Zu viel Bärendreck gegessen – und daran gestorben

tmxh

25.9.2020 - 17:58

Nachdem er zu viel Bärendreck konsumiert hatte, musste ein Mann in den USA ins Spital und starb am darauffolgenden Tag. (Symbolbild)
Robyn Beck / AFP

Süsskram ist nicht gerade gesund, wie man weiss. Doch es kann auch wirklich schlimm kommen: Der exzessive Konsum von zu viel Bärendreck endete für einen Mann in den USA sogar tödlich.

Dass zu viele Süssigkeiten der Gesundheit schaden können, dürfte einem Grossteil der Konsumenten bewusst sein. Ein tödliches Risiko jedoch sollten beim Genuss der sündigen Kleinigkeiten die wenigsten auf dem Schirm haben. Umso schockierender die Nachricht, dass exzessiver Konsum von Bärendreck bei einem Mann in den USA nun zum Tod geführt hat.

Der 54-jährige Bauarbeiter aus dem US-Bundesstaats Massachusetts hatte laut einem Bericht des TV-Senders CNN in einem Fast-Food-Lokal das Bewusstsein verloren. Man brachte ihn ins Spital, wo er am nächsten Tag verstarb. Den Grund dafür machten die Ärzte nun in einem Artikel des «New England Journal of Medicine» publik.



Demnach habe der Betroffene «eine schlechte Ernährung gehabt, die hauptsächlich aus mehreren Packungen Süssigkeiten pro Tag bestand», heisst es in dem Bericht. Drei Wochen vor seinem Tod sei er von Fruchtgummis auf Bärendreck umgestiegen, so die Ärzte – eine Süssigkeit, die Glycyrrhizinsäure enthalte.

Bluthochdruck bis Herzinsuffizienz

Glycyrrhizinsäure oder Glycyrrhizin ist in der Süssholzwurzel enthalten und kann laut der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel, FDA, zu einem Absinken des Kaliumspiegels im Körper führen. Dies wiederum könne Bluthochdruck, Schwellungen, abnormale Herzrhythmen und sogar Herzinsuffizienz verursachen.

Menschen über 40 Jahre sollten besonders wachsam sein, was den Genuss von Bärendreck betrifft, warnt die FDA. Wobei bei einem Konsum im gewöhnlichen Rahmen wohl kaum eine Gefahr droht. 

Und ohnehin: Die negativen Auswirkungen nach einer «Überdosis» Bärendreck würden nachlassen, sobald man den Konsum einstelle. Viele Produkte enthalten als Ersatz auch Anisöl, das im Geschmack ähnlich ist.

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