So tönt das Echo auf die stillgelegten Trychler

aru

11.11.2021

#LieberTee

#LieberTee

11.11.2021

Die Massnahmengegner*innen verspielen sich derzeit viele Sympathien bei gemässigten Impf-Skeptiker*innen. Zwei Hashtags stechen in den sozialen Medien heraus.

aru

11.11.2021

Welches ist dein Lieblingstee? Diese Frage stellen derzeit zahlreiche Twitter-Nutzer*innen. Dabei interessieren sie sich nicht dafür, ob man eher der Fenchel- oder der Rooibos-Trinker ist, sondern erlauben sich einen Seitenhieb auf die Gegner der Corona-Massnahmen. Lieber Tee trinken, als Liberté schreien, lautet das Motto. Der Hashtag dazu: #lieberTee.

Den Massnahmengegner*innen weht in den sozialen Medien ein kalter Wind entgegen. Seit einigen Tagen trendet auch der Hashtag #TrychlerGrounding. Auch damit machen sich die Nutzer*innen lustig über die Massnahmengegner. 

Diese verspielen sich derzeit nämlich die Sympathien von gemässigten Massnahmen-Gegnern, wie der «Blick» schreibt. Der Hashtag startete, nachdem am Montag eine Demonstration von Corona-Skeptiker*innen am Zürcher Hauptbahnhof von der Polizei im Keim erstickt wurde. Auch die Sabotage verschiedener Konzerte Schweizer Künstler*innen im Rahmen der Impf-Woche stösst auf viel Ablehnung. So sicherten sich Impf-Skeptiker*innen zahlreiche Tickets, erschienen aber nicht. Künstler wie Stress oder Stefanie Heinzmann sangen daher vor wenigen Dutzend Personen.

Seinen Ursprung hat der Tweet in einem Bild von der Demo im Zürcher Hauptbahnhof. Darauf sind auf den Boden abgestellte Trychlen zu sehen, die lediglich wenige Minuten im Einsatz gewesen sein sollen.

Auch der Leiter der Ja-Kampagne zum Covid-Gesetz, Peter Metzinger, spannt in den TrychlerGrounding-Kanon ein.

Manche Nutzer*innen finden klare Worte. @alpentarn schlägt beispielsweise vor, die Trychler auf einen 100-Kilometer-Marsch zu schicken – natürlich mit den schweren Kuhglocken.

Zahlreiche Nutzer*innen verschaffen ihrer Frustration Luft und hoffen, dass es mit der «Tyrannei der Ungeimpften» bald vorbei ist.

Für die Fans der Freiheitstrychler ist der Fall klar. Sie wittern eine minutiös geplante Kampagne der Befürworter des Covid-Gesetzes. Der «wirre Hashtag» sei von einer Kommunikations-Agentur, die nichts tauge, kreiert worden. Diese werde vom Bund mit rund 100 Millionen Franken Steuergeld gefüttert.