Kriminalität

Stalkingopfer sollen in Deutschland besser geschützt werden

dpa

24.3.2021 - 11:34

ILLUSTRATION - 05.07.2016, Bayern, Garmisch-Partenkirchen: ARCHIV - Eine Frau steht mit einem Telefon am Fenster, vor dem ein Mann steht (gestellte Szene). Opfer von Stalking sollen nach Ansicht des Bundesjustizministeriums künftig eine bessere rechtliche Handhabe gegen ihre Peiniger haben. Das Kabinett soll am 03.02.2021 einen Bericht des Ministeriums zu möglichem Reformbedarf bei den aktuellen Anti-Stalking-Regeln verabschieden. Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Angelika Warmuth)
Deutschland will härter gegen Stalking vorgehen. Künftig soll Verhalten als Stalking gelten, bei dem jemand «wiederholt» belästigt wird.
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Mittels Gesetzesänderung sollen von Stalking betroffene Personen in Deutschland besser geschützt werden. Allerdings muss der Bundestag dem Vorhaben noch zustimmen.

dpa

24.3.2021 - 11:34

Opfer von Stalking sollen in Deutschland besser geschützt werden. Die Regierung beschloss am Mittwoch eine entsprechende Gesetzesverschärfung.

«Im Netz und über Apps werden Menschen immer wieder ausgeforscht und eingeschüchtert, falsche Identitäten vorgetäuscht und Betroffene diffamiert», teilte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) mit. «Auch diese Taten stellen wir künftig ausdrücklich als digitales Stalking unter Strafe.» Der Bundestag muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

Stellen Täter ihren Opfern laut Entwurf etwa mit einer Software nach, deren Zweck das digitale Ausspähen anderer Personen sei, soll ihnen nun eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren drohen.

Als Beispiele für Stalking nennt das Ministerium Anrufe oder Nachrichten zu allen Tages- und Nachtzeiten, Verfolgen und Auflauern vor der Wohnung oder dem Arbeitsplatz, Fake-Profile auf Single-Portalen, Warenbestellungen unter dem Namen der Opfer, Beleidigungen, Bedrohungen und Nötigungen. Stalking richte sich meist gegen Frauen.

Künftig soll Verhalten als Stalking gelten, bei dem jemand «wiederholt» belästigt wird. Bislang ist hier von «beharrlichem» Stalking die Rede. Das Merkmal «schwerwiegend» wurde mit «nicht unerheblich» ersetzt. «Diese Hürden senken wir jetzt deutlich», betonte Lambrecht. In der Vergangenheit musste «beharrliches» Nachstellungsverhalten nachgewiesen werden, das geeignet sei, das Leben des Opfers «schwerwiegend» zu beeinträchtigen.

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