BundesfinanzenNationalrat ist gegen die dauerhafte Bewachung des Bundeshauses
gg, sda
7.12.2023 - 11:52
Das Bundeshaus soll weiterhin nicht dauerhaft bewacht werden. Dieser Meinung ist der Nationalrat. Er beschloss dies im Rahmen der Budgetdebatte 2024. (Archivbild)
Keystone
Der Nationalrat möchte die Ausgaben im Eigenbereich des Bundes gegenüber den Anträgen des Bundesrats um knapp 6 Millionen Franken kürzen. Das hat er nach ersten Diskussionen um das Bundesbudget 2024 beschlossen. Dabei geht es unter anderem um die Bundeshausbewachung.
Keystone-SDA, gg, sda
07.12.2023, 11:52
SDA
Der Bundesrat will im Voranschlag 2024 eine zusätzliche Million zum verbesserten Schutz des Parlamentsgebäudes in der Nacht und an den Wochenenden bereitstellen. Mit 185 zu 2 Stimmen lehnte die grosse Kammer am Donnerstag diesen Antrag ab und folgte damit ihrer Finanzkommission (FK-N).
Nationalrats-Vizepräsidentin Maja Riniker (FDP/AG) gab im Namen der Verwaltungsdelegation zu bedenken, dass das Parlamentsgebäude vermehrt zum Ziel von Aktivisten werde. Ohne Nacht- und Wochenenddienst des Bundesamts für Polizei (Fedpol) blieben Sicherheitsdefizite bestehen. Der Rat sah dies jedoch anders.
Weiteres Kürzungspotenzial sah der Nationalrat beim Personalaufwand des Bundesamts für Umwelt (Bafu). Er kürzte das Globalbudget des Amts um 1,8 Millionen Franken.
Streit um Löhne der Bundesangestellten
Im Einklang mit dem Ständerat beschloss die grosse Kammer zudem, dass die laufenden Ausgaben für das Bundesgericht und das Bundesverwaltungsgericht gegenüber 2023 weniger stark steigen sollen als budgetiert. Insgesamt will das Parlament rund 3 Millionen Franken weniger ausgeben als die Regierung. Der Entscheid betrifft auch den Finanzplan 2025 bis 2027.
Die SVP forderte zusätzlich, auf alle generellen Lohnmassnahmen für Angestellte der Bundesverwaltung zu verzichten. Heute würden dort Löhne bezahlt, die deutlich über jenen in der Privatwirtschaft lägen, argumentierte Michael Götte (SVP/SG). Dieser Antrag fand jedoch keine Mehrheit.
Chancenlos waren auch weitere Kürzungswünsche der SVP beim Personalaufwand von diversen Einheiten des Verwaltung und des Parlaments. «Es wäre falsch, bei den Institutionen zu kürzen», sagte Barbara Gysi (SP/SG), Präsidentin des Personalverbands des Bundes.
Schweizer Jodeln als Kulturerbe – Unesco entscheidet über Aufnahme
Genf, 08.12.2025: Jodeln als Weltkulturerbe: Die Schweizer Tradition soll nun von der Unesco geadelt werden, mit einer Anerkennung als Kulturerbe der Menschheit. Darüber berät ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei einer Sitzung in Neu-Delhi. Die Entscheidung fällt bis zum 13. Dezember.
Der Eintrag in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll die Wertschätzung für das Jodeln stärken, heisst es vom Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, des Roothuus Gonten.
Dabei gibt es auch keine Nachwuchsprobleme. Allein im Eidgenössischen Jodlerverband sind rund 12.000 Aktive und es gibt viele freie Jodlergruppen. Jodeln soll auf Hirten zurückgehen, die sich einst zwischen weit entfernten Bergweiden so verständigt haben sollen.
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