Deutsche Bahn muss sieben Zugstrecken neu bauen

SDA

22.7.2021 - 08:37

21.07.2021, Nordrhein-Westfalen, Kall: Hans Gabler, Leiter der des DB-Netzes in Köln, geht an unterspülten Bahngleisen entlang. Nach dem Hochwasser hat die Deutsche Bahn in der Eifel damit begonnen die Schäden an der Bahnstrecke zwischen Köln und Trier zu begutachten. Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Oliver Berg)
Unterspülte Bahngleise auf der Strecke zwischen Köln und Trier: Insgesamt wurden 600 Kilometer Schiene zerstört.
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Die Deutsche Bahn steht vor einer «Mammut-Aufgabe». Nach dem Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen muss sie sieben Strecken neu bauen oder sanieren. 

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22.7.2021 - 08:37

Nach der Hochwasserkatastrophe in den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen muss die Deutsche Bahn sieben Strecken komplett neu bauen oder sanieren. «Das wird eine Mammut-Aufgabe», sagte eine Bahn-Sprecherin am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Das gesamte Ausmass der Schäden sei noch nicht zu ermessen. Der Konzern schätzt die Schäden allein an der Infrastruktur aktuell auf 1,3 Milliarden Euro, dazu komme der fehlende Umsatz, so die Sprecherin.

600 Kilometer Schiene zerstört

Im Hochwassergebiet seien Strecken unterspült oder Schotter weggespült. «Wir können noch nicht ermessen, wann so eine Strecke wieder sicher befahrbar sein wird», sagte die Sprecherin. Insgesamt sind nach Angaben der Bahn 600 Kilometer Schiene zerstört und 80 Bahnhöfe teils schwer beschädigt.

21.07.2021, Rheinland-Pfalz, Marienthal: Bahngleise hängen in der Luft. Das Hochwasser der Ahr hat zahlreiche Brücken zerstört und die Bahnstrecke in weiten Teilen weggespült. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Thomas Frey)
Bahngleise hängen bei Marienthal in Rheinland-Pfalz in der Luft: Die Bahnstrecke wurde hier in weiten Teilen weggespült.
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Bei der Planung für den Bau neuer Strecken richte die Bahn sich auf zunehmende Extremwetterlagen ein, sagte die Sprecherin weiter. Der Konzern analysiere die Verkehrsregionen mit Blick auf das Jahr 2060. Vor dem Neubau einer Strecke gebe es «ganz gründliche Überprüfungen».