Chaos auf der A3

Falscher Feuerwehrmann zu bedingter Freiheitsstrafe verurteilt

toko

1.11.2019

Nach der Beschreibung eines falschen Feuerwanns schickte die Kantonspolizei Zürich Feuerwehr und Sanitäter. Die Rettungskräfte hatten jeodoch nach dem Eintreffen nichts zu tun. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI

Er fuchtelte wild mit einem Leuchtstab herum und verursachte Chaos auf der A3: Ein falscher Feuerwehrmann ist deshalb am Freitag in Zürich zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden. 

Er zog eine Feuerwehrjacke an, fuchtelte mit einem Leuchtstab herum und machte mitten auf der Autobahn Fotos von der Unfallstelle: Ein heute 46-jähriger Verkäufer ist deshalb am Freitag vom Bezirksgericht Zürich zu einem Jahr bedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden. Dies berichtet unter anderem der Tages-Anzeiger.

Dem Bericht zufolge war der Mann früher bei der freiwilligen Feuerwehr. Offenbar sah er sich noch immer in dieser Rolle: Er war letztes Jahr auf der Autobahn A3 Richtung Zürich unterwegs, als er auf der Gegenfahrbahn vor dem Entlisbergtunnel einen Unfall bemerkte. Daraufhin parkierte er seinen Wagen auf dem Pannenstreifen, zog sich eine Feuerwehrjacke an, ergriff einen Leuchtstab und fuchtelte damit herum. Währenddessen überquerte er die Fahrbahn und gefährdete den Verkehr massiv. Zuvor stellte er noch ein Warnblinklicht auf und montierte ein oranges Drehblinklicht auf seinem Autodach.

Zwar informierte er die Rettung — stellte sich jedoch mit Vor- und Nachnahmen sowie dem Zusatz «von der Feuerwehr» vor. Der Mann teilte beim Notruf mit, es habe einen Unfall gegeben. Ein Fahrgast hätte Schwierigkeiten, aus dem Auto zu kommen, ausserdem rauche ein Fahrzeug.

Daraufhin schickte die Kantonspolizei Zürich sowohl die Feuerwehr in Vollmontur, als auch Sanitäter. Die Rettungskräfte jedoch hatten nichts zu tun, denn es handelte sich lediglich um einen überschaubaren «Verkehrsunfall mit Sachschaden»— auch Rauchentwicklung gab es kaum.

Der Mann wurde nun wegen Amtsanmassung, grober Verletzung der Verkehrsregeln sowie Fahrens ohne Berechtigung verurteilt — denn zum Zeitpunkt der Vorfalls hatte der Mann keine gültige Fahrerlaubnis.

Er habe nur helfen wollen, erklärte der Mann dem Bericht zufolge. Rückblickend sei es wohl besser gewesen, einfach weiter zu fahren. 


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