Regelübertretung Selfie brockt Passagierin ein lebenslanges Kreuzfahrt-Verbot ein

uri/dpa

21.10.2019

Eine Passagierin der «Allure of the Seas» will ein unvergessliches Ferienbild schiessen – und das gelingt ihr auch: Wegen ihres waghalsigen Selfies werden sie und ihr Partner lebenslänglich für Kreuzfahrten gesperrt.

Für ein spektakuläres Bild im blauen Badeanzug, hoch über dem Meer schwebend, war die Frau an Bord der «Allure of the Seas» ein verbotenes Risiko eingegangen: Sie war über die Brüstung ihrer Balkonkabine auf dem ehemals grössten Kreuzfahrtschiff der Welt gestiegen und posierte über dem Abgrund für die Kamera ihres Freundes.

Die Passagierin habe auf «leichtsinnige und gefährliche» Weise aussen vor dem Balkongeländer ihrer Kabine für ein Selfie gestanden, zitierte die «New York Times» aus einem Statement der Kreuzfahrtgesellschaft Royal Caribbean. Die «Allure of the Seas», die bis zu 6’300 Passagiere beherbergen kann, sei auf dem Weg nach Labadee im karibischen Inselstaat Haiti gewesen.



Ein Passagier hatte die Frau bei ihrer gefährlichen Aktion beobachtet, berichtete der US-Sender CNN. Er verständigte nach eigenen Angaben aus Sorge über ihre Absichten die Besatzung der «Allure of the Seas». «Ich wusste nicht, was sie vorhatte», wird er vom US-Fernsehsender CNN zitiert. «Es wäre schrecklich gewesen, wenn sie gesprungen wäre und ich nichts gesagt hätte.»

Nachdem die Frau und ihr Freund durch die Crew aufgespürt worden waren, mussten sie das Schiff in Falmouth auf der Karibik-Insel Jamaika verlassen. «Sie sind nun ihr Leben lang für Fahrten mit Royal Caribbean gesperrt», hiess es vonseiten der Kreuzfahrtgesellschaft.



Seit Jahren machen Touristen immer wieder mit Selfies in gefährlichen Lagen – und dabei auch mit tödlichen Unfällen – Schlagzeilen. Im Extremfall wird die Reise wie bei Profi-Instagrammern als eine Art Live-Bericht von unterwegs auf allen Social-Media-Kanälen inszeniert.

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