Mullahs wollen die Haustier-Haltung verbieten

SDA

17.11.2021 - 12:53

epa09512230 An Iranian girl enjoys at the Persian cat cafe museum in downtown Tehran, Iran, 07 October 2021. According to the manager, Persian cat cafe museum is the first cat museum in Iran and started almost two years ago and is owned by Iranian woman Forough Akbari. Persian cat cafe museum is one of the interesting places in Tehran which attracts cat lovers, where they can find lots of special friendly cats to hold, play with them and take photos. EPA/ABEDIN TAHERKENAREH ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET
Katzen wie hier im Oktober 2021 in Teheran sind den Mullahs ein Dorn im Auge.
KEYSTONE

Ein Haustier zu halten oder mit einem Hund Gassi zu gehen soll im Iran verboten und strafbar werden.

SDA

17.11.2021 - 12:53

Medienberichten zufolge haben die Hardliner im iranischen Parlament am Mittwoch diesbezüglich einen neuen Gesetzentwurf vorbereitet.

Demnach ist für Gassi gehen eine hohe Geldstrafe vorgesehen, Fahrzeuge, in denen Hunde transportiert werden, sollen gar für drei Monate beschlagnahmt werden. Ausserdem dürfen Hausbesitzer demnächst ihre Wohnungen nicht mehr an Hunde- und Katzenbesitzer vermieten.

Im Islam werden Tiere allgemein als «unrein» bezeichnet. Daher ist das Halten von Haustieren insbesondere beim Klerus auch nicht gerngesehen. Gassi gehen löst dessen Ansicht nach zudem in der Bevölkerung Panik aus. Schon mehrmals versuchte die Polizei, Hundehaltung ganz zu verbieten, aber es klappte letztendlich nie. Nun soll das Verbot gesetzlich werden.

Beobachter jedoch glauben, dass Hunde- und Katzenhalter auch ein Gesetz diesbezüglich genauso ignorieren werden wie die bisherigen Verbote. In den vergangenen Jahren hat der Trend zum Haustier erheblich zugenommen.

Immer mehr junge Iraner nehmen – besonders für ihre Kinder – Hunde und Katzen auf. Dementsprechend gibt es seit einigen Jahren auch immer mehr Tierkliniken und Läden für Heimtierbedarf, besonders in der Hauptstadt Teheran und anderen Grossstädten.

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