SRG streicht 250 Stellen und will 50 Millionen Franken sparen

gbi

29.9.2020

Blick in ein Studio von Schweizer Radio- und Fernsehen SRF (Symbolbild). 
Bild: PPR/obs/SRG Deutschschweiz/Danielle Liniger

Die SRG will sparen: In den nächsten vier Jahren werden deshalb 250 Vollzeitstellen abgebaut, wie heute bekanntgegeben wurde. Als Grund nennt die SRG die Auswirkungen der Covid-Pandemie.

Beim Schweizer Radio und Fernsehen spürt man die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Weniger Werbeeinnahmen, ausgefallene Kultur- und Sportveranstaltungen – unter dem Strich seien die Einnahmen im ersten Halbjahr um 65 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, teilte die SRG am Donnerstag mit.

Der Einnahmerückgang seit 2017 betrage insgesamt fast hundert Millionen Franken, und  auch die Aussichten für die nächsten Jahre blieben herausfordernd.

Die SRG reagiert darauf mit dem Rotstift: In den nächsten vier Jahren (2021 bis 2024) werde ein Sparprogramm im Umfang von 50 Millionen Franken umgesetzt. Das habe auch den Abbau von 250 der insgesamt 5'500 Vollzeitstellen zur Folge. 

«Diese Reduktion wird hauptsächlich über natürliche Fluktuationen realisiert, Entlassungen sind aber nicht zu vermeiden», heisst es im Communiqué der SRG. Geplant seien deshalb zusätzlich zum Sozialplan spezielle Begleitmassnahmen im Bereich der beruflichen Umschulung sowie der freiwilligen Frühpensionierung.

Streaming-Plattform startet im November

Gleichzeitig setze die SRG die Transformation des Service public, die 2018 nach Annahme der No-Billag-Abstimmung eingeleitet worden seien, weiter fort. So wolle man im November 2020 die neue nationale Streaming-Plattform Play Suisse lancieren. Dort sollen Schweizer Filme, Serien und Dokumentationen angeboten werden. Damit reagiere man auf die verstärkte digitale Mediennutzung.

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