Volksinitiative zurückgezogen

Komitee für Abschaffung der Zeitumstellung gibt auf

SDA

13.11.2020

Die Schweizer Uhren – wie hier am Bielator in Solothurn – werden auch in Zukunft zweimal im Jahr umgestellt. 
Bild: Keystone

Das Komitee «Ja für die Abschaffung der Zeitumstellung» zieht seine Initiative zurück. Die Unterschriftensammlung werde wegen der Massnahmen des Bundesrates eingestellt

Das Schweizer Stimmvolk sollte über die Abschaffung der Zeitumstellung befinden. Mit diesem Ziel formierte hatte im April 2019 ein Komitee um die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann ein Volksbegehren lanciert. Künftig sollte ganzjährig die mitteleuropäische Zeit in der Schweiz gelten.

Doch bereits Ende Oktober musste das Komitee mitteilen, dass zwei Monate vor Ablauf der Sammelfrist nur knapp die Hälfte der erforderlichen 100'000 Unterschriften zusammen gekommen sei. Nun, am Freitag, wurde die Initiative endgültig zurückgezogen.

Insbesondere die Coronavirus-Krise habe dem Projekt einen Strich durch die Rechnung gemacht und viele Menschen verunsichert, hiess es. Denn die Massnahmen des Bundesrates hätten die Unterschriftensammlung behindert und es «unmöglich» gemacht, die Initiative per 20. Dezember einzureichen.

Sommerzeit seit 1981

In der Schweiz existiert die Sommerzeit seit 1981. Seit 1996 stellen die Menschen in allen Ländern der EU zudem einheitlich die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Mit Einführung der Normalzeit werden die Nächte eine Stunde länger und an den Abenden wird es folglich früher dunkel.

Der Wechsel zwischen Normalzeit und Sommerzeit ist hierzulande sowie in der EU umstritten. Im März 2019 hatte das EU-Parlament für eine Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021 plädiert. Es sind aber noch nicht alle dafür notwendigen Entscheide getroffen worden. Strittig ist zudem, ob immer Sommerzeit oder Normalzeit herrschen solle.

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