Lebenserwartung in der Schweiz sinkt markant +++ 3297 Neuinfektionen innert drei Tagen

Agenturen/red

25.10.2021

Wegen der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in der Schweiz im Jahr 2020 erstmals seit Jahrzehnten wieder gesunken. Derzeit steigen die Infektionszahlen deutlich an — das BAG meldet 3297 Neuinfektionen am Wochenende. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

25.10.2021

Wegen der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung im Jahr 2020 gesunken. Für Männer, die 2020 geboren wurden, ging die Lebenserwartung um 0,9 Jahre auf 81 Jahre zurück, für Frauen um ein halbes Jahr auf 85,1 Jahre. Die Zahl der Corona bedingten Todesfälle ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen.

Bei den Männern kam ein solcher Rückgang der zu erwartenden Lebensjahre im Jahr 1944 das letzte Mal vor, bei den Frauen 1962, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

Besonders stark gesunken ist die erwartete Anzahl der noch zu lebenden Jahre für Menschen ab 65 Jahren. Wegen der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus sank zwischen 2019 und 2020 die Lebenserwartung der Männer um 0,7 Jahre. Während also 2019 noch zu erwarten war, dass Männer im Alter von 65 Jahren 85 Jahre alt werden, wurde im 2020 «nur» noch ein Alter von 84,3 Jahren erwartet.

Bei den Frauen ab 65 Jahren errechnete das BFS einen Rückgang um ein halbes Jahr. Statt 87,7 Jahre — wie im 2019 — ist zu erwarten, dass Frauen noch 87,2 Jahre alt werden.

Rekordzahl bei Todesfällen seit 1876

Das erste Corona-Jahr weist zudem einen Rekord bei den Todesfällen seit 1876 aus. Damals begannen die Zivilstandsämter mit der Erfassung der Todesfälle. Fast 76'200 Personen sind 2020 verstorben. 2019 waren es fast 8500 Verstorbene weniger, nämlich 67'780 Verstorbene gewesen. Von den 76'200 Todesopfern 2020 starben gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) 7600 in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Die Spanische Grippe, die 1918 auch in der Schweiz grassierte, hat allerdings deutlich mehr Menschen das Leben gekostet als die Corona-Pandemie. Gemäss BFS sind an der Spanischen Grippe nahezu 22'000 Personen gestorben. Die sogenannte Sterbeziffer damals betrug 5,6 Todesfälle pro 1000 Personen. Die Sterbeziffer in Zusammenhang mit dem Coronavirus lag bei 0,9 pro 1000 Personen.

Auch die Lebenserwartung ging 1918 deutlich stärker zurück: zwischen 1917 und 1918 bei den Männern bei Geburt um 10,1 Jahre und bei den Frauen um 8,4 Jahre.

Das BFS macht auch «frappante Ähnlichkeiten» zwischen den zwei Pandemien aus. Sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen seien ihnen mehr Männer zum Opfer gefallen als Frauen. Zudem sei der Verlauf ähnlich gewesen. In beiden Fällen sei die zweite Ansteckungswelle in den gleichen Monaten gekommen — und die Spitze der Todesfälle sei etwa im November gewesen.

15 neue Todesfälle

Derzeit nehmen die Coronafälle in der Schweiz und in Liechtenstein wieder deutlich zu. Dem BAG sind am Montag innerhalb von 72 Stunden 3297 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 49 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche waren innerhalb von 72 Stunden 2366 neue Ansteckungen gemeldet worden. Zudem waren es vier neue Todesfälle und 30 Spitaleintritte gewesen.

Der Kanton Thurgau erhöht die Kapazitäten für Corona-Tests. (Symbolbild)
Derzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich an.
KEYSTONE/ALEXANDRA WEY (Symbolbild)

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 169,58 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,24.

Impfkadenz sinkt deutlich

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 69,2 Prozent. 12,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Inzwischen sind 62,86 der Bevölkerung Prozent vollständig geimpft. Bislang wurden 6'962'946 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 20'675 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 15 Prozent.


Die Ereignisse des Tages im Überblick

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das BAG meldet über das Wochenende 3297 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 64‘922 Tests gemeldet worden. 15 Personen starben an Covid-19, 49 wurden hospitalisiert. 
  • Laut dem BAG sind inzwischen knapp 63 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.
  • Im Zuge der Covid-Pandemie ist die Lebenserwartung in der Schweiz erstmals seit Jahrzehnten wieder gesunken.
  • Das Zertifikat ist der umstrittenste Teil des Covid-Gesetzes, über das in fünf Wochen abgestimmt wird. Gesundheitsminister Alain Berset wehrt sich in einem Interview gegen den Vorwurf, er würde Panik verbreiten, weil man bei einem Nein das Zertifikat für Auslandsreisen nicht mehr brauchen könne.
  • Ungeimpfte Tennisprofis könnten nun möglicherweise doch im kommenden Jahr zu den Australian Open zugelassen werden.
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  • 21.36 Uhr
    EMA lässt Moderna-Auffrischungsimpfung für über 18-Jährige zu

    Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna genehmigt. «Die Daten zeigten, dass eine dritte Dosis Spikevax, die sechs bis acht Monate nach der zweiten Dosis verabreicht wurde, zu einem Anstieg der Antikörperspiegel bei Erwachsenen führte, deren Antikörperspiegel abgenommen hatte», begründete die Amsterdamer Behörde ihre Entscheidung.

    Die zuständigen Gesundheitsbehörden der EU-Länder könnten nun «unter Berücksichtigung der lokalen epidemiologischen Situation» offizielle Empfehlungen für die Verabreichung von Auffrischungsdosen abgeben, erklärte die EMA weiter.

    Den Angaben zufolge wurden bei Auffrischungsimpfungen mit dem Moderna-Mittel bislang ähnliche Nebenwirkungen beobachtet wie nach zwei Impfungen. «Das Risiko von entzündlichen Herzerkrankungen und anderen sehr seltenen Nebenwirkungen nach einer Auffrischung wird sorgfältig überwacht», fügte die EMA hinzu.

    Anfang Oktober hatte die Behörde erstmals Auffrischungsimpfungen mit dem Biontech-Impfstoff für Erwachsene allgemeines grünes Licht gegeben. Eine Extra-Dosis Moderna hatte die Behörde zeitgleich zunächst nur für Menschen mit schwer geschwächtem Immunsystem empfohlen.

  • 20.47 Uhr
    USA-Reisen ab November möglich nach Impfung mit anerkannten Stoffen

    Ab dem 8. November können jene Ausländer wieder in die USA einreisen, die mit bislang international anerkannten Präparaten vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Akzeptiert würden dabei Impfstoffe, die eine Zulassung oder Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hätten, teilte das Weisse in Washington mit.

    Dies gilt derzeit für die Präparate von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac. Reisende müssten ihren Impfstatus der jeweiligen Airline nachweisen, bevor sie ein Flugzeug in die USA besteigen, hiess es weiter. Voraussetzung sei eine komplette Impfung gegen das Coronavirus.

    New York – hier werden Millionäre gemacht.
    Endlich wieder in die USA. Ab 8. November ist dies für Geimpfte wieder möglich.
    Frank Franklin II/AP/dpa (Archivbild)

    Als vollständig geimpft gelten Menschen demnach mindestens zwei Wochen nach Erhalt ihrer letzten erforderlichen Spritze. Das Weisse Haus betonte, auch eine Kombination von zwei verschiedenen Impfstoffen werde hier akzeptiert — sofern die Präparate von der FDA oder der WHO zugelassen seien.

    Es gelten nur wenige Ausnahmen von der Impfpflicht für internationale Reisende, zum Beispiel für Kinder oder Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. US-Bürger sind ohnehin von den Impf-Vorgaben für eine Einreise ausgenommen.

    Reisende müssen laut US-Regierung generell zusätzlich zu ihrem Impf-Nachweis einen maximal drei Tage alten negativen Corona-Test vorlegen. Bei Ungeimpften, die unter die zulässigen Ausnahmen fallen, darf der Test nicht älter als einen Tag sein. Die Fluggesellschaften müssten ausserdem Kontaktinformationen von Passagieren aufbewahren, damit sie nach eventuellen Corona-Fällen benachrichtigt werden können, hiess es weiter.

    Die Lockerungen kommen nach mehr als anderthalb Jahren eines weitgehenden Einreisestopps für Menschen aus zahlreichen Ländern, darunter für Einwohner der EU und Grossbritanniens.

  • 20.12 Uhr
    US-Impfausschuss prüft Zulassung von Biontech-Pfizer-Impfstoff für Kinder

    Der unabhängige Impfausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA prüft am morgigen Dienstag (14.30 Uhr MESZ) eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech-Pfizer für fünf- bis elfjährige Kinder. Sollte das Gremium für eine Notfallzulassung für das Vakzin für diese Altersgruppe stimmen, müsste die FDA dies noch offiziell absegnen. In der Regel folgt die Behörde den Empfehlungen der Experten.

    Dann müsste die US-Gesundheitsbehörde CDC noch eine entsprechende Impfempfehlung aussprechen. Die US-Regierung hofft, Anfang November mit einer gross angelegten Impfkampagne für die rund 28 Millionen Fünf- bis Elfjährigen in dem Land beginnen zu können. Biontech und Pfizer haben auch in der EU eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffes für diese Altersgruppe beantragt.

  • 19.13 Uhr
    Lauterbach fordert wegen steigender Zahlen bei Kindern landesweite Tests

    Der einflussreiche deutsche Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen bei Kindern gewarnt. «Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Lauterbach forderte eine bundesweit einheitliche Test-Strategie an Schulen.

    Der SPD-Politiker forderte: «Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen. Dazu fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten.» So könne die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beendet werden. Kinder, die Kontakt mit Infizierten hatten, müssten so nicht in Quarantäne.

  • 18.22 Uhr
    China beginnt mit der Corona-Impfung von Kindern ab drei Jahren

    China beginnt in einigen Provinzen mit Corona-Impfungen bei Kindern ab drei Jahren. Stadt- und Provinzregierungen in mindestens fünf Provinzen gaben in den vergangenen Tagen bekannt, dass Kinder im Alter von drei bis elf Jahren geimpft werden müssen.

    Die Provinzen Hubei, Fujian und Hainan erliessen entsprechende neue Impfvorschriften. Zudem machten einzelne Städte in den Provinzen Zhejiang und Hunan ähnliche Ankündigungen. China hatte im Juni zwei Impfstoffe — Sinopharm und Sinovac — für Kinder im Alter von drei bis 17 Jahren zugelassen, impfte aber bislang nur Kinder ab zwölf Jahren.

    Insgesamt sind 1,07 Milliarden der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sinopharm und Sinovac haben sich bei der Verhinderung schwerer Erkrankungen und der Verringerung des Übertragungsrisikos als wirksam erwiesen, wie aus öffentlichen Daten hervorgeht. Wie gut sie vor der ansteckenden Delta-Variante schützen, über deren Ausbreitung die Regierung besonders besorgt ist, ist jedoch noch nicht endgültig geklärt.

  • 16.57 Uhr
    Moderna-Impfung bei Kindern mit «robuster Wirkung»

    Der US-Impfstoffhersteller Moderna hat sein Vakzin gegen Covid-19 eigenen Angaben zufolge erfolgreich bei Kindern getestet. Die Ergebnisse einer Phase 2/3-Studie mit 4753 Teilnehmer*innen im Alter zwischen sechs und elf Jahren zeigten eine «robuste» Anzahl an Antikörpern, wie Moderna am Montag mitteilte. Komplette Datensätze wurden nicht veröffentlicht, ausserdem wurde die Studie noch in keinem Fachmagazin vorgestellt.

    Modernas Corona-Impfstoff ist in den USA und der Europäischen Union für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Ältere Kinder und Jugendliche können dort bisher nur mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer immunisiert werden. Am Dienstag wird zudem ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde über eine Zulassung von abgeschwächten Dosen von Biontech/Pfizer für Fünf- bis Elfjährige beraten.

  • 16.37 Uhr
    Deutsche Regierung rät zu Auffrischungsimpfung

    Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen hat die deutsche Regierung Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen aufgefordert, das Angebot einer Auffrischungsimpfung wahrzunehmen. Die Impfung sei «unser bester Schutz, gut durch Herbst und Winter zu kommen», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte Anfang Oktober Auffrischungsimpfungen für Menschen ab 70 Jahren empfohlen. Zudem soll Bewohner*innen von Altenheimen sowie Pflegepersonal eine dritte Impfdosis angeboten werden. Gleiches gilt für das Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt sowie für Menschen mit Störungen des Immunsystems.

    Seibert verwies darauf, dass es auch bei den Krankenhausaufnahmen wegen Corona «eine deutlich steigende Tendenz» gebe. Es gebe laut dem Robert-Koch-Institut auch wieder vermehrt Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Das RKI rechne insgesamt weiter mit zunehmenden Fallzahlen, weil es noch immer viele Ungeimpfte gebe, es im Herbst und Winter zu mehr Kontakten in Innenräume komme und es während der Herbstferien eine verstärkte Reisetätigkeit gegeben habe.

  • 16.20 Uhr 
    Bei Impf-Aktion in Zürich erscheint keine einzige Person

    Eine gut gemeinte Impf-Aktion in der Peter-und-Paul-Pfarrei in Zürich ist gründlich daneben gegangen. Trotz gewissen Aufwands wurde zuletzt nämlich nicht eine Person gegen das Coronavirus geimpft. 

    Wie der «Blick» berichtet, sei laut dem verärgerte Pfarrer Martin Stewen zunächst das Impf-Mobil nicht zum vereinbarten Termin erschienen. Schliesslich habe man dann die Information erhalten, dass es in einer Garage in Uster ZH hinter einer klemmenden Barriere feststecke. 

    Auch als das Impf-Team dann schliesslich doch im «perfekt vorbereiteten» Pfarrsaal vor Ort war, sei niemand erschienen. Der Grund: «Es gab kein Werbebanner, keinen Aufsteller, gar nichts», beklagt Stewen. Da sich die Lokation etwas abgelegen befinde, müsse  «man vor Ort schon etwas Werbung machen», um die Leute zum Impfen zu Motivieren, bemängelt der Pfarrer.

    Impfmobil in Gossau (ZH) am Samstag, 21.August 2021. Mit mobilen Impfangeboten fuer Gemeinden und Bildungsinstitutionen strebt die Gesundheitsdirektion des Kanton Zuerich eine weitere Steigerung der Impfquote an. (KEYSTONE/Walter Bieri)
    Impf-Mobil in Zürich: Eine Impf-Aktion mit einem entsprechenden Team erwies sich in Zürich als Schlag ins Wasser. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 15.48 Uhr
    Bundesamt für Informatik meldet Störung bei Covid-Zertifikaten

    Bei den Covid-Zertifikaten sind am Montagnachmittag sporadisch Probleme aufgetreten. Betroffen waren die Covid-Zertifikats-App und die App zum Kontrollieren der Zertifikate. Das Bundesamt für Informatik (BIT) arbeite «mit Hochdruck an der Behebung der Störung», wie es mitteilte.

    Bereits am Freitag vor einer Woche gab es technische Probleme mit den Zertifikaten. «Zertifikat mit ungültiger Signatur» lasen Nutzer gegen 19.30 Uhr auf ihrem Smartphone. Der Grund war eine Panne bei den Bundesämtern für Gesundheit (BAG) und Informatik (BIT). Gemäss Angaben des BIT vom darauffolgenden Samstag hatte das Schweizer System am Freitag falsch auf Wartungsarbeiten in der EU reagiert.

    Gegen 20.35 Uhr war die Panne bei einigen Nutzern wieder behoben - zumindest bei schweizerischen Zertifikaten. Ausländische Zertifikate dagegen funktionierten erst ab 22.30 Uhr wieder normal. Die Schweiz und die EU anerkennen ihre Covid-Zertifikate gegenseitig.

    Seit dem 13. September gilt in der Schweiz die ausgedehnte Zertifikatspflicht. Seither müssen Besucher und Besucherinnen sich nicht nur an Grossanlässen oder in der Disco als geimpft, genesen oder getestet ausweisen. Das Covid-Zertifikat ist unter anderem auch beim Gang ins Restaurant, ins Kino oder in ein Fitnesscenter nötig.

    In den Kantonen Genf und Waadt wurden Hunderte gefälschte Covid-Zertifikate ausgestellt. Zum Teil wurden diese zu einem Preis von bis zu 400 Franken verkauft. (Symbolbild)
    In der Covid-Zertifikats-App und der App zum Kontrollieren der Zertifikate ist es erneut zu technischen Problemen gekommen.(Symbolbild)
    Bild: Keystone: 
  • 15.15 Uhr 
    In Dänemark steigen die Fallzahlen wieder

    Das von allen inländischen Corona-Beschränkungen abgekehrte Dänemark erlebt seit einigen Tagen wieder steigende Neuinfektionszahlen. Am Montag meldete das staatliche Gesundheitsinstitut SSI 1411 neue Corona-Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

    Zum Vergleich: Seit Ende August waren täglich lediglich einige Hundert Fälle verzeichnet worden, seit knapp einer Woche liegt die Tageszahl wieder im vierstelligen Bereich.

    Der Wert vom Montag entsprach der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau zufolge der höchsten registrierten Tageszahl seit Januar. Die Zahl der Krankenhauseinlieferungen in dem Fünf-Millionen-Einwohnerland stieg dabei um 19 auf 186. Todesfälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen verzeichnete das SSI diesmal nicht.

    Dänemark hatte am 10. September die letzten in der Pandemie eingeführten Corona-Beschränkungen im Land aufgehoben. Die Regierung in Kopenhagen hatte das mit den hohen dänischen Impfzahlen und auch damit begründet, dass man die Pandemie unter Kontrolle habe. Die Neuinfektionszahlen waren trotz der vollständigen Lockerung bis in den Oktober hinein nicht stärker angestiegen.

    epa09444616 Nightlife guests gather in front of Rumors on Noerregade in Copenhagen, Denmark, 03 September 2021. From Wednesday, nightclubs and bars could be open more or less as usual with a dance floor and without distance. This is the first time since the coronavirus pandemic hit Denmark. EPA/Olafur Steinar Gestsson DENMARK OUT
    Anfang September warten  junge Menschen dicht gedrängt vor einem Club in Kopenhagen. Dänemark hat inzwischen fast alle Beschränkungen aufgehoben – und sieht nun wieder steigende Fallzahlen. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 14.55 Uhr
    Flughafenverband rechnet erst 2025 mit voller Erholung

    Der Flughafenverband ACI Europe rechnet erst in vier Jahren, also 2025, mit einer vollständigen Erholung des Flugverkehrs vom Corona-Einbruch. Auch im kommenden Jahr werde das Passagieraufkommen in Europa wohl noch rund ein Drittel unter dem Niveau von 2019, also vor der Corona-Pandemie, liegen, berichtete der Verband am Montag in Genf. Dort beginnt am Dienstag das Jahrestreffen des Verbandes.

    In diesem Jahr waren es nach Angaben des ACI bis Ende September minus 62 Prozent, das heisst, es flogen 1,26 Milliarden Passagiere weniger als im gleichen Zeitraum 2019. «Es dauert noch lange, bis ein uneingeschränkter weltweiter Reiseverkehr wieder hergestellt ist», sagte ACI-Generaldirektor Olivier Jankovec. Viel hänge vom Fortgang der Impfungen und der Entwicklung des Virus ab.

    In den EU-Ländern sowie Grossbritannien, Norwegen, Island und der Schweiz sei die Entwicklung besonders schleppend, mit minus 69 Prozent der Passagiere bis Ende September, verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2019. An den anderen europäischen Flughäfen sei die Erholung deutlich bessergewesen, mit minus 34 Prozent gegenüber 2019.

    Der Verband hat mehr als 500 Flughäfen aus 55 Ländern als Mitglieder und repräsentiert nach eigenen Angaben 90 Prozent des kommerziellen Luftverkehrs in Europa.

  • 14.42 Uhr
    EU-Behörde prüft neues Covid-Medikament

    Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Medikament gegen Covid-19 in Gang gesetzt.

    Die Experten bewerten nun die Daten aus Studien zur Wirkung des antiviralen Mittels Molnupiravir, wie die EMA am Montag in Amsterdam mitteilte. Das Medikament, das geschluckt werden soll, wird von den Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme gemeinsam mit Ridgeback Biotherapeutics hergestellt.

    Nach ersten Testergebnissen soll das Präparat die Wirkung des Corona-Virus im Körper abschwächen. Dadurch könnten stationäre Behandlungen und auch Todesfälle verhindert werden. Die EMA-Experten prüfen nun Daten zur Qualität des Medikaments, Sicherheit und Wirksamkeit. Sobald die Testreihen abgeschlossen sind, kann der Hersteller einen Antrag auf Zulassung in der EU stellen. Die EMA nannte dafür keinen Zeitrahmen.

    Bisher ist in der EU erst ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 zugelassen, für fünf weitere wurden Zulassungsanträge gestellt, vier Präparate werden derzeit geprüft.

  • 14.15 Uhr 
    63 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft

    Vom 18. Oktober bis 24. Oktober sind in der Schweiz 144'723 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 62,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlichte.

    Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 11'026'244 Impfungen verabreicht. 5'474'968 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 76'308 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 20'675 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 15 Prozent

    Teo Seiler wird als erster Zuercher mit dem Covid-19 Impfstoff
    Impfung mit dem Covid-19 Impfstoff «Janssen» von Johnson & Johnson am 11. Oktober 2021 in Zürich. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 13.32 Uhr 
    BAG meldet 3297 neue Neuinfektionen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 3297 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 64‘922 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 49 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche waren innerhalb von 72 Stunden 2366 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem waren es vier neue Todesfälle und 30 Spitaleintritte gewesen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 169,58 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,24.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 69,2 Prozent. 12,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Herstellung des Mastermix mit Sars-CoV 2 spezifischem Primer im Reinraum durch einen Labor-Mitarbeiter, am Dienstag, 2. Februar 2021, im Zentrallabor Stadtspital Triemli in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Herstellung des Mastermix mit Sars-CoV 2 spezifischem Primer im Reinraum durch einen Labor-Mitarbeiter im Zentrallabor Stadtspital Triemli in Zürich. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 12.58 Uhr
    Putin ordnet schärfere Massnahmen an

    Angesichts immer neuer Corona-Höchststände hat Russlands Präsident Wladimir Putin weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet. So müssen künftig Restaurants, Bars und Clubs nachts zwischen 23:00 Uhr und 6:00 Uhr schliessen, wie aus einem Dokument auf der Kreml-Homepage hervorgeht.

    Vor dem Hintergrund einer weiterhin recht niedrigen Impfquote ordnete Putin zudem zwei freie Tage für Arbeitnehmer an, die sich eine Injektion verabreichen lassen.

    In sechs Regionen – darunter in Perm und in Woronesch – begannen unterdessen am Montag arbeitsfreie Tage, die zunächst bis zum 7. November angesetzt sind. Russlandweit soll am Samstag eine arbeitsfreie Woche beginnen. Mit dieser Massnahme soll der zuletzt dramatischen Entwicklung bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen entgegengewirkt werden. Viele Arbeitnehmer befürchten jedoch, dass sie in dieser Zeit – anders als von Putin in Aussicht gestellt – ihren Lohn nicht weitergezahlt bekommen.

    Laut offizieller Statistik zählten die russischen Behörden am Montag mehr als 37'900 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden – so viele wie noch nie. Im selben Zeitraum starben demnach 1069 Menschen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen. Vollständig geimpft sind im grössten Land der Erde erst knapp 34 Prozent der 146 Millionen Menschen.

    VOLGODONSK, ROSTOV-ON-DON REGION, RUSSIA  OCTOBER 21, 2021: A healthcare worker checks on a patient in the red zone at City Hospital No 1 treating people who suffer from the novel coronavirus disease (COVID-19). Erik Romanenko/TASS (Photo by Erik Romanenko\TASS via Getty Images)
    Medizinisches Personal in Russland kümmert sich im Oktober 2021 um einen Covid-Patienten. (Symbolbild)
    Bild: Erik Romanenko/TASS
  • 12.36 Uhr 
    Rund ein Drittel der Tennis-Profis ist nicht geimpft

    Rund ein Drittel der Tennisprofis sind nach Angaben der Profiorganisationen nicht gegen das Coronavirus geimpft. Der Anteil der geimpften Spieler betrage momentan rund 65 Prozent, teilte die ATP, die Profiorganisation im Herren-Tennis, auf Anfrage mit. Die WTA erklärte, dass bei den Damen «mehr als 60 Prozent» der Spielerinnen den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus hätten.

    Der Impfstatus im Tennis ist insbesondere wegen der strikten Corona-Regeln in Australien ein Dauerthema. In Melbourne soll vom 17. bis zum 30. Januar 2022 das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison ausgetragen werden.

    Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hatte seine Teilnahme an den Australian Open wegen der zu erwartenden Restriktionen offen gelassen. Der Titelverteidiger aus Serbien war im vergangenen Jahr mit dem Coronavirus infiziert. Ob Djokovic geimpft ist, ist offen.

    epa09290307 A Christie's employee poses with Swiss tennis Roger Federer's racket used at the London Olympics 2012 at the Christie's auction house, in London, Britain, 21 June 2021. An online auction of parts of the Swiss tennis player's equipment from various international tennis tournaments will take place from 23 June until 14 July to raise funds for the 'Roger Federer Foundation'. EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA
    Bei Christie's in London werden im Juni 2021 Tennisschläger mit Geschichte versteigert: Laut den Profiorganisationen der Tennisspieler*innen sind viele Profis noch nicht gegen Corona geimpft. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.38 Uhr
    Petition gegen Zertifikat an Basler Herbstmesse

    Eine Internet-Petition mit über tausend Unterschriften fordert die Aufhebung der Covid-Zertifikatspflicht an der Basler Herbstmesse. Am Montagmorgen hat die Organisation «Pro Mäss» die Petition der Basler Regierung übergeben.

    Das Schutzkonzept mit Zertifikatspflicht an der diesjährigen Basler Herbstmesse sei «möglicherweise nicht rechtskonform», wie Pro Mäss in einer Mitteilung am Montag vermutete. Auf vier Plätzen (Barfüsserplatz, Kasernenareal, Münsterplatz und Messeplatz) müssen Erwachsene ab 16 Jahren ein Covid-Zertifikat vorweisen, um Zugang zu den Jahrmarktsbahnen zu erhalten.

    Nach Auffassung von Pro Mäss dürfe die Basler Herbstmesse rechtlich nicht als «Grossveranstaltung» eingestuft werden, sondern als «Publikumsmesse». Dafür benötige es laut Bundesrecht keine Zertifikatspflicht, sondern nur ein kantonales Schutzkonzept, weil die Messe im Freien stattfinde, mutmasste Pro Mäss. Sie hielt es für «fraglich», ob eine Zertifikatspflicht im Schutzkonzept zwingend vorgeschrieben sei.

    Die Petition, die im Internet lanciert wurde, fordert die Basler Regierung auf, die Zertifikatspflicht aufzuheben. Die Basler Herbstmesse hat am Samstag ihr 550-Jahr-Jubiläum eingeläutet. Die über tausend Unterschriften stammten aus der ganzen Schweiz, bestätigte die Kommunikationsleitung der Basler Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Menschen stehen vor einem Pre-Check-Center, wo sie mit einem Covid-Zertifikat ein Armband für die Herbstmesse erhalten. (Archivbild)
    Menschen stehen vor einem Pre-Check-Center, wo sie mit einem Covid-Zertifikat ein Armband für die Herbstmesse erhalten. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 10.35 Uhr 
    Stadt Zug zahlt Pflegekräften einen Bonus aus

    Die Stadt Zug zahlt den Pflegekräften mit dem Überschuss der Jahresrechnung 2020 einen einmaligen Corona-Bonus von insgesamt 150'000 Franken aus – als Anerkennung für die Arbeit, welche die Pflegenden während der Corona-Pandemie leisten.

    Die Gelder würden über die Arbeitgeber ausbezahlt, teilte der Zuger Stadtrat am Montag mit. Die Institutionen seien verpflichtet, in einem kurzen Bericht offenzulegen, wie das Geld zugunsten des Pflegepersonals verwendet werde.

    Alters- und Pflegeheime erhalten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 50'200 Franken, Spitäler und Kliniken 61'200 Franken, die Spitex 38'000 Franken und freiberufliche Spitex-Mitarbeitende 600 Franken.

  • 9.34 Uhr 
    Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an 

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt weiter an. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 110,1. Binnen eines Tages wurden demnach 6573 Neuinfektionen registriert.

    Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 17 Fälle auf 95'117. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt laut RKI bei 4'472'730, die Zahl der Genesenen bei rund 4'215'200.

  • 8.57 Uhr
    Die Lebenserwartung in der Schweiz sinkt markant

    Die Covid-19-Pandemie hat die Lebenserwartung in der Schweiz sinken lassen. Für Männer, die 2020 geboren wurden, ging sie um 0,9 Jahre auf 81,0 Jahre zurück, für Frauen um 0,5 Jahre auf 85,1 Jahre.

    Eine Abnahme der Lebenserwartung bei Geburt gab es seit Jahrzehnten nicht mehr in der Schweiz, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Bei den Männern kam ein solcher Rückgang im Jahr 1944 das letzte Mal vor, bei den Frauen 1962.

    Besonders stark gesunken ist die Lebenserwartung für Menschen ab 65 Jahren. Zwischen 2019 und 2020 sank ihre Lebenserwartung aufgrund der Todesfälle wegen Covid-19 um 0,7 Jahre bei Männern und um 0,5 Jahre bei Frauen. Die Lebenserwartung der ab 65-jährigen Männer sank von 20,0 auf noch 19,3 Jahre, die der Frauen von 22,7 auf 22,2 Jahre.

  • 8.16 Uhr 
    China stemmt sich gegen neue Welle

    China geht mit strengen Massnahmen gegen eine neue Welle von Corona-Infektionen vor. Behörden ordneten am Montag den Lockdown des nordchinesischen Landkreises Ejin an, der sich im Grenzgebiet zur Mongolei befindet. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Aus Ejin stammen rund ein Drittel der etwa 150 Infektionen, die seit der vergangenen Woche in China registriert wurden.

    Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte «Null-Covid-Strategie». Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus bisher weitgehend im Griff. Jedoch kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen, die dann mit grossem Aufwand unter Kontrolle gebracht werden.

    Wie Staatsmedien berichteten, wurde die aktuelle Welle durch eine Einschleppung des Virus aus dem Ausland ausgelöst. Eine chinesische Reisegruppe, die in mehreren Provinzen unterwegs war, verbreitete das Virus dann im Land. Mittlerweile sind mindestens elf Provinzen von dem Ausbruch betroffen. Auch Peking verzeichnete einige Infektionen. Ein für kommenden Sonntag in der Hauptstadt geplanter Marathon wurde abgesagt.

    epa08961595 Security personal guard entrance to the residential communities surrounding Renji Hospital under lockdown because of Covid-19 new infections in Shanghai, China, 24 January 2021. In Shanghai, there are 3 new locally transmitted cases of COVID-19 and 3 imported, according to the Shanghai Health Commission announcement on 24 January. The National Health Commission reported 80 newly confirmed cases in the country, 2 in Beijing, 3 in Shanghai, 29 in Heilongjiang and 19 in Hebei. City's two best known hospitals, Fudan University Shanghai Cancer Centre and Renji Hospital have been under lock down since 20 January after being linked to the new local transmutations of Coronavirus. Shanghai's famous pedestrian and shopping street usually crowded with locals and tourists, Nanjing Road, near by Renji Hospital, is now empty due to the new COVID-19 cases in the city. EPA/ALEX PLAVEVSKI
    Chinesische Beamte überwachen während der Corona-Pandemie die Einhaltung von Lockdown-Bestimmungen. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 6.15 Uhr
    Forscher: mRNA-Technologie auch gegen Grippe einsetzen

    mRNA-Impfstoffe haben sich bei der Bekämpfung der Pandemie bewährt. Nun soll die Technologie auch zur Bekämpfung anderer Viren eingesetzt werden, etwa dem Grippevirus. Das berichtete die Fachzeitschrift «Nature» vorvergangene Woche. Alessandro Ceschi, Direktor des Tessiner Instituts für Pharmakologie (ISFSI), ordnet die Nachricht ein. In einem Interview mit der SRF-Sendung «Tagesschau» sagte Ceschi, er erhoffe sich von den mRNA-Grippeimpfstoffen eine höhere Wirksamkeit. Herkömmliche Grippeimpfstoffe hätten nur eine Wirksamkeit von 40 bis 60 Prozent. Zudem könnten mRNA-Grippeimpfungen auch gegen mehrere Jahrgänge des Grippevirus wirken. Allerdings gelte es, mögliche Nebenwirkungen der Technologie im Auge zu behalten, sagte der Professor weiter.

    Das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Moderna etwa hat eine klinische Studie mit 180 Freiwilligen gestartet. Erste Resultate werden Anfang 2022 erwartet.

    Un flacon de 10 doses de vaccin
    mRNA-Impfstoffe wie der von Moderna werden erfolgreich zum Schutz vor dem Coronavirus eingesetzt, nun werden mRNA-Impfstoffe gegen Grippe getestet.
    Bild: Keystone/Laurent Gillieron
  • 5.45 Uhr
    Berset: Nein zum Covid-Gesetz verkompliziert Reisen 

    Das Zertifikat ist der umstrittenste Teil des Covid-Gesetzes, über das in fünf Wochen abgestimmt wird. Gesundheitsminister Alain Berset wehrt sich in einem Interview mit den Zeitungen von CH Media gegen den Vorwurf, er würde Panik verbreiten, weil man bei einem Nein das Zertifikat für Auslandsreisen nicht mehr brauchen könne. Ein Volks-Nein heisse nicht, dass Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr ins Ausland reisen können, sagt er. Aber es würde deutlich komplizierter, so Berset. Mehr aus dem Interview hier.

  • 5.10 Uhr
    Verwirrung um Australian Open: Ungeimpfte zugelassen?

    Ungeimpfte Tennisprofis könnten nun möglicherweise doch im kommenden Jahr zu den Australian Open zugelassen werden. Allerdings wären die Auflagen streng: Australische Medien zitierten am Montag aus einer geleakten E-Mail des nationalen Verbandes Tennis Australia an die Women’s Tennis Association (WTA), wonach Spielerinnen und Spieler ohne vollständigen Impfschutz zwar nach Melbourne einreisen dürften, aber danach zwei Wochen in strikte Hotel-Quarantäne müssten. Geimpfte Profis bräuchten hingegen nur einen Corona-Test vor Abreise und einen innerhalb von 24 Stunden nach der Ankunft. Danach könnten sie sich frei bewegen.

    Der Sportminister des Bundesstaates Victoria, in dem Melbourne liegt, betonte allerdings kurze Zeit später, eine endgültige Entscheidung darüber, ob ungeimpfte Teilnehmer überhaupt einreisen dürften, sei noch nicht gefallen. Die Gespräche darüber mit der australischen Regierung dauerten noch an. «Wir erwarten, dass das erst in den nächsten Wochen entschieden wird», so Martin Pakula.

    Australische Spitzenpolitiker hatten zuletzt mehrmals betont, dass Ungeimpfte wahrscheinlich nicht am sportlichen Höhepunkt auf der Tennis-Tour zu Beginn der neuen Saison teilnehmen dürfen. Das Turnier soll vom 17. bis zum 30. Januar stattfinden. «Ich glaube nicht, dass ein ungeimpfter Tennisspieler ein Visum bekommen wird, um in dieses Land zu reisen», hatte der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, noch vor wenigen Tagen gesagt.

    Für Debatten im Tennis über die Corona-Impfung sorgt insbesondere der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Der 34 Jahre alte Serbe ist zwar von einer Corona-Infektion genesen, will aber nicht öffentlich machen, ob er gegen das Virus geimpft ist oder nicht. Das sei Privatsache, hatte Djokovic in einem Interview betont.

    Der Titelverteidiger ist auf Rekordjagd: Der Gewinner von 20 Grand-Slam-Turnieren hat neunmal in Melbourne triumphiert, ein weiterer Erfolg in gut drei Monaten würde ihn bei den vier wichtigsten Turnieren zum alleinigen Rekordhalter vor dem Schweizer Roger Federer und dem Spanier Rafael Nadal machen. «Natürlich möchte ich gern hin», hatte er gesagt.