Coronavirus – Schweiz Rolle der Kinder bei Übertragung des Coronavirus bleibt unsicher

SDA/tpfi

1.5.2020

Kinder stecken sich weniger oft an als Erwachsene, so Matthias Egger, Präsident der Taskforce des Bundes. (Symbolbild)
Kinder stecken sich weniger oft an als Erwachsene, so Matthias Egger, Präsident der Taskforce des Bundes. (Symbolbild)
Bild: Marta Fernández Jara/Europa Press/dpa

Die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Übertragung des Coronavirus bleibt höchst unsicher. Das steht in einer am Freitag publizierten Untersuchung der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce des Bundes.

Es brauche dringend grössere Studien, welche weitere Erkenntnisse bringen sollen, schreiben die Wissenschaftler. Bis dahin sollten Unsicherheiten klar kommuniziert werden — auch im Hinblick auf die Wiedereröffnung von Schulen und das Erlauben von sportlichen Aktivitäten.

«Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kinder das Virus weitergeben können», sagte Matthias Egger, Präsident der Taskforce des Bundes, am Freitag vor den Bundeshausmedien. Sie steckten sich aber weniger oft an als Erwachsene. Das Risiko für eine Ansteckung sei etwa ein Drittel so gross wie bei Erwachsenen.

«Diese Epidemie wird also nicht durch die Kinder angetrieben», sagte Egger. Sie spielten nicht eine wichtige Rolle in dieser Epidemie. Auch Epidemiologie Marcel Salathé stützte diese Aussage.

«Kranke Kinder sind ansteckend»

Es bestehe also kein Problem, wenn jetzt die Schulen eröffnet würden, unterstrich Daniel Koch, Delegierter des Bundes für Covid-19, seine Aussagen der vergangenen Wochen. «Es wird nicht zu einer Epidemie zwischen den Kindern kommen.» Auch Umarmungen von Kleinkindern mit Grosseltern seien nicht problematisch.

Koch betonte, dass seine Aussagen selbstverständlich für gesunde Kinder gälten. «Kranke Kinder können das Virus selbstverständlich weitergeben.» Aber kranke Kinder gehörten nicht in die Schule und auch nicht ins Haus der Grosseltern.

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