffmaske über einer chirurgischen Einwegmaske getragen 92,5 Prozent der Partikel, die der Träger beim Husten abgibt, nicht durchlässt.

22.00 Uhr: Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker

21.39 Uhr: US-Behörde empfiehlt doppelten Mund-Nasen-Schutz

Die US-Seuchenbehörde CDC hat in einer Studie belegt, dass eine dreilagige Stoffmaske über einer chirurgischen Einwegmaske getragen 92,5 Prozent der Partikel, die der Träger beim Husten abgibt, nicht durchlässt. Bei einer OP-Maske alleine waren es nur 42 Prozent, bei einer Stoffmaske rund 44 Prozent. Die übereinander getragenen Masken wehrten in den Untersuchungen darüber hinaus 83 Prozent Aerosole ab, die eine ruhig atmende, unmaskierte Person in einem kleinen Raum abgab. Wenn beide Personen doppelte Masken trugen, wurden sogar rund 96 Prozent der Arosole abgefangen.

Voraussetzung für die verbesserte Wirksamkeit sei allerdings ein korrekter Sitz der Masken, berichteten die Experten laut «Welt». Auch ein seitliches Verknoten erhöhe die Schutzfunktion. Allerdings funktioniere das nicht bei jedem Maskentyp.

20.35 Uhr: Corona-Varianten in Frankreich

Die ansteckendere Coronavirus-Variante aus Grossbritannien ist nach Schätzungen der Regierung aktuell für 20 bis 25 Prozent der Corona-Infektionen in Frankreich verantwortlich. Die südafrikanische und brasilianische Variante seien landesweit hingegen nur für etwa 4 bis 5 Prozent der Infektionen verantwortlich, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend. Besonders viele Fälle gebe es im Département Moselle an der deutschen Grenze. Dort seien innerhalb der vergangenen vier Tage rund 300 Fälle identifiziert worden, die auf die brasilianische und südafrikanische Variante zurückgehen. 

Premierminister Jean Castex kündigte unterdessen an, nach dem Ende der Ferien an Grundschulen zunächst rund 200'000 Speicheltests pro Woche einzusetzen, um die Ausbreitung der Epidemie dort zu überwachen. Diese Speichel-PCR-Tests seien besonders geeignet, wenn Tests regelmässig wiederholt werden müssten, hatte die Hohe Gesundheitsbehörde zuvor erklärt.

19.44 Uhr: Kokes – Besuchskontakte ermöglichen

Minderjährige Kinder, deren Eltern getrennt leben, sollen trotz Beschränkungen wegen des Coronavirus den Kontakt zu Mutter und Vater halten können. Die Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz (Kokes) hat ihre Empfehlungen für die Umsetzung der Besuchskontakte überarbeitet.

Bei Eltern, Behörden und Institutionen gebe es Verunsicherung, ob und wie die Besuchsrechtsregelungen in der Pandemie umgesetzt werden könnten, schrieb die Kokes am Donnerstag. Das Bundesamt für Gesundheit hält fest, dass sich Patchworkfamilien mit mehr als fünf Mitgliedern trotz «Fünferregel» für private Anlässe sehen dürfen.

Unzulässig ist es laut Kokes, ein Treffen von einem negativen Coronatest abhängig zu machen. Bei einer Erkrankung oder bei behördlich angeordneter Isolation oder Quarantäne oder wenn für den Kontakt eine zurzeit nicht mögliche Auslandreise nötig ist, müssten Alternativen gesucht werden, etwa über Telefon oder Videoanruf.

19.28 Uhr: Fortschritte gegen Kinderarbeit in Amerika gefährdet

Bis zu 300'000 Kinder könnten in Lateinamerika und der Karibik nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wegen der Coronavirus-Pandemie in die Kinderarbeit abrutschen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Gesundheitskrise könnten die Region in dieser Hinsicht um ein Jahrzehnt zurückwerfen, nach zuvor 25 Jahren des Fortschritts, warnte der Regionalchef der UN-Agentur, Vinícius Pinheiro, am Donnerstag in einer Online-Konferenz. Anlass war der Beginn des Internationalen Jahres für die Abschaffung der Kinderarbeit.

19.13 Uhr: Kalifornien hat mehr Corona-Tote als New York

Der US-Staat Kalifornien hat inzwischen mehr Tote mit dem Coronavirus zu beklagen als New York. Die Zahl der Todesopfer mit dem Virus in Kalifornien stieg am Donnerstag auf 45'506, wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität hervorging. Demnach wurde Kalifornien der US-Staat mit den meisten Todesfällen mit dem Virus. New York hatte der Zählung zufolge 45'378.

18.37 Uhr: Deutschland schliesst Grenzen für Tschechien und Tirol

Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien und das österreichische Bundesland Tirol als Mutationsgebiete ausgewiesen. Damit dürfen Tschechen und Österreicher mit Wohnsitz in Tirol nicht mehr nach Deutschland einreisen. Laut «Bild» soll die Regelung ab Sonntag gelten.

18.12 Uhr: Kein Covid-Medikament reduziert Hospitalisierungsrate

Nur bei wenigen Medikamenten lässt sich eine deutliche Auswirkung auf die Sterblichkeit bei Covid-19 nachweisen. (Symbolfoto)
Nur bei wenigen Medikamenten lässt sich eine deutliche Auswirkung auf die Sterblichkeit bei Covid-19 nachweisen. (Symbolfoto)
Bild: KEYSTONE/Nariman El-Mofty

Zurzeit gibt es keine Medikamente gegen Covid-19, die die Hospitalisierungsrate senken oder den Krankheitsverlauf nach dem Spitaleintritt radikal beeinflussen. Zu diesem Schluss kommt die wissenschaftliche Task Force des Bundes in ihrer aktualisierten Bewertung von Arzneimitteltherapien gegen Covid-19.

Es gebe mehrere Medikamente zur Behandlung von Covid-19, aber nur bei wenigen lasse sich eine deutliche Auswirkung auf die Sterblichkeit nachweisen, teilte die Task Force am Donnerstag mit. Dexamethason habe eine signifikante Reduktion der Sterblichkeit bewirkt bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Erkrankung, die Sauerstoff benötigten.

In internationalen Grossstudien habe Remdesivir zu einer Verbesserung des klinischen Zustandes geführt, jedoch keinen Einfluss auf die Mortalität gehabt. Wie sich Immunmodulatoren und antikörperbasierte Therapien in die Behandlung einfügen, muss laut Task Force noch definiert werden.

Zurzeit würden Studien zur Postexpositionsprophylaxe oder zur ambulanten Behandlung von Patienten mit antiviralen Medikamenten oder monoklonalen Antikörpern laufen, bei denen Colchicin bei Patienten mit leichter Erkrankung die Notwendigkeit eines Spitalaufenthalts zu reduzieren scheine.

17.35 Uhr: Slowenien weicht den harten Lockdown auf

Das EU-Land Slowenien, das von der Corona-Pandemie schwer betroffen ist, zuletzt aber bessere Daten aufwies, weicht seinen harten Lockdown auf. Ab kommendem Montag dürfen sich die Bürger wieder uneingeschränkt zwischen den einzelnen Gemeinden und Regionen bewegen, teilte Innenminister Ales Hojs in Ljubljana mit.

Seit Oktober durfte man die eigene Gemeinde oder Region nur unter bestimmten Bedingungen verlassen, etwa aus beruflichen Gründen. Die Gemeindegrenze hinter sich lassen durfte auch, wer Erholung suchte oder sich sportlich betätigen wollte – allerdings nur innerhalb der eigenen Region.

Ausserdem sollen ab Montag nach vier Monaten Pause wieder alle Grundschüler in die Schule gehen können. Auch für Abiturienten gibt es wieder Präsenzunterricht. In Geschäften und Läden, die nicht der Deckung des täglichen Bedarfs dienen, kann ab Montag gleichfalls wieder uneingeschränkt eingekauft werden.

Sloweniens Bürger können sich wieder frei zwischen den Regionen bewegen (Archivbild).
Sloweniens Bürger können sich wieder frei zwischen den Regionen bewegen (Archivbild).
AP Photo/Darko Bandic

17 Uhr: Innert einer Woche 13 Prozent weniger Infektionen

Trotz der weiter zunehmenden Ansteckungen mit Mutationen des Coronavirus sind die Infektionen in der Woche vom 1 bis 7. Februar um 13 Prozent gesunken. In der fünften Kalenderwoche von 2021 registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 10'028 Fälle nach 11'529 in der Vorwoche.

Damit verlangsamte sich der Rückgang der Neuinfektionen wieder etwas, wie dem BAG-Wochenbericht zu entnehmen ist. In der Einschätzung der Lage bleibt das Amt vorsichtig. Die zunehmend entdeckten Ansteckungen mit Sars-Cov-2-Varianten würden nach wissenschaftlichen Erkenntnisse eine Zunahme der Fälle erwarten lassen. Die Mutationen sind ansteckender. Für das BAG bleibt die Lage deshalb schwer einzuschätzen, wie es schreibt.

Die Fälle pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner lagen in den Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein zwischen 41 im Kanton Obwalden und 190 im Wallis. Landesweit registrierten die Behörden zwischen dem 1. und 7. Februar 133,2 Ansteckungen auf 100'000 Einwohner. In der Vorwoche hatte die Kennzahl noch bei 156,5 gelegen.

Innert einer Woche gab es in der Schweiz trotz der Virusmutationen 13 Prozent weniger Ansteckungen (Themenbild).
Innert einer Woche gab es in der Schweiz trotz der Virusmutationen 13 Prozent weniger Ansteckungen (Themenbild).
KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

16.20 Uhr: Alle Coronaviren weltweit passen in Cola-Dose

Alle derzeit kursierenden neuen Coronaviren passen Berechnungen eines britischen Mathematikers zufolge locker in eine Cola-Dose. Die zu einem einzigen aktuellen Zeitpunkt zirkulierenden Erreger Sars-CoV-2 hätten zusammengepfercht ein Volumen von rund 160 Millilitern und würden damit eine gängige Coladose, die in der Regel 330 Milliliter fasst, nicht einmal annähernd ausfüllen, schreibt Christian Yates von der Universität Bath im Online-Magazin «The Conversation».

Um zu diesem Schluss zu kommen, stellt Yates einen komplizierten Rechenweg auf, den er in seinem Gastbeitrag und in einem Video jedoch nachvollziehbar erklärt. Darin fliessen die geschätzte Zahl der weltweit gleichzeitig Infizierten, die durchschnittliche Viruslast pro Infektion sowie die Grösse des Virus mit ein. Den Durchmesser des Covid-19-Erregers berechnet er mit 100 Nanometern – milliardstel Meter.

«Dies ist eine Schätzung basierend auf den vernünftigsten Annahmen, aber ich gebe gerne zu, dass sie sicher an einzelnen Stellen verbessert werden kann», räumt Yates ein. Präziser als die Schätzung seiner Partnerin sei die Berechnung allemal: «Meine Frau hat vermutet, es sei entweder das Volumen eines olympischen Schwimmbeckens oder das eines Teelöffels», so der Mathematiker.

Alle derzeit kursierenden neuen Coronaviren passen Berechnungen eines britischen Mathematikers zufolge locker in eine Cola-Dose.
Alle derzeit kursierenden neuen Coronaviren passen Berechnungen eines britischen Mathematikers zufolge locker in eine Cola-Dose.
Daniel Karmann/dpa

15.37 Uhr: Brasilianische Variante in Genf nachgewiesen

In der Schweiz sind bisher 5311 Fälle mit den mutierten Coronavirus-Varianten entdeckt worden. Nach einer Ansteckung in Zürich sind nun auch in Genf zwei positive Tests mit der brasilianischen Variante nachgewiesen worden. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Von den 5311 Fällen entfielen 2064 auf die britische Variante, 83 auf die südafrikanische und drei auf die brasilianische. In 3161 Fällen war keine klare Zuweisung möglich. Innert Wochenfrist stieg die Zahl der nachgewiesenen mutierten Fälle um 2047. Das entspricht einer Zunahme in diesem Zeitraum um fast 63 Prozent.

Am Mittwoch hatte das BAG noch 4785 Ansteckungen von mutierten Viren gemeldet, am Dienstag 4411, am Montag 4138, am Sonntag 4089 und am Samstag 3916. Die Zunahme der mutierten Fälle steigt im Gegensatz zum alten bekannten Virenstamm exponentiell. Experten gehen davon aus, dass die mutierten Varianten bisher bereits bis zu 40 Prozent der bestätigten Fälle ausmachen.

Labor-Mitarbeiteitende verarbeiten Corona-Proben im Zentrallabor des Stadtspitals Triemli. (Archiv)
Labor-Mitarbeiteitende verarbeiten Corona-Proben im Zentrallabor des Stadtspitals Triemli. (Archiv)
Bild: Keystone

15.25 Uhr: WHO warnt Europa vor «falschem Gefühl der Sicherheit»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen in vielen Staaten Europas vor verfrühten Lockerungen gewarnt. Die zunehmende Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Virus dürfe nicht aus dem Blick geraten, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge am Donnerstag in Kopenhagen. Derzeit bleibe «die überwältigende Mehrheit der europäischen Staaten weiterhin anfällig». Es sei nur ein kleiner Schritt zwischen der Hoffnung auf das Impfen und einem falschen Gefühl der Sicherheit».

Laut WHO erhielten in 29 Staaten der WHO-Region Europa, zu der auch einige zentralasiatische Staaten gehören, bislang 7,8 Millionen Menschen die beiden für eine Immunität nötigen Corona-Impfdosen. Dies entspreche lediglich 1,5 Prozent der Bevölkerung der betroffenen Staaten. «Impfungen sind entscheidend, aber bisher reichen sie nicht aus um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen», sagte Kluge.

Der WHO-Europadirektor warnte davor, Corona-Beschränkungen vorschnell zu lockern. Immer wieder habe es bereits Fälle gegeben, in denen Länder zu schnell gelockert und das bereits Erreichte dadurch verspielt hätten. Wenn die Verbreitung des Virus nicht eingedämmt werde, könnten sich neue Mutationen ausbreiten, die die Wirksamkeit der Impfstoffe mindern könnten.

14.54 Uhr: Lust auf Snacks beschert Pepsi ein Umsatzplus

Der Getränke- und Lebensmittelriese Pepsi hat dank der hohen Nachfrage nach Chips und anderem Knabberzeug ein merkliches Umsatzwachstum im Corona-Jahr 2020 erzielt. Die Erlöse kletterten verglichen mit dem Vorjahr um fünf Prozent auf 70,4 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Deutlich stärker als das Softdrink-Kerngeschäft wuchsen in der Krise die Snack-Sparte Frito-Lays und die Tochter Quaker Foods North America, die etwa Haferflocken, Müsli-Riegel und Reis-Cracker anbietet. Dennoch verdiente Pepsi wegen höherer Kosten weniger, der Jahresgewinn sank 2020 von 7,3 Milliarden auf 7,1 Milliarden Dollar.

14.23 Uhr: Bombardier stellt Learjet-Produktion ein

Der kanadische Flugzeugbauer Bombardier verabschiedet sich von einem seiner bekanntesten Modelle. Nach fast sechs Jahrzehnten soll die Produktion des Privat- und Geschäftsflugzeugs Learjet im vierten Quartal 2021 beendet werden, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. «Angesichts der zusehends herausfordernden Marktentwicklung haben wir diese schwierige Entscheidung getroffen», erklärte Vorstandschef Éric Martel.

Dem Unternehmen zufolge wurden seit der Einführung des Privatjets im Jahr 1963 weltweit mehr als 3000 Maschinen ausgeliefert. Bombardier wolle sich auf seine profitableren Geschäftsflugzeugmodelle der Challenger- und Global-Baureihen konzentrieren.

Bombardier steckt schon länger in den roten Zahlen, die Coronavirus-Pandemie sorgt für zusätzlichen Druck. Der Konzern will die Kosten bis 2023 jährlich um 400 Millionen Dollar senken. Teil des Sparprogramms ist auch die Streichung von rund 1600 Jobs.

Der Learjet 60 XR wird eingemottet.
Der Learjet 60 XR wird eingemottet.
Bild: Keystone/EPA

13.32 Uhr: BAG meldet 1356 Neuinfektionen und 22 Tote

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag 1356 Coronavirus-Ansteckungen bei 34'964 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 3,9 Prozent. 22 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 66 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

Insgesamt wurden bis am Sonntagabend 696'700 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 413'698 Dosen bereits verabreicht.

12.59 Uhr: Astrazeneca will Impfstoff auf Herbst anpassen

Der britische Pharmakonzern Astrazeneca will bereits im kommenden Herbst die nächste Generation seines Corona-Impfstoffes ausrollen, der noch besser vor kursierenden Virusvarianten schützen soll. Im Frühjahr sollten klinische Tests mit diesen Impfungen beginnen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. In sechs bis neun Monaten könne dann voraussichtlich die Massenproduktion starten.

Auch der derzeit bereits in der EU, Grossbritannien und vielen anderen Ländern eingesetzte Astrazeneca-Impfstoff, den der Konzern gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat, soll prinzipiell wirksam gegen Varianten sein. Allerdings belegte eine Studie kürzlich, dass er bei der zunächst in Südafrika entdeckten Variante wohl weniger vor milden und schweren Verläufen von Covid-19 schütze. Bei anderen Corona-Varianten ist zudem teilweise noch ungeklärt, inwieweit sie sich der Wirkung bereits verfügbarer Impfstoffe entziehen können.

Covid-Impfstoff von Astrazeneca lagert in einem Kühlschrank. (Symbolbild)
Covid-Impfstoff von Astrazeneca lagert in einem Kühlschrank. (Symbolbild)
Bild: Keystone

12.30 Uhr: Zurückgerufene Masken «unbedenklich»

Die vorsorglich aufgrund eines möglichen Schimmelpilzbefalls zurückgerufenen Schutzmasken des Bundes sind «absolut unbedenklich», wie Daniel Aeschbach, Chef der Armeeapotheke, vor den Medien sagte. Analysen zeigten mikrobiologische Befunde «unterhalb des Grenzwerts». Die Masken seien trotzdem noch nicht verwendbar, weil sie zuerst von einem Prüfinstitut in Deutschland neu zertifiziert werden müssten, sagte Aeschbach.

Der Bund hatte am 9. Juli 2020 vorsorglich drei Typen von Schutzmasken zurückgerufen, die die Armeeapotheke im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) an alle Kantone zur Weiterverteilung an das Gesundheitswesen und den Bevölkerungsschutz geliefert hatte.

Auslöser des Rückrufs waren Informationen des Labors des Genfer Universitätsspitals (HUG) gewesen, wonach in Proben der Schutzmasken unter anderem des Bundes eine mikrobiologische Verunreinigung mit Schimmelpilz festgestellt worden war. Der Bund bot den Kantonen und weiteren Bezügern nach dem Rückruf kostenlosen Ersatz an.

11.24 Uhr: 50'000 Personen in der Schweiz zweimal geimpft 

Die Impfzahlen in der Schweiz steigen: Laut dem Bund sind aktuell rund 500'000 Personen gegen das Coronavirus geimpft. 50'000 Personen davon hätten eine zweite Dosis verabreicht bekommen. Das sagte Nora Kronig, Vizedirektorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), am Donnerstag in einem Lagerapport, in dem die Logistikbasis der Armee mit ihren Partnern von Bund und Kantonen die aktuelle Situation der Impflogistik bespricht. Dieser war teilweise für die Medienschaffenden verfolgbar.

«Wir können stolz sein im internationalen Vergleich», sagte Kronig. Positiv wertete sie auch die interkantonale Umverteilung von Impfdosen, damit die Zweitimpfung in acht Kantonen sichergestellt werden konnte. Eine Herausforderung bleiben laut Kronig die aktuellen Lieferengpässe. Der Bund hoffe aber auf eine baldige Kehrtwende: «Wir werden die geforderte Hürde ganz sicher gemeinsam meistern können.»

Das Impfzentrum in Sitten am 2. Februar in Sitten. 
Das Impfzentrum in Sitten am 2. Februar in Sitten. 
Bild: Keystone

11 Uhr: Weiterhin reduzierter Präsenzunterricht in Zürich

Die Zürcher Bildungsdirektion hat die Corona-Massnahmen für die kantonalen Mittelschulen bis zum 15. März verlängert. Der Präsenzunterricht wird so lange nur reduziert geführt, wie die Bildungsdirektion am Donnerstag mitteilte.

Seit Anfang Februar haben die Mittelschulen die Anzahl der gleichzeitig auf dem Areal anwesenden Schülerinnen und Schüler gegenüber dem Normalbetrieb um die Hälfte reduziert. Diese Schutzmassnahme wegen der ansteckenderen Virusvarianten gilt neu bis Mitte März.

Ganz zu Hause arbeiten werden die Mittelschülerinnen und Mittelschüler in der Woche der zentralen Aufnahmeprüfungen, wenn sich zahlreiche Prüflinge auf den Schularealen aufhalten werden. Die Aufnahmeprüfungen finden vom 8. bis 10. März statt.

10.52 Uhr: BAK-Chefin gegen pauschale Entschädigung für Kulturschaffende 

Isabelle Chassot, die Chefin des Bundesamtes für Kultur, bekräftigt in einem Interview die Ablehnung eines befristeten Grundeinkommens für Kulturschaffende als Entschädigung in der Corona-Krise. Lanciert wurde diese Idee von der Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP). «Es ist klar, dass das Modell mit der jetzigen Rechtslage nicht vereinbar ist», sagt Chassot in einem Interview, welches am Donnerstag im «Tages-Anzeiger» erschien.

Das von Fehr Mitte Januar präsentierte Entschädigungsmodell sieht vor, dass Kulturschaffende, die wegen der Corona-Pandemie in Not sind, befristet bis Ende April ein monatliches Ersatzeinkommen von maximal 3840 Franken bekommen können. Die Entschädigung solle möglichst unbürokratisch und rasch fliessen.

Bei den zuständigen Stellen beim Bund hat man die Rechtmässigkeit von Fehrs Vorschlag offenbar anders beurteilt. Eine pauschale Entschädigung sei rechtlich nicht möglich. «Wir können von den Kulturschaffenden erwarten, dass sie ihre Ertragsausfälle plausibel machen», sagt Chassot im Interview. Der Kanton könnte die von Fehr vorgeschlagene Entschädigung der Kulturschaffenden grundsätzlich auch ohne den Bund umsetzen. Er müsste dann aber auch die Kosten alleine tragen.

Viele Theaterbühnen und andere Kultureinrichtungen bleiben aufgrund der Corona-Pandemie leer. Ein Vorschlag der Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) zur Entschädigung von Kulturschaffenden stösst beim Bund auf Widerstand. (Symbolbild)
Viele Theaterbühnen und andere Kultureinrichtungen bleiben aufgrund der Corona-Pandemie leer. Ein Vorschlag der Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) zur Entschädigung von Kulturschaffenden stösst beim Bund auf Widerstand. (Symbolbild)
Bild: Keystone

10.31 Uhr: Fallzahlen in den USA weiter rückläufig

In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig. Mit 93'166 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden rund 28'000 weniger als am selben Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 300'282 neuen Fällen gemeldet.

Am Mittwoch verzeichneten die Behörden zudem 3219 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion. Am selben Tag in der Vorwoche waren es noch 3912. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4432 Toten registriert.

Angesichts sinkender Zahlen haben einige Gliedstaaten Lockerungen ihrer Corona-Auflagen angekündigt. New York wird nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo seine Stadien ab Ende Februar wieder für Grossveranstaltungen öffnen. Grundlage dafür sei, dass die individuellen Pläne der Veranstalter zur Vermeidung von Infektionen von der zuständigen Gesundheitsbehörde abgesegnet würden.

Da sich mutierte Varianten des Coronavirus weiter im Land ausbreiten, warnen einige Experten jedoch vor einer neuen Welle. Landesweit sind nach jüngsten Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC zwischen ein und vier Prozent der Fälle auf die zunächst in Grossbritannien gefundene Variante B.1.1.7 zurückzuführen. CDC-Direktorin Rochelle Walensky riet zuletzt von jeglicher Lockerung von Corona-Massnahmen ab.

Eine Covid-Patientin unterhält sich in einem Spital in Seattle, US-Bundesstaat Washington mit einer Pflegekraft. (Archiv)
Eine Covid-Patientin unterhält sich in einem Spital in Seattle, US-Bundesstaat Washington mit einer Pflegekraft. (Archiv)
Bild: Keystone

9.47 Uhr: Aargau weitet Maskenpflicht an Schulen aus

Der Kanton Aargau weitet die Maskenpflicht auf die 5. und 6. Primarklasse aus. Damit können laut Behörden die Übertragungen reduziert, der Schutz von Schülern sowie Lehrpersonen erhöht und Schulschliessungen vermindert werden. Fünf andere Kantone kennen bereits eine solche Maskenpflicht.

Die generelle Maskenpflicht gilt vom 22. Februar an, wie das kantonale Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Donnerstag mitteilte. Schulen, die nach den Sportferien früher ins neue Semester starten, können die Maskenpflicht vom ersten Schultag an umsetzen. Für die Beschaffung und Finanzierung der Masken sind die Trägergemeinden zuständig.

Die Dynamik der Pandemie habe sich verändert, begründet das BKS die Maskenpflicht. Im Zusammenhang mit den seit Ende Dezember auftretenden Virusmutationen werde eine erhöhte Übertragbarkeit in allen Altersgruppen beobachtet.

Bisher kam es an drei Schulstandorten im Aargau zu Ausbruchssituationen mit diesen neuen Virusmutationen, zwei davon an Primarschulen. Zur Verhinderung der Virusausbreitung müssen in diesen Fällen teilweise ganze Schulen geschlossen und breitflächige Tests durchgeführt werden.

Schülerinnen und Schüler einer sechsten Klasse tragen im Unterricht Gesichtsmasken. 
Schülerinnen und Schüler einer sechsten Klasse tragen im Unterricht Gesichtsmasken. 
KEYSTONE

9.43 Uhr: Armeeapotheke gibt sich gute Noten

Die Armeeapotheke gibt sich eine genügende Note für ihre Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Insgesamt habe sie ihre Aufgabe erfüllt und «einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, Menschenleben zu schützen», heisst es in einer Mitteilung der Armee.

Im März 2020 sei die Armeeapotheke vom Bundesrat als zusätzliche Aufgabe mit der Beschaffung und Bevorratung von medizinischen Schutzgütern für das Gesundheitswesen beauftragt worden. Das Beschaffungsvolumen habe sich innert Tagen um das 150-Fache vervielfacht, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Und: «Der Auftrag konnte insgesamt erfüllt werden.»

Nun gehe es darum, Lehren zu ziehen und die Armeeapotheke in Richtung einer Einsatzorganisation weiterzuentwickeln. Im Sinne der Transparenz würden ab diesem Donnerstag relevante Dokumente im Internet publiziert.

Divisionär Thomas Kaiser, Chef Logistikbasis der Armee LBA, spricht während einer Medienkonferenz zum Thema Armeeapotheke im Einsatz während der Coronavirus-Pandemie am 11. Februar 2021 in Bern. 
Divisionär Thomas Kaiser, Chef Logistikbasis der Armee LBA, spricht während einer Medienkonferenz zum Thema Armeeapotheke im Einsatz während der Coronavirus-Pandemie am 11. Februar 2021 in Bern. 
Bild: Keystone

9.26 Uhr: Astrazeneca verdoppelt Gewinn

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat seinen Gewinn im Corona-Jahr 2020 verdoppelt. Unter dem Strich stand 2020 ein Plus von 3,2 Milliarden Dollar (2,85 Milliarden Franken), wie Astrazeneca am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr demnach im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 26,6 Milliarden Dollar.

Astrazeneca gehört zu den Unternehmen, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt haben. In mehreren europäischen Ländern ist das mit der Universität Oxford entwickelte Vakzin allerdings bislang nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen. Die zuständigen Aufsichtsbehörden verweisen darauf, dass belastbare Daten für die Wirksamkeit des Impfstoffs bei älteren Menschen fehlten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt den Impfstoff dagegen auch bei Menschen über 65 Jahren.

8.57 Uhr: Erste Kindergärten und Schulen in Israel öffnen 

Nach wochenlanger Schliessung in der Corona-Krise haben in Israel erste Kindergärten und Schulen seit Donnerstag wieder geöffnet. Zunächst dürfen Kindergärten sowie erste bis vierte Schulklassen in Orten mit niedrigen Infektionszahlen wieder den Präsenzunterricht aufnehmen. Schrittweise sollen ältere Schüler folgen. Orientiert wird sich dabei neben den lokalen Infektionszahlen auch an der Impfdichte. Die Regierung hatte am Sonntag mit dem Ausstieg aus einem seit Ende Dezember geltenden Lockdown begonnen.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land läuft eine massive Impfkampagne. Bislang erhielten rund 3,7 Millionen Menschen eine Erstimpfung, davon bekamen etwa 2,3 Millionen auch die zweite Dosis. Die Regierung bemüht sich, der Kampagne nach einem Rückgang der Impfbereitschaft neuen Schwung zu verleihen.

Schülerinnen und Schüler in Herzliya, Israel, gehen am 11. Februar in die Schule. 
Schülerinnen und Schüler in Herzliya, Israel, gehen am 11. Februar in die Schule. 
Bild: Keystone

7.43 Uhr: EU-Behörde fordert Daten zum Impfschutz bei Mutationen 

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Impfstoffhersteller aufgefordert, Daten über den Schutz ihrer Vakzine vor Coronavirus-Mutanten zu übermitteln. Die EMA «entwickelt einen Leitfaden für Hersteller, die Änderungen an den bestehenden Covid-19-Impfstoffen planen, um die neuen Virusvarianten zu bekämpfen».

Dies gab die Agentur mit Sitz im niederländischen Amsterdam am Mittwochabend bekannt. Weltweit steigt derzeit die Angst vor der starken Ausbreitung von Mutanten, die infektiöser sind als das bisherige Virus und möglicherweise nicht auf Impfungen ansprechen.

Die EMA forderte nach eigenen Angaben alle Impfstoffentwickler auf, «zu untersuchen, ob ihr Impfstoff Schutz gegen neue Varianten bieten kann». Dies schliesse die Mutanten ein, die in Grossbritannien, Südafrika und Brasilien entdeckt wurden, hiess es in einer Erklärung.

6.57 Uhr: Fasnachtsauftakt in Luzern auf Sparflamme

In Luzern ist am Schmutzigen Donnerstag um 5 Uhr das Coronavirus-bedingte Veranstaltungsverbot weitestgehend befolgt worden. Wo sonst Tausende den Fasnachtsbeginn feiern, haben sich am Morgen laut der Nachrichtenagentur Keystone-SDA etwa 100 Personen versammelt.

Zwischen 20 und 30 Fasnachtsbegeisterte waren zudem verkleidet gewesen. Die Luzerner Fasnacht beginnt normalerweise mit dem Urknall, der Ankunft der Fritschifamilie am Schweizerhofquai und dem anschliessenden Orangenwerfen auf dem Kapellplatz. Vergangenes Jahr wohnten 13'000 Personen dem Spektakel bei.

Dieses Jahr mussten die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler auf Geheiss der Behörden aber quasi ausschlafen. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden alle offiziellen Anlässe und Umzüge abgesagt. Die Luzerner Polizei kündigte im Vorfeld an, dass sie das Veranstaltungsverbot streng auslegt.

Die Sicherheitskräfte waren am Donnerstagmorgen in Luzern in mehreren kleineren Grüppchen von zwei bis drei Personen vertreten. Anfangs wurden laut den Beobachtungen zahlreiche Passanten strikt kontrolliert. Danach zog sich die Polizei aber für rund eine Stunde in eine passive Rolle zurück und beobachtete das Treiben bloss. Allerdings wiesen die Beamten ab etwa 5:30 Uhr die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler weg, und baten sie in freundlichem Ton, doch nach Hause zu gehen.

Trotz Coronavirus: Einige Personen haben es sich am frühen Donnerstagmorgen nicht nehmen lassen, in Luzern den Beginn der Fasnacht zu begehen.
Trotz Coronavirus: Einige Personen haben es sich am frühen Donnerstagmorgen nicht nehmen lassen, in Luzern den Beginn der Fasnacht zu begehen.
Bild: Keystone

6.25 Uhr: Mehr als 10'000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 10'200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 10'237 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2'310'233.

Nach Angaben des RKI wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 666 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 63'635. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 2,087 Millionen.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter zurück und lag bei 64,2. Am Vortag hatte sie bei 68,0 gelegen. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken.

5.35 Uhr: In den USA sind zehn Prozent geimpft

In den USA ist inzwischen jeder Zehnte gegen das Coronavirus geimpft. Wer beide Dosen erhalten hat, ist nach zwei Wochen von der Quarantänepflicht befreit – selbst wenn Kontakt zu infizierten Menschen bestanden hat. Die Vorsichtsmassnahmen sind weiterhin einzuhalten.

Auch wer in den USA bereits zwei Impfdosen erhalten hat und deshalb die Quarantäne auslassen kann, muss Maske tragen und die Abstandsregeln einhalten. (Symbolbild)
Auch wer in den USA bereits zwei Impfdosen erhalten hat und deshalb die Quarantäne auslassen kann, muss Maske tragen und die Abstandsregeln einhalten. (Symbolbild)
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Von den etwa 330 Millionen Einwohnern der USA erhielten bisher knapp 33,8 Millionen zumindest die erste Dosis Impfstoff, wie Daten der Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch zeigten. 10,5 Millionen haben bereits beide Dosen erhalten.

Der neue Präsident Joe Bidens macht bei der Impfkampagne grossen Druck. Er versprach 100 Millionen Geimpfte nach 100 Tagen im Amt. Seit seinem Amtsantritt vor rund drei Wochen hat die Regierung die Impfstoff-Lieferungen an die Bundesstaaten nach eigenen Angaben um 28 Prozent auf inzwischen 11 Millionen Dosen pro Woche erhöht. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage seien täglich 1,5 Millionen Menschen geimpft worden, sagte Bidens Corona-Koordinator Jeff Zients.

Die Regierung geht davon aus, bis zum Sommer allein von den Herstellern der bisher zugelassenen Impfstoffe, also Biontech/Pfizer und Moderna, rund 600 Millionen Dosen zu bekommen. Das wäre ausreichend, um praktisch allen Erwachsenen in den USA ein Impfangebot zu machen.

5.31 Uhr: Deutschland verschärft Reisewarnung für China

Mit dem Hinweis auf mögliche drastische Massnahmen Chinas im Kampf gegen das Coronavirus hat die deutsche Regierung ihre Reisehinweise für die Volksrepublik verschärft. «Personen mit auskurierter Covid-19-Erkrankung werden, trotz negativer PCR- und IgM-Antikörpertests und grünem QR-Code, bei Einreise in sofortige mehrwöchige Krankenhausquarantäne überführt und weitreichenden Untersuchungen unterzogen», war auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zu lesen.

Dies könne auch Personen betreffen, «die aufgrund einer unentdeckten Erkrankung an Covid-19 noch Antikörper aufweisen». Gleiches könne für Reisende gelten, die mit demselben Flug einreisen wie eine Person, die positiv auf Covid-19 getestet werde. «Medizinische Massnahmen der chinesischen Seite sind invasiv und beinhalten neben teils täglichen Blutentnahmen häufig auch Computertomografie-Aufnahmen.» Von nicht notwendigen Reisen nach China werde abgeraten.

5.18 Uhr: In Brasilien wollen die Reichen die Ersten sein

In Brasilien hat erst ein Prozent der Menschen die erste Impfdosis erhalten. Wohlhabende Brasilianer versuchen nun, auf eigene Faust an den Impfstoff zu kommen, mit fatalen Folgen für die Bevölkerung, sollten sie erfolgreich sein.

Die Pandemie hat die Ungleichheit in Brasilien noch deutlicher zutage gebracht. Wohlhabende versuchen, sich für viel Geld eine der ersten Impfungen zu kaufen. Ärmere Menschen haben das Nachsehen. (Symbolbild)
Die Pandemie hat die Ungleichheit in Brasilien noch deutlicher zutage gebracht. Wohlhabende versuchen, sich für viel Geld eine der ersten Impfungen zu kaufen. Ärmere Menschen haben das Nachsehen. (Symbolbild)
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Während das Impfprogramm der Regierung strauchelt, suchen viele gut betuchte Brasilianer einen eigenen, schnellen Weg zur Spritze. Dafür bekommen sie Gegenwind von Gesundheitsexperten und in sozialen Netzwerken, schüren Debatten in den Meinungsspalten und Talkshows. Es gibt schon länger die Sorge, dass im weltweiten Kampf gegen die Pandemie die Privilegierten das System umgehen könnten.

Wurden sie dabei erwischt, wie etwa in der Türkei, in Marokko oder in Spanien, hatte das es nicht nur Kritik, sondern auch Ermittlungen und erzwungenen Rücktritte zur Folge. Auch in Brasilien gab es solche Fälle, doch unterscheidet sich das Land insofern, als dass die Umtriebe nicht nur im Verborgenen ablaufen. «Die Pandemie hat die Ungleichheit in Brasilien noch deutlicher zutage gebracht», sagt Roberto DaMatta, emeritierter Anthropologie-Professor von der Universität von Notre Dame im US-Staat Indiana. «Das Virus unterscheidet nicht nach sozialer Klasse, doch beim Heilmittel könnte es so sein.»

4.18 Uhr: Mexiko lässt zwei chinesische Impfstoffe zu

Zwei Coronavirus-Impfstoffe aus China sind in Mexiko zugelassen worden. Den Präparaten der Unternehmen CanSino und Sinovac seien Notfallzulassungen erteilt worden, teilte der Epidemiologe Hugo López-Gatell vom Gesundheitsministerium am Mittwoch in seiner täglichen Pandemie-Pressekonferenz mit. Damit sind in dem nordamerikanischen Land inzwischen fünf Corona-Impfstoffe zugelassen: neben den zwei chinesischen das Vakzin des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer, das Präparat des Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford sowie das russische Serum Sputnik V.

Eingesetzt wird bislang allerdings nur der Impfstoff von Biontech und Pfizer. Nachdem die Liefermenge reduziert wurde, sind erst knapp 725'000 Dosen verabreicht worden. Als erstes Land Lateinamerikas hatte Mexiko an Heiligabend seine Impfkampagne begonnen.

0.34 Uhr: New York öffnet Stadien für Besucher

Der Bundesstaat New York öffnet seine Stadien wieder für Grossveranstaltungen. «Jedes grosse Stadion oder jede grosse Arena – Eishockey, Basketball, Football, Fussball, Baseball, Musikshows, Vorführungen – kann ab dem 23. Februar öffnen», sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch (Ortszeit). Grundlage dafür sei, dass die individuellen Pläne der Veranstalter zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen von der zuständigen Gesundheitsbehörde abgesegnet würden.

Für die Öffnung auch in der Millionenmetropole New York gelten dabei strenge Richtlinien: Infrage kommen nur Stadien mit mehr als 10'000 Plätzen. Diese dürfen dabei nur zu zehn Prozent ausgelastet sein. Ausserdem müsse jeder Besucher einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist, eine Gesichtsmaske tragen, Abstand von anderen Menschen halten sowie sich einem Temperatur-Check unterziehen.

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Agenturen/red