Absage an Reservationspflicht in Zügen und Bussen

SDA/uri

22.2.2021 - 07:55

Zahlreiche Zugpassagiere muessen in einem vollen SBB-Zugswagen stehen, fotografiert am Sonntagabend, 14. Februar 2021, in Zuerich. Aufgrund von technischen Problemen wurde ein Zug ersatzlos gestrichen, wodurch der naechste Zug ueberfuellt war. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Zugpassagiere in einem vollen SBB-Zug am 14. Februar 2021, nachdem zuvor ein Zug ausgefallen war.  (Archiv)
Bild: Keystone

Eine Beschränkung der Passagierzahlen in Zügen und Bussen während der Corona-Pandemie ist in der Schweiz kein Thema, wie der Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr erklärt.

Trotz zeitweise grossem Passagierandrang steht für den Verband öffentlicher Verkehr (VöV) eine Reservationspflicht und damit eine Beschränkung der Passagierzahlen in Zügen und Bussen nicht zur Diskussion. Grund ist die Transportpflicht im öffentlichen Verkehr.

Man habe sich eine Reservationspflicht zwar überlegt, sagte VöV-Direktor Ueli Stückelberger, am Montag in der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF. Doch sei die Lage eine andere als für Bergbahnen, für die wegen der Pandemie Beschränkungen gelten. «Im öffentlichen Verkehr besteht eine Transportpflicht.»

«Wir möchten immer alle Leute transportieren können», erklärte Stückelberger. Die Transportunternehmen versuchten deshalb, auf anderem Weg, das Ziel zu erreichen. Viele, darunter SBB und Postauto, setzten zusätzliche Züge oder Busse ein, damit die Kundenströme möglichst verteilt werden könnten.

«Wir appellieren an die Kunden, zu schauen und gut belegte Züge möglichst zu meiden», sagte Stückelberger. Ausserdem würden Züge und Busse gereinigt. Die Transportunternehmen unternähmen also sehr viel. «Aber irgendwo stösst man auch an Grenzen.»

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