120 Neuinfektionen +++ GDK hält Lockerungen für vertretbar

Agenturen/red

24.6.2021

Bundesrat Alain Berset, rechts, und Lukas Engelberger, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), diskutieren am Ende einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation der Coronavirus-Pandemie, am Donnerstag 24. Juni 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Bundesrat Alain Berset, rechts, und Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Ende der Medienkonferenz.
KEYSTONE/Peter Klaunzer

Aufgrund der tiefen Fallzahlen teilt die GDK den Optimismus des Bundesrats. Die Lockerungen ab Samstag seien angesichts der epidemiologischen Lage vertretbar. Unterdessen meldet das BAG 120 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Ereignisse des Tages im Überblick.


Agenturen/red

24.6.2021

«Die Impfung erwies sich als wichtigstes Instrument zu Eindämmung des Coronavirus», sagte GDK-Präsident Lukas Engelberger am Donnerstag vor den Medien in Bern Zurzeit müsse aber vor allem die Delta-Variante des Virus beobachtet werden. Die doppelte Impfung schütze auch vor dieser Variante.

Gesundheitsminister Alain Berset betonte, die Impfungen müssten im Sommer fortgesetzt werden. Es sei wichtig, in den kommenden Wochen noch Unentschlossene zu erreichen. «Früher oder später werden wir mit dem Coronavirus in Kontakt kommen, entweder mit der Impfung oder mit einer Ansteckung», sagte Berset.

Bisher seien 4 Millionen Personen mindestens einmal geimpft. Bis Ende Juli erwarte die Schweiz 2,7 Millionen weitere Impfdosen, das seien dann insgesamt 9 Millionen.



Einhaltung von Schutzmassnahmen nötig

Wegen der Gefahr, dass sich die Delta-Variante ausbreite, sei es wichtig, Schutzmassnahmen wie das Maskentragen im Innern und die Kontrolle von Zertifikaten einzuhalten, sagte Berset. Nur mit Zertifikaten von Geimpften, Genesenen oder Getesteten könnten Veranstaltungen wieder stattfinden und Bars wieder öffnen. Berset warnte davor, dass es im Herbst zu einer Ansteckungswelle von Ungeimpften und darüber hinaus zu Grippe-Ausbrüchen kommen könnte.

Engelberger betonte, die Kantone müssten ihre Impf- und Contact Tracing-Strukturen auch im Hinblick auf künftige Auffrischungsimpfungen aufrechterhalten. Nötig seien weiterhin auch niederschwellige Testmöglichkeiten. So seien Schnelltest in Apotheken weiterhin gratis.

Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, die Corona-Massnahmen zu lockern. Ab Samstag fallen viele Corona-Einschränkungen im öffentlichen Leben weg.

Die weitreichendste Änderung ist die Lockerung der Maskenpflicht: Wer sich im Freien aufhält, muss keine Maske mehr tragen. Das gilt auch für kulturelle und sportliche Aktivitäten sowie für Grossveranstaltungen mit Covid-Zertifikat. Im Büro und in höheren Schulklassen wird die Maskenpflicht ebenfalls aufgehoben.

120 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 120 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 52 Spitaleinweisungen (40 Nachmeldungen). Zudem wurden zehn Todesfälle nachträglich erfasst.

Somit gab es gegenüber dem Vortrag keine neuen Todesfälle, wie den Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) am Donnerstag zu entnehmen war. Am Donnerstag vor einer Woche waren innerhalb von 24 Stunden 194 Ansteckungen, sieben neue Todesfälle (davon 3 Nachmeldungen) und keine neuen, jedoch 78 nachträglich erfasste Spitaleinweisungen gemeldet worden.

Die Zahlen neuer Fälle und Spitaleinweisungen sinken also weiter. Derweil zeigt sich im Wochenvergleich, dass sich die Delta-Variante des Corona-Virus weiter ausbreitet. So lag der geschätzte Anteil dieser Variante in der Woche vom 14. bis 20. Juni bei 3,8 Prozent, in der Woche davor noch bei 2,2 Prozent der sequenzierten Proben. Die Alpha-Variante ist weiterhin die dominante mit einem geschätzten Anteil von 89 Prozent.

Von den mutierten Varianten des Coronavirus betrafen gemäss Angaben vom Donnerstag 18'111 die Alpha-Variante (B.1.1.7), 19 die Delta-Variante (B.1.617.2), 249 die Beta-Variante (B.1.351) sowie 21 die Gamma-Variante (P.1).


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Angesichts massiv steigender Fallzahlen werden die geplanten Lockerungen in Portugal verschoben, Lissabon wird am Wochenende erneut abgeriegelt.
  • Das BAG meldet 120 Neuinfektionen bei 20'378 Tests. Gleichzeitig wurden 52 Spitaleinweisungen bei 40 Nachmeldungen und zehn nachgemeldete Todesfälle registriert.
  • Experten in den USA haben sich mit seltenen Nebenwirkungen wie Brustschmerzen und Herzentzündungen von Impfstoffen bei Teenagern und jungen Erwachsenen befasst – und geben Entwarnung.
  • Angesichts der Verbreitung der Delta-Variante in Grossbritannien warnt der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, vor Reisen zu EM-Spielen nach London.
  • An den Schulen in den Kantonen Zürich und Obwalden wird die Maskenpflicht aufgehoben. 
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  • 21.14 Uhr
    Grossbritannien gibt kein grünes Licht für Reisende aus Deutschland

    Trotz niedriger Fallzahlen müssen Reisende aus Deutschland in Grossbritannien weiterhin in Quarantäne gehen. Das geht aus der Aktualisierung der Corona-Reiseliste der britischen Regierung hervor. Die Bundesrepublik bleibt demnach im britischen Ampelsystem weiterhin auf der gelben Liste, für die eine zehntägige Quarantäne und zwei Coronatests vorgeschrieben sind.

    Fussball-Fans aus Deutschland haben damit keine Chance mehr, das EM-Achtelfinalspiel zwischen der deutschen Nationalelf und den englischen Three Lions am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion zu verfolgen. Es sei denn, sie halten sich bereits in Grossbritannien auf.

    Obwohl der Druck auf die Regierung von Premierminister Boris Johnson zunimmt, die strengen Quarantäne-Vorschriften für beliebte Urlaubsländer in Europa aufzuheben, wurde die grüne Liste am Donnerstag nur um einzelne Regionen ergänzt. Dazu gehören unter anderem die Balearischen Inseln Mallorca und Ibiza sowie das zu Portugal gehörende Madeira und die Mittelmeerinsel Malta. Rückkehrer von dort müssen vom 30. Juni an nicht mehr in Quarantäne. Die Regierung bestätigte jedoch auch Pläne, wonach die Pflicht zur Selbstisolation für zweifach geimpfte Reiserückkehrer aus Ländern der gelben Liste zu einem späteren Zeitpunkt im Sommer aufgehoben werden soll. Details dazu sollen im Juli bekannt gegeben werden.

    Die Fallzahlen in Grossbritannien steigen seit Wochen wieder an. Das liegt vor allem an der starken Ausbreitung der Delta-Variante in dem Land. Gleichzeitig ist das Impfprogramm weit fortgeschritten. Bereits mehr als 80 Prozent der Erwachsenen haben dort eine erste Impfung erhalten. 60 Prozent sind schon zweimal geimpft. Die Regierung sieht das als Grund, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle in dem Land bislang gering bleibt.

  • 20.28 Uhr
    Lockerungen in Portugal ausgesetzt

    Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante und einer Zunahme der Infektionsfälle hat die Regierung Portugals die für Montag vorgesehenen Lockerungen der Corona-Einschränkungen für weite Teile des Landes ausgesetzt. «Wir befinden uns in einer kritischen Phase», erklärte Präsidentschafts- Ministerin Mariana Vieira da Silva in Lissabon.

    Mit 1556 neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums der höchste Wert seit Februar registriert. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC hat Portugal inzwischen mit einer 14-Tage-Inzidenz von gut 124 den höchsten Wert aller 30 erfassten Länder.

    Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus ist Lissabon für zweieinhalb Tage abgeriegelt. Foto: Pedro Fiuza/ZUMA Wire/dpa
    Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus wird Lissabon erneut für zweieinhalb Tage abgeriegelt.
    Pedro Fiuza/ZUMA Wire/dpa

    Besonders schlecht ist die Lage im Grossraum Lissabon sowie in Sesimbra und Albufeira, die alle 14-Tage-Inzidenzen von mehr als 240 aufweisen. Dort werden die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie deshalb sogar verschärft. Gastronomiebetriebe und Einzelhandel (Lebensmittelläden ausgenommen) müssen dort etwa an den Wochenenden und Feiertagen wieder bereits um 15.30 schliessen.

    Lissabon — wo die Delta-Variante bereits mehr als 70 Prozent aller Fälle ausmacht — wird wieder zwischen Freitagnachmittag und dem frühen Montagmorgen abgeriegelt. Allerdings dürfen die gut 2,8 Millionen Bewohner anders als vor einer Woche den Grossraum «Area Metropolitana» diesmal nicht nur aus «triftigem Grund» wie etwa Arbeit oder Arztbesuch verlassen. Man darf auch dann raus, wenn man einen negativen Test, einen Nachweis über eine vollständige Immunisierung oder über eine Genesung von der Krankheit vorlegt.

  • 19.32 Uhr
    Hunderte spanische Schüler*innen bei Klassenfahrten auf Mallorca infiziert

    Hunderte Schüler*innen aus verschiedenen Teilen Spaniens haben sich offenbar auf Abschlussfahrten Mitte Juni auf Mallorca mit dem Coronavirus infiziert. Allein in Madrid seien mindestens 245 Jugendliche betroffen, teilten die regionalen Behörden mit. Zuvor hatte das Baskenland von 49, die Region Valencia von 32 und Murcia von 18 Fällen berichtet. Es wird vermutet, dass praktisch alle betroffenen jungen Leute mit ein und derselben Fähre von Valencia nach Mallorca fuhren und sich vom 12. bis 18. Juni auf der Mittelmeerinsel aufhielten. Alle Schüler hätten sich mit der britischen Variante des Virus infiziert.

    In der Region Madrid wurden nach den amtlichen Angaben 452 Kontaktpersonen der infizierten Schüler unter Quarantäne gestellt. Es wird nach Medienberichten trotzdem befürchtet, dass die Zahl der Ansteckungen, die mit diesen Klassenfahrten zusammenhängen, in den nächsten Tagen noch zunimmt. Die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias rief die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen des Landes, die wegen der strikten Alterspriorisierung mehrheitlich noch nicht geimpft sind, zu «verantwortungsvollem Verhalten» auf. Bei den 15- bis 29-Jährigen würden derzeit die höchsten Infektions-Raten verzeichnet. Man verfolge den Mallorca-Ausbruch sehr genau.

    Die Corona-Zahlen gehen in Spanien seit Monaten fast kontinuierlich zurück. Zuletzt wurden landesweit 43 Infektionen pro 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst. In Urlaubsregionen wie den Balearen sowie in Valencia und den Kanaren ist die Lage mit Werten um 20 noch besser. Im Zuge der relativ entspannten Corona-Lage beschloss die Regierung eine deutliche Lockerung der strengen Maskenpflicht im Freien. Ab Samstag muss der Mund- und Nasenschutz nur dann aufgesetzt werden, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern zu haushaltsfremden Personen nicht gewahrt werden kann.

  • 19.01 Uhr
    Taskforce Culture: offene Fragen zu Grossveranstaltungen

    Die von der Kulturszene ins Leben gerufene Taskforce Culture mahnt nach den vom Bundesrat am Mittwoch beschlossenen Lockerungen offene Fragen an. So sei noch nicht geklärt, wer die Kosten für Testkapazitäten an Veranstaltungen mit Covid-Zertifikat übernehmen soll.

    Kulturveranstaltungen können wieder mit deutlich mehr Publikum und unter weniger strengen Auflagen stattfinden. Diese Stossrichtung stimme, so die Taskforce Culture in einer Mitteilung.

    Doch dann folgt das «Aber». Zwar solle künftig bei Veranstaltungen, die nur mit gültigem Covid-Zertifikat besucht werden dürfen, das Testmaterial für die vor Ort vorgenommenen Schnelltests vergütet werden. Doch die Kosten für die notwendige Testinfrastruktur und für das Fachpersonal vor Ort werden nicht übernommen. Das sei fragwürdig, so die Taskforce Culture, die eine breite Allianz von Verbänden aus allen Kulturbereichen vertritt. Zudem könnten diese Kosten nicht über die Ausfallentschädigungen geltend gemacht werden, wird weiter kritisiert.

    Darüber hinaus fragt sich die Taskforce Culture, ob in den Regionen, wo Grossveranstaltungen stattfinden, ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung gestellt werden. Derartige offene Fragen würden das Konzept des Zertifikats «empfindlich schwächen», heisst es weiter.

  • 18.44 Uhr
    Deutsche Impfkommission hebt Empfehlung zu Impfpriorisierung für alle Erwachsenen auf

    In Deutschland hat nun auch die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung zur Priorisierung der Impfungen gegen das Coronavirus aufgehoben. Die Stiko empfehle die Impfung gegen Covid-19 mit einem der zugelassenen mRNA-Impfstoffe oder einem der Vektor-basierten Präparate für alle Menschen über 18, hiess es in einem vom Robert-Koch-Institut am veröffentlichten Bulletin.

    «Aufgrund des Fortschritts in der Impfkampagne und zunehmender Verfügbarkeit von Covid-19-Impfstoffen ist ein stufenweises Vorgehen auf nationaler Ebene nicht mehr notwendig», hiess es zur Begründung.

    Die vom deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn Anfang Juni verkündete Aufhebung der Impfpriorisierung hatte die Stiko zunächst als verfrüht kritisiert. Stiko-Chef Thomas Mertens hatte die Befürchtung geäussert, dass noch nicht geimpfte Menschen mit einem hohen Erkrankungsrisiko nunmehr noch länger auf einen Termin warten müssten.

    Inzwischen ist ein gutes Drittel der Menschen in Deutschland komplett gegen das Coronavirus geimpft. Die Zahl der Menschen mit vollem Schutz stieg auf nach Angaben der Bundesregierung auf 27,8 Millionen Menschen — das sind 33,5  Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine Impfdosis haben 43,4 Millionen Menschen — das sind 52,2  Prozent.

  • 18.07 Uhr
    Bald 60 Prozent der Erwachsenen in der EU einmal gespritzt

    Bis Sonntag sollen 220 Millionen Europäer mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft sein — rund 60 Prozent der Erwachsenen in der EU. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim EU-Gipfel. Für Juli erwartet die Kommission dann noch einmal die Lieferung von mindestens 90 Millionen Impfdosen von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson. Hinzu kommen könnten mehr als 30 Millionen Dosen von Astrazeneca, was aber nicht bestätigt sei.

    Mit den Prognosen liegt die Kommission auf Kurs für ihr Impfziel: Bis Ende Juli soll so viel Impfstoff ausgeliefert sein, dass 70 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Spritze bekommen können. Wissenschaftler nehmen jedoch an, dass dies zur Eindämmung der Pandemie nicht reicht. Zum einen sind für eine Immunisierung bei fast allen Impfstoffen zwei Spritzen nötig. Zum anderen muss ein möglichst hoher Anteil der Gesamtbevölkerung erreicht werden und nicht nur der Erwachsenen.

    «Jetzt gilt es, das Tempo der Impfkampagnen in den Mitgliedstaaten zu erhöhen», schrieb von der Leyen auf Twitter. Die Impfstofflieferungen sollen im zweiten Halbjahr wachsen. So sollen von Anfang Juli bis Ende September 497 Millionen Dosen kommen, von Oktober bis Ende Dezember weitere 399 Millionen Dosen. Bisher wurden seit Beginn der Impfkampagne nach Angaben der Kommission insgesamt 424 Millionen Dosen geliefert.

  • 17.20 Uhr
    GDK hält Lockerungen des Bundesrats für vertretbar

    Angesichts der tiefen Fallzahlen teilt die Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) den Optimismus des Bundesrats. Die Lockerungen ab Samstag seien angesichts der epidemiologischen Lage vertretbar.

    «Die Impfung erwies sich als wichtigstes Instrument zu Eindämmung des Coronavirus», sagte GDK-Präsident Lukas Engelberger am Donnerstag vor den Medien in Bern weiter. Zurzeit müsse aber vor allem die Delta-Variante des Virus beobachtet werden. Die doppelte Impfung schütze auch vor dieser Variante.

    Gesundheitsminister Alain Berset betonte, die Impfungen müssten im Sommer fortgesetzt werden. «Früher oder später werden wir mit dem Coronavirus in Kontakt kommen, entweder mit der Impfung oder mit einer Ansteckung», sagte Berset.

  • 17.00 Uhr
    SwissCovid-App ein Jahr in Betrieb

    Am Freitag vor einem Jahr hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die SwissCovid-App in Umlauf gebracht, um die Infektionsketten des Coronavirus schneller unterbrechen zu können. Rund 3,18 Millionen Menschen haben die App seither installiert, rund zwei Millionen nutzen sie heute aktiv.

    Zwei Tage, nachdem die App aktiv geschaltet wurde, war sie 1,19 Millionen Mal heruntergeladen worden, wie das BAG am Donnerstag mitteilte.

    A man looking at a smartphone with the tracing app SwissCovid, using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T), during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak at the campus of the Swiss Federal Institute of Technology, EPFL, in Lausanne, Switzerland, Monday, May 25, 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including Swiss Federal Institute of Technology, EPFL Lausanne and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus.(KEYSTONE/Laurent Gillieron).
    Vor einem Jahr brachte das BAG die SwissCovid-App in Umlauf.
    Bild: Keystone/Laurent Gillieron

    Die App sei seither kontinuierlich weiterentwickelt worden, sowohl auf der Benutzeroberfläche wie auch technisch im Hintergrund. Zudem wurden die rechtlichen Grundlagen angepasst, um die Interoperabilität mit der deutschen Corona-Warn-App zu ermöglichen. Dies war insbesondere für die rund 60'000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger wichtig.

    Derzeit wird gemäss BAG an einer zusätzlichen Erweiterung der App gearbeitet. Diese soll es ermöglichen, noch mehr Personen anonym und unkompliziert über ein Ansteckungsrisiko informieren zu können.

  • 16.50 Uhr
    Geringverdienende bekommen Corona-Pandemie stärker zu spüren

    Menschen mit geringen Einkommen erlitten während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 häufiger finanzielle Einbussen als andere. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag des Bundes.

    Das Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (Fors) und die Fachhochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit in Lausanne untersuchten die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Shutdown auf die Lebensbedingungen. Die vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) in Auftrag gegebene Studie wurde am Donnerstag veröffentlicht.

    Die Hauptaussage lautet: Menschen mit geringen Einkommen erlitten häufiger finanzielle Einbussen als andere und sahen sich öfter den Risiken ausgesetzt, wegen der Krise auf Ersparnisse zurückgreifen zu müssen, ihren Lebensstil drastisch einzuschränken oder Sozialleistungen zu beantragen. «Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Pandemie die finanziellen Ungleichheiten tendenziell verstärkt», heisst es in der Zusammenfassung der Studie.

  • 16.40 Uhr
    Lockerung der Maskenpflicht in Spanien

    Die Maskenpflicht wird in Spanien erheblich gelockert. Ab Samstag müsse der Mund-Nasen-Schutz im Freien nicht mehr immer und überall getragen werden, teilte die spanische Regierung am Donnerstag in Madrid mit.

    Einem Dekret zufolge müssen die Menschen unterwegs weiterhin eine Maske bei sich tragen und aufsetzen, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann. In geschlossenen öffentlichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt es weiterhin bei der Maskenpflicht.

    epa09298505 Spanish Health Minister Carolina Darias addresses a press conference after an extraordinary Cabinet Meeting held in Moncloa Palace in Madrid, Spain, 24 June 2021, in order to approve a new ordinance that withdraws the mandatory use of the facial mask outdoors in Spain. The Spanish Government approved the withdrawal of facial masks outdoors just as concerns grow among experts about the Delta Covid variant and their fear that it will be predominant in Spain within weeks. EPA/JUN CARLOS HIDLAGO
    Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Darias freut sich über die Lockerung der Maskenpflicht.
    KEYSTONE

    «Das ist eine unheimlich wichtige Entscheidung», die aufgrund der anhaltend guten Entwicklung der Corona-Lage möglich sei, sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias nach der Kabinettssitzung, auf der der Beschluss zur Lockerung gefasst wurde. «Das bedeutet, dass man wieder das Lächeln der Menschen wird sehen kann.»

  • 15.34 Uhr 
    Impfstationen bei Migros und Coop im Kanton Aargau

    Der Kanton Aargau setzt im Juli und August in ausgewählten Filialen von Migros und Coop bewegliche Impfstationen ein. Interessierte ab 18 Jahren können sich dort ohne Voranmeldung gegen Covid-19 impfen lassen.

    Ziel sei es, ein möglichst einfaches Impfangebot für jüngere arbeitstätige Personen zu schaffen, die etwa über Mittag oder nach der Arbeit einkaufen gehen würden, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag mit.

    Auch Personen ohne Wohnsitz im Aargau können sich impfen lassen, wenn sich die Karte einer Schweizer Krankenversicherung vorweisen. Geimpft wird in Migros- und Coop-Filialen in Wettingen, Kaiseraugst, Wohlen, Lupfig, Spreitenbach, Bremgarten, Frick und Kleindöttingen, und zwar jeweils an bestimmten Tagen zwischen Anfang Juli und Ende August.

    Ausserdem kann man sich ab kommendem Montag in 50 Apotheken im Aargau impfen lassen. Der seit Mai laufende Pilotversuch habe gezeigt, dass das Angebot funktioniere und von der Bevölkerung genutzt werde, schrieb das DGS.

  • 15.09 Uhr 
    Brasilien verzeichnet neuen Rekord bei Neuinfektionen

    Brasilien hat am Mittwoch mit 115'228 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Tageshöchstwert verzeichnet. Das  brasilianische Gesundheitsministerium teilte zudem mit, dass 2392 neue Todesfälle binnen 24 Stunden registriert worden seien. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem 212-Millionen-Einwohner-Land stieg damit auf 507'109. Weltweit verzeichnen nur die USA eine höhere offizielle Opferzahl der Pandemie.

    «Wir befinden uns schon in der dritten Welle,» hatte der Präsident des Nationalrats der Gesundheitsminister, Carlos Lula, am Montag angesichts der rasanten Entwicklung der Zeitung «O Globo» gesagt. Seit der vergangenen Woche sterben in Brasilien im Schnitt täglich 2000 Menschen durch das Virus. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Braslien steigt bereits seit mehr als einem Monat.

    Laut einer Bilanz des Gesundheitsinstituts Fiocruz ist die Situation in 19 der 27 brasilianischen Staaten kritisch. Die Intensivstationen sind dort zu 80 Prozent ausgelastet. In acht der Staaten sind die Betten sogar zu 90 Prozent belegt. Die Impfkampagne geht weiterhin schleppend voran. Nur 11,36 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft, 30,7 Prozent der Brasilianer haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

    Women wait in line for food donated by the Covid Without Hunger organization in the Jardim Gramacho slum of Rio de Janeiro, Brazil, Saturday, May 22, 2021. As incomes fall, prices are surging, which means the disadvantaged are doubly squeezed. (AP Photo/Silvia Izquierdo)
    Bewohner eines Slums in Rio de Janeiro Ende Mai. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 14.50 Uhr 
    Baselbieter Arztpraxen und Apotheken impfen ab August

    Im Kanton Baselland kann man sich ab August in Arztpraxen und Apotheken gegen Covid-19 impfen lassen. Ab September werden deshalb die beiden kantonalen Impfzentren in Lausen und Laufen geschlossen, dasjenige in Muttenz bleibt in Betrieb.

    Die Planungsarbeiten zwischen den kantonalen Behörden, der Ärztegesellschaft und dem Apotheker-Verband Baselland seien auf Kurs, teilte der Kantonale Krisenstab am Donnerstag mit. Mit dem Einbezug der Arztpraxen und Apotheken könne der Kanton auf zwei der drei Impfzentren verzichten.

    Der Kanton Baselland beschränkt sich künftig auf ein Impfzentrum.
    Der Kanton Baselland beschränkt sich künftig auf ein Impfzentrum.
    Bild: Keystone
  • 13.32
    BAG meldet 120 neue Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 120 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 20'378 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 52 Spitaleinweisungen bei 40 Nachmeldungen und zehn nachgemeldete Todesfälle.

    Somit gab es gegenüber dem Vortrag keine neuen Todesfälle, wie den Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) am Donnerstag zu entnehmen war. Am Donnerstag vor einer Woche waren innerhalb von 24 Stunden 194 Ansteckungen, sieben neue Todesfälle (davon 3 Nachmeldungen) und keine neuen, jedoch 78 nachträglich erfasste Spitaleinweisungen gemeldet worden.

    Die Zahlen neuer Fälle und Spitaleinweisungen sinken also weiter. Derweil zeigt sich im Wochenvergleich, dass sich die Delta-Variante des Corona-Virus weiter ausbreitet. So lag der geschätzte Anteil dieser Variante in der Woche vom 14. bis 20. Juni bei 3,8 Prozent, in der Woche davor noch bei 2,2 Prozent der sequenzierten Proben. Die Alpha-Variante ist weiterhin die dominante mit einem geschätzten Anteil von 89 Prozent.

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus betrafen gemäss Angaben vom Donnerstag 18'111 die Alpha-Variante (B.1.1.7), 19 die Delta-Variante (B.1.617.2), 249 die Beta-Variante (B.1.351) sowie 21 die Gamma-Variante (P.1).

    Es erkranken weiterhin die 10- bis 19-Jährigen am häufigsten. Neu empfiehlt das BAG aber auch Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren, sich nach einer guten Risiko/Nutzen-Abwägung mit einer Impfung gegen das Virus zu schützen; insbesondere, wenn sie eine Vorerkrankung haben oder mit verletzlichen Personen zusammenleben. 2'648'104 Personen sind bereits vollständig geimpft, 2'379'742 Zertifikate für vollständig Geimpfte wurden bislang ausgestellt.

  • 13.15 Uhr 
    Jede dritte Person in Deutschland ist vollständig geimpft

    Jeder Dritte ist in Deutschland nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 27,8 Millionen Menschen, ihre Quote hat damit die Drittelmarke knapp überschritten (33,5 Prozent). Das geht aus Zahlen der Bundesbehörde Robert Koch-Institut vom Donnerstag hervor.

    Mehr als 43,4 Millionen Menschen (52,2 Prozent) haben demnach bisher mindestens eine Impfung bekommen. Allein am Mittwoch wurden 1'267'717 Impfdosen verabreicht.

    Laut RKI werden jeden Tag mehr als 800'000 Corona-Schutzimpfungen deutschlandweit verabreicht. Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 59,2 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Zwölf weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Nur Hamburg (49,5 Prozent), Bayern (49,3 Prozent) und Sachsen (46,4 Prozent) haben diese Marke noch nicht überschritten. Das Saarland zählt mit 40,0 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 30,9 Prozent am Ende der Rangliste.

  • 12.38 Uhr
    Uri impft neu Jugendlichen ab zwölf Jahren

    Auch im Kanton Uri können sich Kinder aber zwölf Jahren impfen lassen. Sie können sich ab Freitag telefonisch für eine Impfung anmelden. Am Dienstag hatte der Bund die Covid-19-Impfung auch für diese Altersgruppe empfohlen.

    Die Anmeldung für Personen zwischen zwölf und 15 Jahren im Kanton Uri sei aber ausschliesslich telefonisch beim Impfzentrum im Kantonsspital möglich, teilte der Covid-Sonderstab am Donnerstag mit. Das Online-Impfportal steht Urnerinnen und Urnern ab 16 Jahren offen. Der Kanton Zug impft bereits Kinder ab zwölf Jahren.

    Bis anhin sind im Kanton Uri 29'451 Impfungen durchgeführt worden. 12'720 Urnerinnen und Urner erhielten bereits ihre zweite Impfdosis. Bis Ende Woche sollen sämtliche Geimpfte die Zugangsdaten für Covid-Zertifikate erhalten haben.

  • 12.13 Uhr 
    Pandemie befördert Drogenmissbrauch

    Die Corona-Krise treibt laut einem UN-Bericht mehr Menschen zum Drogenmissbrauch. Durch die Pandemie verstärkte Faktoren für Drogensucht wie Ungleichheit, Armut und psychische Probleme würden die Lage voraussichtlich «auf Jahre hinaus» verschlimmern, warnt das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in seinem Weltdrogenbericht 2021, der am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise drohe zudem der illegale Anbau der Heroin- und Kokainrohstoffe Schlafmohn und Koka zuzunehmen.

    In der Corona-Krise habe der Missbrauch von Medikamenten als Droge zugenommen, heisst es in dem UN-Bericht. Ausserdem hätten die meisten UN-Staaten eine Zunahme des Cannabis-Konsums registriert. Die durchaus existierenden Risiken dieser Droge würden ohnehin zunehmend geringer eingeschätzt.

    Bei Drogen, die «typischerweise in sozialen Kontexten» konsumiert würden wie Kokain, habe der Konsum hingegen abgenommen. Dem Bericht zufolge konsumierten weltweit rund 275 Millionen Menschen Drogen, 2018 waren es noch 269 Millionen.

  • 11.50 Uhr 
    Maskenpflicht an allen Zürcher Schulen wird aufgehoben

    Nachdem der Bund die Aufhebung der Maskenpflicht an den Mittel- und Berufsfachschulen angekündigt hat, zieht der Kanton Zürich nach: Die Maskenpflicht wird auch an der Sekundarschule aufgehoben.

    Die günstige epidemiologische Lage erlaube diesen Schritt, teilte die Bildungsdirektion am Freitag mit. Die Aufhebung der Maskenpflicht gilt ab dem 26. Juni.

    Die Maskenpflicht an Schulen im Kanton Zürich wird ab nächster Woche aufgehoben. (Symbolbild)
    Die Maskenpflicht an Schulen im Kanton Zürich wird ab nächster Woche aufgehoben. (Symbolbild)
    KEYSTONE/GAETAN BALLY
  • 10.32 Uhr
    Stadt Bern erlässt Bärenplatz-Wirten Nutzungsgebühren

    Die Wirtinnen und Wirte des Berner Bärenplatzes müssen der Stadt Bern wegen des Coronavirus Gebühren in der Höhe von insgesamt 22'700 Franken nicht bezahlen. Diese Gebühren wären fällig gewesen für die Benutzung der Wintergärten, welche auf öffentlichem Grund stehen.

    Diese Wintergärten konnten die Restaurateure während der Corona-Pandemie während mehrerer Monate nicht benutzen. Deshalb hat der Berner Gemeinderat beschlossen, den Konzessionärinnen und Konzessionäre Gebühren in dieser Höhe zu erlassen.

    Wie die Stadtregierung am Donnerstag mitteilte, erfolgt die Massnahme in Anlehnung an die Mietzinserlasse, welche die Stadt Bern besonders von den Corona-Schutzmassnahmen betroffenen Mieterinnen und Mietern von städtischen Geschäftsliegenschaften gewährt hat.

    Die Wintergärten am Bärenplatz auf einer Aufnahme von 2013.
    Die Wintergärten am Bärenplatz auf einer Aufnahme von 2013.
    Bild: Keystone
  • 9.15 Uhr 
    An Obwaldner Schulen fallen am Montag die Masken

    Schülerinnen und Schüler im Kanton Obwalden können ab Montag die Schutzmasken zu Hause lassen. Der Kanton hebt die Maskenpflicht in allen Schulen auf.

    Weil sich die epidemiologische Lage entspanne und es wenige Corona-Fälle in den Schulen gebe, habe man sich zu diesem Normalisierungsschritt entschieden, teilte die Obwaldner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Die Lockerung, die das Bildungs- und Kulturdepartement in Absprache mit dem Gesundheitsamt verfügt, gilt auch für die Lehrpersonen in der Volksschule.

    Nach dem jüngsten Entscheid des Bundesrats wird zudem die Maskenpflicht an den Gymnasien und der Berufsfachschule aufgehoben. Das freiwillige Tragen einer Schutzmaske sei Kindern, Jugendlichen und den Lehrpersonen erlaubt.

    Ende Mai hatte die Maskenpflicht an Schulen im Obwaldner Kantonsrat für hitzige Diskussionen gesorgt. Eine dringliche Motion aus den Reihen der SVP forderte eine sofortige Aufhebung, die Regierung sah den Zeitpunkt damals noch nicht als gegeben, versprach aber die Aufhebung, sobald dies epidemiologisch vertretbar sei. Der Rat lehnte den Vorstoss ab.

    Zuvor hatten Kantone wie Zug oder Schwyz auf der Sekundarstufe 1 aufgehoben. Allerdings war der Schritt dort gekoppelt mit systematischen Tests.

    Gymnasiastinnen mit Schutzmasken: Im Kanton Obwalden fällt die Maskenpflicht an Schulen am Montag. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 8.21 Uhr 
    7-Tage-Inzidenz in Deutschland geht weiter zurück

    Die 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen in Deutschland geht weiter zurück und liegt nun bei 6,6. Innerhalb eines Tages wurden 1008 Neuinfektionen gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte. Zudem wurden 93 weitere Todesfälle registriert.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Sie ist ein wesentlicher Massstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Seinen bislang höchsten Stand hatte der Wert mit 197,6 am 22. Dezember erreicht. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 11,6.

  • 7.40 Uhr 
    Weltärztebund-Chef warnt vor London-Reisen

    Angesichts der Verbreitung der Delta-Variante in Grossbritannien warnt der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, vor Reisen zu EM-Spielen nach London. «Ich halte das für Populismus und kann nur von Reisen zu den Spielen abraten», sagte Montgomery der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstagsausgabe). Trotz der als ansteckernder geltenden Delta-Variante stehen im Londoner Wembley-Stadion Spiele vor bis zu 60'000 Zuschauern zur Diskussion. Am Dienstag spielt Deutschland vor Ort gegen die englische Nationalmannschaft.

    «Ich verstehe nicht, warum Premierminister Boris Johnson das zulässt», betonte der Weltärztebund-Chef. «Schon ein Geimpfter, der die Abstandsregeln einhält und dort ins Stadion pilgert, geht ein begrenztes Risiko ein.» Das gelte nicht in erster Linie für den Stadionbesucher selbst, aber er könne das Virus mitbringen und andere anstecken. «Wer ungeimpft ist, handelt verantwortungslos angesichts der in Grossbritannien vorherrschenden Delta-Variante und ihrer Ansteckungsgefahr», sagte er über Stadionbesuche in London.

    Die Menschen müssten alle weiterhin «in unseren persönlichen Kontakten vorsichtig bleiben». Doch die Appelle zur Vorsicht würden nicht mehr auf allzu grosse Resonanz treffen: "Wir alle wollen doch unser altes Leben wieder haben. Daher ist momentan die Sehnsucht nach Freiräumen bei vielen Menschen gross und mancher Politiker bedient das und nährt die Illusion, als wäre alles möglich."

    Frank Ulrich Montgomery beim Deutschen Ärztetag 2019.
    Der Chef des Weltärztebundes Frank Ulrich kritisiert Grossbritanniens Regierungschef mit deutlichen Worten. (Archiv)
    Bild: dpa
  • 6:05 Uhr
    Impf-Vorteile überwiegen, auch bei Kindern und Jungen

    Experten haben sich mit seltenen Nebenwirkungen von Impfstoffen gegen das Coronavirus bei Teenagern und jungen Erwachsenen befasst. Die US-Behörden wollten Warnungen vor möglichen Brustschmerzen und Herzentzündungen verstärken, teilten sie mit. Doch gaben Regierungsvertreter, medizinische Organisationen, Labor- und Krankenhausverbände in einer gemeinsamen Stellungnahme zu verstehen, dass die Vorteile der Impfstoffe überwiegen. «Die Fakten sind klar: Dies ist eine äusserst seltene Nebenwirkung und nur eine äusserst kleine Anzahl Menschen wird sie nach einer Impfung erleben», stand darin.

    Es scheine eine Verbindung zwischen dem Impfstoff von Biontech und Pfizer und dem von Moderna zu Fällen von Herzentzündungen zu geben, sagten Experten bei einem Treffen eines Beratergremiums der US-Gesundheitsbehörde CDC. Die Fälle scheinen vor allem bei jungen Männern nach der zweiten Impfdosis aufzutreten. In den USA hat es 323 bestätigte Fälle von einer Entzündung bei Menschen unter 30 gegeben. Die meisten haben sich von der Herzentzündung erholt.

    Das Risiko «erscheint mir, und vielen anderen, wesentlich niedriger als das Risiko von Covid zu sein», sagte der Herzspezialist Brian Feingold von der University of Pittsburgh, der dem Beratergremium nicht angehört.

    Das Gremium blieb bei seiner Empfehlung an die CDC, dass sich Amerikaner ab zwölf gegen das Coronavirus impfen lassen sollten.

    09.06.2021, Berlin: Ein Kinder- und Jugendarzt impft einen Jugendlichen mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus dem jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts am Donnerstag hervorging. Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Fabian Sommer)
    Ein Kinderarzt impft einen Jugendlichen mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer. Selbst für seltene Nebenwirkungen überwiegen die Vorteile einer Impfung im Vergleich mit einer Erkrankung.
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