Nach Thronjubiläum

London stürzt in ein Verkehrschaos

AFP/tgab

6.6.2022

LONDON, ENGLAND - JUNE 6: Commuters walk to work over London Bridge during a strike by RMT London Underground workers against a proposal to cut six hundred jobs on June 6, 2022 in London, England. TfL has warned of severe disruption with 4000 London underground station staff due to strike for 24 hours during a planned strike action by RMT, over proposed job cuts, causing disruption across the network.  (Photo by Guy Smallman/Getty images)
Pendler überqueren die London Bridge währnd des Streiks der Verkehrsgewerkschaft RMT am Montag.
Guy Smallman/Getty Images

Die britische Hauptstadt hat nach den viertägigen Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. ein Verkehrschaos erlebt. Neben U-Bahn-Streik sorgen Flugausfälle und Zugverspätungen für Probleme.

AFP/tgab

6.6.2022

Nach den viertägigen Feiern für das Thronjubiläum der Queen in London wollten am Sonntagabend und Montag viele Besucher aus dem gesamten Königreich und dem Ausland wieder in ihre Heimatorte zurückreisen. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht.

Mehrere Stationen der Londoner U-Bahn waren wegen eines 24-stündigen Streiks der Verkehrsgewerkschaft RMT am Montag gesperrt, der Ausfall hunderter Flüge und massive Verspätungen des Eurostar-Schnellzugs verschärften die Lage zusätzlich. Die Londoner Behörden riefen Pendler auf, Fahrten mit der U-Bahn bis Dienstagmorgen zu vermeiden.

Die Fluggesellschaft Easyjet begründete den Ausfall von «etwa 37» ihrer Flüge mit einem «weiterhin herausfordernden Arbeitsumfeld». Ein Sprecher des Konkurrenten British Airways sprach von «geplanten» Ausfällen, über die man die Fluggäste mit ausreichend Vorlauf informiert habe. Die Flugfahrtindustrie kämpft derzeit mit Personalmangel, nachdem die Unternehmen während der Corona-Krise tausende Mitarbeiter entlassen hatten.

Der Betreiber der Eurostar-Züge von London nach Paris und Brüssel hatte schon in der vergangenen Woche vor «großen Verspätungen» wegen längerer Pass- und Sicherheitskontrollen in London gewarnt. Am Sonntag schrieb das Unternehmen auf Twitter, dass «alle Züge» zwischen London und Paris wegen Problemen mit der Stromversorgung nahe Paris «deutlich verspätet» seien.