Grüne Ideen für Mount Everest

Bergsteiger setzen auf Bio-Gebetsfahnen und Sonnenenergie

sda, amo

13.5.2022 - 10:11

epa05996942 (20/23) Tents stand in the Everest Base Camp of the mountaineers in Nepal, 07 April 2017. Hungarian climbers David Klein and Szilard Suhajda, members of the Hungarian Everest Expedition, stayed in the base camp as they prepared to reach the 8,848 meters peak of Mount Everest or Chomolungma without using oxygen tanks. In case of their eventual success they would be the first to conquer the earth's highest peak without oxygen tanks in the Hungarian mountaineering history. EPA/Balazs Mohai HUNGARY OUT ATTENTION: For the full PHOTO ESSAY text please see Advisory Notice epa05996922
In den Basislagern auf dem Mount Everest sollen Solarpanels installiert werden. (Archivbild)
KEYSTONE/EPA/Balazs Moha

Wird der Tourismus am Mount Everest nachhaltiger? Mindestens zwei Expeditionsfirmen nutzen dieses Jahr erstmals vorwiegend Solarpanels im Basislager des welthöchsten Berges für ihren Strom.

sda, amo

13.5.2022 - 10:11

Basislager auf dem Mount Everest werden ökologischer: Eine österreichische und eine nepalesische Firma haben dazu je 16 Solarpanels auf den Berg gebracht. Damit decke man den Strombedarf für Küche, Eigenbedarf der Expeditionsteilnehmer, Kommunikation und Laden von Ausrüstung, sagte Lukas Furtenbach, Geschäftsführer der österreichischen Firma Furtenbach Adventures. Von der nepalesischen Firma Everest Exped hiess es, dass man neben den Panels für Schlechtwetterzeiten noch einen Generator dabeihabe.

Sacks of garbage collected from Mount Everest is seen in Namche Bajar, Solukhumbu district, Nepal, Monday, May 27, 2019. The garbage will be sent to Kathmandu for recycling. (AP Photo/Niranjan Shrestha)
Abfallsäcke stapeln sich auf der nepalesischen Seite des Everests. Er wird anschliessend in Kathmandu recycelt. (Archivbild)
KEYSTONE/AP Photo/Niranjan Shrestha

Bislang nutzen die meisten Expeditionsfirmen Generatoren als Haupt-Energiequelle. Furtenbach sagt, bei den Solarpanels sei die CO2-Bilanz besser. Vieles sei früher an den hohen Bergen nicht richtig gemacht worden, heisst es auf der Website des Unternehmens. «Es ist jetzt allerhöchste Zeit, es besser zu machen und Fehler und Umweltsünden vergangener Generationen nicht gedankenlos fortzusetzen, sondern auszumerzen und darüber hinaus auch zu kompensieren und wiedergutzumachen, also auch den Müll vergangener Expeditionen abzutransportieren und zu entsorgen.»

ARCHIVE - Gebetsfahnen flattern im Wind im rund 5000 Meter hoch gelegenen Basislager des Manaslu, 8163, in Nepal mit dem Manaslu-Ostgipfel im Hintergrund, aufgenommen in Sama Gompa an der nepalesisch-tibetischen Grenze im Sommer 1997. Mindestens neun Bergsteiger sind bei einem Lawinenabgang im Himalaya in Nepal ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag, 23. September 2012, starb auch ein deutscher Bergsteiger, als die Lawine zwei Camps in etwa 7000 Meter Hoehe auf dem 8163 Meter hohen Mount Manaslu unter sich begrub. (KEYSTONE/Arno Balzarini)
Gebetsfahnen flattern im Wind im rund 5000 Meter hoch gelegenen Basislager des Manaslu. (KEYSTONE/Arno Balzarini)
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Die Firma Seven Summit Treks schliesslich wolle nun die von den Sherpas für verbreitete Rituale verwendeten bunten buddhistischen Gebetsfahnen, die auf den Bergen zurückgelassen werden, durch biologisch abbaubare ersetzen. Die Flaggen wieder mitnehmen könne man nicht so einfach – sie seien eine religiöse Gabe an die Götter, um sicher auf den Berg zu kommen, sagte Firmenchef Mingma Sherpa.

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