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Grosser Ausbruch in Baselbieter Pflegeheim +++ Swiss beharrt auf Impfpflicht  

Red/Agenturen

16.1.2022

Im Thürnen hat es einen grösseren Corona-Ausbruch in einem Alters- und Pflegeheim mit insgesamt 49 Fällen gegeben. Unterdessen beharrt die Swiss trotz einer steigenden Zahl von Covid-bedingten Ausfällen bei der Impfpflicht für das Personal. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Red/Agenturen

16.1.2022

In einem Alters- und Pflegeheim in Thürnen im Baselbiet ist es zu einem grösseren Coronavirus-Ausbruch gekommen. 49 Personen, darunter Bewohnerinnen und Bewohner sowie Teile des Personals im Jakobshaus, wurden bis heute positiv auf Covid-19 getestet.

In dem Heim leben derzeit 46 Bewohnerinnen und Bewohner, wie es in einer Mitteilung der Behörden des Kantons Basel-Landschaft hiess. Der kantonsärztliche Dienst habe eine Umgebungsabklärung unter den Bewohnenden durchgeführt. 24 Bewohnerinnen Bewohner wurden demnach positiv getestet. Davon seien 8 ungeimpft und 5 teilweise geimpft.

Mindestens eine Person war von einem schweren Verlauf betroffen und ist unterdessen gestorben, hiess es weiter. Den anderen positiv getesteten Personen gehe es den Umständen entsprechend gut.

Im Jakobushaus arbeiten 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 54 in der Pflege. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien bisher positiv getestet worden.

Probleme bereitet dem Heim laut Mitteilung vor allem der Ausfall der Mitarbeitenden in der Pflege durch Isolation und Quarantäne. Erste Mitarbeitende könnten allerdings demnächst durch Quarantäne- und Isolationserleichterungen wieder arbeiten.

Seit dem Corona-Ausbruch in der vergangenen Woche gelte im Heim ein Besuchsstopp und eine Quarantäne im ganzen Alters- und Pflegeheim, hiess es in der Behördenmitteilung.

Swiss beharrt auf Impfpflicht

Die Fluggesellschaft Swiss bleibt trotz einer steigenden Zahl von Covid-bedingten Ausfällen beim harten Kurs gegenüber ungeimpftem Flugpersonal - bei Swiss gibt es eine Impfpflicht. Rund 200 Piloten und Flight-Attendants ohne Impfung können deshalb laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» nicht eingesetzt werden, obwohl sie weder in Quarantäne noch krank sind.

Die Lufthansa-Tochter Swiss hat eine Impfflicht für Besatzungen eingeführt.
Die Swiss beharrt auf der Impfflicht für Besatzungen, rund 200 Mitarbeiter*innen können derzeit nicht eingesetzt werden. 
Sebastian Kahnert/dpa (Symblbild)

Eine Schlichtungsverhandlung in der vergangenen Woche zum Umgang mit den Ungeimpften brachte keine Änderung. Vorschläge der ungeimpften Angestellten, sich regelmässig testen zu lassen und ungeimpfte Genesene wieder in die Flugzeuge zu lassen, wurden abgelehnt.


Das Wichtigste in Kürze:

  • In einem Alters- und Pflegeheim in Thürnen im Baselbiet ist es zu einem grösseren Ausbruch mit insgesamt 49 Infektionen gekommen.
  • Das französische Parlament hat im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle drastischen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte endgültig zugestimmt.
  • Der Virologe Christian Drosten sieht in der Ausbreitung der Omikron-Variante eine «Chance» zur Überwindung der Corona-Pandemie.
  • In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. Die Regierung legte einen entsprechenden Entwurf vor.
  • Die Fluggesellschaft Swiss bleibt trotz einer steigenden Zahl von Covid-bedingten Ausfällen beim harten Kurs gegenüber ungeimpftem Flugpersonal
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  • 21.04 Uhr
    Ausbruch in Alters- und Pflegeheim in Thürnen

    In einem Alters- und Pflegeheim in Thürnen im Baselbiet ist es zu einem grösseren Coronavirus-Ausbruch gekommen. 49 Personen, darunter Bewohnerinnen und Bewohner sowie Teile des Personals im Jakobshaus, wurden bis heute positiv auf Covid-19 getestet.

    In dem Heim leben derzeit 46 Bewohnerinnen und Bewohner, wie es in einer Mitteilung der Behörden des Kantons Basel-Landschaft hiess. Der kantonsärztliche Dienst habe eine Umgebungsabklärung unter den Bewohnenden durchgeführt. 24 Bewohnerinnen Bewohner wurden demnach positiv getestet. Davon seien 8 ungeimpft und 5 teilweise geimpft.

    Mindestens eine Person war von einem schweren Verlauf betroffen und ist unterdessen gestorben, hiess es weiter. Den anderen positiv getesteten Personen gehe es den Umständen entsprechend gut.

    Im Jakobushaus arbeiten 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 54 in der Pflege. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien bisher positiv getestet worden.

    Probleme bereitet dem Heim laut Mitteilung vor allem der Ausfall der Mitarbeitenden in der Pflege durch Isolation und Quarantäne. Erste Mitarbeitende könnten allerdings demnächst durch Quarantäne- und Isolationserleichterungen wieder arbeiten.

    Seit dem Corona-Ausbruch in der vergangenen Woche gelte im Heim ein Besuchsstopp und eine Quarantäne im ganzen Alters- und Pflegeheim, hiess es in der Behördenmitteilung.

  • 20.21 Uhr
    Drei Wochen alter Säugling in Katar nach Corona-Infektion gestorben

    Ein drei Wochen alter Säugling ist in Katar an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. «Er hatte keine anderen gesundheitlichen Probleme oder bekannten Erbkrankheiten», erklärte das Gesundheitsministerium. Demnach ist es der zweite tödliche Verlauf einer Corona-Infektion bei einem Kind in Katar seit Beginn der Pandemie.

    Die Sterblichkeit durch das Coronavirus ist bei Kindern im Allgemeinen sehr gering. In der aktuellen Ansteckungswelle wegen der Omikron-Variante sei in Katar die Zahl der infizierten Kinder und Krankenhauseinweisungen jedoch stark gestiegen, erklärte das Ministerium.

    Die tägliche Zahl der Neuinfektionen stieg in den vergangenen Tagen auf etwa 4000. Die grösste staatliche Krankenhausgruppe des Landes setzte deshalb Ende Dezember den Urlaub aller Beschäftigten aus, die mit Covid-19-Patienten arbeiten. Katar mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern hat bislang knapp 300'000 Corona-Fälle und rund 600 Todesopfer verzeichnet.

  • 19.32 Uhr
    Frankreichs Parlament billigt Einschränkungen für Ungeimpfte

    Das französische Parlament hat im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle drastischen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte endgültig zugestimmt. In der Nationalversammlung sprachen sich 215 Abgeordnete dafür aus, 58 stimmten dagegen. Sieben Abgeordnete enthielten sich. Das Gesetz sieht vor, dass ungeimpfte Menschen ab 16 Jahren künftig keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kultureinrichtungen und dem Fernverkehr haben sollen.

    Frankreichs Regierung will angesichts enorm hoher Infektionszahlen weitere Anreize für eine Corona-Impfung setzen. Mit der Regelung soll der aktuell geltende Gesundheitspass, der Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Corona-Test gibt, zum Impfpass umgewandelt werden. Ein negativer Test reicht damit bald nicht mehr aus, um Zugang zu zahlreichen Orten zu bekommen.

    epa09678308 A sign reading 'Unvaccinated Passengers' as travellers arrive from an international flight at the international arrivals area of the Paris-Charles de Gaulle airport in Roissy, France, 11 January 2022. All passengers arriving from a 'Red Flight' who cannot present a complete vaccination schedule will get their nasopharyngeal swab collected to be tested for COVID-19.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
    Frankreichs Regierung will angesichts enorm hoher Infektionszahlen weitere Anreize für eine Corona-Impfung setzen. 
    EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON/Keystone (Symbolbild)

    Ursprünglich sollte die Regelung bereits zum 15. Januar greifen. Wegen hitziger Debatten in der Nationalversammlung sowie zwischen den beiden Parlamentskammern verzögerte sich das Vorhaben. Wann genau die Neuerung in Kraft tritt, ist noch unklar. Einzelne Abgeordnete hatten angekündigt, den Verfassungsrat wegen des Textes anrufen zu wollen.

    In den vergangenen Wochen waren die Infektionszahlen in Frankreich rapide angestiegen. Zuletzt lag die registrierte Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner landesweit bei etwa 2829.

  • 18.44 Uhr
    Peking meldet knapp drei Wochen vor Olympia ersten Omikron-Fall

    Knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking hat die chinesische Hauptstadt erstmals einen Fall der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Insgesamt meldeten die Gesundheitsbehörden 65 Infektionen für ganz China. Trotz der weiterhin niedrigen Zahlen dürfte Omikron kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen.

    Derzeit haben neben Peking bereits mindestens vier andere Landesteile Infektionen der hochansteckenden Virusvariante gemeldet, darunter die benachbarte Küstenstadt Tianjin, sowie mehrere Millionenstädte in den Privinzen Henan, Liaoning und Guangdong. Am 4. Februar sollen in Peking die Winterspiele mit einem strengen Corona-Konzept beginnen. Sämtliche Teilnehmer des Sportereignisses werden vom Rest der Bevölkerung abgeschirmt, um Infektionen ausserhalb der Olympia-Blase zu vermeiden.

  • 17.50 Uhr
    Deutsche Bundeswehr leitet dutzende Verfahren gegen Impfverweigerer ein

    Nach der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in ihren Reihen hat die Bundeswehr einem Bericht zufolge dutzende Disziplinarverfahren gegen Soldaten eingeleitet, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. Laut internen Zahlen des Verteidigungsministeriums liefen derzeit zwischen 50 und 60 Verfahren gegen Soldaten, die trotz der so genannten Duldungspflicht die Impfung ablehnten, berichtet der «Spiegel».

    Die bisher nicht bekannte Zahl der eingeleiteten Verfahren gegen Impfverweigerer nannte das Ministerium laut «Spiegel» in einer vertraulichen Sitzung des Verteidigungsausschusses. Für die rund 180'000 Soldaten und Soldatinnen gelte das Ablehnen der Impfung als Befehlsverweigerung. Zunächst drohten den Verweigerern in Uniform Disziplinarstrafen, berichtete das Magazin. Letztlich könne die Verweigerung der Impfung aber auch auf einen Ausschluss aus der Truppe hinauslaufen.

    Der Militär-Geheimdienst MAD ermittle derzeit gegen mehrere Soldaten, die als radikale Impfverweigerer aufgefallen seien, heisst es in dem Bericht weiter. Einige pflegten Verbindungen zur so genannten Querdenker-Szene. MAD-Chefin Martina Rosenberg habe im Verteidigungsausschuss berichtet, mehrere der verdächtigten Soldaten seien bereits vorher wegen einer möglichen rechtsextremen Haltung aufgefallen.

  • 16.48 Uhr
    Deutsche Entwicklungsministerin gegen Freigabe von Impfstoffpatenten für Entwicklungsländer

    Im Streit um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe hat sich Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze unnachgiebig gezeigt. «Ich bezweifle, dass die Entwicklungsländer leichter an Impfstoffe herankommen, wenn wir die Patente freigeben», sagte Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Hilfreich seien Unternehmenspartnerschaften für die Produktion der mRNA-Impfstoffe in Lizenz. Das Know-how dazu müsse «in Entwicklungsländer weitergegeben werden», forderte die Ministerin.

    Schulze bestritt, bei den Patenten den Konflikt mit den Herstellern zu scheuen. «Ich bin hier für Pragmatismus. Theoretische Fundamentalpositionen bringen uns nicht weiter», mahnte sie. «Es kommt darauf an, dass die Produktion läuft. Und das geht gerade jetzt in der Pandemie am besten und am schnellsten mit den Unternehmen zusammen.»

    Zugleich warb die SPD-Politikerin dafür, Entwicklungsländer beim Aufbau einer eigenen Impfstoffproduktion zu unterstützen. «Mein Ziel ist, dass Entwicklungsländer in Zukunft nicht mehr auf Impfstoffspenden angewiesen sein werden», sagte Schulze. Dafür sei es «ganz zentral, dass sie eine eigene Impfstoffproduktion aufbauen». Deutschland helfe dabei «mit Geld und Know-how». Dafür werbe sie auch in der EU und im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und eine Reihe anderer Akteure haben wiederholt die ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoffen in der Welt kritisiert. Für die Versorgung ärmerer Länder mit den Vakzinen hatten unter anderem die WHO und die Impfallianz Gavi 2020 die internationale Impf-Initiative Covax gegründet.

  • 16.04 Uhr
    Corona-Inzidenz in Deutschland erstmals über 500

    Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie ist in Deutschland der bundesweite Inzidenzwert über 500 gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 515,7. Getrieben von der Omikron-Variante war es der dritte Höchstwert in Folge.

    Nach RKI-Angaben wurden 52'504 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Sonntag vor einer Woche waren es noch 36'522 Neuinfektionen. Der starke Anstieg erklärt sich durch die Omikron-Variante, die deutlich ansteckender ist. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden 47 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland liegt nun bei 115'619.

  • 15.07 Uhr
    Tausende bei Protestaktionen gegen niederländische Corona-Politik

    In Amsterdam sind erneut Tausende Menschen zusammengekommen, um gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung zu protestieren. Auf Spruchbändern hiess es unter anderem «Rückkehr zur Normalität jetzt!», «Wir haben die Lügen satt» und «Kein 2G». An den Protestaktionen beteiligten sich auch Bauern, die mit mehreren Traktoren nach Amsterdam gekommen waren, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.

    Zu den Demonstrationen in mehreren Vierteln Amsterdams sowie auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum hatte die Aktionsgruppe «Nederland in Verzet» («Niederlande im Widerstand») aufgerufen. Damit sollte an die als «Kaffeeschlacht» bezeichneten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten am 17. Januar vorigen Jahres erinnert werden. Die seinerzeit oft verbotenen Corona-Demos waren von den Veranstaltern als gemeinsames öffentliches «Kaffeetrinken» deklariert worden.

    Die Behörden der niederländischen Hauptstadt erklärten die betroffenen Gegenden am Sonntag zu Sicherheitszonen. Dadurch erhielt die Polizei die Befugnis, Personen präventiv zu durchsuchen. Laut ANP befürchtete sie, dass einige Teilnehmer Feuerwerkskörper oder Waffen bei sich haben. Bürgermeisterin Femke Halsema appellierte an die Demonstranten, sich an die Corona-Regeln zu halten; anderenfalls werde die Polizei eingreifen.

    Nach fast vier Wochen hob die Regierung in Den Haag am Freitag einen strengen Corona-Lockdown teilweise auf. Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen dürfen wieder öffnen. Jedoch müssen Gaststätten, Museen, Theater und Kinos weiter geschlossen bleiben.

  • 14.46 Uhr
    Lauterbach ruft Bürger wegen Omikron zu regelmässigen Schnelltests auf

    Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Bürger dazu aufgerufen, sich in der Omikron-Welle «mehrfach pro Woche» mit einem Schnelltest auf das Coronavirus zu testen. «Dann haben sie eine gute Sicherheit, dass sie bei einem negativen Ergebnis auch wirklich nicht infiziert sind», sagte Lauterbach der «Bild am Sonntag». Die Wiederholungen des Tests seien nötig, weil am Anfang einer Infektion die Schnelltests nicht immer anschlügen.

    Auch Menschen, die bereits eine Booster-Impfung gegen Corona erhalten haben, sollten Lauterbach zufolge nach Kontakt zu einem Infizierten noch vorsichtiger sein und «jeden Tag einen Schnelltest machen». Wer sich eine Woche durchgetestet habe, sei «auf der sicheren Seite». An den Tagen nach dem Kontakt rät Lauterbach zum konsequenten Tragen von FFP2-Masken, «sobald man mit Menschen in einem Raum ist».

    Wegen noch vieler Menschen in Deutschland, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, befürchtet Lauterbach eine hohen Zahl an Todesopfern und massive Einschränkungen bei Krankenhausbehandlungen durch die Omikron-Welle. «Uns drohen in Deutschland sehr schwere Wochen», sagte er der «BamS». «Eine Durchseuchung bedeutet, dass Hunderttausende schwer krank werden und wir wieder viele Tausend Corona-Tote beklagen müssen.»

    «Wir dürfen uns mit Blick auf die aktuell sinkenden Krankenhauszahlen insbesondere auf den Intensivstationen nicht in Sicherheit wiegen», warnte der SPD-Politiker. Derzeit erkrankten vor allem die Jüngeren, die viele Kontakte hätten. Das werde sich ändern.

    «Wenn sich bald auch die Älteren infizieren, wird die Zahl der Klinikeinweisungen wieder steigen», sagte Lauterbach. Dann könne es «nicht nur bei den Intensivstationen knapp werden, sondern auch auf den normalen Stationen». Es drohe «die Schliessung ganzer Abteilungen». Je mehr Corona-Patienten im Krankenhaus seien, umso mehr müsse die Behandlung anderer Kranker, darunter auch Krebs- und Schlaganfall-Patienten, wieder eingeschränkt werden.

  • 14.13 Uhr
    Virologe Drosten sieht Omikron-Verbreitung als «Chance» in Kampf gegen Pandemie

    Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, sieht in der Ausbreitung der Omikron-Variante eine «Chance» zur Überwindung der Corona-Pandemie: Die rasche Ausbreitung der «abgeschwächten Infektion» könne dazu beitragen, die Pandemie Ende 2022 für beendet erklären zu können, sagte Drosten dem «Tagesspiegel am Sonntag». Dann gehe die Pandemie in eine Endemie über.

    Man könne «nicht auf Dauer alle paar Monate über eine Booster-Impfung den Immunschutz der ganzen Bevölkerung erhalten», sagte der Virologe: «Das muss das Virus machen.» Drosten betonte jedoch, dass dies nur «auf Basis eines in der breiten Bevölkerung verankerten Impfschutzes» möglich sei — sonst würden «zu viele Menschen sterben».

    Der Virologe Christian Drosten hat Humor.
    Der renommierte Virologe Christian Drosten sieht Omikron als «Chance».
    Michael Kappeler/dpa (Archivbild)

    Die Abwehrkräfte gegen das Virus nähmen ständig zu, sagte Drosten. «Die Bevölkerung baut Immunität auf und behält die auch.» Dabei spiele aber weiter auch das Impfen eine entscheidende Rolle, weil das Virus für Ungeimpfte besonders gefährlich sei.

    Drosten stellte zugleich den «nächsten Meilenstein» in der Bekämpfung des Coronavirus in Aussicht. So könne etwa ein Spray, mit dem «abgeschwächte Viren oder eine moderne Variante davon» in die Nase gesprüht wird, dort eine Schleimhaut-Immunität schaffen. «Das wäre ein viel besserer Übertragungsschutz», sagte er.

  • 12.50 Uhr
    Österreich will Impfpflicht wie geplant umsetzen

    In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Strassenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

  • 12.03 Uhr
    Johnson soll laut Medienbericht Aufhebung aller Massnahmen planen

    Der um seinen Posten kämpfende britische Premier Boris Johnson will einem Medienbericht zufolge mit einem Rundumschlag unter seinen engsten Mitarbeitern seine politische Zukunft retten. Wie die «Sunday Times» am Sonntag berichtete, plant der konservative Regierungschef, personell umfassend in der Downing Street aufzuräumen und eine Reihe von «populistischen Ankündigungen» zu tätigen, um sich nach den Enthüllungen in der «Partygate»-Affäre im Amt halten zu können. Zu seinen Plänen soll auch zählen, die verbliebenen Corona-Beschränkungen am 26. Januar aufzuheben.

    Kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus: Boris Johnson.
    Kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus: Boris Johnson.
    Kirsty O'connor/PA/dpa
  • 10.45 Uhr
    Britische Studie: Infektionsrisiko nimmt mit Distanz und Zeit stark ab

    Laut britischen Forschern sind Abstandhalten und Maske tragen sehr effektive Massnahmen, um sich gegen eine Infektion zu schützen. Sie haben festgestellt, dass die Infektiosität bereits innert wenigen Sekunden nach dem Ausatmen des Coronavirus stark abnimmt, innerhalb von 20 Minuten sogar um 90 Prozent. Das grösste Risiko bestehe darum nicht in schlecht gelüfteten Räumen, sondern wenn der Abstand nicht gewahrt werde, sagt so Jonathan Reid, Direktor des Aerosol-Forschungszentrums  der Universität von Bristol zu «The Guardian».

  • 10 Uhr
    Iran meldet erstmals Todesfälle nach Omikron-Infektion

    Das iranische Gesundheitsministerium hat erstmals Todesfälle nach einer Omikron-Infektion gemeldet. Bislang seien drei Iraner an der neuen Variante gestorben, mehr als 1100 Menschen hätten sich landesweit damit infiziert, hiess es am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Tasnim aus dem Ministerium. Trotz der akuten Wirtschaftskrise plant die Regierung in Teheran demnach erneut strenge Corona-Einschränkungen bis hin zu einem Lockdown.

  • 9 Uhr
    Swiss beharrt auf Impfpflicht für Personal

    Die Fluggesellschaft Swiss bleibt trotz einer steigenden Zahl von Covid-bedingten Ausfällen beim harten Kurs gegenüber ungeimpftem Flugpersonal - bei Swiss gibt es eine Impfpflicht. Rund 200 Piloten und Flight-Attendants ohne Impfung können deshalb laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» nicht eingesetzt werden, obwohl sie weder in Quarantäne noch krank sind. Eine Schlichtungsverhandlung in der vergangenen Woche zum Umgang mit den Ungeimpften brachte keine Änderung. Vorschläge der ungeimpften Angestellten, sich regelmässig testen zu lassen und ungeimpfte Genesene wieder in die Flugzeuge zu lassen, wurden abgelehnt.

    Die Swiss streicht im Winterflugplan rund 2900 Flüge. Gründe sind Corona-Einschränkungen und eine geringere Nachfrage aufgrund der Omikron-Variante. (Archivbild)
    Rund 200 Personen des Flugpersonals dürfen nicht arbeiten.  (Archivbild)
    KEYSTONE/ENNIO LEANZA
  • 8 Uhr
    Tanja Stadler: «Bei der Isolation wäre ich sehr vorsichtig»

    Die Taskforce-Präsidentin Tanja Stadler sagt in der «Samstagsrundschau», die Entscheidung, die Quarantäne- und Isolationszeit zu verkürzen, sei eine Entlastung für die Bevölkerung.«Bei den enormen Zahlen, die wir aktuell haben, muss man sich fragen, ob die Person zu Hause immer noch mit höherer Wahrscheinlichkeit infektiös ist als die Durchschnittsperson der Bevölkerung, die nicht in Quarantäne ist», so ihre Erklärung.  Bei einer gänzlichen Aufhebung der Isolation wäre sie aber  «sehr vorsichtig», besonders weil man wisse, dass asymptomatische Personen nach zwei bis drei Tagen sehr infektiös seien. Es sei schlussendlich aber Aufgabe der Gesellschaft und Politik zu entscheiden, welche Massnahmen verantwortbar seien. «Die Aufgabe der Taskforce ist es abzuschätzen, was passieren wird.»

    Mathematikerin und Biostatistikerin Tanja Stadler, Professorin am Department of Biosystems Science and Engineering ETH Zuerich in Basel, am Dienstag, 31. August 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
    «Die Aufgabe der Taskforce ist es abzuschätzen, was passieren wird»: Taskforce-Präsidentin Tanja Stadler. (Archivbild) 
    KEYSTONE/Georgios Kefalas
  • 7 Uhr
    Mädchen leiden mehr unter der Pandemie

    Seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie ist die seelische Not von Mädchen stark gewachsen. Das berichtet die Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche.» 2021 wurden Mädchen wegen psychischer Probleme häufiger in Spitäler eingewiesen als Knaben. Junge Frauen schleppten die Pandemie und die mit ihr verbundenen Ängsten eher mit, sagte Kerstin von Plessen, Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste des Universitätsspitals in Lausanne. Laut Oliver Bilke-Hentsch, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste der Luzerner Psychiatrie, boten Bildschirm-Aktivitäten Knaben Vorteile. Sie würden die Zeit mit Spielen verbringen, bei denen sie gewinnen könnten, während sich Mädchen eher sozialen Netzen zuwendeten, wo sie sich mit anderen verglichen und sich selbst herabsetzten.