DJ Felix Jaehn über seinen Weg zum «befreienden» Coming-out

SDA

10.10.2021 - 15:52

ARCHIV - Musikproduzent und DJ Felix Jaehn steht am Rande eines dpa-Interviews auf dem Dach des Universal-Gebäudes an der Spree. Jaehn, der früher mit Angstzuständen gelebt hat, ist nach eigenen Worten mental gut durch die Corona-Krise gekommen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Keystone

Der Musikproduzent Felix Jaehn (27) bezeichnet sein Coming-out vor dreieinhalb Jahren als unheimlich befreiend: «Weil ich das Geheimnis, das ich so lange gehütet habe, endlich mit der Welt geteilt habe und auch so angenommen wurde, wie ich bin.

SDA

10.10.2021 - 15:52

Ich bin glücklich, dass ich einen Freund habe und einfach frei leben und lieben kann», sagte Jaehn der Deutschen Presse-Agentur.

Der DJ ("Ain't Nobody», «Cheerleader"), der in seinem neuen Podcast «Breathe» mit Prominenten über ihr Leben diskutiert, hatte 2018 erstmals öffentlich über seine Bisexualität gesprochen. Er habe lange Zeit Angst gehabt, abgelehnt zu werden. «Ich bin auf dem Land gross geworden. In der Schule, Familie oder dem Umfeld gab es niemanden, der offen schwul, lesbisch oder ähnliches war. Es gab also keine Vorbilder», erklärte der Musiker aus Mecklenburg-Vorpommern.

«Dazu kommen noch Witze oder Ausdrücke wie «Schwuchtel» auf dem Schulhof oder in der Fussballmannschaft. Wenn du 14 oder 15 bist, selbst noch unsicher bist und mitbekommst, dass dein Umfeld das negativ bewertet, ist es sehr schwer, sich hinzustellen und zu sagen: «Ich bin auch einer».»

An diesem Montag feiert die queere Gemeinschaft weltweit den Coming- out-Tag. Dabei soll die Gesellschaft auch darüber aufgeklärt werden, warum es auch heutzutage noch schwierig sein kann, offen zu seiner Sexualität und Identität zu stehen.

SDA