London verschiebt wegen Delta-Variante geplante Corona-Lockerungen

Agenturen/red

14.6.2021

Agenturen/red

14.6.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 684 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 19 Spitaleintritte und drei neue Tote.

Am Montag vor einer Woche wurden 1077 neue Coronavirus-Ansteckungen, zwölf neue Todesfälle und 34 Spitaleinweisungen gemeldet.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es in den vergangenen zwei Wochen 66,91 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 4. Juni bei 0,65.

Covid-Zertifkat per SMS kommt in Zürich 

Seit heute Montag ist das Covid-Zertifikat im Kanton Zürich verfügbar. Wer zwar doppelt geimpft ist, aber noch kein SMS erhalten hat, muss jedoch nichts unternehmen. Die SMS werden erst ab Dienstagnachmittag verschickt, wie es bei der Gesundheitsdirektion auf Anfrage hiess. Via Link im SMS können sich die vollständig geimpften Personen dann im Impftool einloggen und das Zertifikat herunterladen. Dieses können sie ausdrucken oder in die Covid Certificate App laden.

Boris Johnson verlängert Corona-Massnahmen für vier Wochen

Eigentlich soll der kommende Montag in England zum «Tag der Freiheit» werden. Doch mit Blick auf steigende Infektionszahlen ist der Zeitplan für die Aufhebung der Corona-Massnahmen nicht zu halten.

Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante müssen sich die Menschen in England für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden. Der britische Premierminister Boris Johnson verlängerte am Montag die noch geltenden Corona-Massnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erklärte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste im Überblick

  • Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle zählen zu den Hauptsymptomen, die von der Delta-Variante verursacht werden.
  • Das BAG meldet 684 Neuinfektionen bei insgesamt 54'181 Tests innert 72 Stunden. Im gleichen Zeitraum wurden drei Todesfälle und 19 Spitaleinweisungen registriert.
  • England wird seinen für den 21. Juni geplanten «Tag der Freiheit» aufgrund der Delta-Variante des Coronavirus offenbar um bis zu vier Monate nach hinten schieben. 
  • Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt weiter stark.
  • Aufgrund der guten Fallzahlen wird die Maskenpflicht in Dänemark so gut wie beendet.
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    Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker am Montag
  • 21.46 Uhr
    Grossbritannien erlaubt trotz Variante 40’000 Zuschauer bei EM-Finale

    Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Grossbritannien bei mehreren grossen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40’000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte.

    Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli dürfen vor einem mit 15’000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazität stattfinden. Die Grossevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse über die Sicherheit von Grossveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will.

  • 20.54 Uhr
    WHO: Coronavirus zirkuliert weltweit schneller als die Impfstoffe

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zusagen der G7-Staaten für eine Verteilung von Corona-Impfstoffen an ärmere Länder als unzureichend kritisiert. Er befürworte die angekündigte Bereitstellung von einer Milliarde Impfdosen durch die G7, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. «Das ist eine grosse Hilfe, aber wir brauchen mehr und wir brauchen sie schneller.» Derzeit komme das Virus «schneller voran als die weltweite Verteilung der Impfstoffe».

    «Jeden Tag sterben mehr als 10’000 Menschen sterben», sagte der WHO-Chef. Die Menschen seien auf Impfstoffe angewiesen, «und sie brauchen sie jetzt und nicht nächstes Jahr». Während die Industriestaaten dank grossangelegter Impfkampagnen allmählich wieder zur Normalität zurückkehren, sind die Vakzine in ärmeren Weltregionen noch Mangelware.

  • 19.35 Uhr
    Boris Johnson verlängert Corona-Massnahmen für vier Wochen

    Eigentlich soll der kommende Montag in England zum «Tag der Freiheit» werden. Doch mit Blick auf steigende Infektionszahlen ist der Zeitplan für die Aufhebung der Corona-Massnahmen nicht zu halten.

    Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante müssen sich die Menschen in England für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden.

    Der britische Premierminister Boris Johnson verlängerte am Montag die noch geltenden Corona-Massnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erklärte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden.

    Der bislang für den 21. Juni geplante «Tag der Freiheit» soll damit um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden. Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet.

    Premier Boris Johnson trägt einen Mund-Nasen-Schutz mit dem Union Jack.
    Bild: dpa
  • 19.11 Uhr
    Südafrika muss auf zwei Millionen Corona-Impfdosen verzichten

    Südafrika muss mindestens zwei Millionen Impfdosen des Mittels von Johnson & Johnson aussortieren. In den USA hergestellte Zutaten seien nach Informationen der dortigen Behörden möglicherweise verunreinigt worden, teilte die südafrikanische Arzneimittelbehörde mit. Daher habe man entschieden, die damit hergestellten Impfdosen nicht zu verwenden.

    Südafrika will den Impfstoff in Gqeberha herstellen lassen, das früher als Port Elizabeth bekannt war. Die dortige Fabrik hat einen Vertrag mit Johnson & Johnson geschlossen, das Grundstoffe liefern soll. Diese sollen in Südafrika gemischt und in Phiolen abgefüllt werden. Geplant ist eine Jahresproduktion von 200 Millionen Dosen. Die ersten zwei Millionen können jetzt aber nicht verwendet werden. Präsident Cyrill Ramaphosa versprach, die Produktion mit frischen Zutaten solle noch in dieser Woche aufgenommen werden.

    Es ist bereits der zweite grosse Rückschlag für das südafrikanische Impfprogramm. Im Februar hatte das Land eine Million Dosen von Astrazeneca zurückgewiesen, weil dieses Mittel nur einen geringen Schutz gegen die damals in Südafrika grassierende Virusmutation bot.

  • 18.29 Uhr
    WHO: Corona-Fallzahl sinkt seit sieben Wochen - aber keine Entwarnung

    Die globale wöchentliche Zahl an Covid-Fällen ist sieben Wochen in Folgen gefallen - der längste Rückgang seit Beginn der Pandemie. Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen in vielen einzelnen Ländern, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf.

    Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da diese Region weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff für Patienten zur Verfügung habe, sagte Tedros. Er nannte keine konkreten globalen oder regionalen Zahlen. Die WHO legt ihre Corona-Wochenstatistik meist am Dienstag oder Mittwoch vor.

  • 17.50 Uhr
    EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Corona-Reisebedingungen

    Die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, Reisebeschränkungen koordiniert und schrittweise zu lockern. «Mit Beginn des Sommers wird den Bürgerinnen und Bürgern das Reisen erleichtert – mit nur begrenzten und verhältnismässigen Reisebeschränkungen, wenn überhaupt», teilte EU-Justizkommissar Didier Reynders am Montag mit. So sei vorgesehen, dass vollständig Geimpfte und Genesene keinen Reisebeschränkungen unterliegen sollen. Zudem sei vorgesehen, dass Menschen aus Regionen mit wenigen Infektionen ebenfalls ohne Beschränkungen reisen können.

    Von Reisenden aus orangen Gebieten könne ein Test verlangt werden, heisst es in der Mitteilung der EU-Kommission. Wer aus einem roten Gebiet kommt, für den könne Quarantänepflicht gelten. Die ECDC-Einteilung der Gebiete in die Farben Grün, Orange, Rot und Dunkelrot erfolgt anhand der Fallzahlen und der Positivrate von Tests.

    epa09238665 European Commissioner for Justice Didier Reynders holds a press conference on the update of the recommendation for free movement measures in the European Union, in Brussels, Belgium, 31 May 2021. The European Commission has proposed an update to the Council Recommendation on the coordination of free movement restrictions in the EU, which were put in place in response to the coronavirus disease (COVID-19) pandemic. The EU Commission is proposing that Member States gradually ease travel measures, including most importantly for the holders of the EU Digital COVID Certificate. EPA/OLIVIER HOSLET / POOL
    «Mit Beginn des Sommers wird den Bürgerinnen und Bürgern das Reisen erleichtert», so EU-Justizkommissar Didier Reynders (Archivbild).
    Bild: Keystone
  • 17.42 Uhr
    New York will Pandemie-Einsatzkräfte mit Konfettiparade feiern

    Die US-Millionenmetropole New York will die am Kampf gegen die Corona-Pandemie beteiligten Menschen mit einer grossen Konfettiparade feiern. Die «Hometown Heroes Parade» sei für den 7. Juli geplant, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag mit.

    Bereits im vergangenen April – auf dem Höhepunkt der Pandemie in New York – hatte de Blasio «die grösste, beste Parade» für den Zeitpunkt versprochen, an dem die Pandemie in der Metropole unter Kontrolle sei. «Wenn der Tag kommt, an dem wir das vibrierende wunderschöne Leben dieser Stadt wieder starten können, dann ist das Erste, was wir machen werden, eine Konfettiparade für unsere Gesundheits- und Rettungskräfte», hatte der Bürgermeister damals gesagt.

    Die Tradition der sogenannten «Ticker-Tape-Parades» geht in New York auf die Eröffnung der Freiheitsstatue 1886 zurück. Damals warfen Börsenhändler spontan Börsenticker-Papierstreifen – sogenannte Ticker-Tapes – aus ihren Fenstern auf den Festumzug. Seitdem sind immer wieder Sportmannschaften oder berühmte Persönlichkeiten mit Konfetti-Paraden gefeiert worden.

    Das Ende der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie soll in New York zudem im August mit einem grossen Konzert im Central Park gefeiert werden. Die Ostküstenmetropole war im vergangenen Frühjahr das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. Inzwischen ist das Infektionsgeschehen unter Kontrolle, die Impfkampagne kommt rasch voran.

  • 17.11 Uhr
    Symptome bei Delta-Variante laut Forschern anders

    Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen. In einer britischen App zur Überwachung von Corona-Symptomen wurden zuletzt am häufigsten Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle gemeldet, wie die BBC am Montag berichtete. In Grossbritannien macht die als sehr ansteckend geltende Delta-Variante bereits mehr als 90 Prozent aller Fälle aus.

    Tim Spector vom King’s College London, der die Zoe Covid Symptoms-Studie leitet und die gemeldeten Symptome auswertet, sagte dem Sender: «Seit Anfang Mai haben wir uns die häufigsten Symptome der App-Nutzer angeschaut - und sie sind nicht mehr dieselben wie zuvor.» Zwar gehöre Fieber noch immer dazu, aber der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der bislang als typisches Corona-Symptom galt, sei weniger gängig. Zeitlich passe dies mit der Verbreitung der Delta-Variante zusammen.

    Für einige jüngere Menschen könne sich Covid-19 somit stärker wie eine einfache Erkältung anfühlen, sagte Spector - und rief Betroffene auf, sich in jedem Fall testen zu lassen.

    ARCHIV - 27.02.2020, Brandenburg, Sieversdorf: ILLUSTRATION: Eine Frau benutzt ein Taschentuch (gestelltes Foto). Die zunächst in Indien entdeckten Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen. (zu dpa «Mehr Schnupfen: Symptome bei Delta-Variante laut Forschern anders») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Patrick Pleul)
    Eine laufende Nase zählt zu den Hauptsymptomen der Delta-Variante.
    Bild: Keystone
  • 16.26 Uhr
    Sicherheitsgefühl in Deutschland steigt mit zunehmender Impfquote

    Das Sicherheitsgefühl in der deutschen Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge mit der wachsenden Impfquote gegen das Coronavirus gestiegen. 62 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie ihr Ansteckungsrisiko gut kontrollieren können, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Montag in Berlin mitteilte.

    «Ende März dieses Jahres hatten nur 40 Prozent der Befragten das Gefühl, sich vor einer Ansteckung schützen zu können», erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel. Gleichzeitig schätzen weniger Menschen die Wahrscheinlichkeit als hoch ein, sich durch die Nähe zu anderen Menschen mit dem Coronavirus anzustecken.

    Auch in den Bereichen der sozialen Beziehungen, der wirtschaftlichen Situation und der Gesundheit nahm die Beunruhigung in der Bevölkerung ab. Das BfR befragt in der Pandemie regelmässig rund tausend Menschen zu ihren Einschätzungen.

  • 15.51 Uhr
    Iran lässt ersten heimischen Impfstoff zu

    Der Iran hat einem Medienbericht zufolge dem ersten Corona-Impfstoff aus heimischer Produktion eine Notfallzulassung erteilt. Das staatliche Fernsehen zitierte den iranischen Gesundheitsminister Said Namaki mit den Worten: «Die Genehmigung zur Verwendung des iranischen Impfstoffs COVIran Barekat wurde gestern erteilt.» Das Land hat derzeit Probleme, ausreichend Vakzine für die Bevölkerung zu importieren.

    Das iranische Pharmaunternehmen Shifafarmed produziert den Impfstoff auf Basis eines deaktivierten Virus; die erste Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit begann Ende Dezember. Der Iran hat ausserdem erklärt, er arbeite in Kooperation mit einem Partnerland an einem weiteren Vakzin. Namaki sagte, ein Impfstoff, der vom Iran und Kuba gemeinsam hergestellt werde, werde in der kommenden Woche zugelassen.

  • 15.38 Uhr 
    Ständerat Hegglin erkrankt 

    Der Zuger Mitte-Ständerat Peter Hegglin kann nicht an der dritten Sessionswoche in Bern teilnehmen. Laut Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ) ist Hegglin am Coronavirus erkrankt. Er musste ins Spital. «Das zeigt uns, dass die Geschichte noch nicht ausgestanden ist», sagte Kuprecht zur Eröffnung der letzten Sessionswoche im Ständerat. Er rief die Ratsmitglieder dazu auf, sich weiterhin testen zu lassen.

    Peter Hegglin, Mitte-ZG, spricht fuer die Kommission zum Voranschlag, an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 2. Juni 2021 im Staenderat Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
    Peter Hegglin spricht am 2. Juni 2021 im Ständerat in Bern. (Archiv)
    KEYSTONE
  • 15.10 Uhr 
    Armee impft in Sommerrekrutenschule 

    Die Armee wird in der Sommer-RS Impfungen gegen das Coronavirus anbieten. Die erste Impfung sei für die zweite Woche der Rekrutenschule geplant, also ab dem 12. Juli, die zweite Dosis für die sechste RS-Woche, wie Armeesprecher Stefan Hofer am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte. Die Impfungen sind freiwillig.

    «Alle Impfwilligen sollen sich in der RS impfen lassen können, wenn sie das im Zivilleben noch nicht machen konnten», sagte Hofer. Der Impfstoff werde wie in den Kantonen durch die Logistikbasis der Armee bereitgestellt. Die Impfungen führe das Personal des Sanitätsdienstes der Armee durch.

  • 15.05 Uhr 
    Mehr als 450'000 Covid-Zertifikate ausgestellt

    Bis Sonntag wurden insgesamt 450'495 Covid-Zertifikate ausgestellt, davon 450'245 an Geimpfte, 121 an Genesene und 129 an negativ Getestete. 121'893 Zertifikate wurden gemäss BAG allein am Sonntag ausgestellt.

  • 14.46 Uhr
    Covid-Zertifkat per SMS kommt in Zürich ab morgen

    Seit heute Montag ist das Covid-Zertifikat im Kanton Zürich verfügbar. Wer zwar doppelt geimpft ist, aber noch kein SMS erhalten hat, muss jedoch nichts unternehmen. Die SMS werden erst ab Dienstagnachmittag verschickt, wie es bei der Gesundheitsdirektion auf Anfrage hiess. Via Link im SMS können sich die vollständig geimpften Personen dann im Impftool einloggen und das Zertifikat herunterladen. Dieses können sie ausdrucken oder in die Covid Certificate App laden.

    Voraussetzung dafür, dass ab Dienstagnachmittag ein SMS kommt, ist, dass sich die Personen über das kantonale Impftool VacMe registriert und dabei ihre Einwilligung zur Datenweitergabe erteilt haben. Rund 710'000 Personen haben dies gemäss Mitteilung bislang getan.

    Wer sich telefonisch über die Impfhotline angemeldet hat und in die Weitergabe eingewilligt hat, erhält das Zertifikat bis Ende Juni per Post zugestellt. Die Einwilligung zur Datenweitergabe ist in beiden Fällen auch nachträglich möglich. Im Impftool lässt sich ein entsprechendes Häkchen setzen. Bei der Hotline muss der sechsstellige Registrierungs-Code angegeben werden.

    Auch Personen, die sich in Arztpraxen, im Heim oder im Spital impfen liessen, sollen das Covid-Zertifikat automatisch erhalten oder über eine zentrale Stelle beantragen können. Ende Juni wird voraussichtlich eine Lösung dazu zur Verfügung stehen.

    Ab Dienstagnachmittag werden die SMS verschickt, welche zum Covid-Zertifikat führen. (Archivbild)
    Ab Dienstagnachmittag werden die SMS verschickt, welche zum Covid-Zertifikat führen. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 13.30 Uhr
    684 Neuinfektionen und drei Tote am Wochenende

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 684 neue Coronavirus-Ansteckungen bei insgesamt 54‘181 Tests gemeldet worden. Im gleichen Zeitraum registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 19 Spitaleinweisungen. Am Montag vor einer Woche wurden 1077 neue Coronavirus-Ansteckungen, 12 neue Todesfälle und 34 Spitaleinweisungen gemeldet.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es in den vergangenen zwei Wochen 66,91 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 4. Juni bei 0,65.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 65,10 Prozent. 10,40 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Insgesamt wurden bis Mittwochabend 6'105'125 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 5'810'914 Dosen verabreicht. 2'221'755 Personen sind, Stand Mittwochabend, vollständig geimpft.

    Bis Sonntag wurden insgesamt 450'495 Covid-Zertifikate ausgestellt, davon 450'245 an Geimpfte, 121 an Genesene und 129 an negativ Getestete. 121'893 Zertifikate wurden allein am Sonntag ausgestellt.

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus betrafen 18'062 die britische Variante (B.1.1.7), 249 die südafrikanische (B.1.351) sowie 20 die brasilianische (P.1).

    Madlaina Zanetti, links, impft einen Automobilisten gegen COVID-19, Coronavirus, ohne dass dieser aus seinem Auto aussteigen muss, im ersten Impf Drive-In der Schweiz, am Dienstag, 8. Juni 2021 im Feuerwehrmagazin von Grenchen SO. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
    Im ersten Impf Drive-In der Schweiz im Feuerwehrmagazin von Grenchen SO wird Mitte Juni eine Impfung vorgenommen. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 13.25 Uhr
    EU unterzeichnet Rechtsgrundlage für Covid-Zertifikat

    Die Verordnung für den digitalen EU-Impfnachweis ist offiziell unterzeichnet worden. Damit ist der Prozess für die Rechtsgrundlage der Zertifikate am Montag abgeschlossen worden. Mitte der Woche sollen bereits mindestens 15 EU-Länder an die notwendige Technik angeschlossen sein.

    Offiziell werden die EU-weit gültigen Nachweise für Covid-Impfungen, frische Tests und überstandene Infektionen erst zum 1. Juli eingeführt. In mehreren Ländern werden die Zertifikate aber schon ausgegeben.

  • 12.37 Uhr
    Novavax-Impfstoff gut wirksam 

    Der Corona-Impfstoff von Novavax hat sich in einer Studie als hochwirksam erwiesen. Das amerikanische Pharmaunternehmen gab die Wirksamkeit des Vakzins am Montag mit 90 Prozent an. An der Studie beteiligten sich fast 30'000 Menschen in den USA und Mexiko.

    Bis Ende September würden Anträge auf eine Zulassung unter anderem in den USA und Europa gestellt, erklärte das Unternehmen. Bis dahin sei eine Produktion von 100 Millionen Dosen pro Monat möglich. Der Impfstoff von Novavax ist leicht zu transportieren und zu lagern, weshalb damit gerechnet wird, dass er eine wichtige Rolle für Impfkampagnen in den Entwicklungsländern spielen wird.

    epa08892064 A handout picture made available by Novavax CZ shows a worker at the Novavax CZ production plant near Prague, in Bohumile, Czech Republic, 12 August 2020 (issued 18 December 2020). The EU on 17 December said it had concluded talks with Novavax about the acquisition of the company's potential corona vaccine. The proposed contract with Novavax would give the bloc the opportunity to buy 100 million doses in a first step - with the option of a further 100 million later on. US company Novavax purchased Praha Vaccines in May 2020 to manufacture components of its coronavirus vaccine. EPA/NOVAVAX CZ HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
    Impfstoff-Herstellung von Novavax in Prag. (Archiv)
    Bild: Keystone (Archiv)
  • 11.36 Uhr 
    Zahlen in Indien gehen weiter zurück

    In Indien gehen die Corona-Zahlen weiter zurück. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem südasiatischen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern etwa 70'000 neue Infektionen im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet, die niedrigste Zahl seit Anfang April. Wie das Gesundheitsministerium am Montag in der Hauptstadt Neu-Delhi weiter mitteilte, wurden zudem 3921 neue Todesfälle registriert.

    In den vergangenen beiden Monaten hatte es an manchen Tagen mehr als 400'000 neue Infektionen gegeben. Dafür wurden auch Grossveranstaltungen wie Wahlkampf-Auftritte und religiöse Feste verantwortlich gemacht. In Indien wurde die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante des Coronavirus zuerst erkannt. Inzwischen werden Schutzmassnahmen wieder gelockert, auch in Neu-Delhi. Dort sind Läden wieder geöffnet. Restaurants dürfen 50 Prozent der Plätze wieder besetzen.

    Ein provisorisches Covid-19-Pflegezentrum im indischen Chennai.
    Ein provisorisches Covid-19-Pflegezentrum im indischen Chennai. (Archiv)
    Bild: doa
  • 10.52 Uhr
    Corona führt nicht zu Schub an Pflicht-Stellenmeldungen

    Die Mitte 2018 eingeführte Stellenmeldepflicht für Branchen mit einer hohen Arbeitslosigkeit hat die Zahl der Meldungen im Corona-Jahr nicht steigen lassen. Von der Massnahme profitieren aber nicht alle Berufsgruppen gleich. Im Jahr 2020 registrierten die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 70'000 Meldungen mit insgesamt 162'000 meldepflichtigen Stellen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit.

    Die Meldepflicht war aufgrund der Covid-19-Pandemie aber im Frühjahr 2020 während fast 10 Wochen sistiert worden. Unter Berücksichtigung der befristeten Aufhebung wurden etwa gleich viele Stellen gemeldet wie 2019: Rund 17'000 Stellen pro «aktivem» Monat, erklärte das Seco.

    Die meisten Stellen wurden 2020 mit einem Anteil von 66 Prozent in der Baubranche und in der Industrie gemeldet. Die Meldungen in der Hotellerie und Gastronomie waren hingegen – wenig überraschend – stark rückläufig, war doch die Branche besonders stark von den Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen.

  • 10.24 Uhr
    London will Massnahmen wegen Variante verlängern

    Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Massnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern. Der bislang für den 21. Juni geplante «Tag der Freiheit» solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet.

    Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

    Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits mehr als 56 Prozent der Erwachsenen voll geimpft sind, hat die Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei knapp 65. Der Wert spiegelt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100'000 Einwohner binnen einer Woche wider.

    A temporary coronavirus testing centre is set up in Bolton, England, one of the areas of the UK where the Covid variant first identified in India is spreading fastest, Tuesday May 25, 2021. The British government on Tuesday is facing accusations of introducing local lockdowns by stealth after it published new guidelines for eight areas in England including Bolton, that it says are hotspots for the coronavirus variant first identified in India.Peter Byrne/PA via AP)
    Test-Center nach einem Covid-Ausbruch im englischen Bolton Ende Mai. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 8.52 Uhr 
    Maskenpflicht in Dänemark quasi beendet

    Die Däninnen und Dänen müssen von nun an kaum noch Mund-Nasen-Schutz tragen. Die seit Monaten im Kampf gegen das Coronavirus geltende Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers ist ab heute für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben worden. Darauf hatten sich die Regierung und der Grossteil der Parlamentsparteien geeinigt. Einen solchen Corona-Schutz muss man in Dänemark jetzt nur noch im öffentlichen Nahverkehr tragen, wenn man dort nicht sitzt. Bis zum 1. September soll die Maske dann gänzlich verschwinden.

    Dänemark hatte seinen schrittweisen Weg aus den Corona-Massnahmen schon im Frühjahr eingeleitet. Seitdem sind zahlreiche Beschränkungen im Land zurückgefahren worden, sodass mittlerweile im Grunde alles wieder offen ist bis auf die Diskotheken, die nun voraussichtlich Anfang September öffnen dürfen.

  • 5.24 Uhr
    Corona-Zahlen in Deutschland weiter deutlich runter

    Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen innert eines Tages gemeldet. So registrierte das staatliche an das Robert Koch-Institut (RKI) 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:01 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

    Vor einer Woche hatte der Wert bei 1117 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit deutschlandweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote.

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3'715'518 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • 5 Uhr
    Frauenstreik: Pandemie macht Ungleichheit sichtbarer

    Die Frauen gehen heute in der Schweiz erneut auf die Strasse, um ihre Rechte mit zahlreichen Aktionen im ganzen Land einzufordern. Im Zentrum des diesjährigen Frauenstreiks stehen Forderungen nach besseren Löhnen und Altersrenten sowie genügend Kinderbetreuungsplätzen und nach einem verstärkten Schutz vor sexueller Gewalt. 50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts, 30 Jahre nach dem ersten Frauenstreik 1991 und 25 Jahre nach der Einführung des Gleichstellungsgesetzes hat die feministische Bewegung in der Schweiz zwar viel erreicht. Doch sie sieht sich noch lange nicht am Ziel. Gerade die Pandemie hat aus Sicht der Organisatorinnen des Streiks erneut deutlich gemacht, dass die Arbeit von Frauen weder angemessen anerkannt noch korrekt entlöhnt wird.

  • 4 Uhr
    Parmelin in Schweden

    Bundespräsident Guy Parmelin wird anlässlich seines Präsidialbesuches in Schweden von König Carl XVI. Gustaf empfangen. Auf dem Programm stehen zudem Gespräche mit Premierminister Stefan Löfven und weiteren Ministern. Dabei sollen die gemeinsamen Ziele auf internationaler Ebene erörtert werden, die Europapolitik sowie die politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit. Vorgesehen ist auch ein Austausch über die wirtschaftspolitischen Massnahmen zur Bewältigung der Pandemie. Der bis letzte Besuch eines schweizerischen Bundespräsidenten in Schweden fand 2009 statt.