SVP-Präsident Chiesa will Pflegende zur Impfung verpflichten

SDA/uri

16.11.2021 - 07:18

Marco Chiesa, Staenderat SVP-TI und Parteipraesident SVP, spricht waehrend einer Medienkonferenz zum Covid-19-Gesetz, am Freitag, 15. Oktober 2021, in Bern. Die SVP lehnt das Covid-19-Gesetz ab. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
In der Corona-Politik ist in den letzten eineinhalb Jahren nach Ansicht von SVP-Parteipräsident und Ständerat Marco Chiesa einiges schiefgelaufen. (Archivbild)
Bild: Keystone

Von einer allgemeinen Impfpflicht hält SVP-Präsident Chiesa nichts. Beim Pflegepersonal mache sie aber «durchaus Sinn». Kritik äussert er am Covid-19-Zertifikat, das er ein «Disziplinierungsinstrument» nennt. 

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16.11.2021 - 07:18

SVP-Präsident Marco Chiesa ist gegen eine allgemeine Impfpflicht  in der Corona-Pandemie. Aber bei Pflegenden, die mit verletzlichen Menschen zu tun hätten, mache eine Impfpflicht durchaus Sinn, sagte Chiesa in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen.

Noch sicherer wären aber Tests, weil geimpfte Personen trotzdem ansteckend sein könnten. Er selber sei geimpft. Aber er werde seine Kinder nicht zwangsimpfen lassen. «Wir sollten akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht impfen lassen wollen. Sonst riskieren wir, dass sich die Impfskeptiker radikalisieren», sagte Chiesa.

Covi-19-Zertifikat als «Disziplinierungsinstrument»

Kritik äussert der SVP-Parteipräsident am Covid-19-Zertifikat. Bei dessen Einführung sei man davon ausgegangen, dass es vor allem für Reisen ins Ausland eingesetzt werden sollte und nicht im Alltag im Inland. Das Zertifikat habe keinen epidemiologischen Wert, sondern sei nur ein «Disziplinierungsinstrument».

Vieles sei während der Coronakrise in den letzten eineinhalb Jahren schiefgelaufen. Bei den Masken und Impfdosen habe die Schweiz zu lange warten müssen, übt Chiesa Kritik an der Politik des Bundesrates und des Bundesamtes für Gesundheit. Und die Regierung habe sich viel zu spät um die ältere Bevölkerung gekümmert.

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