BAG nimmt Türkei und Kroatien auf Quarantäne-Liste

lmy/SDA

7.4.2021

A child plays music for money backdropped by the Yeni Cami (New Mosque) in Istanbul, Saturday, April 3, 2021. The streets of Istanbul, reflect a weekend curfew resumed as the number of COVID-19 cases hit record levels, and with renewed restrictions announced for the Islamic month of Ramadan which begins on April 13. (AP Photo/Emrah Gurel)
Wer in Istanbul war und in die Schweiz einreist, muss ab dem 19. April in Quarantäne.
Keystone

Das BAG hat seine Liste der Risikoländer aktualisiert. Israel ist nicht mehr drauf, dafür die Türkei und etliche Regionen von Nachbarländern wie Apulien, Sachsen und die Bretagne.

lmy/SDA

7.4.2021

Armenien, Kroatien, Litauen und die Türkei werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) neu als Risikoländer geführt. Ab dem 14. April müssen sich Personen, die aus diesen Ländern in die Schweiz einreisen, in Quarantäne begeben. Das geht aus der neuesten Länderliste des BAG hervor.

Für die Nachbarländer unterscheidet der Bund nach Regionen. Neu auf der Liste sind das deutsche Bundesland Sachsen, die süditalienische Region Apulien sowie die Regionen Nouvelle-Aquitaine und Bretagne in Frankreich.

Von der Liste gestrichen wurden Israel, Jamaika, die Vereinigten Arabischen Emiraten und Albanien. Bei den Nachbarländern fällt die Quarantänepflicht bei Rückreisen aus Korsika in Frankreich sowie in Italien aus den Regionen Abruzzen, Basilikata, Molise und Umbrien. Die Regionen der Nachbarländer direkt an der Grenze kommen nicht auf die Liste, damit Pendler und Grenzgänger weiterhin zur Arbeit können.

Die zehntägige Quarantäne gilt auch bei einem negativen Coronavirus-Test bei der Einreise. Sie kann bei einem weiteren negativen Test nach sieben Tagen aufgehoben werden. Die Pflicht gilt auch für Kinder und Geimpfte. Seit dem 8. Februar müssen alle per Flugzeug in die Schweiz Einreisenden vor dem Einsteigen einen negativen Corona-Test vorlegen.

Bis Ende Oktober 2020 befanden sich auf der Corona-Risikoliste über sechzig Länder sowie zahlreiche Gebiete in allen Schweizer Nachbarländern. Angesichts der hohen Fallzahlen in der Schweiz entschied sich der Bundesrat dann zu einem Kurswechsel.

Die Landesregierung setzt seither nur noch Staaten oder Gebiete auf die Risikoliste, deren 14-Tage-Wert pro 100'000 Einwohner um mehr als 60 Ansteckungen höher liegt als in der Schweiz. Am Mittwoch lag dieser Wert in der Schweiz bei gut 274 Fällen.