Erdbeben vom Oberwallis bis in die Innerschweiz spürbar

sda, lpe

1.7.2021

Das Radar des Schweizer Erdbebendienstes zeigt das Epizentrum im Berner Oberland an. 
Schweizer Erdbebendienst

Kurz nach Donnerstagmittag hat in Teilen der Schweiz die Erde gebebt. Die Erschütterung war besonders im Oberwallis, im Berner Oberland sowie in der Innerschweiz und im Nordtessin spürbar. Schäden hat das Beben offenbar nicht angerichtet.

sda, lpe

1.7.2021

Gemäss dem Erdbebendienst der ETH Zürich (Sed) erreichte das Erdbeben mit dem Epizentrum in Oberwald VS in der Nähe des Grimselpasses eine Magnitude von 4,0 auf der Richterskala. Das Beben ereignete sich um 13.11 Uhr in einer Tiefe von 7,1 Kilometern.

Zu einem Nachbeben kam es rund eine halbe Stunde später in der Tiefe von 8,6 Kilometern. Dieses Beben erreichte nach einer ersten automatisierten Messung die Magnitude 1,2 auf der Richterskala.

Über Schäden, die bei einem Beben dieser Stärke in der Regel nicht erwartet werden, wurde zunächst nichts bekannt. Bei der Kantonspolizei Wallis gingen wegen des Erdbebens keine Anrufe ein, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Grösste Gefährdung im Wallis

Das letzte vergleichbare Erdbeben mit einer Magnitude von 4,4 gab es am 25. Oktober 2020 in Elm GL. Erdbeben mit einer Stärke von mehr als vier sind zumeist verbreitet spürbar. Von der Bevölkerung bemerkt werden in der Schweiz etwa 10 bis 20 Beben jährlich. Diese weisen in der Regel Magnituden von 2,5 oder mehr auf.

Das letzte Erdbeben, das in der Schweiz grössere Schäden verursachte, ereignete sich 1991 bei Vaz GR mit einer Magnitude von 5. Das stärkste historisch dokumentierte Erdbeben in der Schweiz mit einer Magnitude von ungefähr 6,6 geschah 1356 in Basel.

Das Wallis ist die Region in der Schweiz, die am häufigsten von Erdbeben heimgesucht wird. Bereits Mitte Mai hatte sich ein Beben mit einer Magnitude von 2,8 auf der Richterskala in der Region Sitten ereignet.