Mehr Menschen sterben, weniger Babys kommen zur Welt

tjb

6.4.2021

In der Schweiz wurden im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie mehr Menschen zu Grabe getragen.
In der Schweiz wurden im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie mehr Menschen zu Grabe getragen.
Symbolbild: Keystone/Gaetan Bally

Die Corona-Pandemie führt dazu, dass in der Schweiz im vergangenen Jahr rund ein Achtel mehr Menschen starben als im Vorjahr. Und auch bei den Geburten macht sie sich bemerkbar.

tjb

6.4.2021

Covid-19 hinterlässt Spuren auch in der Bevölkerungsstatistik des Bundes: 2020 sind in der Schweiz insgesamt 76'600 Menschen gestorben, 8200 oder fast ein Achtel mehr als im Vorjahr. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS).

Der Anstieg fiel bei den über 65-Jährigen mit 12,7 Prozent stärker aus als bei jenen, die jünger waren (+8,2 Prozent), zudem erhöhte sich die Sterberate von Männern deutlich stärker als jene von Frauen. Beide Beobachtungen decken sich mit den bisherigen Erkenntnissen zum Sterberisiko bei einer Covid-19-Erkrankung.

Auch bei den Geburten lasse sich ein Rückgang feststellen, der gemäss BfS mit der Corona-Pandemie zusammenhänge. Dieser zeige sich allerdings erst gegen Ende 2020 und dann besonders in den ersten Wochen des laufenden Jahres. Zusammen mit den höheren Sterbezahlen führt dies dazu, dass der Geburtenüberschuss so gering ausfällt wie letztmals im Jahr 2004: 9500 Menschen mehr kamen auf die Welt, als gestorben sind. Im Vorjahr waren es mit 18'400 noch fast doppelt so viele.



Der Geburtenüberschuss und die Einwanderung haben dazu geführt, dass in der Schweiz am 31.12.2020 gut 61'000 Menschen mehr lebten als am Silvester des Vorjahres. Zu Beginn des Jahres hatte die Schweiz damit eine Bevölkerung von 8'667'100 Personen. Der Hauptteil dieser Zunahme stammt erneut von der Zuwanderung: 163'000 Menschen wanderten vergangenes Jahr in die Schweiz ein, 106'500 verliessen das Land.