Corona-Überblick

Ältere Covid-Zertifikate könnten Anfang Februar verfallen +++ Gewerkschaft offen für Essverbot in Bus und Tram 

Agenturen/red

17.1.2022

Agenturen/red

17.1.2022

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 67'906 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 30 neue Todesfälle und 233 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 63'647 bestätigte Neuinfektionen, 233 Spitaleintritte und 48 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 6,7 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert.

Aktuell befinden sich insgesamt in den Spitälern 641 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 74 Prozent. Rund 31 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Ältere Covid-Zertifikate könnten Anfang Februar verfallen

Wer vor Mai 2021 seine zweite Impfdosis erhalten hat und nicht geboostert ist, könnte ab dem 1. Februar ohne Covid-Zertifikat dastehen. Dies hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag bestätigt.

Der Bundesrat schlägt vor, die Geltungsdauer von Schweizer Covid-Zertifikaten für Geimpfte und Genesene von einem Jahr auf 270 Tage zu verkürzen. Ziel ist sicherzustellen, dass das Zertifikat auch weiterhin von der EU anerkannt wird.

Wird der Vorschlag in dieser Form umgesetzt, werden Zertifikate, die älter als neun Monate sind, Anfang des nächsten Monats verfallen. Dies teilte das BAG am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Angaben dazu, wie viele Menschen betroffen sind, konnte das Bundesamt keine machen. Ausnahmen seien derzeit keine vorgesehen.

Schweizer Firmenchefs: Weiteres Wachstum trotz Corona

Die Chefs von Schweizer Konzernen sind mit Blick auf das Wachstum der Weltwirtschaft optimistisch. Drei Viertel rechnen gar damit, dass ihre Umsätze mittelfristig zulegen. Insgesamt glauben 81 Prozent der hiesigen Firmenchefs, dass das weltweite Wirtschaftswachstum 2022 zunehmen wird, wie aus einer alljährlichen Manager-Umfrage des Wirtschaftsprüfers PwC hervorgeht, die heute publiziert wurde.

Dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent gestiegen und liegt 4 Prozent über dem globalen Niveau, wie es weiter heisst. Optimismus dominiere auch die Einschätzung der Umsatzentwicklung. 64 Prozent geben sich «sehr» bis «höchst» zuversichtlich, dass die Umsätze in den nächsten 12 Monaten wachsen werden. 74 Prozent sind es beim Umsatzwachstum für die nächsten drei Jahre. «Der Wachstumsoptimismus reflektiert die starke Nachfrage, die im Pandemiezweitjahr 2021 schnell zurückgekehrt ist. Ausserdem sind die Konjunkturprognosen positiv», wird dazu Andreas Staubli, CEO von PwC Schweiz, zitiert.

Studie: Vierte Impfung nicht ausreichend gegen Omikron

n Israel können sich gegenwärtig auch über 60-Jährige und medizinisches Personal zum vierten Mal impfen lassen. Doch vor Omikron bietet auch das laut einer Studie keinen vollständigen Schutz.

Eine vierte Corona-Impfung schützt laut einer israelischen Studie nicht ausreichend gegen die Omikron-Variante. Man beobachte auch bei vierfach Geimpften Ansteckungen, sagte Professor Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv am Montag.

Zwei Wochen nach einer vierten Dosis des Präparats von Biontech/Pfizer sei zwar ein «schöner Anstieg» der Antikörper zu beobachten. Deren Zahl liege sogar etwas über dem Wert nach der dritten Impfung. «Aber für Omikron ist dieser schöne Wert nicht genug.» Regev betonte, es handele sich um Zwischenergebnisse der Studie, sie wollte daher auch keine genaueren Zahlen nennen.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei der aktuellen Version der Covid-Zertifikats-App auf dem Handy muss der «Refresh-Button» nicht mehr angetippt werden. Die Funktion zur Selbstprüfung wird durch eine automatische Prüfung abgelöst.
  • Das BAG meldet 67’906 Neuinfektionen, 30 Verstorbene und 233 Hospitalisierungen über das Wochenende.
  • Die EU verschärft Einreiseregeln für Australien, Kanada, Argentinien und weitere Länder, die seit 2020 von Ausnahmen profitierten. 
  • Die Mehrheit der Kantone, welche schon auf die Vernehmlassungsvorschläge des Bundesrats reagiert haben, lehnen die Verlängerung der Corona-Massnahmen bis Ende März ab. 
  • Die zehn reichsten Männer der Welt konnten ihr Vermögen seit Beginn der Pandemie verdoppeln, hat die Organisation Oxfam berechnet.
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  • 21.45 Uhr
    Ex-Berater Cummings wirft Boris Johnson Lüge zu Lockdown-Partys vor

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat im Skandal um Lockdown-Partys im Regierungssitz auch zu Beginn der neuen Woche keine Verschnaufpause bekommen. Sein ehemaliger Chefberater Dominic Cummings, der die jüngste Lawine von Enthüllungen in Gang gebracht hatte, legte am Montag nach. Einem Tweet Cummings' zufolge wurde Johnson vor der fraglichen Veranstaltung am 20. Mai 2020 ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um einen Bruch der Lockdown-Regeln handle. Der Regierungschef habe aber beschlossen, dass sie trotzdem stattfinden solle, so Cummings. Ein Johnson-Sprecher wies diese Darstellung noch am Abend als unwahr zurück.

    Vergangene Woche hatte der Premier im Parlament eingestanden, bei dem Event mit Dutzenden Mitarbeitern im Garten von 10 Downing Street dabei gewesen zu sein. Er behauptete aber, die Veranstaltung, zu der sein Privatsekretär mit dem Hinweis «bringt euren eigenen Alkohol mit» eingeladen hatte, für ein Arbeitstreffen gehalten zu haben. Die Email will er laut einer Sprecherin nicht gesehen haben. Er entschuldigte sich lediglich für den Eindruck, der entstanden sei, gab aber keinen Regelbruch zu. Zuvor hatte Johnson im Parlament beteuert, von Lockdown-Partys im Regierungssitz überhaupt nichts mitbekommen zu haben.

    ARCHIV – Dominic Cummings, ehemaliger Berater des britischen Premierministers Johnson, verlässt sein Haus im Norden Londons. Cummings hat in einem am Freitag veröffentlichten Blogeintrag die Regierung in der Affäre um angeblich illegale Lockdown-Partys belastet. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa
    Cummings warf Johnson nun vor, das Parlament belogen zu haben. Es habe sich tatsächlich um eine Party gehandelt, so Cummings. Er und andere Augenzeugen seien bereit, unter Eid auszusagen, um den Premier zu belasten, so der Ex-Berater weiter.
    Archivbild: Yui Mok/PA Wire/dpa
  • 21.07 Uhr
    Zertifikat wird in der Covid-App neu automatisch geprüft

    Bei der aktuellen Version der Covid-Zertifikats-App auf dem Handy muss der «Refresh-Button» nicht mehr angetippt werden. Die Funktion zur Selbstprüfung wird durch eine automatische Prüfung abgelöst. Damit erübrigt sich, dass zum Beispiel im Restaurant das Personal das Handy-Display der Gäste berührt.

    Die Online-Portale Blick.ch und 20minuten.ch berichteten am Montagabend über die Änderung in der App, die auch dem Missbrauch einen Riegel schieben soll. Vereinzelt sei der «Refresh-Button» auf Android Handys jedoch noch zu sehen gewesen.

    Bei der aktuellen Version der App steht seit Montag vorübergehend die Information, dass der «Refresh-Button» unten rechts entfernt wurde. Es wird also direkt auf dem Zertifikat angezeigt, ob das Covid-Zertifikat abgelaufen oder technisch ungültig ist. Die Prüfung des Covid-Zertifikates bei der Einlass-Kontrolle sei nun mit der entsprechenden App «COVID Certificate Check» vorzunehmen und nicht mehr mit dem Antippen des Buttons.

  • 20.21 Uhr
    Kanada erteilt Covid-19-Medikament Paxlovid Freigabe

    Kanada hat das Mittel Paxlovid des US-Pharmakonzerns Pfizer für die Behandlung von erwachsenen Covid-19-Erkrankten mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zugelassen. Die kanadische Zulassungsbehöre erteilte jedoch keine Freigabe für den Einsatz des Covid-19-Medikaments bei Kindern und Jugendlichen oder bei Menschen, die bereits im Krankenhaus mit einer Corona-Infektion behandelt werden. Die Zulassung durch Health Canada fällt in eine Zeit zunehmender Neuinfektionen im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus.

    Ende vergangenen Monats war das Mittel, das Patienten Zuhause einnehmen können, für den Einsatz in den USA zugelassen worden. Zu dem Zeitpunkt erklärte Pfizer, es seien 180’000 Behandlungseinheiten weltweit verfügbar, von denen grob 60’000 bis 70’000 für den US-Markt vorgesehen waren. Das Unternehmen erklärte, es rechne damit, bis Ende Januar 250’000 Behandlungseinheiten für den US-Markt bereitstellen zu können.

    Ein Mitarbeiter von Pfizer hält eine Paxlovid-Tablette mit einer Zange.
    Ein Mitarbeiter von Pfizer hält eine Paxlovid-Tablette mit einer Zange.
    Bild: Pfizer/dpa
  • 19.34 Uhr
    Anhörung zur Impfpflicht in Österreich: Lob für Flexibilität

    Experten haben die geplante Corona-Impfpflicht in Österreich in einer parlamentarischen Anhörung als flexible und verhältnismässige Regelung bezeichnet. Die im Impfpflicht-Gesetz vorgesehenen Schritte seien so angelegt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden könnten und das Parlament zum Beispiel vor einer möglichen scharfen Kontrolle der Bürger erneut beteiligt werden müsse, sagte die Juristin Christiane Wendehorst am Montag vor dem Gesundheitsausschuss des Nationalrats in Wien.

    «Das Covid-Impfschutzgesetz unterliegt einer kontinuierlichen Prüfung und Kontrolle», so die von der Regierung als Expertin berufene Juristin der Universität Wien. Auch der von den liberalen Neos als Fachmann geladene Jurist Konrad Lachmayer sah die Verhältnismässigkeit des in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Schritts als gegeben an.

    Dem Gesetzentwurf der ÖVP-Grünen-Regierung, der am Donnerstag vom Parlament beschlossen werden soll, stimmte der Gesundheitsausschuss am Abend mit breiter Mehrheit zu. Das Vorhaben erhielt im Ausschuss die Stimmen der Regierungsfraktionen ÖVP und Grünen sowie jene der SPÖ-Abgeordneten und auch von einem der beiden Neos-Parlamentarier.

  • 18.26 Uhr
    Ältere Covid-Zertifikate könnten Anfang Februar verfallen

    Wer vor Mai 2021 seine zweite Impfdosis erhalten hat und nicht geboostert ist, könnte ab dem 1. Februar ohne Covid-Zertifikat dastehen. Dies hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag bestätigt.

    Der Bundesrat schlägt vor, die Geltungsdauer von Schweizer Covid-Zertifikaten für Geimpfte und Genesene von einem Jahr auf 270 Tage zu verkürzen. Ziel ist sicherzustellen, dass das Zertifikat auch weiterhin von der EU anerkannt wird.

    Wird der Vorschlag in dieser Form umgesetzt, werden Zertifikate, die älter als neun Monate sind, Anfang des nächsten Monats verfallen. Dies teilte das BAG am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Angaben dazu, wie viele Menschen betroffen sind, konnte das Bundesamt keine machen. Ausnahmen seien derzeit keine vorgesehen.

    Betroffene haben also noch zwei Wochen Zeit, sich ihre Auffrischimpfung zu holen. Mehr als die Hälfte der Personen, die für den Booster zugelassen seien, hätten diesen bereits erhalten, erklärte dazu Tobias Bär, Mediensprecher der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), gegenüber Keystone-SDA. In vielen Kantonen nehme die Nachfrage ab und es gebe zahlreiche freie Termine. Die Konsultation zur Verkürzung der Gültigkeitsdauer endete am Montag.

    Une personne tient dans sa main un smartphone avec l'application Certifact Covid suisse et son code QR indiquant 3G et 2G, ce lundi, 13 decembre 2021 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
     Der Schritt wird von den Kantonen grösstenteils begrüsst. Mehrere Kantone verlangen aber eine angemessene Übergangsfrist.
    Symbolbild: Keystone
  • 18.24 Uhr
    Studie: Vierte Impfung nicht ausreichend gegen Omikron

    In Israel können sich gegenwärtig auch über 60-Jährige und medizinisches Personal zum vierten Mal impfen lassen. Doch vor Omikron bietet auch das laut einer Studie keinen vollständigen Schutz.

    Eine vierte Corona-Impfung schützt laut einer israelischen Studie nicht ausreichend gegen die Omikron-Variante. Man beobachte auch bei vierfach Geimpften Ansteckungen, sagte Professor Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv am Montag.

    Zwei Wochen nach einer vierten Dosis des Präparats von Biontech/Pfizer sei zwar ein «schöner Anstieg» der Antikörper zu beobachten. Deren Zahl liege sogar etwas über dem Wert nach der dritten Impfung. «Aber für Omikron ist dieser schöne Wert nicht genug.» Regev betonte, es handele sich um Zwischenergebnisse der Studie, sie wollte daher auch keine genaueren Zahlen nennen.

    Rund 150 Teilnehmer der Studie hatten vor zwei Wochen eine vierte Dosis des Vakzins von Biontech-Pfizer erhalten. Vor einer Woche erhielten dann 120 weitere Teilnehmer nach drei Dosen Biontech/Pfizer eine vierte Impfung mit Moderna. Es sei weltweit der erste Versuch mit einer vierten Impfung mit kombinierten Vakzinen, sagte Regev. Die Ergebnisse beider Gruppen nach einer Woche seien sehr ähnlich. «Wir sehen keinen erheblichen Unterschied.»

    Ein Mann erhält im Schiba-Krankenhaus in Ramat Gan die vierte Dosis des Corona-Impfstoffs.
    Bild: dpa
  • 17.56 Uhr
    Mexikos Präsident tritt nach zweiter Infektion wieder auf

    Rund eine Woche nach seiner zweiten Corona-Erkrankung hat Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador seine öffentlichen Auftritte wieder aufgenommen. Er sei nicht mehr ansteckend, sagte der 68-Jährige am Montag an seiner täglichen Medienkonferenz.

    López Obrador trat wie üblich ohne Maske vor die Journalisten im Präsidentenpalast und spielte trotz zuletzt rekordhoher Infektionszahlen in Mexiko die Gefahr durch das Coronavirus erneut herunter. Er war bereits im Januar 2021 an Covid-19 erkrankt.

    Obwohl in Mexiko nur äusserst wenig auf das Coronavirus getestet wird, wurden in den vergangenen Tagen mehrmals mehr als 40'000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das nordamerikanische Land zählt mit gut 300'000 offiziell bestätigten Covid-19-Todesfällen die fünftmeisten weltweit – wobei es eine hohe Dunkelziffer gibt. 

    epa09677398 A handout photo made available by the Presidency of Mexico shows President Andres Manuel Lopez Obrador during a press conference today at the National Palace in Mexico City, Mexico, 10 January 2022. Lopez Obrador plans to visit different Central American countries this year, although without clarifying the dates, as he announced this 10 January in his morning press conference.  EPA/Mexican Presidency HANDOUT ONLY AVAILABLE TO ILLUSTRATE THE ACCOMPANYING NEWS (MANDATORY CREDIT) HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
    Präsident Andrés Manuel López Obrador war schon im vergangenen Jahr an Covid-19 erkrankt. (Archivbild)
    EPA/Mexican Presidency
  • 17.46 Uhr
    Gewerkschaft sieht Ess- und Trinkverbot im ÖV positiv

    Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) sieht der möglichen Einführung eines Ess- und Trinkverbots in Bussen und Trams gelassen entgegen. Das Personal sei sich derartige Kontrollen gewohnt und gut dafür ausgebildet.

    Das Konsumationsverbot im Ortsverkehr gehört zu den Massnahmen, die der Bundesrat vergangene Woche in die Konsultation gegeben hatte. Die Vernehmlassung endete am Montag.

    Ein solches Ess- und Trinkverbot käme sogar einer Forderung von Angestellten im öffentlichen Verkehr nach, teilte der SEV am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Auch viele Fahrgäste hätten Mühe damit, wenn Leute extra langsam essen, um die Maskenpflicht zu umgehen. Und: Da es nur um kurze Strecken gehe, erwarte man keine grossen Auswirkungen auf die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. 

    Ein Mann mit einer Hygienemaske, die an einem Ohr haengt, verpflegt sich mit einem Sandwich waehrend einer Zugfahrt von Bern nach Brig, fotografiert am 23. November 2020 in Thun. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Beliebtes «Schlupfloch» für Massnahmen-Kritiker*innen: Wer isst oder trinkt, darf die Schutzmaske abziehen. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 17.10 
    Von der Leyen sagt nach Corona-Kontakt Termine ab

    Die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat nach einer Corona-Infektion ihres Fahrers alle in dieser Woche anstehenden persönlichen Termine im EU-Parlament abgesagt. Das gab Von der Leyen am Montag bekannt. Sie befand sich bereits in Strassburg, als sie von dem positiven Corona-Test ihres Chauffeurs erfuhr, und begab sich unverzüglich zurück nach Brüssel. Bei Twitter drückte sie ihr Bedauern darüber aus, der Sitzung des Parlaments fernbleiben zu müssen.

    Die Kommissionschefin hätte im EU-Parlament in den kommenden Tagen ein umfassendes Programm zu absolvieren gehabt, darunter ein feierliches Gedenken an den verstorbenen Parlamentspräsidenten David Sassoli. Ausserdem waren Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und den EU-Kommissaren geplant.

  • 16.35 Uhr
    Lehrer in Isolation: In Dübendorf muss die Schule teils ausfallen

    In Dübendorf fällt die Schule auf der Primarstufe teilweise aus: Grund dafür ist, dass zu viele Lehrpersonen mit dem Coronavirus infiziert sind und seit dem Wochenende in Isolation sitzen. Ersatz-Lehrpersonen konnten keine mehr aufgetrieben werden.

    Bisher schafften es die Schulen im Kanton Zürich mit Vikarinnen und Studierenden einigermassen über die Runden. Krankheitsfälle und Abwesenheit wegen Quarantänen konnten irgendwie überbrückt werden.

    Nun hat eine erste Schule keinen Ersatz für ihre Ausfälle mehr gefunden. Im Primarschulhaus Stägenbuck sind gleich sieben Lehrpersonen aufs Mal erkrankt und seit dem Wochenende in Isolation, wie die Gemeinde mitteilte. Es sei aber unmöglich gewesen, genügend Ersatz für die betroffenen Klassen zu finden.

    Am Montag und Dienstag fällt der Unterricht deshalb aus. Die Schule stellt eine Notfallbetreuung sicher.

    Primarschuelerinnen tragen Masken auf einem Pausenplatz einer Schule in Zuerich, aufgenommen am Montag, 3. Januar 2022. Die Maskentragpflicht im Kanton Zuerich wird mit dem Schulstart nach den Weihnachtsferien ab Montag, 3. Januar 2022 auf Schueler ab der 1. Primarschulklassen ausgeweitet. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
    Primarschülerinnen mit Masken: In Dübendorf ZH befinden sich inzwischen so viele Lehrerinnen und Lehrer in Isolation, dass hier inzwischen teilweise zu Schulausfällen kommt. (Themenbild)
    Bild: Keystone
  • 16.07 Uhr 
    Illegale Feiern bereiten grosse Sorgen auf Mallorca

    Illegale Partys und Massenansammlungen auf Mallorca im Rahmen der Januar-Volksfeste bereiten den Behörden der spanischen Ferieninsel angesichts steigender Corona-Zahlen grosse Sorgen. Man befürchte, dass sich damit das Erreichen des Höhepunkts der neuen Pandemie-Welle verzögern könnte, sagte die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez am Montag.

    Das, was man am Wochenende zum Beispiel in der Gemeinde Sa Pobla im Norden der Insel gesehen habe, könne sich am Donnerstag in Palma, der Hauptstadt Mallorcas, im Rahmen des Sant-Sebastià-Festes in noch grösserem Umfang wiederholen, sagte Gómez. Neben anderen Massnahmen habe man die Zwangsschliessung von vier Lokalen angeordnet, die sich nicht an das vorgeschriebene Limit der Gäste-Zahl gehalten hätten.

    Obwohl es auf Mallorca derzeit kaum Touristen aus dem Ausland gibt, macht die Mittelmeer-Insel ihrem Ruf der Party-Hochburg auch dieser Tage alle Ehre: Auf dem Dorfplatz von Sa Pobla versammelten sich am Sonntagabend zahlreiche vorwiegend jüngere Menschen, um am Vorabend des Sant-Antoni-Festes dichtgedrängt zu feiern, zu singen und unter anderem auch Alkohol zu trinken. An die aktuell auch im Freien landesweit geltende Maskenpflicht hielten sich nur wenige Teilnehmer, wie die «Mallorca Zeitung» und andere Regionalmedien berichteten. «Es herrschte wildes Chaos», titelte «Última Hora». Die Polizei schritt nicht ein.

    Die Festa popular de Sant Antoni wird auf den Balearischen Inseln traditionell am 17. Januar gefeiert. Bereits am Abend zuvor werden Feuer entzündet und Umzüge abgehalten. (Archiv) 
    Bild: Getty Images
  • 15.13 Uhr
    Flucht aus angestammten Berufen ist ein globaler Corona-Trend

    Unzählige Menschen haben nach einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ihre Prioritäten in der Corona-Pandemie neu sortiert und ihre Tätigkeitsfelder verlassen. Die Gastronomie, der Detailhandel sowie Pflegeberufe wurden genannt. In manchen Branchen werde es immer schwieriger, Positionen zu besetzen, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder am Montag in Genf.  

    Viele Menschen seien sich bewusst geworden, dass ihre Arbeit nicht ihre Erwartungen erfülle oder sie nicht die gewünschte Anerkennung bekämen. Viele seien jedoch nicht aktiv auf Stellensuche. Die wahre Zahl der Arbeitslosen sei deshalb sicher höher als es offizielle Statistiken nahelegten.

    Nach Hochrechnungen der offiziellen Statistiken dürften in diesem Jahr rund 207 Millionen Menschen weltweit arbeitslos sein, wie aus dem ILO-Bericht über Beschäftigungstrends 2022 hervorgeht. Das wäre zwar eine Verbesserung verglichen mit 2021 (214 Millionen) und 2020 (224 Millionen). Im Jahr vor der Corona-Pandemie, 2019, waren es aber nur 189 Millionen.

    Une serveuse du
    KEYSTONE
  • 14.47 Uhr
    EU verschärft Einreiseregeln für Australien, Kanada und Argentinien

    Die EU schränkt die Einreise von Ungeimpften aus Kanada, Australien und Argentinien wieder stark ein. Wie aus einem am Montag veröffentlichten Beschluss der EU-Staaten hervorgeht, gilt für die drei Länder wegen deutlich gestiegener Corona-Fallzahlen keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr. Somit dürfen Ungeimpfte künftig nur noch aus 13 Ländern normal in die EU einreisen. Dazu gehören etwa Chile, Kolumbien, Neuseeland und Südkorea.

    Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März 2020 alle EU-Staaten ausser Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Je nach Corona-Lage in den Ländern wird dieser weitgehende Einreisestopp von Zeit zu Zeit jedoch gelockert. Grundsätzlich ist er nicht bindend. Deutschland setzt die Vorgaben weitgehend um.

    Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Touristen gelten nach einem Beschluss vom Mai 2021 ohnehin Ausnahmen. Gleiches gilt unter anderem für EU-Bürger und ihre Familienangehörigen sowie für Drittstaatler mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU- oder Schengenstaat. Ausgenommen sind zudem unter anderem Gesundheits- und Transportpersonal sowie Saisonarbeiter.

  • 14.33 Uhr
    Tonhalle-Dirigent Paavo Järvi positiv auf Corona getestet

    Paavo Järvi, Chefdirigent und Musikdirektor des Tonhalle-Orchesters in Zürich, muss vom 19. bis 21. Januar seinen Platz am Dirigentenpult räumen. Statt Järvi wird sein Vorgänger Lionel Bringuier die Konzerte vom kommenden Donnerstag und Freitag dirigieren.

    Paavo Järvi sei positiv auf Covid-19 getestet worden, teilte das Tonhalle Orchester Zürich am Montag mit. Ihm gehe es jedoch gut. «Er ist nicht krank», hiess es auf Anfrage zum Gesundheitszustand des 59-Jährigen.

  • 14.15 Uhr
    Die neusten Corona-Zahlen

    Das BAG meldet 67’906 Neuinfektionen, 30 Verstorbene und 233 Spitaleintritte über das Wochenende.

    Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt gegenüber der Vorwoche um 6,6 Prozent. 

    Insgesamt befinden sich 1855 Covidkranke in Spitalpflege, das sind 4 Personen weniger als vor einer Woche. 271 Covidpatient*innen liegen in einer Intensivstation. Die Schweizer IPS-Betten sind zu 74 Prozent ausgelastet, 31,3 Prozent davon durch Covidkranke.

    Der 7-Tage-Schnitt der Verstorbenen liegt neu bei 17 Toten, 2 mehr als vor einer Woche (+16,5 Prozent). 

    Zurzeit befinden sich 162'958 Personen in Isolation, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Und 51'699 Personen, die Kontakt mit infizierten Personen hatten, sind in Quarantäne.

  • 12.55 Uhr
    Behinderte fordern Schutz gegen Diskriminierung

    Die Organisationen von Menschen mit Behinderungen (Agile) appellieren an die Impfsolidarität der Bevölkerung. Sie fordern in ihrem Corona-Positionspapier verbesserten Zugang zu knappen medizinischen Ressourcen und Schutz vor Diskriminierung bei drohender Triage.

    Menschen mit Behinderungen würden in ihrem verfassungsmässigen Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit besser geschützt, wenn die Triage von Patientinnen und Patienten – eine nach bestimmten Prioritäten abgestufte Reihenfolge der Behandlungen – auch in der Schweizer Gesetzgebung verankert würde, heisst es in einer Mitteilung von Agile vom Montag.

    Auch müsse das Recht auf Autonomie und Beteiligung («Partizipation») von Menschen mit Behinderungen, die ohne persönliche Assistenz keinen Tag überleben, gewährleistet werden. Dafür müsse der Bund die Kosten für die Tests ihrer nicht geimpften Assistentinnen und Assistenten übernehmen und für das Assistenzpersonal dieselbe Ausnahme von der 2G-Regel geltend machen wie für das Personal mit Kundenkontakt.

    Agile erwartet vom Bundesrat und den Kantonen, dass sie alle Impfzentren und die Webseiten zur Anmeldung für die Impfung für Menschen mit Behinderungen und ihr Assistenzpersonal vollständig zugänglich machen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

  • 12.13 Uhr
    Mehr misshandelte Kinder im zweiten Pandemiejahr

    Die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Universitäts-Kinderspitals Zürich hat im zweiten Pandemiejahr 2021 erneut eine Zunahme der gemeldeten Verdachtsfälle von Kindsmisshandlungen registriert: Die Zahl stieg von 592 auf 625.

    Der Grund für die letztjährige Zunahme scheint auf der Hand zu liegen: Die Pandemie setzt Familien mit vorbestehenden psychischen Problemen oft zusätzlich unter Druck, aber auch andere Familien geraten in psychosoziale Schwierigkeiten, wie das Kinderspital Zürich am Montag mitteilte.

    In 442 Fällen konnte das Team eine sichere Misshandlung feststellen. In 140 Fällen konnte der Verdacht nicht bestätigt, aber auch nicht ausgeräumt werden. Diese Kinder werden engmaschig kontrolliert. Bei 43 Fällen stellte sich heraus, dass es keine Misshandlung war, sondern, dass beispielsweise ein Unfall der Grund für eine Verletzung war.

    [Symbolic Image, Posed Picture] Girl lying in a bed, hiding her face. - Girl, child, body, bed, crying, abused, hide, looking for understanding, (Photo by KEYSTONE/Christof Schuerpf) 

[Gestellte Aufnahme, Symbolbild] Kindesmissbrauch, Kindsmissbrauch, Maedchen, Kind, Bett, Hilferuf, Schutz suchend, (KEYSTONE/Christof Schuerpf)
    KEYSTONE
  • 11.05 Uhr
    Mehrere Kantone wollen Massnahmen nicht bis Ende März verlängern

    Die aktuellen Corona-Massnahmen gelten bis am 24. Januar. Der Bundesrat schlägt den Kantonen vor, diese bis Ende März zu verlängern.

    Zustimmung erhält der Bundesrat bis jetzt von den Regierungen der Kantone Aargau und Obwalden. Dagegen sind die Kantone  Uri, Freiburg, Schwyz und Zug. Die beiden letztgenannten Kantone optieren für die Verlängerung bis Ende Februar, wie «SRF» berichtet. 

    Der Verkürzung der Gültigkeitsdauer der Zertifikate für Geimpfte und Genesene auf 270 Tage stimmen die oben angeführten Kantone mit Ausnahme von Freiburg zu. 

  • 10.07 Uhr
    Zürich will andere Kantone für Übernahme von Covid-Patienten zur Kasse bitten

    Rund 200 Covid-Patientinnen und Patienten werden derzeit in Spitälern im Kanton Zürich behandelt, 50 bis 60 davon auf Intensivstationen. Ein beträchtlicher Teil dieser Patienten stammt nicht aus dem Kanton Zürich, sondern aus Nachbarkantonen.

    Aktuell kommen 10 bis 15 Prozent aller Covid-Patienten in den Zürcher Spitälern aus anderen Kantonen. Auf den Intensivstationen liegt dieser Anteil sogar bei 20 Prozent, wie es bei der Zürcher Gesundheitsdirektion auf Anfrage hiess.

    Andere Kantone, in erster Linie sind es die direkten Nachbarn, wollten bisher aber nichts an die Zürcher Spitäler abliefern. Mit Ausnahme des Kantons Zug, der sich zu Zahlungen bereit erklärte.

    Für die Zürcher Regierung kommt nicht mehr infrage, dass Zürich «Vorhalteleistungen und Tarifunterdeckungen für Patientinnen und Patienten aus anderen Kantonen deckt, ohne dass sich diese angemessen daran beteiligen», heisst es im Regierungsbeschluss. Die Zürcher Spitäler sollen die Kosten für ausserkantonale Patienten direkt bei den anderen Kantonen in Rechnung stellen.

    Menschen mit Atemschutzmasken bewegen sich vor dem Haupteingang vom Universitaets Spital Zuerich, aufgenommen am Dienstag, 10. November 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza).
    KEYSTONE
  • 9.44 Uhr
    Kanton Schwyz verlängert Massnahmen vorerst nur bis Ende Februar

    Der Regierungsrat befürwortet die Verlängerung der bis 24. Januar 2022  befristeten Corona-Massnahmen. Jedoch nur bis Ende Februar und nicht wie der Bundesrat vorschlägt bis Ende März. 

    Der Regierungsrat stimme auch der geplanten Verkürzung der Gültigkeitsdauer von Impf- und Genesenenzertifikaten auf 270 Tage zu, damit die Zertifikate die EU-Anerkennung behalten, wie die Exekutive in einer Medienmitteilung schreibt.

    Die Schwyzer Regierung stimmt auch den weiteren Vorschlägen des Bundesrats zu, nämlich der Priorisierung der Tests – diese sollen primär nach medizinischer Notwendigkeit und in zweiter Linie bei symptomatischen Personen eingesetzt werden – sowie die Quarantäne- und Isolationsbestimmungen grundsätzlich zu überdenken. Möglich sei, die Pflicht durch eine «eigenverantwortliche Selbstquarantäne und Selbstisolation» zu ersetzen.

  • 9.15 Uhr
    Impfwillige über 30 haben im Aargau wieder die Wahl zwischen Modena und Pfyzer/Biontech

    Im Dezember 2021 hat der Kanton Aargau kommuniziert, dass Personen über 30 Jahre nur noch den Impfstoff des Herstellers Moderna erhalten können. Dies weil jener von Pfizer/Biontech für Personen unter 30 Jahren reserviert sei. Dies teilt der Kanton in einer Medienmitteilung mit. 

    Mittlerweile zeige sich, dass sich die Nachfrage der jüngeren Personen gut verteile. Zudem hätten andere Kantone zugesagt, bei einem Engpass auszuhelfen. Deshalb erhalten auch Personen über 30 Jahre, die ihre Grundimmunisierung mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech erhalten haben, ab sofort auf Wunsch wieder denselben Impfstoff für die Auffrischimpfung.

  • 9.07 Uhr
    Chinas Wirtschaft wächst und wird von Corona gefordert

    Chinas Wirtschaft ist 2021 erneut deutlich gewachsen – doch Ökonomen fürchten, dass es diese Jahr weniger gut für die zweitgrösste Volkswirtschaft laufen könnte.

    Wie das Pekinger Statistikamt am Montag mitteilte, lag das Wachstum im vorigen Jahr bei robusten 8,1 Prozent. Jedoch schwächte sich die Dynamik im vierten Quartal weiter ab. Im Vorjahresvergleich legte die zweitgrösste Volkswirtschaft zwischen Oktober und Dezember um vier Prozent zu.

    Das starke Plus beim Wachstum auf Jahressicht erklärt sich vor allem mit der niedrigen Vergleichsbasis durch die Pandemie im Vorjahr. Mit einer Null-Covid-Strategie, Massentests, Quarantänen und Einreisebeschränkungen hatte das bevölkerungsreichste Land das Virus schneller in den Griff bekommen als die meisten anderen Staaten. Dennoch sagen Ökonomen nun ein Jahr mit deutlich weniger Schwung vorher.

  • 8.44 Uhr
    Angst und Panik bei Kindern und Jugendlichen nehmen laut Experten zu

    Angst um die schulische und berufliche Zukunft sowie die Sorge, das Leben zu verpassen, weil Ausgang, Reisen und der Austausch mit Gleichaltrigen kaum möglich ist – all dies führt gemäss Experten zu gehäuft auftretendem psychischem Dauerstress, Angstzuständen und Panikattacken, wie «20 Minuten» berichtet.

    Und wer sich Hilfe holt, muss in vielen Fällen erst einmal warten. Roger Staub, Geschäftsleiter der Stiftung Pro Mente Sana, sagt, die Wartezeiten auf Therapieangebote für Kinder und Jugendliche hätten sich teilweise verdreifacht. 

    Staub macht darauf aufmerksam, dass Kinder und Jugendliche als Fachkräfte der Zukunft genau so vor den Folgen der Pandemie zu schützen seien wie die Schweizer Unternehmen.

    Junge Sportler beim Fiebermessen vor ihren Wettkampfen bei kuehlem und regnerischem Wetter am Luzerner Kantonalen Jugitag 2021 in Zell, am Sonntag, 2. Mai 2021. Wegen der aktuellen Corona Massnahmen treten die rund 1000 Sportlerinnen und Sportler gestaffelt an und haben zugeteilte Zeitfenster, um ihre Wettkaempfe zu bestreiten. Bei der Registrierung wird zudem die Koerpertemperatur der Jugendlichen kontrolliert. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    KEYSTONE
  • 6.26 Uhr
    Schweizer Firmenchefs: Weiteres Wachstum trotz Corona

    Die Chefs von Schweizer Konzernen sind mit Blick auf das Wachstum der Weltwirtschaft optimistisch. Drei Viertel rechnen gar damit, dass ihre Umsätze mittelfristig zulegen. Insgesamt glauben 81 Prozent der hiesigen Firmenchefs, dass das weltweite Wirtschaftswachstum 2022 zunehmen wird, wie aus einer alljährlichen Manager-Umfrage des Wirtschaftsprüfers PwC hervorgeht, die heute publiziert wurde.

    Dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent gestiegen und liegt 4 Prozent über dem globalen Niveau, wie es weiter heisst. Optimismus dominiere auch die Einschätzung der Umsatzentwicklung. 64 Prozent geben sich «sehr» bis «höchst» zuversichtlich, dass die Umsätze in den nächsten 12 Monaten wachsen werden. 74 Prozent sind es beim Umsatzwachstum für die nächsten drei Jahre. «Der Wachstumsoptimismus reflektiert die starke Nachfrage, die im Pandemiezweitjahr 2021 schnell zurückgekehrt ist. Ausserdem sind die Konjunkturprognosen positiv», wird dazu Andreas Staubli, CEO von PwC Schweiz, zitiert.

    Knapp 4446 Chefs aus 89 Ländern haben an der Studie von PWC dieses Jahr teilgenommen, darunter rund 100 aus der Schweiz.

  • 5.31 Uhr
    Ungeimpften Mitarbeitern in Arztpraxen droht Kündigung

    Beschäftigte in deutschen Hausarztpraxen, die nach Inkrafttreten der Corona-Impfpflicht keinen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen können, müssen mit einer Abmahnung und in letzter Konsequenz mit ihrer Entlassung rechnen. Das geht laut der deutschen «Tagesschau» aus einem Informationsblatt des Deutschen Hausärzteverbandes hervor. Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht sehe vor, dass Beschäftigte in Einrichtungen wie Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen bis zum 15. März nachweisen müssten, dass sie geimpft oder genesen seien. Damit sollen Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige besser vor einer Corona-Infektion geschützt werden.

    Falls Mitarbeiter den Nachweis verweigerten, könne das Gesundheitsamt ihnen verbieten, die Arztpraxis zu betreten oder in dieser tätig zu sein, heisse es in dem Informationsblatt. «In diesen Fällen dürfte im Ergebnis für betroffene Arbeitnehmende der Vergütungsanspruch in der Regel entfallen.»

    03.01.2022, Baden-Württemberg, Mannheim: Menschen halten sich vor dem Rathaus in einer Menschenkette an Schals fest als Zeichen gegen die Aufmärsche von Gegnern der Corona-Politik und für mehr Solidarität in der Pandemie. (KEYSTONE/DPA/Uwe Anspach)
    Menschen im Mannheim halten sich am 3. Januar 2022 vor dem Rathaus in einer Menschenkette an Schals fest als Zeichen gegen die Aufmärsche von Gegnern der Corona-Politik und für mehr Solidarität in der Pandemie. 
    Bild: Keystone/dpa/Uwe Anspach
  • 5.02 Uhr
    Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an

    Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen weiteren Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz heute Morgen mit 528,2 an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 515,7 gelegen, vor einer Woche waren es noch 375,5. Es war bereits der vierte Tag in Folge mit einem neuen Rekordwert.

    Die Gesundheitsämter meldeten heute zudem 34'145 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Vor einer Woche waren es noch 25'255. Wie das RKI weiter mitteilte, wurden am Montag 30 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle seit Pandemie-Beginn hat laut RKI inzwischen die Marke von acht Millionen überschritten.

  • 4.19 Uhr
    Chinesische Wirtschaft verliert Schwung

    Chinas Wirtschaft ist im abgelaufenen Jahr nach offiziellen Angaben um 8,1 Prozent gewachsen. Wie das Pekinger Statistikamt am Montag mitteilte, schwächte sich das Wachstum im vierten Quartal jedoch weiter ab. Im Vorjahresvergleich legte die zweitgrösste Volkswirtschaft demnach zwischen Oktober und Dezember um vier Prozent zu. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fiel damit etwas besser aus, als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten. Im dritten Quartal hatte das Wachstum noch bei 4,9 Prozent gelegen – nach einem Rekordzuwachs von 18,3 Prozent im ersten und 7,9 Prozent im zweiten Quartal.

    Das starke Plus auf Jahressicht erklärt sich vor allem mit der niedrigen Vergleichsbasis durch die Pandemie im Vorjahr. Mit einer Null-Covid-Strategie, Massentests, Quarantänen und Einreisebeschränkungen hatte China das Virus schneller in den Griff bekommen als die meisten anderen Staaten. Dennoch sagen Ökonomen nun ein Jahr mit deutlich weniger Schwung voraus.

    Landesweit wurden zuletzt täglich zwar nur rund 150 Corona-Fälle gemeldet – in einem Land mit 1,4 Milliarden Menschen. Doch abgesehen davon, dass es in China an unabhängiger Berichterstattung über Behördenversagen mangelt, bereitet die Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante der Regierung Sorgen. Die Variante war nach offiziellen Angaben vergangene Woche erstmals auch in China entdeckt worden. Experten fürchten, dass es für Chinas wirtschaftliche Entwicklung schwerwiegende Folgen haben könnte, falls es wegen der Omikron-Variante in vielen Regionen zu Lockdowns kommt, die Lieferketten unterbrechen und Fabriken lahmlegen würden.

    Die US-Investmentbank Goldman Sachs warnte, ein grosser Omikron-Ausbruch könne in China schwerwiegende Folgen für die Konjunktur haben – und kürzte ihre Prognose für Chinas Wachstum vergangene Woche auf 4,3 Prozent im laufenden Jahr. Auch die Weltbank kürzte ihre Prognose zuletzt von 5,3 auf 5,1 Prozent. Chinesische Ökonomen der Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) hatten der Regierung im Dezember ein Wachstumsziel von «mehr als fünf Prozent» für dieses Jahr vorgeschlagen.

  • 3 Uhr
    Online-Treffen statt WEF in Davos

    Anstatt an der traditionellen Jahreskonferenz des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos treffen sich Regierungs- und Wirtschaftschefs online. Erwartet werden heute unter anderen Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, der US-Immunologe Anthony Fauci und Moderna-Chef Stéphane Bancel, Indiens Premierminister Narendra Modi und Uno-Generalsekretär António Guterres. Das Weltwirtschaftsforum peilt für den Frühsommer eine Tagung mit persönlichen Treffen an.

  • 1.48 Uhr
    Zehn reichste Männer in Pandemie doppelt so vermögend

    Die zehn reichsten Männer der Welt haben ihr Vermögen seit Beginn der Corona-Pandemie laut einem Bericht von Oxfam verdoppelt. Die Wohltätigkeitsorganisation erklärte am Montag, dass deren Vermögen von 700 Milliarden Dollar auf 1,5 Billionen Dollar angestiegen sei. Das entspricht einem Durchschnittszuwachs von 1,3 Milliarden Dollar pro Tag. Demnach stieg das Vermögen der Milliardäre während der Pandemie stärker als in den gesamten 14 Jahren zuvor.

    Die Organisation bezeichnete die weltweite Vermögensungleichheit als «wirtschaftliche Gewalt». Während die Superreichen immer reicher würden, habe die Pandemie 160 Millionen Menschen in die Armut gestürzt. Davon seien insbesondere nicht-weisse Minderheiten sowie Frauen betroffen.

    Oxfam forderte Steuerreformen, um damit die weltweite Impfstoff-Produktion sowie die Gesundheitsversorgung im Kampf gegen die Pandemie zu finanzieren. Ausserdem sollten damit die globale Anpassung an den Klimawandel und der Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt angeschoben werden.

    Oxfam erstellte den Bericht anlässlich eines virtuellen Gipfels von Staats- und Regierungschefs unter der Schirmherrschaft des Weltwirtschaftsforums (WEF). Die Gruppe erklärte, sie habe sich für den Bericht auf die aktuellsten und umfassendsten verfügbaren Datenquellen gestützt und die vom US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» erstellte Liste der Milliardäre 2021 verwendet.

    Die «Forbes»-Liste wird von Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk sowie Amazon-Gründer Jeff Bezos angeführt. Ebenfalls vertreten sind die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, die ehemaligen Microsoft-Chefs Bill Gates und Steve Ballmer, der ehemalige Oracle-Chef Larry Ellison, der US-Investor Warren Buffett und der Chef des französischen Luxuskonzerns LVMH, Bernard Arnault.

    Elon Musk ist Teslas grösster Einzelaktionär.
    Tesla-Chef Elon Musk ist  laut «Forbes» aktuell der reichste Mann der Welt. (Archivbild)
    Bild: Keystone/dpa/Christophe Gateau
  • 0.32 Uhr
    Corona-Regeln verletzt: CS-Präsident muss gehen

    António Horta-Osório ist nach einer Untersuchung des Verwaltungsrats als Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse zurückgetreten. Nachfolger wird mit sofortiger Wirkung der ehemalige UBS-Banker Axel Lehmann. Sein Rücktritt liege im Interesse der Bank, sagte Horta-Osório in einer in der Nacht auf heute veröffentlichten Mitteilung der CS. Er bedauere es, dass einige seiner persönlichen Handlungen zu Schwierigkeiten für die Bank geführt hätten. Im Dezember hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, dass der CS-Verwaltungsrat zwei Verstösse von Horta-Osório gegen Corona-Quarantäne-Auflagen in der Schweiz und in Grossbritannien untersuche. Sprecher der Bank wollten die Berichte damals nicht kommentieren. Mehr dazu hier.

  • 0.01 Uhr
    Impfpflicht für über 60-Jährige in Griechenland in Kraft

    Ungeimpfte Griechen über 60 werden von nun an zur Kasse gebeten: Wer sich die Corona-Impfung weiterhin nicht verabreichen lässt, wird im Januar mit 50 Euro Strafe belegt, von Februar an sind es dann 100 Euro monatlich. Die Regelung trat in der Nacht auf heute in Kraft. Von der Massnahme betroffen sind laut Staatsrundfunk rund 300'000 Menschen. Ihre Daten sollen nun von der staatlichen Sozialversicherung an das Finanzamt weitergeleitet werden, das die Bussen eintreibt. Das Geld kommt den staatlichen Spitälern zugute. In Griechenland sind die verabreichten Impfungen in einer Datenbank personalisiert gespeichert.

    A pedestrian wearing a protective face mask walks past a graffiti made by street artist Achilles in Athens, on Tuesday, Dec 28, 2021. Greek authorities are blaming the rapid spread of the omicron variant for a record level of infections and have announced new restrictions that will take effect early on the new year. (AP Photo/Petros Giannakouris)
    Eine Frau mit Maske am 28. Dezember 2021 in Athen.
    Bild: Keystone/AP Photo/Petros Giannakouris