Von wegen nur Gesundheit: So gefährlich ist es im Spital

tsch

23.6.2019 - 15:21

Im Krankenhaus herrscht manchmal sogar Gefahr für Leib und Leben. So habe es nach einer Statistik 10'679 Anzeigen mit Tatort «Spital» oder «Klinik» alleine in den vergangenen fünf Jahren gegeben.
Bild: Keystone

Zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten kommt es immer häufiger zu Gewalt. Daten zeigen, wie hoch die Zahl der Straftaten in Schweizer Kliniken ist.

In Schweizer Krankenhäusern können die Patienten sich nicht immer in guten Händen fühlen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die die «SonntagsZeitung» nun veröffentlicht hat. Demnach kommt es zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten immer häufiger zu Gewalt.

Dies zeige eine Analyse des Bundesamtes für Statistik BFS. So habe es 10'679 Anzeigen mit Tatort «Spital» oder «Klinik» alleine in den vergangenen fünf Jahren gegeben. Das sind fast sechs pro Tag.

Am häufigsten sind ­Diebstähle. Portemonnaies werden entwendet, Schmuck und Smartphones. Aber auch Schlüssel von Autos, die auf dem Spital-Parkplatz stehen, sind ein begehrtes Diebesgut. Mehr als 300 Fahrzeuge wurden laut der Statistik gestohlen.

Sogar Delikte gegen Leib und Leben

Verzeigt wurden auch 821 Delikte gegen Leib und Leben. Sie wurden laut den Spitälern vor allem durch Patienten begangen. Es  kam sogar zu Tötungsdelikten. Acht von ihnen wurden allein im vergangenen Jahr in Kliniken oder Spitälern angezeigt – so viele wie noch nie.

Auch die Zahl der Körperverletzungen, Drohungen und Beschimpfungen sind im langjährigen Vergleich angestiegen. Sie richteten sich unter anderem gegen Ärzte, wegen mutmasslicher Behandlungsfehler.

Als Reaktion auf eine zunehmende Verrohung schulen immer mehr Krankenhäuser ihre Mitarbeiter in Konfliktmanagement. Sogar Selbstverteidigungskurse werden angeboten. Auch kommen bereits externe Sicherheitsdienste zum Einsatz. Sie stehen mitunter 24 Stunden parat.

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