Besuch in Luzern

Sommaruga macht sich ein Bild von der Spitex-Arbeit

SDA/gbi

16.11.2020

Simonetta Sommaruga, hier an einer Pressekonferenz in Bern. 
Bild: Keystone

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat sich am Montag in Luzern über die Arbeit des Spitex Kantonalverbands in Zeiten der Pandemie informiert – und zeigte sich zuversichtlich.

Ihr Besuch bei der Spitex habe ihr gezeigt, dass in diesem Land vieles möglich sei – das sagte Simonetta Sommaruga am Montag in Luzern. Zwar sei die Situation trotz etwas weniger neuen Infektionsfällen nach wie vor ernst, sagte die Bundespräsidentin vor den Medien. Doch nach dem Austausch mit den Spitex-Verantwortlichen sowie der Kantons- und Stadtregierung in Luzern habe sie festgestellt, dass vieles gut laufe. Die Spitex etwa leiste wichtige Arbeit in der Pandemie.

Im Kanton Luzern ist die Spitex laut Präsident Jim Wolanin anders als in anderen Kantonen mit den Behörden bestens vernetzt. Man sei denn auch von Anfang an in die Bekämpfung des Virus miteinbezogen gewesen. Die Spitex-Mitarbeitenden seien erfahren im Umgang mit Viren.



Auch deshalb habe man zusätzliche Aufgaben wie die Massentest in den Drive-in-Centren übernehmen können. Das Luzerner Spitex-Modell nimmt laut Wolanin eine Musterfunktion ein. Den Besuch der Bundespräsidentin bezeichnete er als Zeichen der Wertschätzung. "Es ist mehr als Applaus." Auch Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) nannte den Beitrag der Spitex "enorm wichtig".

Kultur und Tourismus

Bundespräsidentin Sommaruga sprach auch die Situation in den Zentralschweizer Spitälern an. Diese hätten die Situation im Griff, man habe viel gelernt aus der ersten Welle. Angesprochen auf die Kritik einiger Spitäler an Bundesrat Alain Berset (SP) im Bezug auf die Bettenkapazitäten auf den Intensivstationen sagte sie, es habe zwischen Bund und Kantonen auch Reibungen gegeben, man könne aber darüber sprechen.

Neben der Gesundheitssituation waren beim Austausch mit der Bundespräsidentin in Luzern auch Tourismus und Kultur ein Thema. Der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli (SP) sagte, Bund und Kanton hätten eine sehr gute Unterstützung geleistet im Bereich Kultur. "Es ist wichtig, dass diese Hilfen auch in nächster Zeit weitergeführt werden könne." Er habe bei Sommarugas Besuch dafür viel Verständnis gespürt.

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