Frau schlägt Chauffeur – Bus stürzt mit 15 Menschen von Brücke 

SDA/phi

2.11.2018

Das Wrack des Buses wird aus dem Jangtse gehoben – wahrscheinlich sind darin 15 Menschen umgekommen.
Keystone

Ein Busfahrer kann in China eine Haltestelle nicht anfahren, woraufhin eine Pendlerin wüst auf den Lenker einschlägt – mit dramatischen Folgen für 15 Menschen.

Kein Halt auf Verlangen: Die Frau will, dass der Lenker den Bus anhält und schlägt zu.
Keystone

Ein handgreiflicher Streit zwischen einer verärgerten Chinesin und einem Busfahrer hat einen tödlichen Unfall im Reich der Mitte provoziert: Der Car stürzte von einer Brücke 50 Meter tief in den Jangtse-Strom: 13 Leichen wurden mittlerweile geborgen, zwei Passagiere werden laut Behördenangaben noch vermisst. 

Das Unglück geschah am Sonntag in der Metropole Chongqing im Südwesten. Es gibt kaum Hoffnung, dass einer der Passagiere das Unglück überlebt hat. Erst am Mittwochabend konnten Bergungsmannschaften den Bus aus dem Wasser holen. Wie in dem Video einer Überwachungskamera des Busses zu sehen ist, schlug eine Frau mit ihrem Handy dem Fahrer an den Kopf, der sich dann wehrte. Abgelenkt riss er das Lenkrad zur Seite, verlor die Kontrolle, der Bus geriet auf die Gegenfahrbahn.

Der Chauffeur wehrt sich und verliert die Kontrolle über das Fahrzeug.
Keystone

Der Bus prallte auf ein entgegenkommendes Auto, durchbrach das Geländer und stürzte von der Brücke, wie ein zweites Video einer Dashboard-Kamera eines anderen Autos zeigt. Die 48 Jahre alte Frau war laut Nachrichtenagentur «Xinhua» so erbost, weil sie nicht an ihrer Haltestelle aussteigen konnte: Wegen Bauarbeiten war die Route des Busses umgeleitet worden. Der 42 Jahre alter Fahrer habe ihr geraten, an einer früheren Haltstelle auszusteigen, was die Dame aber offenbar unterliess.

Als sie gemerkt habe, dass sie ihr Ziel verpasst, habe sie den Chauffeur aufgefordert, sofort anzuhalten.Weil das ohne reguläre Haltestelle unmöglich sei, wollte der Lenker den Passagier nicht aussteigen lassen – was die beiden Streithähne und 13 unglückliche Mitfahrer nun wohl das Leben kostete.

Zurück zur Startseite