«Signal an Bern»

Ostschweizer Kantone weiten die Maskenpflicht aus

uri/SDA

1.12.2021

Die Vertreter der Ostschweizer Kantone berichten auf einer Medienkonferenz in St. Gallen über die neuen Massnahmen. 
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Wegen der angespannten Corona-Lage haben die Ostschweizer Kantone weitere Massnahmen beschlossen. «Die kommenden Wochen sind matchentscheidend», heisst es an der Medienkonferenz. 

uri/SDA

1.12.2021

Die erweiterte Maskenpflicht

  • Die Kantone St. Gallen, Thurgau sowie beide Appenzell haben eine erweiterte Maskenpflicht beschlossen. Diese gilt:
  • an Veranstaltungen im Innen- und Aussenbereich, darunter Konzerte, Partys sowie in Kinos und Theatersälen.
  • an Märkten und Messen.
  • an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, etwa auf dem Perron oder an Bushaltestellen;
  • in Spitälern und Kliniken, Alters- und Pflegeheimen sowie in Wohnheimen für Menschen mit einer Behinderung.
  • St. Gallen hat zudem eine Maskentragpflicht in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen beschlossen. Dazu gehören Museen, Bibliotheken, Fitnesscenter und Bäder sowie Bars und Clubs.
  • Ausserdem raten die Ostschweizer Kantone zur Arbeit im Homeoffice und erinnern an die Hygieneregeln.

Zusammenfassung

In den vier Ostschweizer Kantonen St. Gallen, Thurgau und beiden Appenzell gilt ab Freitag eine erweiterte Maskenpflicht. Betroffen sind Konzerte, Partys und weitere Veranstaltungen im Innen- und Aussenbereich, Kinos, Theater, Messen und Märkte, Spitäler und Heime sowie ÖV-Haltestellen.

Der St. Galler Gesundheitsdirektor Bruno Damann, die Thurgauer Regierungspräsidentin Monika Knill, der Ausserrhoder Landammann Dölf Biasotto und die Innerrhoder Gesundheitsdirektorin Monika Rüegg Bless informierten am Mittwoch in St. Gallen über die Massnahmen. In St. Gallen gilt die erweiterte Maskenpflicht bereits ab Donnerstag.

Mit den abgestimmten Massnahmen reagieren die Ostschweizer Kantone auf die steigende Zahl von Corona-Patienten in den Spitälern. «Ohne Gegenmassnahmen droht eine Überlastung der Spitalkapazitäten», teilten sie mit. Der Kanton St. Gallen geht noch einen Schritt weiter und erlässt eine Maskenpflicht für sämtliche öffentlich zugänglichen Innenräume.

Dazu gehören laut dem St. Galler Communiqué Museen und Bibliotheken, Fitnesszentren und Bäder, Bars und Klubs. Zudem dürfen Speisen und Getränke an öffentlichen Orten nur noch im Sitzen konsumiert werden. Die Maskentragpflicht gelte unabhängig von der Zertifikatspflicht, hiess es. Sie gilt für alle Personen ab zwölf Jahren.

Weiter rufen die vier Regierungen die Arbeitgeber dazu auf, für ihre Mitarbeitenden «wieder vermehrt Homeoffice einzuführen, soweit dies möglich ist». Zudem solle die Bevölkerung die bereits bekannten Hygiene-Empfehlungen - Hände waschen oder desinfizieren, lüften, Abstand halten – wieder stärker beachten, hiess es.

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  • 10.37 Uhr 
    Die Medienkonferenz ist zu Ende

    Weitere Nachfragen bleiben aus – die Medienkonferenz ist damit beendet. Wir danken für das Interesse. 

  • 10.36 Uhr 
    Kommen die Massnahmen für Clubs und Restaurants nicht zu schnell?

    Ein Journalist will wissen, ob die neuen Regelungen, die bereist ab Donnerstag greifen, etwa für die Gastronomie oder Nachtclubs nicht zu schnell kommen würden.

    Damann sagt, dass die Massnahmen wie etwa die Maskenpflicht in Clubs  oder auch die Konsumation im Sitzen harte Massnahmen für Betreiber seien. Das sei den Kantonen durchaus bewusst. Auch sei klar, dass nun Härtefallgelder wieder zum Thema werden könnten.

  • 10.33 Uhr 
    Warum hat man die Massnahmen nicht schon zuvor eingeführt?

    Damann sagt, man habe bereits in der letzten Woche Massnahmen ergriffen, etwa die Maskenpflicht in Spitälern, Heimen und Schulen. Zudem habe man auch bereits eine Homeoffice-Empfehlung abgegeben. Nun habe man in einer Telefonkonferenz entschieden, dass die Ostschweizer Kantone gemeinsame Massnahmen einführen wollten. Das dauere dann halt etwas.

  • 10.32 Uhr
    Bis wann gelten die Massnahmen?

    «Wir haben für diese Massnahmen bis jetzt keine Befristungen festgelegt», heisst es. Im Thurgau sollen die Massnahmen bis zum Ende der Sportferien im Januar gültig sein. St. Gallen hat ebenfalls keine Befristung.

  • 10.30 Uhr
    Was gilt auf Weihnachtsmärkten?

    Damann sagt, man dürfe auf Märkten nur im Sitzen konsumieren und man müsse dann auch ein 3G-Zertifikat vorweisen. Dann könnten die Leute auch wie im Restaurant essen.

  • 10.28 Uhr 
    Warum gibt es bei Veranstaltungen kein 2G?

    Damann verweist hier auf ein  Problem beim Datenschutz, das erfordere, dass Getestete in diesem Fall eine andere App haben müssten. 

  • 10.27 Uhr 
    Wie sehen die Ostschweizer Kantone die Vorschläge des Bundes?

    Monika Rüegg Bless sagt, eine Abstimmung in 24 Stunden sei «eine grosse Herausforderung». Noch hätten die Ostschweizer Kantone ihre gemeinsame Position dazu aber noch nicht formuliert.

  • 10.24 Uhr 
    Die Fragerunde ist eröffnet

    Ein Journalist will wissen, wie es mit der Maskenpflicht beim Sport aussehen wird. Damann sagt, beim Individualsport werde sie wohl nicht kommen. Man warte aber noch auf Aussagen des Bundesrats.

  • 10.22 Uhr 
    «Wir müssen jetzt sofort reagieren»

    «Wir müssen jetzt sofort reagieren», sagt Damann. Die Bevölkerung habe die Massnhamen nun zu befolgen, appelliert er. Über 80 Prozent der Covid-Patienten in den Spitälern seien Ugeimpfte. «Lassen sie sich impfen, das ist eine Möglichkeit, um aus der Pandemie zu kommen.» Man müsse nun auch die Booster forcieren. Bei den Älteren in den Heimen sei man damit bereits durch.

    Er erwarte nun eine schwierige Zeit mit der Omikron-Variante, so Damann. Man wisse derzeit leider auch nicht, ob die Impfung nütze. Sein Appell an alle: «Macht mit: Befolgt die Massnahmen.»

  • 10.21 Uhr
    Weniger küssen

    «Die Adventszeit ist eine Zeit, in der man zusammenrückt», sagt der Ausserrhoder Landammann . Doch dieses Jahr sollte es etwas weniger Umarmen und Küssen sein. «Das schmerzt», weiss Dölf Biasotto. Impfen, Testen, Abstand und Masken seien die vier Säulen, auf denen die kantonalen Massnahmen fussen, erklärt er, bevor er das Wort wieder abgibt.

  • 10.20 Uhr 
    «Signal an den Bund»

    Der Landammann des Kantons Appenzell Ausserrhoden Dölf Biasotto erklärt die kommenden Wochen für matchentscheidend. Die nun von den  Ostschweizer Kantonen ergriffenen Massnahmen sieht er als «ein Signal an den Bund.»

  • 10.12 Uhr
    Massnahmen an den Schulen

    Die Kantone stünden nun in der besonderen Verantwortung bei den Schulen. Alle Ostschweizer Kantone würden nun eine erweiterte Maskenpflicht für alle Schüler ab der Sekundarstufe 1 und für alle Angestellten an den Schulen einführen. Weitere Massnahmen seien präventiv-repetitive und Ausbruchstests.

  • 10.11 Uhr
    Sorge vor psychischer Gesundheit von Schülern

    Für die Schulen werde man neben der Expertensicht auch die der Schüler und Eltern miteinbeziehen, sagt Knill. «Mir persönlich bereitet die psychische Gesundheit der jungen Generation Sorgen», sagt Knill. Schulleitungen würden von mehr psychischen Störungen bei Schülern berichten. 

  • 10.07 Uhr 
    Situation an den Schulen

    Regierungsrätin Monika Knill vom Kanton Thurgau berichtet von den hohen Zahlen in den Schulen. Alle Kantone würden nun die Schutzmassnahmen in den Schulen konsequent umsetzen, damit der Schulbetrieb weitergehen könne. 

  • 10.06 Uhr
    Massnahmen in Appenzell Innerrhoden

    Statthalterin Monika Rüegg Bless erklärt, der der Regierungsrat von Appenzell Innerrhoden habe eine Zertifikats- und Maskenpflicht in Innen- und Aussenräumen von medizinischen Einrichtungen beschlossen. Auch sollten die Leute mehr das Homeoffice nutzen.

  • 10.04 Uhr 
    Maskenpflicht in St. Gallen

    «Wir wollen keinen Flickenteppich», sagt Damann. Dennoch sei die Lage in seinem Kanton noch etwas schwieriger, weshalb man in St. Gallen ab morgen noch die Maskenpflicht in Innenräumen wie Museen oder Diskotheken beschlossen habe.

  • 10 Uhr 
    Die Medienkonferenz beginnt

    «Die Lage ist immer noch ernst», orndet der St. Galler Regierungsrat Bruno Damann die Situation der Kantone der Ostschweiz ein. Auch in den Spitälern seien die Zahlen hoch. Den Kantonsregierungen sei es wichtig, dass sie gemeinsam entschieden hätten. So solle auch verhindert werden, «dass es zu einer Art Tourismus kommt».