Wieder Aus fürs Nachtleben in Niederlanden +++ Malta lässt nur noch Corona-Geimpfte ins Land 

Agenturen/red

9.7.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 323 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Das sind erneut mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche.

Am vergangenen Freitag waren dem BAG noch 158 neue bestätigte Fälle gemeldet worden. Der 7-Tages-Schnitt der Delta-Variante machte vor zwei Wochen nach einer Schätzung des BAG basierend auf Stichproben bereits 44,6 Prozent aus.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es in den vergangenen zwei Wochen 27,37 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, stieg vor rund zehn Tagen auf 1,45.

3,4 Millionen vollständig geimpft

Vom 1. Juli bis 7. Juli sind in der Schweiz 445'763 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlichte. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 63'680 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 12 Prozent.

Insgesamt wurden bis Mittwoch 7'967'962 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 3'442'430 Personen vollständig geimpft, das heisst 39,8 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1'083'102 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Auffrischungs-Impfung wohl nach sechs Monaten erforderlich

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus.

«Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung», hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Europäer haben Angst vor Corona-Mutationen und vierter Welle

Die Angst der Menschen in Europa vor Corona-Mutationen und einer vierten Welle ist weiter gross. Trotz steigender Impfquoten blicken mehr als 90 Prozent der Menschen mit Sorge in die Zukunft, heisst es in einer am Freitag in Hamburg veröffentlichten Untersuchung der European Covid Survey (ECOS).

Dafür wurden den Angaben zufolge vom 21. Juni bis zum 6. Juli rund 8000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Grossbritannien, Italien, den Niederlanden, Portugal und Spanien befragt. Die Untersuchung werde seit April 2020 rund alle zwei Monate wiederholt.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Mittelmeerinsel Malta schliesst ihre Grenzen für Reisende, die nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind.
  • Das BAG meldet 323 Neuinfektionen bei 33'780 Tests und einen Toten.
  • Pfizer/Biontech: Corona-Impfung muss wohl sechs Monate nach der zweiten Dosis aufgefrischt werden.
  • Zahlen aus Deutschland zeigen, dass das Ansteckungsrisiko für Geimpfte mit 0,15 Promille verschwindend klein ist.
  • In Europa und den USA sind während der Pandemie deutlich weniger Babys zur Welt gekommen, heisst es in einer neuen Studie des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen.

Agenturen/red

9.7.2021

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  • 21.50 Uhr
    Wir beenden den Live-Ticker am Freitag
  • 21.29 Uhr
    Spanien zieht Orientierung nur an Zahl der Neuinfektionen in Zweife

    Spanien hat die Einstufung als Risikogebiet durch Deutschland auf der Basis von Corona-Neuinfektionen infrage gestellt. Die Inzidenz als Gradmesser für das Risiko eines Landes verliere angesichts der hohen Impfrate und der niedrigen Zahl an Corona-Patienten in den Krankenhäusern an Bedeutung, erklärte das Ministerium von Tourismusministerin María Reyes Maroto am Freitag. Spanien liege bei der Zahl der vollständig Geimpften mit 47,8 Prozent noch vor Deutschland (43,7). Auch die Todesrate sei niedriger als in Deutschland.

    Die hohen Infektionszahlen würden bei jungen Menschen registriert, die entweder gar keine oder nur milde Krankheitssymptome entwickelten, hiess es. Die Behörden würden die Lage genau beobachten und notwendige Massnahmen ergreifen, teilte das Ministerium weiter mit. Urlaub in Spanien sei auf jeden Fall sicher.

  • 20.21 Uhr
    Kuba erteilt eigenem Corona-Vakzin Abdala eine Notfallzulassung

    Kuba hat dem im eigenen Land entwickelten Corona-Vakzin Abdala eine Notfallzulassung erteilt. Die Gesundheitsbehörde Cecmed gab am Freitag grünes Licht für den Impfstoff, nachdem die Hersteller im vergangenen Monat mitgeteilt hatten, dass Abdala nach drei Dosen eine Wirksamkeit von 92,28 Prozent erreiche. Kuba hat insgesamt fünf Corona-Impfstoffe entwickelt oder arbeitet noch an deren Entwicklung.

    Bereits seit Mai impft das Land seine Bevölkerung mit den beiden Vakzinen Abdala und Soberana 2 - obwohl beide bislang nicht zugelassen waren. 6,8 Millionen der insgesamt 11,2 Millionen Einwohner Kubas haben bereits mindestens eine Impfdosis erhalten, 1,6 Millionen Menschen sind vollständig gegen Corona geimpft.

  • 20.03 Uhr
    Viele Neuinfektionen: Wieder Aus fürs Nachtleben in Niederlanden

    Wegen einer enorm gestiegenen Zahl an Neuinfektionen haben die Niederlande eine Reihe von Corona-Massnahmen wieder verschärft. Clubs und Discos müssen von Samstag an erneut schliessen. Für Gaststätten ist um Mitternacht Schluss, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mitteilte. Nach nur knapp zwei Wochen bedeutet das wieder das vorläufige Aus fürs Nachtleben.

    Auch Festivals und andere Grossveranstaltungen ohne feste Sitzplätze, bei denen kein Sicherheitsabstand gehalten werden kann, werden wieder untersagt. «Wir müssen die schnelle Verbreitung des Virus abbremsen», mahnte der Regierungschef. Rutte mahnte seine Landsleute zur Vorsicht.

    Zuletzt waren in den Niederlanden rund 7000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert worden – etwa sieben Mal soviel wie in der Vorwoche. Allein in einer Diskothek in Enschede nahe der deutschen Grenze hatten sich 600 Menschen infiziert, vor allem Jugendliche. Der Zugang war nur mit einem negativen Testergebnis möglich. Offenbar gab es aber viele Fälschungen.

  • 19.10. Uhr
    Geimpfte brauchen an US-Schulen keine Masken mehr

    In den USA brauchen vollständig geimpfte Schülerinnen und Schüler nach einer Empfehlung der nationalen Gesundheitsbehörde in Schulgebäuden keine Masken mehr. Die Behörde CDC empfahl am Freitag in neuen Richtlinien das Tragen von Masken für alle, die nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft sind - auch für das Lehrpersonal. Besonders wichtig sei es in geschlossenen Räumen oder in einer Umgebung, in der kein Abstand gehalten werden kann. Draussen besteht generell keine Maskenpflicht.

    Priorität habe die «sichere Rückkehr» zum Präsenzunterricht im Herbst, hiess es weiter. Obwohl auch Covid-19-Ausbrüche in Schulen aufgetreten seien, hätten Studien gezeigt, dass die Übertragungsrate dort niedriger sei als an anderen Orten oder ähnlich hoch. Die CDC gibt nur Empfehlungen ab. Letztlich entscheiden die US-Bundesstaaten und auch einzelne Schulbezirke selbst.

  • 18.19 Uhr
    Deutschland: Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet

    Die Corona-Zahlen steigen in vielen Regionen Europas wieder an, darunter sind auch einige attraktive Touristenziele. Jetzt bewertet die deutsche Bundesregierung auch das beliebteste Urlaubsland der Deutschen neu.

    Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein.

    Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland der Deutschen abraten wird. Praktische Folgen ergeben sich für Urlauber aber kaum: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

    Reisende in einer Halle im Flughafen Madrid-Barajas.
    Bild: dpa
  • 18.06 Uhr
    Malta schliesst Grenzen für Reisende ohne vollständigen Corona-Impfschutz

    Die Mittelmeerinsel Malta schliesst ihre Grenzen für Reisende, die nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Gesundheitsminister Chris Fearne sagte am Freitag, ab dem 14. Juli werde bei der Einreise das Impfzertifikat verlangt. Wegen eines Anstiegs der Infektionszahlen sei Malta «das erste Land in Europa, das diesen Schritt geht».

    Die Regierung von Malta hatte die Impfkampagne im Land rasch vorangetrieben: 79 Prozent der Erwachsenen sind bereits vollständig geimpft. Ende Juni hatte der Inselstaat keine Neuinfektionen mehr verzeichnet, zuletzt stieg die Zahl der neuen Fälle jedoch wieder. Am Freitag lag sie bei 96.

    Der Hafen von Valletta.
    Bild: dpa
  • 17.15 Uhr
    Europäer haben Angst vor Corona-Mutationen und vierter Welle

    Die Angst der Menschen in Europa vor Corona-Mutationen und einer vierten Welle ist weiter gross. Trotz steigender Impfquoten blicken mehr als 90 Prozent der Menschen mit Sorge in die Zukunft, heisst es in einer am Freitag in Hamburg veröffentlichten Untersuchung der European Covid Survey (ECOS).

    Dafür wurden den Angaben zufolge vom 21. Juni bis zum 6. Juli rund 8000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Grossbritannien, Italien, den Niederlanden, Portugal und Spanien befragt. Die Untersuchung werde seit April 2020 rund alle zwei Monate wiederholt.

    Insbesondere in Spanien und Portugal sei die Angst vor Mutationen gross: 96 beziehungsweise 97 Prozent der Befragten sind den Angaben zufolge beunruhigt; 75 Prozent der portugiesischen Bevölkerung machten sich sogar grosse oder sehr grosse Sorgen.

    In Deutschland liegen diese Werte mit 87 und 51 Prozent deutlich darunter; rund neun von zehn Befragten seien hier beunruhigt. Ein ähnliches Bild ergibt sich den Angaben zufolge bei der Frage nach einer vierten Welle im Herbst: Nur zehn Prozent der Deutschen machten sich darüber keine Gedanken, 57 Prozent haben dagegen grosse bis sehr grosse Sorgen.

    Impfanreize wie in den USA oder in Israel lehnt eine Mehrheit in Europa ab. Ob Restaurant-Gutschein, Millionen-Lotterie oder 100 Euro für eine Impfung – 54 Prozent aller Befragten seien generell gegen derartige Anreize; weitere 27 Prozent seien unentschlossen.

    Die Impfbereitschaft stieg der Untersuchung zufolge in den vergangenen Monaten in fast allen untersuchten Ländern. Sie liege nun zwischen 67 Prozent in Frankreich und 84 Prozent in Dänemark und Grossbritannien.

  • 16.32 Uhr
    Delta-Variante des Coronavirus im Basler Abwasser nachgewiesen

    Bei Abwasserproben in Basel ist die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Im Verlauf des Pilotversuchs von April bis Juni stellten die Kontrolleure aber bei der Virenzahl eine abnehmende Tendenz fest.

    Kontrolliert wurde in 20 Kanalisationsstellen des Stadtgebiets und im Zulauf der Kläranlage von Pro-Rheno, wie das Basler Gesundheitsdepartement am Freitag mitteilte. Dabei seien in einem Drittel bis zur Hälfte der Kontrollstellen Viren nachgewiesen worden – mit einer abnehmenden Tendenz im Verlauf der Zeit, wie es heisst.

    Mittels Sequenzierung habe in den Proben auch die Delta-Variante nachgewiesen werden können. Die Abwasserepidemiologie biete entsprechend ein von der Patiententestung unabhängiges Mittel, den Pandemieverlauf zu beurteilen und ein Frühwarnsystem zur Identifizierung neuer Virenvarianten. Das Gesundheitsdepartement wird gemäss Communiqué deshalb die Messungen im Zulauf der Kläranlage bis auf Weiteres fortsetzen.

  • 16 Uhr
    Liste der Nebenwirkungen soll ergänzt werden

    Die Experten der Europäischen Arzneimittelagentur haben empfohlen, Brustschmerzen und Herzentzündungen als seltene Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe von Pfizer und Biotech sowie Moderna aufzulisten. Die EMA erklärte, empfohlen werde auch eine Warnung, um bei Ärzten und Patienten das Bewusstsein für eine solche mögliche Nebenwirkung zu erhöhen.

    Impfstoffe, aufgenommen am Dienstag, 15. Juni 2021 in Giubiasco. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)
    Erzeugen neben Wirkung auch Nebenwirkung: Impfstoffe sind auch nicht perfekt.
    KEYSTONE

    Zu einem ähnlichen Schluss kamen bereits Juni die amerikanischen Gesundheitsbehörden. Sie sahen darin aber kein Hindernis für die Impfkampagne. Die EMA untersuchte nun mehr als 300 Fälle von Myokarditis und Perikarditis unter mehr als 190 Millionen verabreichten Impfdosen in Europa. Gesundheitsexperten haben erklärt, der Nutzen der Vakzine sei deutlich grösser als das Risiko von Nebenwirkungen.

    Die EMA empfahl ausserdem Menschen mit einem Kapillarlecksyndrom (CLS), auf den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zu verzichten. Die Experten untersuchten drei solcher Fälle nach der Gabe des Vakzins; zwei der Patienten starben kurz nach der Impfung. CLS solle als neue Nebenwirkung des Impfstoffs von Johnson & Johnson anerkannt werden. Auch müsse eine Warnung angefügt werden.

  • 15.30 Uhr
    Obwalden: Impfung für 12- bis 15-Jährige 

    Auch im Kanton Obwalden können sich neu die 12- bis 15-Jährigen mit einer Impfung gegen das Coronavirus schützen. Die Jugendlichen erhalten den Impfstoff von Pfizer/Biontech, weil dieser der einzige ist, der für diese Altersgruppe zugelassen ist, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

    Die Jugendlichen können sich ab sofort online beim kantonalen Impfzentrum anmelden. Wer bei der Impfung nicht von den Eltern begleitet wird, muss deren Einwilligungserklärung vorlegen. Ein entsprechendes Formular ist ebenfalls online verfügbar.

    Die Staatskanzlei weist darauf hin, dass der Impfstoff nicht in grossen Mengen verfügbar sei und auch noch Personen von anderen Altersgruppen auf ihre Zweitimpfung warten würden. Die Impftermine für die 12- bis 15-Jährigen könnten deswegen nicht sofort vergeben werden.

  • 15.15 Uhr
    Israel verschärft Einreise-Regime

    Israel verschärft wegen einer Zunahme von Corona-Neuinfektionen die Quarantänebestimmungen für Einreisende. Alle – auch Geimpfte und Genesene – müssten nach Ankunft 24 Stunden in Quarantäne, oder bis das Ergebnis ihres Corona-Tests vom Flughafen vorliege, teilte das Gesundheitsministerium mit.

    In Israel müssen alle Personen bei der Einreise einen Corona-Test am Flughafen machen. Wegen der Corona-Pandemie dürfen derzeit nur in begrenzter Anzahl geimpfte Touristen in Gruppen einreisen. Alle, die aus Ländern mit einer besonderen Reisewarnung wegen hoher Corona-Zahlen einreisten, müssten zudem nun mindestens zehn Tage in Quarantäne, hiess es weiter.

    Ausgelassene Stimmung bei der Gay Pride Parade am 25. Juni in Tel Aviv – jetzt zieht Israel die Zügel wieder an.

    Bisher galten grundsätzlich für Geimpfte und Genesene Ausnahmen. Die neuen Regelungen gelten ab kommende Woche Freitag. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist in den vergangenen Wochen wieder deutlich gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Freitag mit, am Vortag seien 450 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Schwerkranken lag bei 39.

    Die meisten der neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus. Diese war zuerst in Indien entdeckt worden und gilt als besonders ansteckend. Mehr als 5,7 Millionen der 9,3 Millionen Bewohner (mehr als 61 Prozent) haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, rund 5,2 Millionen Menschen (rund 56 Prozent) auch die zweite Dosis.

    Die Impfkampagne in Israel schritt zu Beginn schnell voran und sorgte damit international für Aufsehen. Ministerpräsident Naftali Bennett will prüfen lassen, ob der Bau einer Fabrik zur Herstellung von Corona-Impfstoff möglich ist, wie sein Büro am Freitag mitteilte.

  • 14.45 Uhr
    Passagieraufkommen in Zürich bei 40 Prozent

    Am Samstag beginnen in weiteren Schweizer Kantonen die Sommerferien. Der Flughafen Zürich rechnet für dieses Wochenende mit rund 40 Prozent des vor Beginn der Corona-Pandemie üblichen Passagieraufkommens. Aufgrund des derzeitigen Mehraufwands beim Check-in kann es trotzdem zu Wartezeiten kommen.

    Rund 45'000 Passagiere pro Tag erwartet der Flughafen Zürich am bevorstehenden Wochenende, wie Bettina Kunz, Mediensprecherin Flughafen Zürich AG, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. An Spitzentagen in den kommenden Wochen werden bis zu 50'000 Passagiere erwartet.

    Menschen mit Reisegepaeck am Flughafen Zuerich, fotografiert am Donnerstag, 1. April 2021. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
    Am Flughafen Zürich geht es in diesen Ferientagen verhältnismässig ruhig zu.
    Archivbild: KEYSTONE

    Zu den gefragten Destinationen gehören laut Kunz unter anderem Spanien, die Türkei, Griechenland und Deutschland. Dies könne sich aber rasch ändern, wenn sich die epidemiologische Lage in einem Land verschlechtere, wie dies beispielsweise zuletzt in Portugal geschehen sei.

    Der Flughafen empfiehlt, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen. Wird für die Einreise ins Zielland ein Coronavirus-Test benötigt, sollte dieser wenn möglich bereits vorher gemacht werden. Auch allfällige zusätzlich benötigte Dokumente sollten die Passagiere laut Kunz beim Check-in bereithalten, um diesen zu beschleunigen.

  • 14.30 Uhr
    44 Delta-Plus-Fälle in Grossbritannien

    In Grossbritannien ist die Zahl der Corona-Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante im Vergleich zur Vorwoche um rund ein Drittel gestiegen. Die Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) machte 54'268 Neuinfektionen aus.

    44 Fälle beträfen die sogenannte Delta-Plus-Variante. Die Delta-Variante ist landesweit mittlerweile für 99 Prozent aller Corona-Fälle im Land verantwortlich. PHE-Chefin Jenny Harries rief auch angesichts der geplanten Aufhebung aller Corona-Regeln zur Vorsicht auf. Sie wies aber darauf hin, dass Impfungen offensichtlich gegen die Delta-Variante wirken.

    epa09330594 England supporters celebrate England reaching the final after watching a public viewing of the UEFA EURO 2020 semi final soccer match between England and Denmark, in Boxpark, Croydon, London, Britain, 07 July 2021.  EPA/VICKIE FLORES
    Fans des englischen Fussballteams beim Public Viewing am 7. Juli im Londoner Boxpark.
    EPA

    «Die Daten zeigen weiterhin, dass dem starken Anstieg, den wir bei Neuinfektionen beobachten, kein ähnlicher Anstieg bei Krankenhauseinweisungen und Todesfällen folgt», sagte Harries. Zwei Impfdosen böten also ein grosses Mass an Schutz.

    Wegen der Delta-Variante war die Zahl der neuen Corona-Fälle in Grossbritannien in den vergangenen Wochen wieder in die Höhe geschossen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100'000 Menschen in einer Woche, stieg von unter 20 auf 267 am 3. Juli an. Dennoch will die Regierung von Premierminister Boris Johnson am 19. Juli alle verbliebenen Corona-Regeln aufheben.

  • 14 Uhr
    3,4 Millionen vollständig geimpft

    Vom 1. Juli bis 7. Juli sind in der Schweiz 445'763 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlichte. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 63'680 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 12 Prozent.

    Insgesamt wurden bis Mittwoch 7'967'962 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 3'442'430 Personen vollständig geimpft, das heisst 39,8 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1'083'102 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

    Es wurden bislang 8'312'800 Impfdosen an die Kantone ausgeliefert. Zudem sind noch 846'875 Impfdosen beim Bund gelagert. Da es regelmässig gelingt, mehr Dosen als ursprünglich von den Herstellern vorgesehen zu entnehmen, kann es sein, dass die Kantone mehr Impfdosen verabreichen, als sie gemäss offiziellen Zahlen erhalten haben.

  • 13.30 Uhr
    323 Neuinfektionen und ein Toter

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 323 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Das sind erneut mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche.

    Am vergangenen Freitag waren dem BAG noch 158 neue bestätigte Fälle gemeldet worden. Der 7-Tages-Schnitt der Delta-Variante machte vor zwei Wochen nach einer Schätzung des BAG basierend auf Stichproben bereits 44,6 Prozent aus.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es in den vergangenen zwei Wochen 27,37 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, stieg vor rund zehn Tagen auf 1,45.

    Zudem wurden am Freitag ein neuer Todesfall und sechs Spitaleinweisungen verzeichnet. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 67,3 Prozent. 2,8 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    In den vergangenen 24 Stunden wurden dem BAG 33'780 neue Corona-Tests gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 8'540'340 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 704'943 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

    29'234 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 10'370. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 1397 Menschen in Isolation und 2186 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 1008 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

  • 13.05 Uhr
    Kantone tauschen Hunderttausende Speicheltests aus

    Mehrere Kantone, darunter Graubünden, müssen wegen potenzieller Mängel Hunderttausende PCR-Speicheltests austauschen. Bei internen Qualitätskontrollen stellte die Lieferantin bei «gewissen Testkits» eine erhöhte Keimbelastung fest.

    Betroffen sind Testkits, in welchen die Lösung bereits im Probenröhrchen vorhanden ist, wie die Medizinalhändlerin Disposan aus Schlieren ZH mitteilte. Bei längerer Lagerung und erhöhten Temperaturen könne es zu einer Vermehrung von Keimen in der Kochsalzlösung kommen. Mit dieser wird beim Test der Mund gespült.

    Die betroffenen Testkits werden vorwiegend für PCR-Speicheltests bei repetitiven Testungen in einer Vielzahl von Kantonen eingesetzt. Allein in Graubünden sind an die 300'000 Testkits betroffen. Der Kanton verwendet sie für flächendeckende Testungen in Betrieben und Schulen. Als Vorsichtsmassnahme verfügte er einen Lieferstopp und der Austausch aller Tests.

    Daniel Meier Poolmanager transferiert eine kleine Menge des Speichelgemisches aus einem Teil der Klasse in ein versiegeltes Reagenzglas und liefert es zur Analyse ins Labor, fotografiert am 18. Mai 2021 im Kantonsschule Wiedikon in Zuerich. In der sechsten Klasse wird woechentlich ein Corona PCR-Speichelpooltest durchgefuehrt, um die Maturitaetspruefungen sicher durchfuehren zu koennen. Bei einem positiven Poolresultat finden die nachfolgenden Einzeltestungen an der Schule statt. Damit sich die Situation weiter beruhigen kann, hat sich die Kantonsschule Wiedikon entschieden, schrittweise repetitive Massentests durchzufuehren. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    PCR-Speicheltests in mehreren Kantonen sind mit Keimen belastet.
    Symbolbild: KEYSTONE

    Bei der üblichen, vorgeschriebenen Anwendung als Mundspülung bestünden «nach bisherigen Erkenntnissen keine Hinweise auf eine Gefährdung der Gesundheit der Anwenderinnen und Anwender», schrieb Disposan. Bisher seien keine krankheitsverursachenden Keime identifiziert worden. Die eingesetzte Kochsalzlösung habe auch keinen negativen Einfluss auf die Qualität der Testresultate.

    Das Unternehmen hat weitere analytische Abklärungen bei einem unabhängigen Labor für Lebensmittel- und Pharmaanalytik in Auftrag gegeben. Über die weiterführenden Analyseresultate will es bis Mitte Juli informieren. Neu gelieferten Testkits wurden modifiziert: Neu befindet sich die Kochsalzlösung nicht mehr im Probenröhrchen, sondern wird in einer separaten, verschweissten Ampulle mitgeliefert.

  • 13 Uhr
    Vater kann keine Anzeige wegen Quarantäne stellen

    Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde eines Vaters aus dem Kanton Zürich nicht eingetreten, dessen Tochter vergangenen Dezember zusammen mit der ganzen Schulklasse in Quarantäne geschickt wurde. Der Mann reichte Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und Verleumdung gegen die Leiterin des schulärztlichen Dienstes ein.

    Die Staatsanwaltschaft Zürich überwies den Fall im Februar an das Obergericht. Dieses musste darüber entscheiden, ob eine sogenannte Ermächtigung für die Durchführung einer Strafuntersuchung erteilt wird. Dies ist in solchen Fällen üblich. Neben den genannten Vorwürfen hatte der Vater die Leiterin auch wegen Verstössen gegen das Epidemiegesetz angezeigt.

    Das Bundesgericht bestätigt in seinem am Freitag veröffentlichten Urteil die Ausführungen des Obergerichts. Ob die Quarantäne verhältnismässig gewesen sei oder nicht, und ob die Leiterin des Schuldienstes ihre Amtspflichten verletzt habe, hätte in einem Verwaltungsverfahren geprüft werden müssen.

    Angesichts der Ausbreitung der Pandemie im vergangenen Dezember sei eine Verletzung der Amtspflicht jedoch nicht ersichtlich. Das Bundesgericht sieht auch keine Hinweise auf eine Freiheitsberaubung. Und entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei die Aussage, jemand habe Kontakt mit einer an Corona erkrankten Person gehabt, nicht ehrenrührig.

    Der Vater führte laut Urteil unter anderem aus, die PCR-Tests seien nicht zuverlässig. Deshalb sei es nicht zulässig, darauf basierend eine Quarantäne zu veranlassen. Weiter stellte er sich auf den Standpunkt, dass asymptomatische Personen das Corona-Virus nicht weiterverbreiten könnten. Das habe auch die Leiterin des schulärztlichen Dienstes gewusst.

    Dem hält das Bundesgericht entgegen, weder die Schulmedizin noch der Bundesrat seien im Dezember 2020 davon ausgegangen, dass eine erkrankte Person ohne Symptome die Krankheit nicht weitergeben könne. (Urteil 1C_280/2021 vom 24.6.2021)

  • 12.35 Uhr
    Delta-Variante in Frankreich auf dem Vormarsch

    Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter aus und dürfte bald überwiegen. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte am Freitag im Sender France Inter, Delta werde vermutlich schon am Wochenende die vorherrschende Variante in Frankreich sein.

    Trotz steigenden Inzidenzwerts sei man aber nicht zwangsläufig in einer neuen Infektionswelle. Es gebe nur eine Woche Rückschlag, sagte Véran. Man könne auf gute Neuigkeiten hoffen, müsse aber wachsam bleiben.

    epa09257208 Customers seat during their lunch at the 'La Fontaine de Mars' restaurant on the day of the reopening of the bars and restaurants inside and on terraces in Paris, France, 09 June 2021. France reopens bars and restaurants nationwide after easing of coronavirus health measures amid the Covid-19 pandemic.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
    En Guete: Zmittag im La Fontaine de Mars in Paris am 9. Juli.
    EPA

    Die Anzahl der Neuansteckungen je 100'000 Menschen innerhalb einer Woche war in Frankreich über Wochen zurückgegangen. Seit Ende Juni steigt sie aber wieder leicht. Zuletzt lag der Wert landesweit bei etwa 27, in der französischen Hauptstadt Paris betrug er rund 63.

    Der Wissenschaftliche Rat, der die Regierung im Vorgehen gegen das Coronavirus berät, warnte in einer Empfehlung, das aktuelle Impfniveau alleine werde eine neue Welle durch die Delta-Variante nicht verhindern.

    Das Gremium rät unter anderem dazu, die Maximalzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Veranstaltungen herabzusetzen. Das Fachteam sprach sich ausserdem für eine verpflichtende Impfung für Pflegekräfte aus. Frankreichs Regierung erwägt derzeit, eine solche Verpflichtung zu schaffen, und hat damit teils heftige Diskussionen ausgelöst.

  • 10.50 Uhr
    Weitere Infos zur Auffrischung

  • 8.40 Uhr
    Auffrischungs-Impfung wohl nach sechs Monaten erforderlich

    Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus.

    «Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung», hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung.

    Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, «dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird». Bei einer laufenden Studie zu einer dritten Impfung seien «ermutigende Daten» zu beobachten, teilten die beiden Unternehmen mit. Details sollten bald in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert werden.

    epa08898701 A woman walks in front of the headquarter of biopharmaceutical company Pfizer in Paris, France, 21 December 2020. The European Commission approved to use  the Pfizer Biontech vaccine after the European Medicines Agency (EMA) gave the green light to European countries to start COVID-19 vaccinations in the coming days, following regulatory approval for the use of a shot jointly developed by US company Pfizer and its German partner BioNTech.  EPA/Julien de Rosa
    Aller guten Dinge sind drei: Pfizer/Biontech-Impfstoffe müssen wohl nach sechs Monaten aufgefrischt werden.
    EPA

    Ausserdem sei geplant, die Daten in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, dem europäischen Pendant EMA und bei anderen Zulassungsbehörden einzureichen. Pfizer und Biontech gingen davon aus, dass eine dritte Dosis das höchste Schutzniveau gegenüber allen bisher getesteten Coronavirus-Varianten erhalte. Das gelte auch für die sich ausbreitende Delta-Variante. Man entwickle zugleich aber auch eine angepasste Version des gemeinsamen mRNA-Impfstoffs.

    Kurz nach dem Statement von Pfizer und Biontech hiess es am Donnerstag in einer von US-Medien verbreiteten Mitteilung der FDA und der US-Gesundheitsbehörde CDC, Amerikaner, die vollständig geimpft seien, benötigten derzeit keine Auffrischungsimpfung. Man sei aber auf die Verabreichung von Auffrischungsdosen vorbereitet, sollten wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sie notwendig seien. Die US-Gesundheitsbehörden untersuchten die Frage, verliessen sich dabei aber nicht ausschliesslich auf Daten von Pharmafirmen.

  • 7.35 Uhr
    Oberste Apothekerin will Impf- zu Testzentren machen

    Die Apotheken in der Schweiz kommen wegen des grossen Andrangs nach Tests an den Anschlag. Die Nachfrage ist laut Martine Ruggli, Präsidentin des Schweizerischen Apothekerverbandes so gross, dass die Apotheken nicht mehr alles stemmen können.

    Wer in die Ferien verreisen oder einen Club besuchen will, braucht das Covid-Zertifikat. Und weil die Mehrheit noch nicht doppelt geimpft ist, traben die Leute gleich reihenweise zum Testen an, wie Ruggli in einem Interview mit dem «Blick» sagte.

    Eine Apothekerin beseitigt ein Hinweisschild in einer Apotheke in Zuerich am Samstag, 26. Juni 2021. Ab Samstag, 26. Juni 2021, werden die Massnahmen gegen das Coronavirus stark reduziert und vereinfacht. Keine Kapazitaetsbeschraenkungen mehr fuer Laeden, Freizeit- und Sporteinrichtungen. (KEYSTONE/Walter Bieri)
    Apotheke in Zürich – bald auch ein Testzentrum?
    KEYSTONE

    Die Grundproblematik liege darin, dass die Antigen-Schnelltests nur zwei Tage gültig seien. Die meisten Personen, die sich derzeit testen liessen, wollten in die Ferien. Und weil ein Grossteil am Samstag verreise, sei das Testvolumen vor dem Wochenende extrem.

    Es sei problematisch, dass die Zahl der Impfungen derzeit sinke. Die Bevölkerung sollte solidarisch sein und sich impfen lassen. Gleichzeitig schaffe es aber Platz in den Impfzentren. «Wir sollten diese Impfzentren vorübergehend zu Testzentren umfunktionieren».

    Dies vor allem am Wochenende, wenn die Impfzentren nicht ausgelastet seien, die Nachfrage nach Tests aber umso höher sei, sagte Ruggli weiter. Auch das Gesundheitspersonal wäre in den Impfzentren ja bereits vorhanden. Wer impfen könne, könne auch testen.

  • 7.10 Uhr
    Südkorea mit höchster Ansteckungszahl

    Südkorea verzeichnet derzeit den stärksten Anstieg der Neuansteckungen mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen 24 Stunden wurden 1316 neue Fälle gemeldet, wie die Behörden in Seoul am Freitag mitteilten. Regierungschef Kim Boo-Kyum kündigte für die Hauptstadt eine deutliche Verschärfung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens an.

    In Seoul, in dessen Metropolregion die grosse Mehrheit der Neuansteckungen festgestellt wurde, gelte ab Montag maximales Krisenniveau, sagte Kim. Nach 18 Uhr sind dann keine Treffen in Gruppen von mehr als zwei Menschen mehr erlaubt und die Schulen werden geschlossen.

    Südkorea galt lange als Vorbild im Kampf gegen die Pandemie. Die Südkoreaner halten sich weitgehend diszipliniert an Hygiene- und Distanzvorgaben. Aufgrund von Lieferengpässen und später Bestellungen lief die Impfkampagne allerdings spät und schleppend an. Infektionsherde bildeten sich zuletzt etwa in Schulen, Büros und Einkaufzentren und häufig unter jüngeren Menschen, die für die Impfung noch nicht in Frage kommen.

  • 6:10 Uhr
    Reproduktionszahl in Deutschland über Schwelle von 1

    Für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus entscheidend ist die Reproduktionszahl. Diese liegt in Deutschland laut dem Robert Koch-Institut (RKI) nun wieder über der kritischen Schwelle von 1.

    So gab das RKI den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Donnerstag mit 1,09 an (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen. Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1.

    Most tests for the new strain of coronavirus involve taking a swab sample for analysis
    Positive Testergebnisse sind wieder immer häufiger, weil wieder jeder Mensch mindestens einen andern ansteckt (Reproduktionszahl ist grösser als 1).
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  • 5:46 Uhr
    Nur wenige Erkrankungen trotz Impfung

    Die Effektivität von Impfungen gegen Sars-CoV-2 bewertet das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) als hoch. Dennoch kann es bei vollständig Geimpften zu Erkrankungen kommen – wenn auch selten.

    Bislang sind in Deutschland 3806 Menschen trotz vollständigem Impfschutz an Covid-19 erkrankt – bei rund 975'000 registrierten Corona-Erkrankungen insgesamt im selben Zeitraum.

    Zum Stichtag 4. Juli hatten in Deutschland rund 25 Millionen Menschen einen vollständigen Impfschutz, wie aus RKI-Daten hervorgeht. Das bedeutet eine Ansteckungsrisiko von rund 0,15 Promille. Oder anders ausgedrückt: Nur rund eine von 6500 Personen wird infiziert.

    Impfen schützt effektiv: Nur 0,15 Promille infizieren sich trotzdem mit dem Virus.
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  • 5:10 Uhr
    Deutlicher Geburtenrückgang in Europa und USA

    Die Zahl der Neugeborenen in Europa und den USA ist nach Erkenntnissen der den Vereinten Nationen aufgrund der Corona- Pandemie teilweise deutlich zurückgegangen. «Veränderungen der menschlichen Geburtenrate sind bei neun Monaten Schwangerschaft kurzfristig nie offensichtlich, aber mit Fortdauer der Pandemie wird der Rückgang der Geburtenraten immer deutlicher», heisst es in einer Studie des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Der UNFPA will die Untersuchung am Weltbevölkerungstag am 11. Juli veröffentlichen.

    Die Daten aus 19 europäischen Ländern und den USA zeigen seit Oktober 2020 «starke Geburtenrückgänge» gegenüber den Vorjahresmonaten. Allein in den 15 untersuchten Ländern der EU ging die Zahl der Babys im Oktober um 3, im November um 5 und im Dezember 2020 um 8,1 Prozent zurück. Rachel Snow, führende Populationsexpertin des UNFPA, erklärt: «Die meisten Menschen würden in unsicheren Zeiten lieber weniger Kinder haben – und die Frage ist, ob sie die Mittel dazu haben». Diese Voraussetzung sei in Europa sicherlich gegeben.

    Auch in den USA ist der Einfluss der Pandemie dem Bericht zufolge deutlich. Im Bundesstaat Kalifornien wurden demnach im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat 10,5 Prozent weniger Babys geboren – in Florida waren es 7,2. Zudem hätten Umfragen in den Vereinigten Staaten nahegelegt, dass Paare Schwangerschaftspläne absichtlich auf Eis legten und weniger Sex hatten. Auch Internet-Suchanfragen zu schwangerschaftsbezogenen Themen seien zurückgegangen.

    Auf der anderen Seite gibt es in einigen schlechter entwickelten Ländern dem Bericht nach Anzeichen für eine gegenläufige Entwicklung. Dort seien die Menschen laut Snow auch wegen schlechteren Zugangs zu Verhütungsmitteln und sexueller Aufklärung weniger gut in der Lage, die Anzahl der Geburten zu reduzieren, wenn sie wollten. «Das sehen wir jetzt in Bangladesch und wir haben in Malawi eine Zunahme der Teenager-Schwangerschaften beobachtet, ähnliche Hinweise gibt es aus Mexiko.»

    Woman holding her newborn after birth in hospital.
    Eine Frau im Spital hält ihr Neugeborenes im Arm.
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  • 4:55 Uhr
    Auffrischungs-Impfung nach sechs Monaten erforderlich

    Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus. «Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung», hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, «dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird».

    Bei einer laufenden Studie zu einer dritten Impfung seien «ermutigende Daten» zu beobachten, teilten die beiden Unternehmen mit. Details sollten bald in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert werden. Ausserdem sei geplant, die Daten in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, dem europäischen Pendant EMA und bei anderen Zulassungsbehörden einzureichen. Pfizer und Biontech gingen davon aus, dass eine dritte Dosis das höchste Schutzniveau gegenüber allen bisher getesteten Coronavirus-Varianten erhalte, hiess es weiter. Das gelte auch für die sich ausbreitende Delta-Variante. Man entwickle zugleich aber auch eine angepasste Version des gemeinsamen mRNA-Impfstoffs.

    Kurz nach dem Statement von Pfizer und Biontech hiess es am Donnerstag in einer von US-Medien verbreiteten Mitteilung der FDA und der US-Gesundheitsbehörde CDC, Amerikaner, die vollständig geimpft seien, benötigten derzeit keine Auffrischungsimpfung. Man sei aber auf die Verabreichung von Auffrischungsdosen vorbereitet, sollten wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sie notwendig seien. Die US-Gesundheitsbehörden untersuchten die Frage, verliessen sich dabei aber nicht ausschliesslich auf Daten von Pharmafirmen.

    Close up of doctor preparing injection for vaccination in clinic. Hands of a female doctor preparing flu injection.
    Eine Ärztin bereitet die Spritze für eine Corona-Impfung vor.
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